Samstag, 30. August 2008

Oboisten

Als wir gestern im Auto saßen, im Kofferraum die letzten Sachen aus Biesdorf, da leuchtete uns die Abendsonne geradewegs ins Gesicht - und vor dem Himmel zeichneten sich scharf die Silhouetten des Fernsehturms und des Frankfurter Tors ab. Hinzu kam, dass der Autopilot eine CD angestellt hatte, die mir spontan den Stoßseufzer der Woche entlockte. Was für ein Wohlklang, diese herrliche Oboen-Stimme, und dazu ein gelungener Mix aus Bach-Klassikern. Eine CD zum Seele baumeln lassen. Albrecht Mayer war mir ja vor kurzem erst begegnet, als ich diesen beeindruckenden Film über die Berliner Philharmoniker sah. Er erzählte, dass er als Junge stark gestottert hätte und dass ihn die Musik dann rettete. Viele Philharmoniker waren in ihrer Kindheit übrigens Außenseiter...

Noch ein Oboist aus dem Orchester ist mir in besonderer Erinnerung geblieben. Christoph Hartmann und ein anderer Musiker hatten bei dieser Asien-Reise ihre Rennräder im Gepäck und das Filmteam begleitete sie auf einer Radtour raus aus Hongkong in die umliegenden Berge. Die beiden waren mir auf Anhieb total sympathisch! Nun höre ich im Radio, dass Christoph Hartmann in seiner Freizeit Fahrräder zusammenschraubt und sogar eine eigene Fahrradmarke kreiert hat: "Pasculli" heißen seine Räder, benannt nach einem beinahe vergessenen italienischen Oboisten. Wonach sonst?



Sånger utan ord

Igår blev jag hemkörd med de sista grejerna som fortfarande fanns i källaren i den gamla lägenheten. (Nu är den tom, vad kul!) Medan vi åkte fick vi kvällssolen direkt i ansiktet och det blev intressanta siluetter som bildades av Tv-tornet och tornet av Frankfurter Tor. Dessutom hade föraren lagt in en jättetrevlig skiva som gjorde att jag suckade några gånger av nöje. Skivan heter "Sånger utan ord" och det är en samling med olika Bach-stycken, arrangerad för oboe och orkester. Oboisten mindes jag bra, eftersom han i filmen om Berlinphilharmonikerna berättade att han som pojke hade stammat starkt och att det var musik som räddade honom ur den jävla kretsen av mobbing och förnedrande bland klasskamraterna. Ja, en hel del philharmoniker var vör övrigt utomstående i sin barn- och ungdom...

I detta samband kan jag också berätta om en annan oboist av samma orkester. Han heter Christoph Hartmann och det som jag kommer ihåg från filmen är att han och en annan musiker hade cyklar med sig under den stora Asien-resan. Filmen visade hur de två cyklade en stor tur genom Hongkong och dess omgivning. Då blev jag nästan avundsjuk. Nu får jag veta i radion att oboisten tillverkar cyklar i sin fritid - och att han till och med har kreerat ett eget cykel-märke: Pasculli heter det, efter en nästan bortglömd italiensk oboist. Vad annars?


Freitag, 29. August 2008

Berliner Melange

Da ich keine Kaffeetante bin, nein, überhaupt nicht, bin ich auch keine Cafétante. Und so habe ich überhaupt keine Ahnung, welche Cafés in Berlin gerade in sind, welche legendär sind und so weiter. (Bei Biergärten kenne ich mich tatsächlich besser aus...)

Als ich letztens Berlin-Guide für den Besuch aus der Bloggosphäre war, wurde ich gefragt: Kennst du das Café Einstein? Nein, ich kannte es natürlich nicht. Und weil ich gerade mit Farbe bekleckert auf einer Leiter stand, in einer völlig leergeräumten Wohnung, konnte ich auch nicht mal eben im Internet nachschlagen. So schlugen wir dann später gemeinsam in der anderen, nicht-leergeräumten Wohnung im Internet nach - und fanden zweimal Einstein. "Welches ist es?", fragte ich die fidele Dame aus dem Norden. "Es ist östlich des Zentrums, soweit ich mich erinnere." - "Östlich welchen Zentrums?" Wir lachten. Und dann fuhren wir los.

Und obwohl ich keine Cafétante bin, merkte ich schnell, dass dieses Einstein irgendwie Besonderheit atmet. Es ist nicht übermäßig schnieke, die Leute waren auch nicht übermäßig schnieke, und doch. Alles hat irgendwie Stil - und als ich dann vor der Kuchenvitrine stand und später meine heiße Schokolade schlürfte, da wusste ich: Oh, wie besonders! Nein, ich glaube, SO EINE heiße Schokolade habe ich vorher noch nie in einem Café vorgesetzt bekommen. Und erst der Himbeerkuchen! Hier wird keineswegs an richtig guten Zutaten und an liebevoller Zubereitung gespart.

Wir haben viel gelacht - und der schlagfertige Kellner wurde gleich mehrmals abgelichtet. In Pernillas Blogg gibt es ein paar leckere Schnappschüsse. Gestern habe ich mir in der Bibliothek ein Buch abgeholt, weil ich dachte, es gibt darin Geschichten über DAS Café Einstein. Aber es ist ein Buch über das ANDERE Einstein, das Promi-Kaffeehaus Unter den Linden. Und dahin kriegen mich definitiv keine zehn Pferde!




Att det finns två olika kafféer Einstein, det visste inte jag. Inte heller visste jag, att det överhuvudtaget finns något legendariskt som heter Café Einstein. Det var Pernilla som frådage efter kaféet i lördags. På internet hittade vi alltså två. Men vilket då?, frågade jag. Unter den Linden? Nej då, inte där, mitt Einstein ligger öster om centrum. Centrum väst, alltså.

Jag är glad att jag inte behövde lära känna det andra Einstein, det nya Einstein, eftersom det är fullt med prominent folk som jag inte ett dygg längtar efter att träffa. Det gamla Einstein är väldigt stiligt utan att vara överdrivet pampigt. Min varm choklad smakade utmärkt och Pernilla åt kanske Berlins bästa Apfelstrudel. (Här fins foton.) Tyvärr handlar boken jag lånade på biblioteket inte om det gamla Einstein, utan om det nya. Jag ska lämna tillbaka den snart.


Wer's mag: Ein Buch über das Promi-Einstein

Donnerstag, 28. August 2008

Alles Bio, oder was?

Es stehn Tische und Stühle vor der Bio-Company in der Rigaer Straße. Dort kann man nach vollbrachtem Bio-Einkauf noch ein bisschen sitzen, eine Bio-Limo trinken und dem fröhlichen Friedrichshainer Freiluftleben zukieken. Genau so taten wir's vor ein paar Tagen, als sich zwei muntere Mädels an unseren Nachbartisch setzten, die wohl gerade aus ihrem Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) heimgekehrt waren. Ich hatte mich ja schon seit einer Weile gefragt, wo plötzlich die vielen Bio-Produkte herkommen, die man überall kaufen kann. Sind so viele Bauern konvertiert? Oder ist die Hälfte der Produkte einfach Fake? Die Mädels gaben mir - zumindest teilweise - eine Antwort.

"Also die auf unserem Bio-Hof, die hatten ja überhaupt keine Ahnung! Statt 100 Hühner und nur ein paar Hähne anzuschaffen, kauften sie 50 von jeder Sorte. Das war ein Gehacke, kann ich dir sagen!" - "Bei uns waren es Ziegen. 90 Milchziegen. Und wir waren nur zwei FÖJ-ler. Kein Azubi, kein Festangestellter. 13 Stunden haben wir täglich schwer köperlich gearbeitet. Einmal hab ich mir eingepisst vor Erschöpfung. Da wurde tatsächlich mehr auf artgerechte Tierhaltung geachtet, als auf artgerechte Menschenhaltung..."

Landwirtschaft ist kein Zuckerschlecken. Das hab ich in meiner Lehrzeit selbst erfahren. Und ökologische Landwirtschaft erfordert eindeutig mehr Handarbeit als herkömmliche. Um als Bio-Bauer zu überleben, ist man oft auf engagierte junge Leute angewiesen. Sie kommen gerne aus der Stadt, mit romantischen Vorstellungen vom Landleben. Aber ist es die Regel? Glückliche Schweine - unglückliche FÖJ-ler?

Auch Kati hatte ein paar Höfe kennengelernt, als sie auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz war. "Sooo müde war ich noch nie in meinem Leben!" Trotzdem wollte sie aber schließlich doch Bio-Winzer werden, denn auf dem Brühler Hof war sie nicht nur eine preisgünstige Arbeitskraft, sondern Mitglied der Familie. Als der Winzer und seine Frau letztens in der Stadt waren, um Wein nach Kreuzberg zu liefern, riefen sie mich im Büro an und fragten nach Katis neuer Adresse. "Wir wolle sie gern besuchen!" (Das Pfälzerische ist die deutsche Mundart, die ich am meisten mag.)

Sicher gibt es solche Höfe und solche. Vielleicht sollte es neben dem FairTrade-Siegel auch ein FairFÖJ-Siegel geben. Toni und ich, wir werden trotzdem weiterhin im Bio-Markt einkaufen: Obst, Gemüse, Kartoffeln, Brot, Milch und Käse. Etliches davon kommt ja aus Brodowin. Dort war man früher LPG und ist nun seit etlichen Jahren gestandener Demeter-Betrieb. Gleich nach der Wende wurde das ganze Dorf Ökodorf und wir sind schon lange Kunden. Draußen im schönen Biesmarzhellershausen ließen wir uns die Bio-Kiste liefern und nun im Friedrichshain, wo es so viele Öko-Märkte gibt, kaufen wir ihre Produkte direkt.


Diese neue Milchverpackung
kommt übrigens aus Schweden!


Andelen av ekologiskt odlade produkter växer ganska snabbt i tyska affärer och sedan ett tag undrar jag hur det går till. Är det så många bönder som har konverterat? Är verkligen alla nya ekologiska varor äkta? Utöver det så kallade FSJ (ett års frivilligt socialt arbete) finns det FÖJ (ett års frivilligt ekologiskt arbete) här i Tyskland och en hel del ungdomar som växte upp i stan deltar i det sistnämnda, eftersom de har så romantiska föreställningar om landlivet. Men landlivet på en bondgård där man odlar ekologiska produkter är ofta inte alls romantiskt utan innebär mycket hårt kroppsarbete, många timmar, varje dag. Men var ligger gränsen då till utnyttjning?

Häromdagen lyssnade vi till ett samtal fört mellan två unga tjejer som hade nyss kommit tillbaka från FÖJ. En av dem jobbade 13 timmar varje dag för att ta hand om 90 getter som behövde mjölkas regelbundet. Det låter inte alls roligt. Ska man sluta köpa ekologiskt odlade produkter då? Vi tänker inte göra det. Kanske skulle man titta lite nogare varifrån produkterna kommer. Det finns en väldigt stor gård i landskapet Uckermark, inte så långt ifrån där jag växte upp: Ökodorf Brodowin. Här har man bytt till demeter-produktion strax efter murens fall och vi är deras kunder sedan länge. Tidigare fick vi hemkörd en låda med grönsaker, frukt och potatis varje vecka. Men nu i Friedrichshain finns det betydligt mer affärer där man kan köpa deras produkter direkt. Och detta tänker vi inte sluta med.


Der Hofladen in Brodowin

Mittwoch, 27. August 2008

Fröken Fräken, men inte ifrån Fryken

Jag tycker mycket om dem: fräkenväxter! De vackraste hittade jag för några år sedan på ön Rügen. Här växer de direkt ut ur kritan som klipporna består av. Men också i bokskogen lite längre upp finns massor. Under min senaste vistelse i Sverige hittade jag dem på olika ställen, oftast i skogskanten. Fräknars växtensläkt är ururgammal. Tidigare fanns det ju fräkenträd som kunde bli upp till 30 meter höga med en meters tjocka stammar. Jag vet inte varför, men redan som barn blev jag ganska fascinerad av dem. Jag hade en bok som hette "Ur jordens dagbok", den läste jag om och om igen - och tittade länge på bilderna som visade fräken- och ormbunksträd...


skogsfräken


fräkenträd


fräken- och ormbunksträd


Die Urzeit lässt grüßen

Ich mag sie sehr, diese uralten Gewächse. Schachtelhalme. Schon als Kind war ich von ihnen fasziniert. Ich hatte ein Buch, das hieß "Aus dem Tagebuch der Erde". Dort waren sie drin, Schachtelhalm-Bäume, bis zu 30 Meter hoch! Später machte man Steinkohle daraus. Wenn ich sie heute treffe, dann am liebsten auf Rügen. Dort wachsen sie direkt aus den Klippen und das Grün sieht so toll aus im Kreideweiß! Oder weiter oben im Buchenwald. Ganze Herden. In Schweden sah ich etwas magerere, dort wuchsen sie meist am Waldrand.


Riesenschachtelhalme auf Rügen




Dienstag, 26. August 2008

einander - varandra

Das schöne Wort "einander" ist leider eines der vom Aussterben bedrohten Wörter. Vielleicht hat es mit unserer mehr und mehr ego-zentrierten Welt zu tun, in der man immer seltener "sie helfen einander" benutzt, sondern "sie helfen sich" - wobei das Unscharfe in diesem Ausdruck auch genauso gut im Sinne von "jeder hilft sich selbst" verstanden werden kann.

Auf Schwedisch gibt es diese Unschärfe nicht. Wenn ich sage "Vi älskar oss" - wir lieben uns, dann hat das mit Zweisamkeit nix zu tun, weil dieser Ausdruck bedeutet, dass jeder sich selbst liebt. Richtig ist - und nur so kann man es ausdrücken: "Vi älskar varandra". Wir lieben einander. Ich finde "einander" ist ein schönes Wort, es kann nicht reflexiv verwendet werden, sondern nur wechselseitig. Seit ich Schwedisch spreche, wo ich wie gesagt, sehr darauf achten muss, benutze ich es wieder häufiger.


September 2005, Lügenmuseum


Visste ni förresten, att i tyskan det fina ordet "einander" (varandra) är en av de utrotningshotade orden, eftersom det går också bra att säga "uns" (oss) eller "sich" (sig), båda två är kortare med bara en stavelse. Men det går ju - lyckligtvis - inte på svenska! "Vi hjälper oss" och "Vi hjälper varandra", det är två helt olika meningar. Sedan jag talar svenska använder jag även det tyska ordet "einander" oftare igen. Det låter i alla fall mycket mera ömsesidigt i den här världen där egoism tyvärr växer.


Montag, 25. August 2008

Bisschen betriebsblind...

Als Stadtführer in der eigenen Stadt steht man manchmal ein bisschen ratlos da, vor allem bei den einfachsten Fragen. "Warum heißt es Spittelmarkt? Hat es was mit einem Spital zu tun?" Ich wusste es nicht. Nun habe ich nachgeschaut - und es stimmt tatsächlich. Früher gab es hier ein Stift und ein Hospital für Arme, das Gertraudenhospital, das später nach Kreuzberg umzog. (Wie kann eigentlich ein ganzes Gebäude umziehen?) Der Spittelmarkt ist heute ein mehr oder weniger hässlicher Platz mit viel Beton. Interessant ist eigentlich nur der U-Bahnhof mit seinen Fenstern raus zur Spree. Aber wie ich lese, soll der Spittelmarkt wieder zu einem schönen Stadtplatz umgestaltet werden.

Und um einer anderen Frage vorzubeugen: Der Hackesche Markt beherbergte früher keine Nervenklinik. Er hat seinen Namen nach dem Grafen von Hacke, der in der Mitte des 18. Jahrhunderts Emporkömmling am Preußischen Hof und später Stadtkommandant war und der das Sumpfland bebauen ließ, das damals noch vor den Toren Berlins lag, inklusive dieses großzügigen Marktplatzes eben.


Der Spittelmarkt 1783 (Gemälde von J. G. Rosenberg)


Som guide i den egna stan blir man ibland skyldig ett svar, även om det gäller de enklaste frågor. "Varför heter det Spittelmarkt? Har det med ett hospital att göra?" Det hade jag ingen aning om och inte heller funderat om namnet hittills. Spittelmarkt är idag en ganska ful plats med mycket betong, men det finns en intressant tunnelbanestation med fönster ut till floden Spree. Nu har jag läst att namnet Spittelmarkt faktiskt kommer från ett före detta hospital som senare flyttade till Kreuzberg och att själva platsen ska ombyggas igen för att bli vackrare. Vi får se hur det blir...

Och i förebyggande syfte svarar jag nu samtidigt på en annan fråga också: Benämnignen för Hackescher Markt har inte alls med ett mentalskjukhus att göra, utan med en uppkömmling vid det preussiska hovet i mitten av 1700-talet som hette Graf von Hacke. Han lät bebygga våtmarken som på den tiden låg fortfarande utanför Berlins stadsmur, och bland annat uppstod det där ganska stora salutorget som senare kallades Hackescher Markt.


Der Hackesche Markt 1779 (Stich von J. G. Rosenberg)

Samstag, 23. August 2008

Vom Mond runtergucken

Mit Problemen ist es wie mit Elefanten: Steht man direkt davor, wirken sie übergroß. Schnell ist man verzagt. Ein bisschen Abstand hilft dann oft. In Haydns Oper "Il mondo della luna" - Die Welt auf dem Monde - begeben sich die Protagonisten sogar auf den Erdtrabanten, um die Probleme auf der Erde leichter lösen zu können. Von so weit oben betrachtet sehen die scheinbar unüberwindlichen irdischen Schwierigkeiten nämlich nur noch lachhaft aus.

Ja, gelacht haben wir reichlich, als wir Anfang Juni im Schlosstheater Drottningholm Haydns Mondoper vorgeführt bekamen. Das uralte Theater an sich ist ja schon einfach nur märchenhaft, mit seiner total unelektrischen Bühnentechnik - Vögel werden noch an Strippen über den Theaterhimmel gezogen... Und die Inszenierung war mit soviel Liebe fürs Detail gemacht, mit soviel Witz, einfach herzerfrischend!

Heute Abend kann man im Radio hingegen einer ganz anderen Drottningholm-Oper dieser Saison lauschen. Es ist Monteverdis "Il ritorno d'Ulisse in patria" - Die Heimkehr des Odysseus - mit mehr Dramatik und etwas blutiger als Haydns Mondoper, jedoch mit wunderschöner Musik. Meine Empfehlung des Tages!


RBB Kulturradio --- NDR Kultur --- WDR 3
Bayern 4 (erst am 27.08!)


Drottningholms Slottsteater, den 3 juni 2008


Idag sänds det i tysk radio på minst olika kanaler en inspelning från Drottningholms Slottsteater. Där blev det ju till och med tre operor i den här säsongen och Mark Tatlow, konstnärlig ledare, jämförde säsongens urval med en riktigt ordentlig operamiddag med förrätt, huvudrätt och dessert. Haydns Livet på månen - en gnistrande opera buffa-juvel, inspererad av commedia dell'arte - som förrätt vädjade till vår längtan efter en bättre värld: Vilka av oss vill inte då och då fly från vårt självpåtagna dagliga slit? I operan flög man ända till månen för att lösa de problemen som på jorden inte kunde lösas. Både själva operan och inscensättningen var fulla av okonventionella idéer!

Huvudrätten var däremot rejäl: Monteverdis Odysseus återkomst som är ett alltigenom realistiskt drama med bara några få komiska ögonblick. Man möter inte bara Odysseus och Penelope efter deras smärtsamma tjugoåriga separation från varandra, utan får också barocktolkningar av de gamla grekiska gudarna och gudinnorna. Medan Haydns månvärld är ren fiktion visar Monteverdi vägen till landskap på andra ställen i människans universum och ställer frågan vem som egentligen styr över dem, han tar upp ständigt aktuella teman som kärlek och trohet.

Desserten serverades av Fäviken Opera som spelade utanför sina hemtrakter för första gången. Det blev en utsökt komisk sufflé från Wien: L'opera seria från 1769 av kompositören Florian Gassmann, en pjäs i andan av "och nu över till något helt annat".

Men idag sänds det som sagt en av de tre i tysk radio. I Sveriges radio kom den ju redan för några dagar sedan. Vem som är nyfiken vilken det var kan klicka på den här länken. Operan finns i arkivet ända till den 8 september.


Freitag, 22. August 2008

"Das Leben findet einen Weg."

So spricht Ian Malcolm in "Jurassic Park", als er genau dort Dinoeier findet, wo es absolut keine geben sollte. Genau dort, wo ich immer Wolke Sieben anschließe, wenn ich arbeite, gab es früher eine schöne Robinie. Sie machte meinem Drahtesel des Nachmittags ordentlich Schatten, so dass ich mich nie auf eine heiße Herdplatte setzen musste nach des Tages Mühn. Diese Robinie verschwand irgendwann, sie wurde einfach umgehaun. Da waren wir ziemlich betrübt, Wolke Sieben und icke. Aber nun, nach wenigen Jahren, entdecke ich überall kleine Robinienkinder. Fröhlich verwegen strecken sie ihre lustigen Blätter in den Himmel. Mit dem Schatten wird es wohl noch etwas dauern, aber immerhin: Das Leben findet einen Weg...


In der Ecke links neben der Treppe, da stand sie.


"Livet hittar en utväg."

Så säger Ian Malcolm i "Jurassic Park" när det upptäcks dinoägg där det absolut inte skulle finnas sådana. Där jag brukar låsa Wolke Sieben när jag jobbar fanns det tidigare ett fint robiniaträd som kastade sin skugga över min cykel på eftermiddagen så att jag aldrig råkade sitta på en kokande sadel när jag cyklade hemåt. Tyvärr höggs det ner trädet någon gång och vi blev ganska ledsna, Wolke Sieben och jag. Men nu under tiden har några små robiniabarn vuxit sig ur marken där mamman (eller pappan?) stod förut. Visst är de inte tillräckligt stora för att kasta skugga, men ändå: Livet hittar en utväg...






:-)

Donnerstag, 21. August 2008

Böcker som jag håller på att läsa

Det är två helt olika böcker - en roman om människornas "dark side of the moon" i en väldigt märklig berättarstil och en välskriven och informativ dokumentation om Ingmar Bergman och hans tidiga författarskap. Tänk, jag hittade båda två på mitt nya bibliotek i Friedrichshain!



Dieses sind die beiden Bücher, die ich gerade lese. Zwei äußerst unterschiedliche! Nicht nur, was die Sprache betrifft. Das eine handelt von den Abgründen menschlichen Handelns, geschrieben in einem ganz ungewöhnlichen Erzählstil. Und das andere ist eine unterhaltsame und sehr informative Dokumentation über diverse Sachen aus Bergmans Archiv (literarische Skizzen, Tagebucheinträge, Fotos) - zusammengefasst unter dem Titel "Am Anfang war das Wort. Ingmar Bergman und seine frühen literarischen Werke". Was mich überraschte: Ich habe beide Bücher in meiner neuen Bibliothek im Friedrichshain entdeckt!


Mittwoch, 20. August 2008

Wo wollen wir uns treffen?

Na, an der Weltzeituhr! Dort trifft man sich doch seit vielen Jahren. Und besonders lustig und spannend ist es, Leute, zu denen man bisher nur über die Bloggosphäre Kontakt hatte, auf einmal in Wirklichkeit zu treffen. Ob wir Deutsch oder Schwedisch sprechen werden? Na, am liebsten beides! :-)


Weltzeituhr am Alex, 1970 (www.ddr-fotos.de)


Berlins mest legendariska mötesplats är världsuren på Alex. Här träffade jag under årens lopp alldeles olika människor: släktingar, vänner, älskare. Idag ska det bli en kvinna från Göteborg som jag bara känner lite genom bloggosfären. Vad kul, vad spännande!

Dienstag, 19. August 2008

Goethe, gerade heraus

Auf meiner persönlichen Google-Startseite habe ich auch ein Gadget, das sich in regelmäßigen Abständen ein Zitat von www.zitate.de abholt. Da habe ich schon das eine oder andere Mal nachdenklich die Stirne in Falten gelegt oder mehr oder weniger leise in mich reingeschmunzelt. Ziemlich laut geschmunzelt habe ich eben, als das hier lesbar wurde:

Gerne der Zeiten gedenk' ich,
da alle Glieder gelenkig
- bis auf eins.
Doch die Zeiten sind vorüber,
steif geworden alle Glieder
- bis auf eins.


Johann Wolfgang von Goethe



Die Tochter ist in Weimar zur Welt gekommen
und hat dort laufen und sprechen gelernt.
Zuerst sprechen, dann laufen...


Goethe, kort och utan omsvep

I den här lilla dikten tänker Den Stora Diktaren gärna på tiderna som gått, då alla kroppsdelar var mycket rörliga - förutom en. Numera är de där tiderna över och kroppsdelarna har blivit stela - förutom en.


Dottern föddes i Weimar, där hon lärde
sig gå och prata. Först prata, sedan gå.

Montag, 18. August 2008

Om månen som super (ibland, hemligt)

Igår när jag cyklade hemåt efter operan - och det tog bara en kvart, vad kul! - då hade månen just gått upp. Jag tror den var full, helt full eller nästan helt full. Är man ute på landet och träffar fullmånen så är man nog ofta överraskad över dess skönhet, men mitt i stan, om till exempel fullmånen plötsligt dyker upp bredvid tornet av Rotes Rathaus, då blir överraskningen ännu större - och man tänker: Hej, här finns du alltså också!

Mitt på natten vaknade jag, eftersom något lyste häftigt rakt i mitt ansikte. Mycket sömnig undrade jag vilken konstig gatubelysning det skulle vara. Den hade jag aldrig sett förut. Men en gatubelysning kunde det förstås inte vara, vi bor ju på fjärde våningen. Den fulla månen var det igen! Den var så ljus - och jag tror den flinade mot mig. Sånt har aldrig hänt i den gamla lägenheten, det gick inte astronomiskt på något sätt. Men så blinkade jag mot det runda ljusa ansiktet - tills det försvann bakom löven av den stora lönnen som finns utanför mitt fönster...


Mann und Frau den Mond betrachtend
Caspar David Friedrich, 1830 - 1835
Alte Nationalgalerie Berlin


Der trunkene Mond

Als ich gestern nach der Oper nach Hause radelte - und es dauerte nur eine Viertelstunde! - da war gerade der Mond aufgegangen. Ich glaube, er war voll. Ganz und gar oder jedenfalls fast ganz und gar. Wenn man draußen in der Landschaft auf den Vollmond trifft, dann haut einen das irgendwie nicht ganz so um. Guckt er aber plötzlich hinter dem Turm vom Roten Rathaus hervor, dann denkt man: Wow! Hier gibt's dich also auch.

Mitten in der Nacht wachte ich dann auf, weil mir irgendetwas Helles mitten ins Gesicht schien. Total verschlafen dachte ich: Was ist denn das für eine merkwürdige Straßenlaterne? Die sehe ich hier ja zum ersten Mal. Nee, natürlich war's keine Straßenlaterne. Wir wohnen vier Treppen hoch. Er war's wieder. Der trunkene Mond. Ich glaube, er grinste. Sowas ist mir in der alten Wohung nie passiert. Das ging irgendwie astronomisch nicht. Und so blinzelte ich dem Mondgesicht zu, ein kleines bisschen mondsüchtig, bis es hinter dem Laub des großen Ahorns verschwunden war...

Freitag, 15. August 2008

Glasstuga eller glasstuga?

Eftersom man inte vet vad som säljs i en glasstuga gjorde systrarna Degen på Fjäderholmen så här:




Wenn man im Schwedischen Wörter zusammensetzt und es treffen zufällig drei gleiche Konsonanten aufeinander, dann verschwindet Nummer drei - und es bleiben nur zwei. Wenn man also beim Umherstreifen auf eine glasstuga (stuga = Häuschen) trifft, so ist es unklar, ob es dort glas (Glas) oder glass (Eis) zu kaufen gibt. Die Schwestern Degen, die auf Fjäderholmen eine Bio-Eismanufaktur betreiben, haben sich jedenfalls zu helfen gewusst! ;-)




Während meine Möwe besonders auf lösglass (loses Eis, also Streicheis bzw. Kugeleis nach italienischer Art) steht, bin ich total verrückt nach dem schwedischen mjukglass (mjuk = weich, also Softeis).

Wichtige Wörter, wenn man Eis kaufen will:

en kula = eine Kugel
två/tre kulor = zwei/drei Kugeln
strut = Waffel(tüte)
våffla = (meist frisch gebackenene) Waffel
bägare = Becher
strössel = Streusel
doppad choklad = in warme Schokolade getaucht
chokladsås = Schokosauce
kolasås = ist keine Cola-, sondern Karamelsauce
grädde = Sahne

Donnerstag, 14. August 2008

Young Finlandia meets Berlin

Nun hatte ich es doch in dem großen Umzugs-Kuddelmuddel total verbaselt, mir Karten für den young.euro.classic Musiksommer zu besorgen! Und so stand ich also gestern Abend in einer viel zu langen Schlange vor dem Konzerthaus - mit viel zu vielen anderen und nur einem klitzekleinen Funken Hoffnung auf irgendeine Restkarte, umwuselt von einem gelbbeblusten Pessimismus-Monster vom Konzerthaus, das uns am liebsten ganz und gar zerstreut hätte, wo doch so wenig Aussicht auf eine Karte bestand. (In Schweden gibt es ja an jeder größeren Spielstätte draußen eine rote Lampe. Wenn die leuchtet, ist der Abend ausverkauft - und kein Mensch stellt sich dann mehr an.)

Nun, eine rote Lampe gab es aber nicht und die gelbe Bluse weckte irgendeinen Trotz in mir, so dass ich die Augen zukniff und ganz leise und ganz inbrünstig meinen Schutzengel anrief, so einen in einem alten gestreiften Nachthemd, mit Dauerwelle, Hühnerflügeln und einer ganz zerschlissenen Harfe. Als ich die Augen wieder öffnete, stand er auf einmal vor mir - und wedelte doch tatsächlich mit einer Konzertkarte. Er sah ganz anders aus, als ich ihn mir vorgestellt hatte, kein Nachthemd, keine Dauerwelle, keine Hühnerflügel und so. Dafür hatte er graue Haare und lustige braune Augen. Wow! Dann funktioniert es also manchmal doch! Man muss nur gaaaanz fest daran glauben...



Ich ergriff die Karte, ein Schwall Rührung tat das gleiche mit mir - und Schwubbs! schon gehörte ich plötzlich nicht mehr zur Reihe der Aussichtslosen, sondern zu denen, die - als wäre es die natürlichste Sache der Welt, über diese Schwelle schritten, die ich immer schon sehr ehrwürdig fand und die ich immer sehr ehrwürdig finden werde. Soviel Gewese hatte ich natürlich nur gemacht, weil ein junges Orchester aus dem Norden angereist war; demnach musste es also ein nordischer Troll gewesen sein, der mich in letzter Minute noch mit der Konzertkarte versorgt hatte.

Und die Musik war ach so wunderbar! Sibelius' Violinkonzert, ja, das ist es immer wieder! Aber auch die mir ganz und gar unbekannten Stücke bewegten mich stark. Besonders eine Suite über das Meer von Uuno Klami wogte gewaltig auf und nieder - und ich war an unseren seekranken Konzerthaus-Abend im Frühling erinnert. Denken musste ich auch an die "Bilder einer Ausstellung", wobei es im gestrigen Fall ja alles "Meeresbilder" waren, wie der Titel der Suite verriet.

Nachher gab es Applaus ohne Ende - und zur Belohnung zwei dicke Zugaben. Na, ratet mal welche! Klar, Sibelius' Finlandia natürlich - und einen herrlich finnischen Tango. Ach ja, DIESE Konzerte sind mir wirklich die allerliebsten!




Jag är född på en måndag, men ibland...

Ibland behövs det lite magi för att segla runt alla vardagens klippor. Under flyttningens villervalla hade jag nämligen glömt att skaffa biljetter för musiksommaren
young.euro.classic som äger rum i Berlin varje år i augusti. Stod jag alltså igår kväll i en alltför lång kö utanför konserthuset med en alltför liten förhoppning på de bara några få restbilljetter som skulle säljas då. En gulblusad dam från konserthuset susade omkring för att bli kvällens pessimism-monster. "Ni får ha ingen chans på någon biljett, varför går ni inte undan?" (På tyska konserthus finns det inte någon röd lampa som visar att det är allvarligt utsålt den kvällen...)

Men beteendet av den pessimistiska gula damen gjorde kanske att nästan alla stannade kvar, trots att chansen var så liten. Ja, jag hade till och med blivit övertygad om att få en biljett ändå och för att bekräfta detta blundade jag och ropade efter min skyddsängel som ibland kommer flygande i en gammal randig nattklänning, med permanentning i håret, vita hönsvingar och en sliten harpa under armen. När jag öppnade ögonen igen stod han faktiskt framför mig och vinkade med en biljett, fast det fattades nattklänning, permanentning, hönsvingar med mera... Däremot hade han grått hår och leende bruna ögon.



Jag tog biljetten genast och flög nästan över konserthusets tröskel, eftersom jag plötsligt inte längre hörde till de stackars väntande utanför dörren. Varför jag hade chansat så häftigt? Just därför att det skulle komma en ungdomsorkester från Norden! Och kanske var det den här gången ett nordiskt troll som hjälpte mig åt med biljetten...

Musiken var iallafall helt och hållet underbar! Inte bara Sibelius' violinkonsert som jag känner till så bra och som jag älskar så pass mycket, utan även de andra styckena som jag aldrig hört tidigare. Vad jag inte heller visste: En av Finlands mest kända kompositörer efter Sibelius heter nämligen Uuno Klami och han hade i början av trettiotalet skapat något som han kallade för "Havets bilder". Det var en svit som påminde mig om "Tavlor på en utställning" fast nu var det associationer som utspelade sig till sjöss med stora vågor och dramatik. Kanske hade stycket passat utmärkt till den där sjösjuka kvällen i våras.

Efteråt blev det förstås väldiga applåder - och ungdomarna lyckades uppmuntra oss ännu mera genom att de spelade till och med två extranummer: Finlandia - vad annars? - och en finsk tango. Jag blev så glad att jag helst hade kramat min skyddsängel som självklart satt bredvid mig hela kvällen.




* * *

Kvällens magi framträdde i det här
stycket också: En Saga av Jean Sibelius.


Mittwoch, 13. August 2008

Bei den weißen Stiefmütterchen


Bei den weißen Stiefmütterchen

Im Park wie ers mir auftrug

Stehe ich unter der Weide

Ungekämmte Alte blattlos

Siehst du sagt sie er kommt nicht


Ach sage ich er hat sich den Fuß gebrochen
Eine Gräte verschluckt, eine Straße

Wurde plötzlich verlegt oder

Er kann seiner Frau nicht entkommen

Viele Dinge hindern uns Menschen


Die Weide wiegt sich und knarrt

Kann auch sein er ist schon tot

Sah blaß aus als er dich untern Mantel küßte

Kann sein Weide kann sein

So wollen wir hoffen er liebt mich nicht mehr


Sarah Kirsch





Hos vita styvmorsvioler
i parken som han har beordrat

står jag under pilträdet
en rufsig bladlös gamling som säger

ser du han kommer inte

Å säger jag han kanske har brutit foten

satt ett fiskben i halsen, en gata

kan plötsligt ha flyttats eller

han kommer inte ifrån sin fru

mycket kan hindra oss människor


Pilträdet vajar och knarrar

kanske han redan är död

verkade blek när han kysste dig under kappan

kanske det pilträd kanske det

vi får hoppas att han inte älskar mig mer


övers. av Lasse Söderberg och Irmgard Pingel

Dienstag, 12. August 2008

Das papierlose Buch

Sowohl im Bibliotheksverbund Berlin als auch in den schwedischen Bibliotheken gibt es seit mehr oder weniger kurzer Zeit die Möglichkeit, sich elektronische Bücher und andere Medien direkt auf seinen Computer zu holen. (Ja, natürlich gibt es das in Schweden schon länger...) Nun, es ist gewiss Geschmackssache: ein Buch mit Seiten aus Papier ist ein Buch mit Seiten aus Papier. Wenn es neu ist, riecht es gut und man kann es entweder auf den Nachttisch legen oder in der Straßenbahn lesen. Ein eBook ist geruchlos - und ohne "e", also ohne Elektronik, ist es nicht einmal ein Buch.

Es gibt jedoch gewisse Anwendungsfälle, in denen ein Griff ins elektronische Bücherregal gar nicht so übel ist. Ein Anwendungsfall für mich sind zum Beispiel Computerbücher, weil man da eh am Rechner sitzt, wenn man bestimmte Dinge ausprobieren will. Ein anderer Fall sind eBooks aus Schweden. Die Möwe war so frei, mir ihre lånekortsnummer, also die Ziffernfolge, die auf ihrer Göteborger Bibliothekskarte steht, zu überlassen. Diese Nummer reicht, um in zwei verschiedenen schwedischen e-Bibliotheken nach Herzenslust alle möglichen Bücher zu entleihen. Ja, entleihen, denn auch e-Bücher haben eine Leihfrist. Wenn die abgelaufen ist, kriegt man die Lektüre nämlich nicht mehr auf.


VOeBB24 - so heißt die digitale Bibliothek in Berlin.


Ausgeliehene Bücher liegen im PDF-Format vor. Man soll
sie nach Ablauf der Leihzeit nicht mehr öffnen können.
(Ich bin ja gespannt, ob sie dann explodieren, einfach nur
verschwinden oder ob es eine lustige Fehlermeldung gibt.)


Papperslösa böcker

Jag vet inte om ni vet att det går att låna e-böcker på nätet. Visst tycker jag mycket mer om äkta böcker, men i vissa fall är en e-bok ett lämpligt alternativ till en vanlig bok. Till exempel om det gäller IT-kunskaps-böcker. När man läser i dem sitter man dock mestadels framför datorn för att pröva på hur det som man läser om funkar i den egna burken. Men för mig är det naturligtvis också svenska e-böcker som lockar för att bli utlånade. Måsen var så snäll och har givit sitt lånekortsnummer till mig. Det räcker lyckligtvis för att ladda ner en hel del intressanta medier från svenska e-bibliotek. (Ibland funderar jag om hur det hade kommit sig med Internet och alla dess möjligheter om muren hade stått kvar...)


Lånetiden är 28 dagar för eLib:s titlar.
(Max 3 lån varje vecka per person.)


Lånetiden är 7 dagar för e-biblioteket.
(Max 10 lån samtidigt per person.)

När lånetiden är slut går inte boken att läsa
längre, men om du vill kan du låna om den.


Den elektroniska bokhyllan heter Adobe Digital Editions.
Programmet kan man ladda ner gratis från webben.


* * *

Manchmal denke ich darüber nach, wie es wohl mit dem
Internet und all seinen Möglichkeiten gegangen wäre,
wenn es die Mauer heute noch gäbe...

Montag, 11. August 2008

Jävla sjöar

Så som det finns en hel del saker två gånger i Berlin - operahus, zoo, city - så finns det två sjöar med namnet Teufelssee på var sin sida av den före detta demarkationslinjen. Teufelssee Ost ligger vid foten av Müggelberge i en tät skog och är lite förtrollad. Teufelssee West är däremot en fin badsjö och ett Mekka för alla slags nudister. Vi valde sistnämnda i lördags för att simma och att sola. Ack, det kändes så härligt att röra sig i det underbart svala vattnet nästan svävande efter alla dessa svettiga inne-veckor med flyttkartonger och färghinkar!



Teufel, auch!

"Pack die Badehose ein, nimm dein kleines Schwesterlein..." geht ein altes Berliner Lied, das einen zum Baden an den Wannsee bringt. Wenn man keine hat, also wenn man vorsätzlich keine eingepackt hat, dann wird das nüscht mit dem Wannsee. Dann muss man einen der beiden Teufelsseen aufsuchen, und zwar nur den westlichen. Gibt nämlich auch im Osten einen, aber der ist nicht FKK, sondern NSG. Und dazu sagenumwoben...


Teufelssee (Grunewald)

* * *

Båda jävla sjöar finns för övrigt tack vare den senaste istiden!

Freitag, 8. August 2008

Der Himmel über Berlin

Ist ja nicht so, dass ich jetzt keine Sonnenaufgänge mehr hätte. Sie sind nur anders. Was an Weite fehlt, hab ich an Höhe dazugewonnen. Der Himmel ist hoch über Berlin, ja, auch mitten in der Stadt. Und die Riesenpappeln in unserem Innenhof, die reichen beinahe bis dort oben hin. Ist sowieso fast ein Arboretum, dieser Innenhof. Ich traf Ahörner, Birken, Fichten, eine Kastanie, eine Eiche, eine Akazie, eine Douglasie sowie Sträucher und Büsche in Hülle und Fülle. Katzen gibt es auch viele. Und Kuschelecken. "Parksoffa" heißt eine Bank mit Rückenlehne auf Schwedisch. Ja, solche Sofas gibt es in unserem Hinterhofpark auch. Und manchmal sitzen da Großmütter drauf. Junge und alte.



Där vi bor nu finns det förstås soluppgånger också, fast de är annorlunda. Det tycks som om de räcker högre, eftersom horisonten kan ja inte se längre. Jättestora träd skjuter upp i himlen - nästan mot molnen räcker de. Hela gården är för övrigt en fin trädförsamling, med mångfaldiga växter, katter och parksoffor - ett ord som låter väldigt lustigt på tyska.




Donnerstag, 7. August 2008

Der Ringelnatz...


Bin eben bei Google darauf gestoßen, dass der gute Joachim Ringelnatz heute 125 Jahre geworden wäre. Und da hab ich mir im Internet gleich ein paar seiner Gedichte hervorgekramt. Die mag ich nämlich genauso wie seine Bilder, denn man kann sie immer wieder lesen - und dabei schwermütig kichern oder albern seufzen. So wie bei diesem hier:

Überall

Überall ist Wunderland
Überall ist Leben
Bei meiner Tante im Strumpfenband
wie irgendwo daneben.
Überall ist Dunkelheit
Kinder werden Väter.
Fünf Minuten später
stirbt sich was für einige Zeit.
Überall ist Ewigkeit.

Wenn Du einen Schneck behauchst
Schrumpft er ins Gehäuse,
Wenn Du ihn in Kognak tauchst,
Sieht er weiße Mäuse.



125. Geburtstag von Joachim Ringelnatz

Von keinem anderen Dichter kann ich den
Namen so schnell tippen. 13 Jahre habe ich doch
in der Joachim-Ringelnatz-Straße gewohnt...


Den tyska allround-konstnären Joachim Ringelnatz skulle fylla 125 år idag om han fortfarande levde. Det upptäckte jag alldeles nyss när jag letade efter något på Google. Jag gillar mycket hans sätt att skriva och även hans bilder. Hans dikter kan man läsa om och om igen tycker jag. Någon gång för ganska länge sedan ville vi ge en av hans böcker som present till min dotter när hon hade börjat lära sig läsa. Men till sist gick det inte. Det var alltför mycket svart humor i dessa dikter. "Nyårsafton hos kannibalerna" till exempel, det gick verkligen inte för min dotter och hennes stora fantasi. Och så bestämde vi att boken som heter "Kinder-Verwirr-Buch" egentligen är en bok för vuxna. Men kanske är det dags att ge den till min dotter nu...