Sonntag, 30. Dezember 2007

Dahme-Uckro'sche Eisenbahn

Eine Dame mit Vorfahren in Dahme hat via Kontaktformular den Kontakt zu mir gesucht. Leider stimmt die von Ihnen angegebene eMail-Adresse nicht. Ich kann Ihnen also nicht antworten.

Weitere Informationen über die ehemalige Strecke und den alten Bahnhof finden Sie beispielsweise hier: www.bahnstrecken.de
oder hier: www.stillgelegt.de

30.12.2007 - 16:00 - Wetterbericht

"Ich fliege irgendwo in den Süden - vielleicht nach Kanada oder so..."

Mehmet Scholl









Kartenhaus

Es war am vierten Advent, als mir jemand meine Brieftasche stahl. Zum Glück war nicht viel Bargeld darin, aber alle meine Karten. Alle. Also viele. Und im ersten Augenblick fühlte ich mich deshalb wie ein Kartenhaus, das gerade zusammengefallen ist. Man existiert quasi nicht mehr ohne die gewöhnliche Kartensammlung: Personalausweis, Geldkarten, Krankenkassenkarte, BVG-Monatskarte...

Das ist ein vorläufiger Personalausweis. Er kostet 14 Euro.
Aber ohne den komme ich nächste Woche nicht nach Finnland.

Jetzt, nach einer Woche, blicke ich ein wenig erstaunt auf das Ganze: Es ist schon drollig und auch ein bisschen spannend irgendwie, ohne eine einzige Karte zu überleben. Das Fräulein bei der Postbank sagte zu mir: "Sie können hier Bargeld bekommen, wenn Sie Ihren Personalausweis und einen Kontoauszug vorzeigen." Aha, denke ich. Und beim Bürgeramt, wo ich mir einen neuen Personalausweis bestellt habe, steht auf einem Schild: An diesem Bearbeitungsplatz können Sie gern mit EC-Karte bezahlen...

Nein, es geht wahrscheinlich nicht, ohne eine einzige Karte zu überleben. Aber es war schon eine interessante Erfahrung.



Und Herr Mehdorn kriegt 15 Euro von mir für eine Ersatz-Bahncard...

Korthus

Det var just den fjärde advent när någon stal min plånbok. Lyckligtvis hade jag inte så mycket kontanter i plånboken, men alla mina kort fanns därinne - alltså många kort - och därför kände jag mig i första ögonblicket lite som ett korthus som plötsligt föll ihop. Man blir en alldeles icke-existerande person utan den vanliga kortsamlingen: ID-kort, kontokort, försäkringskort, månadskort osv...


Nu efter en vecka ser jag lite förvånad på det hela: Det är roligt och även lite spännande på något sätt att överleva utan ett enda kort. Fröken på Postbank sa till mig: Ni kan få kontanter om Ni kan visa kontoutdrag och ID-kort. Jaså, tänker jag. På Bürgeramt där jag beställde ett nytt ID-kort kan man läsa på en skylt: Här kan Ni få gärna betala med kontokort...


Nej, troligen går det inte att överleva utan ett enda kort. Men en intressant erfarenhet var det ändå.



Samstag, 29. Dezember 2007

Se, hör, föreställ dig

Om en dryg vecka ska Toni och jag resa till Helsingfors. Och så strövar jag omkring på nätet: jag bläddrar genom "Helsinki this week", jag beställer konsertbiljetter för Leif Segerstam i Finlandia-huset som Toni önskade sig så mycket och jag tar en lång promenad på Ateneums webbplats. Att jag fastnar just där har med det här att göra "Se, hör, föreställ dig - Hugo Simbergs nätutställning för synskadade".


Hugo Simberg - Der verwundete Engel

(Die finnische Gruppe Nightwish
baute um dieses Bild ein
Musikvideo.)


Sieh, hör, stell dir vor


In einer guten Woche werden Toni und ich nach Helsinki fliegen. Und so streife ich schon mal durch das weltweite Netz: Ich blättere in "Helsinki this week", ich bestelle Konzertkarten für Leif Segerstam in der Finlandiahalle - Tonis großer Wunsch - und ich mache einen langen Spaziergang durch das virtuelle Ateneum. Dass ich gerade dort hängenbleibe, hat hiermit zu tun: "Sieh, hör, stell dir vor - Hugo Simbergs Netzausstellung für Sehbehinderte".


Fattigfan med tvillingar

Freitag, 28. Dezember 2007

Kleine Wunder

"Jeden Morgen rede ich mir ein, daß mir tagsüber ein kleines Wunder begegnen wird, und siehe, es findet sich eines!"

Erwin Strittmatter, Selbstermunterungen, 1981

"Varje morgon inbiller jag mig att det skall ske ett litet mirakel under dagen - och tänk, det kommer att finnas ett!"

Gestern: Im Büro blüht plötzlich eine kleine Pflanze,
die ich vor einer Weile schon wegschmeißen wollte.


Heute: Beim Radeln zur Arbeit habe ich entdeckt, dass in der
Cecilienstraße haufenweise neue Bäume gepflanzt wurden.

Sonntag, 23. Dezember 2007

Internationale Weihnachten - Julfesten jorden runt


...Kinderstimmen leise, leise,
singen manche frohe Weise,
und das vierte Lichtlein brennt.
Frohe Lieder im Advent, Freude im Advent.

Melodie: Hans Naumilkat
Text: Erika Engel

...sakta sjunger barnens röster,
fina sånger, årets bästa,
och det fjärde ljuset tänts.
Fina sånger i advent, glädje i advent.


Som tegelnörd brukar jag använda två tegelstenar för att stoppa in det gröna, det röda och det blåa.
Backsteinfans so wie icke bauen gern Adventsgestecke...
...mit zwei ollen Backsteinen natürlich!
* * *

Månsnö vilar nu ett tag. Jag kommer tillbaka på torsdag eller fredag. Nej, det blir inte någon resa över jul nu, men jag vill inte sitta framför datorn så mycket. Så önskar jag er alla en riktigt GOD JUL - och ni alla får sjunga med mig idag en
julsång på ryska (ёлочка = den lilla julgranen).

Mondschnee macht nun Weihnachtspause. Ich bin am Donnerstag oder Freitag wieder hier. Nein, verreisen werde ich nicht. Aber ich will nicht so viel am Rechner sitzen in den nächsten Tagen. So wünsche ich euch allen Frohe Weihnachten! - und wer will, kann mit mir ein russisches Weihnachtslied singen:


Winter in Leningrad (1929)
Anna-Petrovna Ostroumova-Lebedeva


* * *

Ëлочка

В лесу родилась ёлочка,
В лесу она росла,
Зимой и летом стройная,
Зелёная была.

Метель ей пела песенку:
"Спи, ёлочка, бай-бай!"
Мороз снежком укутывал:
"Смотри, не замерзай!"

Трусишка зайка серенький
Под ёлочкой скакал .
Порою волк , сердитый волк,
Рысцою пробегал.

Чу! Снег по лесу частому
Под полозом скрипит.
Лошадка мохноногая
Торопится , бежит.

Везёт лошадка дровеньки
А в дровнях старичок.
Срубил он нашу ёлочку
Под самый корешок.

Теперь она, нарядная,
На праздник к нам пришла.
И много-много радости
Детишкам принесла.

* * *

Für alle, die vielleicht lieber mal ein Weihnachtslied aus Skandinavien ausprobieren wollen, hat das Nordeuropa-Institut der Humboldt-Uni in Berlin eine kleine Sammlung herausgegeben:


Und für alle, die noch Plätzchen backen wollen - hier sind zwei lustige Ostalgie-Ausstechförmchen!



* * *

Weihnachtsgrüße in verschiedenen Sprachen

Julhälsningar på olika språk

* * *

Neuseeland entdeckt heimische Pohutukawa als Weihnachtsbäume

* * *

Ein'n ha'm wa noch:

"Der Kienberg in Berlin-Biesdorf wird im Zuge der Globalisierung und zur Verbesserung der nachbarschaftlichen Beziehungen umbenannt in: Kienberg-Kilimandjaro!"

Morgens halb zehn in Deutschland... Oder war's halb zwölf?

Samstag, 22. Dezember 2007

Wohin gehen die geträumten Dinge?

Gestern ist Kati ausgezogen. Und in ihrem Zimmer steht nur noch ihr altes Schlafsofa. Zurückgeblieben sind auch die Mohnblumen an der Wand und Nerudas Fragen...



Sag mir, ist die Rose nackt
oder ist dies ihr einziges Kleid?

Wer leidet mehr, der immer wartet
oder nie eines Menschen geharrt?

Warum verbergen Bäume
die Großartigkeit ihrer Wurzeln?

Ist Friede der Friede einer Taube?
Führt der Leopard Krieg?

Wie teilen die Orangen
das Sonnenlicht auf im Orangenbaum?

Wo ist die Mitte des Ozeans?
Warum gehen die Wellen nie dorthin?

Wieviele Wochen sind in einem Tag
und wieviele Jahre in einem Monat?

Wie lange besteht ein Nashorn
nachdem es von Mitgefühl berührt wurde?

Wer war sie, die dich geliebt hat
in deinem Traum, als du schliefst?

Und der Vater, der in deinen Träumen lebt
stirbt er wieder, wenn du erwachst?

Und welches ist der Name des Monats
der zwischen Dezember und Januar fällt?

Wer kann das Meer überzeugen
vernünftig zu sein?

Lernen wir Freundlichkeit
oder die Maske der Freundlichkeit?

Wann liest der Schmetterling
was dahinfliegt, geschrieben auf seine Flügel?

aus: Buch der Fragen
erschienen postum 1974


Vart går de drömda grejerna?

Igår flyttade Kati hemifrån. Kvar finns bara hennes gamla bäddsoffa. Och vallmon på väggen samt Nerudas frågor...


VIII

Vad är det som irriterar
rök, gnistor och galla spottande vulkaner?

Varför kunde inte Kristoffer Kolumbus
upptäcka Spanien?

Hur många frågor har en katt?

Väntar det i små sjöar tårar
som ingen gråter?

Eller är de osynliga floder
som strömmar mot sorgen?


XXIII

Förflyttar sig fjärilens själ
till en flygfisk?

Var det alltså inte sant
att Gud bodde på månen?

Vilken färg har doften
av orkideernas blåa gråt?

Hur många år har en månad
och hur många veckor ryms i en dag?

ur: Frågornas bok - Libro de las Preguntas




Freitag, 21. Dezember 2007

"Wo man singt, da lass dich ruhig nieder...

...nur böse Menschen haben Grammophone." Oder so ähnlich. Gestern war Weihnachtsfeier in Tonis Musik-Leistungskurs. Es gab zu Essen, zu Trinken und Musik - was braucht man mehr? Und alles war so liebevoll vorbereitet von den gerade mal 12 Schülern, die dieser Kurs hat: 6 Mädels und 6 Jungs. (Es ist nicht so oft, dass überhaupt ein Leistungskurs in Musik zustande kommt.)

Im Treppenhaus bekamen wir Choräle in alten Kirchentonarten zu hören. Wirklich wunderschön! Und im Klassenzimmer gab es dann nach ein paar klassischen Weihnachtsliedern diesen "Christmas Coca Cola Song". Na ja. Da kam ich mir dann beinahe wie an einer amerikanischen Highschool vor...


Aber schließlich sangen wir alle gemeinsam. Viele Lieder! Du lieber Himmel, wann hab ich das letzte Mal so ausgiebig gesungen? Schön war's! Nur eins frage ich mich: Was macht man bei einer Weihnachtsfeier im Biologie- oder Mathe-Leistungskurs???


Gregorianische Gesänge im Treppenhaus


Toni und Paul


Gamla koraler och "Holidays are coming"

Igår var det julfest i Tonis musik-specialkurs. Förberedningarna hade ungdomarna fixat själv. Vi fick tillräcklig mat, dryck och musik - vad behöver man mera? Det är 12 elever i kursen, 6 flickor och 6 pojkar. (Ofta blir det inte ens av med en specialkurs i musik.)

I trapphusen fick vi lyssna på koraler i gamla kyrkotonarter. Alldeles underbart! Och i klassrummet följde efter ett par klassiska julvisor den här "Christmas Coca Cola Song". Hm. Det kändes lite som om vi vore på besök i en amerikansk highschool.


Men till sist sjöng vi alla ihop. Många låtar. Jösses, när har jag sjungit så mycket senast? Men det var så skönt! Bara en sak undrar jag: Vad brukar man göra på en julfest i biologi- eller matte-specialkursen???


Die Mauer? Na, die ist doch schon lange abgerissen!
Aber ein Liederbuch für den Osten - das gibt's noch. Juchu!

Donnerstag, 20. Dezember 2007

Juloratoriet

Kan man vara på olika platser samtidigt? Jag lyssnar på Bachs Juloratorium och jag är på olika platser samtidigt. Sunne kyrka. Palais Schwarzenberg i Wien. Bachs hus i Leipzig. Göteborgs konserthus. Men egentligen sitter jag i Berlin på konserthus och det är inte Concentus Musicus som spelar. Och det är inte Nikolaus Harnoncourt som dirigerar. Och det är inte Arnold Schoenberg Chor som sjunger.

Men det är Akademie für Alte Musik som spelar och det är RIAS Kammerchor som sjunger - och alltså är det nog lite som om jag vore på Palais Schwarzenberg i Wien. Och om man älskar Tunströms böcker så som jag gör det så kan man inte hoppa över boken "Juloratoriet" - och därför är jag i Sunne också. (Jag lade ett vitt musselskal på Tunströms grav utanför Sunne kyrkan i våras och jag tände ett ljus för Susa som hade dött just en vecka innan jag reste till Sunne...)


Och nu kommer familjen Bach emellan där man brukade skriva en kantat varje vecka. Mästaren komponerade och hans fru Anna Magdalena skrev av noterna. Varje söndag framfördes en ny kantat. Mer än 300 kantater! Ja, Bach som inspirerade mig att börja spela cello med mer än fyrtio år. Bach som lockade mig in i Göteborgs konserthus i maj där jag kom att sitta bredvid en man som senare blev min mås. Och nu flyger vi tillsammans! Och någon gång skall vi gå på Palais Schwarzenberg i Wien och lyssna på Concentus Musicus...


Ja visst kan man vara på olika platser samtidigt! Och dessutom heter min lilla planet (842) Kerstin och Juloratoriet har numret BWV 248! Så
.




Das Weihnachtsoratorium

Kann man an verschiedenen Stellen gleichzeitig sein? Ich höre Bachs Weihnachtsoratorium und bin an verschiedenen Stellen gleichzeitig. Die Kirche in Sunne. Das Palais Schwarzenberg in Wien. Bachs Haus in Leipzig. Das Konzerthaus in Göteborg. Doch eigentlich sitze ich in Berlin im Konzerthaus und es ist nicht der Concentus Musicus, der spielt. Und es ist nicht Nikolaus Harnoncourt, der dirigiert. Und es ist nicht der Arnold Schoenberg Chor, der singt.

Aber es ist die Akademie für Alte Musik, die spielt und es ist der RIAS Kammerchor, der singt - und also ist es schon ein bisschen als säße ich im Palais Schwarzenberg in Wien. Und wenn man Göran Tunströms Bücher so liebt wie ich, dann kommt man um sein Buch "Juloratoriet" (dt. "Solveigs Vermächtnis") natürlich nicht herum. Und deshalb bin ich gleichzeitig auch in Sunne. (Ich legte eine kleine weiße Muschel auf Tunströms Grab draußen vor der Kirche in Sunne letztes Frühjahr und ich zündete eine Kerze an für Susa, die gerade eine Woche vorher gestorben war...)

Und nun kommt mir die Familie Bach dazwischen, in der man jede Woche eine Kantate schrieb. Der Meister komponierte, seine Frau vervielfältigte die Noten. Jeden Sonntag wurde eine neue Kantate aufgeführt. Mehr als 300 Kantaten! Ja, Bach, der mich dazu inspirierte, noch mit über 40 Cello spielen zu lernen. Und der mich ins Göteborger Konzerthaus lockte, dieses Jahr im Mai, als ich neben einem Mann zu sitzen kam, der nun meine Möwe ist. Jetzt fliegen wir gemeinsam! Und irgendwann werden wir im Palais Schwarzenberg in Wien zusammen sitzen und dem Concentus Musicus lauschen...

Ja, natürlich kann man an verschiedenen Stellen gleichzeitig sein! Und außerdem heißt mein kleiner Planet (842) Kerstin und das Weihnachtsoratorium hat die Nummer BWV 248! So.


Tunström läser själv:
01-Juloratoriet-Disc-1-Spar1.mp3

* * *
(Ups! 9 MB pdf-Datei!)

* * *



in Sunne am 04.06.2007

Mittwoch, 19. Dezember 2007

Überraschungen

Manchmal passieren merkwürdige Dinge. Zuerst schiebt mir der Nikolaus eine Teedose in die Schuhe, eine Teedose aus Blech mit einem lustigen Bild drauf! (Vielleicht Hanna Hartmans Blechmöwe?) Und dann kam gestern aus dem Norden dieser kleine süße Seevogel zu mir geflogen. Da war ich ganz gerührt. Liebe Freunde, die ihr so lieb an mich denkt - ein riesengroßes Dankeschön!!! :-)




Överraskningar

Ibland händer det märkliga saker och ting. Först hittade jag en teburk i plåt med en lustig bild på (Kanske Hanna Hartmans plåtmås?) som Nikolaus hade stoppat in i mina skor. Och igår kom den här gulliga sjöfågeln flygande från Norden till mig. Då blev jag mycket rörd. Kära vänner, ni som tänker på mig på detta glädjebringande sätt - ett stort och varmt tack ska ni ha!!! :-)


Dienstag, 18. Dezember 2007

Das Bild des Jahres

I december brukar jag bläddra genom mina bilder som jag tagit under årets lopp för att välja mitt favorit foto - das Bild des Jahres. Det kan bli ett motiv som jag extra lyckades fånga in eller något jag känner en särskild förbindelse med. I år ska det vara ett foto jag tog i Sverige. Å ena sidan är det därför att jag tycker det fanns så dåliga vykort i Göteborg och Bohuslän när jag ville skriva hemåt i våras. Och å andra sidan visar den här bilden någon som hamnar. Det är något särskilt med verbet "att hamna" på svenska - för det innehåller ordet "hamn". Och även för mig känns det som om jag hamnade...


Im Dezember blättere ich gewöhnlich durch die Bilder, die ich im Laufe des Jahres aufgenommen habe, um mein Bild des Jahres zu küren. Das kann ein Motiv sein, das mir besonders gut gelungen ist oder etwas, zu dem ich eine besondere Verbindung spüre. Dieses Jahr soll es ein Foto sein, das ich in Schweden aufgenommen habe. Einerseits darum, weil ich im Frühling feststellen musste, dass es in Göteborg und im Bohuslän nur ziemlich hässliche Ansichtskarten zu kaufen gibt. Und andererseits deshalb, weil auf dem Bild jemand zu sehen ist, der in einen Hafen einläuft. Ja, ich glaube, ich bin auch in einem Hafen angekommen...

* * *

Die Bilder aus den vergangenen Jahren sind übrigens:
2006 - Das Sonnenblumenlächeln (Fläming, im Juli)
2005 - Guck mal, wer da guckt (La Palmyre, im Mai)
2004 - Vom Wasser (Scharmützelsee, im Oktober)
2003 - Schiffbauer (Rochefort sur Mer, im Oktober)

Montag, 17. Dezember 2007

Zugvogel

Nun hat die Möwe vor der Kälte und Dunkelheit Reißaus genommen und ist für ein paar Wochen in den Süden geflogen. In Fuengirola nahe Malaga gibt es ein Hotel, das vom spanischen Blindenverband ONCE betrieben wird. Ich wusste gar nicht, dass es so etwas gibt. Aber: Es ist auf jeden Fall gut zu wissen...

Fuengirola selbst ist übrigens das Zentrum für Nordmenschen an der Costa del Sol: Es gibt eine schwedische Gemeinde, eine schwedische und eine finnische Schule sowie ein Veranstaltungszentrum der Spanisch-Nordischen Gesellschaft. Man kann dort also nicht nur schwarzhaarige Andalusier treffen, sondern sicher auch jede Menge hellhäutige Zugvögel.

Die finnische Schule in Fuengirola

Ob ich neidisch bin? Neee, neee. Das ist nicht meine Art zu reisen. Als ich letztens im Frühling im Bohuslän eine Jugendherberge samt Herbergseltern fast ganz für mich alleine hatte, als ich vier Kilometer zur nächsten Bushaltestelle laufen musste oder mehr als eine Stunde mit dem Fahrrad und der Autofähre zum nächsten Supermarkt unterwegs war, als ich stundenlang lesen, fischen und auf den Klippen entlangwandern konnte - da hab ich mich pudelwohl gefühlt! Warum soll ich den Meerblick mit so vielen anderen teilen, wenn ich ihn auch ganz für mich allein haben kann? ;-)

Meerblick in der Nähe von Grundsund

Flyttfågel

Nu har måsen rymt och vänt ryggen mot kylan och mörkret - flygande mot solen och värmen för att stanna där i några veckor. I Fuengirola finns det ett hotell som drivs av det spanska förbundet för synskadade ONCE. Jag visste inte att det finns ett sådant över huvud taget. Men det är i varje fall bra at veta.

Fuengirola är för övrigt centrum för nordbo som har flyttat till Costa del Sol eller som har semesterhus där. Det finns den Svenska kyrkan, Svenska och Finska skolan och en hel del evenemang organiseras av det Spanska Nordiska Sällskapet. Man kan alltså träffa inte bara mörkhåriga andalusier utan även många flyttfåglar med ljus hud.

Om jag är avundsjuk? Nej, nej. Detta är inte mitt sätt att resa bort. När jag var i Bohuslän i våras så bodde jag nästan ensam på ett vandrarhem och paret som skötte det tog så väl hand om mig. Då blev det fyra kilometer att gå till nästa bushållplats och för att handla mat tvingades man att cykla och resa med bilfärjan mer än en timme. Men jag läste så mycket, jag fiskade eller vandrade över klipporna i timmar. Varför skulle jag dela havsutsikten med så många andra människor - om jag kan få ha den även helt för mig själv? ;-)


Ein Zimmer mit Aussicht - Stegelholmen

Mit der Autofähre zum Einkaufen über den Gullmarsfjord




Hach, wie schön die Grasnelken blühen!

Sonntag, 16. Dezember 2007

Berlin-Lichtenberg

Ja, das Licht war gestern gerade richtig zum Fotografieren. Eine tiefstehende Wintersonne gab lange Schatten und schöne Farben. Und ich beginne mich ein bisschen in dieses Viertel zu verlieben. Es liegt keineswegs in den üblichen Szene-Bezirken - und hat doch so viele Details und Hingucker. Außerdem sind die Höfe größer und grüner als in Friedrichshain oder Prenzlberg. Mehr Licht also und mehr Luft.

Ljuset passade bra igår för att ta fina foton. En lågstående vintersol gjorde att det fanns långa skuggor och vackra färger. Och jag börjar förälska mig lite i det här kvarteret. Det ligger inte alls i de vanliga "szene"-stadsdelarna - men ändå visar det så många detailjer där blicken fastnar. Dessutom är alla gårdar större och grönare än i Friedrichshain eller Prenzlberg. Mer ljus alltså och mer luft.


Die Guntherstraße - Blick von Norden nach Süden


Ein herziges Tor an der Ecke zur Gudrunstraße


Guntherstraße 44
















Guntherstraße 41 - Guntherstraße 44


Nach Italien ist es auch nicht weit - man kann zu Fuß gehen!

Samstag, 15. Dezember 2007

Das Nibelungenviertel

Nun ist es fast geschafft! Katis neue Wohnung ist fertig tapeziert. (Zum Glück haben wir dort, wo ich arbeite, inzwischen fast alle Gewerke in der Ausbildung. Jedenfalls die nützlichen: Fahrradmonteure, Maler, Elektriker...) Heute werde ich beim Weißen der Wände helfen. Noch vor dem Heiligen Abend soll der Umzug sein.

Das Quartier, in dem Kati und ihre kleine Familie wohnen werden, heißt übrigens "Nibelungenviertel". Fast alle Helden sind dort vertreten: Siegfried, Kriemhild, Hagen, Gunther... Ich bin allerdings noch nicht zum Fotografieren gekommen. Immer, wenn ich dort landete, war's schon dunkel. Aber heute stecke ich mir die Kamera mal ein!


Ein schick saniertes Haus in der Siegfriedstraße.

Nu är saken nästan klar! Katis nya lägenhet är fullständigt tapetserad. (Lyckligtvis finns det på mitt jobb nu nästan alla viktiga yrke i ungdomarnas utbildning - i alla fall de som är nyttiga: elektriker, cykelmonteur, målare...) Idag tänker jag hjälpa till att måla väggarna. Ännu före julafton ska flyttningen bli.

Kvarteret där Kati, Sascha och lilla Jakob kommer att bo heter för övrigt "Nibelungenviertel". Nästan alla av de gamla hjältarna kan man träffa:
Siegfried, Kriemhild, Hagen, Gunther... Tyvärr hann jag inte fotografera hittills. Varje gång jag hamnade där var det redan mörkt ute. Men idag ska jag ta med mig min kamera!


I bokhyllan med mina barn- ock ungdomsböcker
finns den här fina utgavan av Nibelungenlied.

* * *

PS: Tänk, när jag letade efter frasen "hjälpa till att måla" på nätet - då hittade jag 11.000 träffar! Det tycks vara mycket att måla respektive hjälpa till att måla i Sverige... ;-)

Wir bauen einen Malerhut!

Freitag, 14. Dezember 2007

Kontraste

Nein, ich bin eigentlich kein wirklicher Eisenbahn-Narr. Also jemand, der Kursbücher auswendig lernt und die Nummern auf den Rädern von alten Dampfloks fotografiert. Aber ein Kommentar zu meinem Eisenbahn-Archäologie-Artikel inspirierte mich gerade zu folgender Gegenüberstellung:


Berlin-Hauptbahnhof, 22. Oktober 2006...


...und irgendwo an einer stillgelegten Strecke in Sachsen.
...någonstans vid en nedlagd järnvägssträcka i Sachsen.
(Mehr Bilder: Bild1, Bild2, Bild3)

Nej, jag är faktiskt inte någon järnvägs-nörd på riktig. Jag känner inte några som helst tidtabeller utantill eller fotograferar några som helst siffror som finns på hjul av gamla ånglok. Men en kommentar skrivet till mitt järnvägsarkeologi-inlägg inspirerade mig till just denna motställning här ovan.

Advent im Hochgebirge

Die Zeiten waren finster in Deutschland, als dieses Buch bei Reclam zum ersten Mal erschien. In den dreißiger Jahren. Und das Anwesen Skriðuklaustur, heute Kultur- und Begegnungsstätte für Künstler und Schriftsteller in Island, hatte sich Gunnar Gunnarsson von einem deutschen Architekten entwerfen lassen. In den dreißiger Jahren.

Gestern habe ich meinen ganzen Haushalt auf den Kopf gestellt - auf der Suche nach diesem Buch. Kati hatte es. Es ist die berührendste Adventsgeschichte, die ich kenne.








Ja, det var dystra tider då i Tyskland när den här boken utgavs för första gången av Reclam förlag i Leipzig. På trettiotalet. Och Skriðuklaustur, där Gunnar Gunnarsson levde och som senare blev en mötesplats för konstnärer och författare, anlades av en tysk arkitekt. På trettiotalet.

Igår letade jag efter just denna bok i hela min lägenhet. Och hittade den någon gång i Katis rum. Jag vet inte någon annan adventshistoria som är mer berörande.

Donnerstag, 13. Dezember 2007

Lichter

Om vi inte hade den gregorianska kalendern nuförtiden, så skulle det ha varit årets mörkaste natt den 13 december. Även därför firar man alltså Lucia i Sverige idag, ljusets fest. Och min son sjunger idag på den indiska ambassaden. Men nej, det ena har inte något att göra med det andra...

* * *

För mig har Edith Södergran tänt sina ljus idag:

Facklorna

Jag vill tända mina facklor över jorden.
Min fackla skall stå
på varje nattlig gård
i alperna, där luften är välsignelse,

i tundrorna, där himlen är melankoli.
O min fackla, lys i ansiktet på den förskräckta,

den förgråtna, den förmörkade, den förorenade.

En mild gud räcker er sin hand:

utan skönhet lever människan icke en sekund.

ur: Rosenaltaret, 1919

 

Gäbe es den Gregorianischen Kalender noch nicht, wäre die kürzeste Nacht des Jahres am 13. Dezember. Heute also. Auch deshalb feiert man in Schweden das
Luciafest. Und mein Sohn singt heute in der Indischen Botschaft. Doch nein, das eine hat mit dem anderen nix zu tun...

* * *

Für mich hat Edith Södergran heute ihre Lichter angezündet:


Die Fackeln


Ich will meine Fackeln über der Erde entzünden.
Meine Fackel soll stehen
in jedem nächtlichen Hof
in den Alpen, wo die Luft Segen ist,

in den Tundren, wo der Himmel Melancholie.

O meine Fackel, leuchte dem Erschreckten ins Angesicht,
dem Verweinten, dem Verdüsterten, dem Verunreinigten.

Ein milder Gott reicht euch seine Hand:

ohne Schönheit lebt der Mensch keine Sekunde.


aus: Der Rosenaltar, 1919

deutsch von Karl R. Kern

(in: Feindliche Sterne

Gesammelte Gedichte, 1977)