Donnerstag, 30. April 2009

Sie haben Post!


Es ist ja heutzutage nicht mehr so oft, dass man etwas im Briefkasten hat,
also in dem, wo richtige Papierbriefe drin sind - was einem richtig Freude macht. Ja, freilich kommt immer noch genug an, auch im digitalen Zeitalter, fast jeden Tag ist etwas da, mal für mich, mal für Toni, Werbung oder eine Rechnung, dummes Zeug also, aber nur ganz selten kommt etwas richtig Angenehmes. Heute kamen gleich zwei Briefe für mich, auf die ich schon
seit einer Weile warte: etwas sehr Schönes und dann noch... na ja... eine Herausforderung sozusagen.

Der Buchjo und ich, wir schreiben nämlich unserer Freundin Eva, also der Dichterin, immer etwas Liebes zu ihrem Geburtstag im Februar. Meist denken wir erst daran, wenn der Geburtstag gerade angebrochen oder schon vorüber ist, aber wir schreiben trotzdem jedes Jahr, weil es sicher genug Leute gibt, die rechtzeitig daran denken und dann freut sich Eva, wenn ein paar Tage später auch nochmal etwas von uns kommt. Ja, und jedes Jahr im Frühling irgendwann kriegen wir dann einen Brief von ihr. Er ist mit der Hand geschrieben und es kostet manchmal ein bisschen Mühe, alles zu entziffern. Aber das ist eine wunderschöne Beschäftigung!

Nun wissen wir also, dass es einen neuen Gedichtband geben wird - er soll Wildbirnenbaum heißen - und dass ihr jüngstes Enkeltöchterchen zum ersten Mal bewusst das Osterfest erlebt hat. Es geht ihr gut, viel besser als noch vor einigen Jahren, und sie genießt jeden Tag dort im Grünen und ist glücklich, wenn sie jemanden aus ihrer großen Familie bei sich hat. Ich lese ihre Zeilen, und ich spüre eine große Wärme. Wie gut das tut.

Sieh mal Bodil, was sie schreibt! :-)

Die andere Post war von der Uni Göteborg - ein riesengroßer Umschlag, aber dann waren nacher doch nur zwei Blätter drin, beide allerdings sehr wichtig: Meine Einladung zum TISUS-Sprachtest und die drei Themen für die mündliche Prüfung. Hier sind sie:

  • Schweden und die EU - im Zusammenhang mit der
    Europawahl im Juni 2009
  • Erfindungen und Entdeckungen - die schnelle Entwicklung
    innerhalb von Technik und Medizin
  • das Lesen und das Schreiben - mit seinen sich verändernden
    Funktionen in verschiedenen Gesellschaften/Gemeinschaften

Vorbereiten muss ich mich jetzt auf alle drei Themen, aber eines kommt nachher nur dran - und am liebsten wäre mir natürlich das letzte, wenn ich mir die Liste der Schlüsselwörter angucke. Na, jedenfalls habe ich nun gut zu tun in den nächsten 11 Tagen!












Idag fick jag två intressanta brev, alltså riktiga brev, icke-digitala så att säga. Ett är handskrivet och kommer från min favoritdiktare Eva Strittmatter - det var ju hon som gjorde att Mondschnee heter Mondschnee - och hennes varma ord gladde mig väldigt mycket. Hon är knappt 80 år nu, men ändå kommer en ny diktsamling ut ganska snart, något som jag verkligen ser fram emot.

Det andra brevet skickades av Göteborgs universitet och det innehåller en kallelse till TISUS-provet den 12 maj och alla tre teman som man måste förbereda inför muntan. Vilket som tas upp under provet vet man förstås inte i förväg, men jag tycker naturligtvis bäst om det sista. Om ni, kära läsare, har några tips eller intressanta länkar angående de första två - så bara skriv till mig. Jag är tacksam för allt, eftersom jag inte är så bra på samhällskunskap.


Bäckens sorl bland kiselstenar


Kom, vi sätta bo i dalen -:
Bäckens sorl bland kiselstenar,
Fågellek och sus i alen,
Allt sig drömljuft här förenar.

Hvems är hyddan, som vi röja,
Halft af grönska öfverspunnen?
Månget snår vi undanböja,
Förr’n dess låga dörr blir funnen.

Afund ofta, så är sägen,
Hyddan jämnade med marken,
Sådde törnen öfver vägen,
Skrämde fåglarne från parken.

Men hvad världen gläds att härja,
Kärlek lika många gånger
Mäktar åter frambesvärja
Fullt af skimmer, doft och sånger.

Hvarje ofördragsam tunga
Skall till sist förlora spåret;
Blott de älskande och unga
Hitta väg i rosensnåret.

Lundens stammar slutas trängre
Att en skyddsmur kring oss bygga;
Då ej ingång finnes längre,
Då först känna vi oss trygga.

Under trädens mörka hängen,
Tätt intill hvarandra slutna,
Se vi skuggors lek på ängen,
Löfverk, månljust genombrutna.

Intet skall vår hvila störa:
Oron lämnar bäckens vatten,
Vindens andedrag vi höra,
Likt en sofvandes, i natten.

Obeslutsamt susar skogen,
Vet ej rätt hvad han bör mena.
Älskogsstjärnan ler förtrogen:
Jag är vittnet, jag allena!

Carl Snoilsky, Samlade dikter


Nu kommer än en gång ett par bilder som jag tog senaste helgen. I söndags vandrade vi drygt en mil längs ett vattendrag som heter Zillierbach, uppåt, hela tiden uppåt, ända tills det var slut med det lustigt rinnande vattnet, med bäckens pärlande sorl. En stor damm gör nämligen att den vackra bäcken samt den romantiska dalen fick bli en ganska stor sjö mitt i skogen. En sådan damm heter på tyska Talsperre (dalspärr) och det var Otto Intze som började med att dämma in vattnet i Tyskland. Jag gillar inte sådana byggnader, eftersom ingen fisk kan hoppa så högt för att vandra vidare och leka någonstans - och jag själv blir bara yr i huvudet när jag tittar ner från en sådan betongmur. Men skogsvandringen var förstås jätteskön annars!





So. Nun die letzten Bilder von unserer Reise in den Harz neulich. Sonntags wanderten wir nämlich an einem Bach entlang, mehr als 10 Kilometer, immer aufwärts, aufwärts - bis wir plötzlich vor einer hohen Mauer standen. Einer Staumauer. Und ich dachte: Wenn ich nun eine Forelle wäre - eine frühlingsverliebte und noch dazu seltene Bachforelle, und mein Liebster schwämme da oberhalb der Mauer in dem großen Stausee. (Keine Ahnung, wie er da hingekommen ist, aber nehmen wir mal an...) Dann hätten wir, oh, oh, ehrlich gesagt ziemlich schlechte Karten für ein Rendezvous. Nein, nicht die geringste Chance. Aber wie sagte der gute Erwin Strittmatter immer: Wo ein Plus ist, da ist immer auch ein Minus. Und so 100%ig grün ist grüner Strom dann auch wieder nicht... Aber freilich, unsere Wanderung an sich war herrlich!


Zillierbachtalsperre - bloß nicht runtergucken!


Sehr schön: Hellgrüne Laubbäume und dunkle Fichten.


Hier war mal ein Tal...

Mittwoch, 29. April 2009

Die bunte Stadt



Wernigerode gehört für mich zweifelsohne zu den malerischsten Städten Deutschlands. Ich weiß nicht, ob irgendwo anders so viele alte Fachwerk- und Holzhäuser bewahrt wurden, die noch dazu in so gutem Zustand sind. Es sind hunderte! Kleine, große, weiße, bunte... Als ob es in den letzten 500 Jahren dort keinen Krieg gegeben hätte. Und über allem trohnt ein Märchenschloss. Dass meine Erinnerungen an diese Stadt nur schwarz-weiß sind, hat allerdings mit den Fotos aus den 80er Jahren zu tun. Die waren damals noch nicht bunt.

Das Schloss sieht wirklich aus wie im Märchen...


Wernigerode i Harz är utan tvivel en av Tysklands vackraste städer. Jag vet inte om det någon annanstans finns så många bevarade urgamla korsvirkes- och trähus som dessutom är i väldigt gott skick. Det är hundratals! Stora, små, vita och färgade. Ja, många färger. Och inget klotter - vilket är mycket ovanligt för en besökare från Berlin. Den enda gång jag var där uppe på slottsbacken, det är dock 28 år sedan...

Von diesen krummen Gassen gibt es unzählige!


Im Mühlental.


Das kleinste Haus.


Elbingerode - Wernigerode - 1981

Blick vom Schloss auf die bunte Stadt in s/w.


Umherwandern. Lesen, schreiben. Hin und wieder bisschen essen...
1824 oder 1981 - und die Unterscheide sind nur äußerlich.



Dienstag, 28. April 2009

Mit Volldampf durch den Harz!


Für alle Dampfzugfreunde gibt es heute ein paar Bilder von der Brockenbahn. Ausführliche Informationen und noch mehr Videos findet man hier.


Schmalspurbahnhof Wernigerode


Loket vi åkte med till Brocken i lördags är 111 år gammalt. På tyska säger man: Das ist eine Schnapszahl. Och därför fick man en hel del att dricka ombord. När vi åkte uppåt sjöng en grupp passagerare. När vi åkte neråt sov de...


Unsere Lok ist 111 Jahre alt. Und demzufolge
gibt es an Bord ziemlich viele geistige Getränke.



Aber auch die Lok ist regelmäßig durstig...


Mit Volldampf durch den Harz! So lautet die Parole der HSB.


Die Welt ist eine Scheibe. Und unser Zug
steht an ihrem Rand. Endstation Brocken.


Es ist viel Verkehr auf den schmalen Schienen.
(Und die alte DDR-Laterne ist total verrußt...)


Bahnhof Schierke

Montag, 27. April 2009

Auf die Berge will ich steigen!


Schwarze Röcke, seidne Strümpfe,
Weiße, höfliche Manschetten,
Sanfte Reden, Embrassieren -
Ach, wenn sie nur Herzen hätten!

Herzen in der Brust, und Liebe,
Warme Liebe in dem Herzen -
Ach, mich tötet ihr Gesinge
Von erlognen Liebesschmerzen.

Auf die Berge will ich steigen,
Wo die frommen Hütten stehen,
Wo die Brust sich frei erschließet,
Und die freien Lüfte wehen.

Auf die Berge will ich steigen,
Wo die dunklen Tannen ragen,
Bäche rauschen, Vögel singen,
Und die stolzen Wolken jagen.

Lebet wohl, ihr glatten Säle,
Glatte Herren! Glatte Frauen!
Auf die Berge will ich steigen,
Lachend auf euch niederschauen.


Heinrich Heine, Die Harzreise



Heine-Denkmal auf dem Brocken


Helgen tillbringade vi i Harz, Tysklands nordligaste bergområde. Vi vandrade, åkte angtåg och jag läste Heines Harzreise. De närmaste dagarna kommer jag att berätta mer.


Schnee!

Nach einer Überdosis glatter Säle gelüstete es mich heftig, mal ganz was anderes zu machen - und so fuhren wir am Wochenende in den Harz. Da gab es Dampfzüge, romantische Schluchten und den Brocken. Ich las Heines Wortbilder mal wieder mit unerhörtem Vergnügen - wir sind nämlich seelenverwandt - und hatte freilich gestern abend überhaupt keine Lust, wieder zu den glatten Damen und Herren herunterzusteigen.


Der Harz ist wild und romantisch. Einfach wunderbar.
 

Freitag, 24. April 2009

Die Kunst der Fuge


Vorgestern waren wir bei der Akademie für Alte Musik im Wohnzimmer.
Alle Musiker waren zwar nicht zu Hause, aber dafür waren sie diesmal nicht als Pinguine verkleidet - und man konnte seinen Nachwuchs mitbringen.
Es gab nämlich ein Programm für Kinder von 6 bis 99. Etwas höchst Musikwissenschaftliches wurde mit einfachen Worten erklärt: Bachs "Kunst der Fuge". Stephan Mai moderierte das Ganze auf äußerst vergnügliche Art - und so haben wir Kanon gesungen, den Kontrapunkt kennengelernt, Bachs Unterschrift B - A - C - H identifiziert und die Kids durften sogar vorsichtig eine Oboe da Caccia anfassen. Oder ein ganz kleines Fagott, das ansonsten äußerst selten gespielt wird. Die "Kunst der Fuge" ist nämlich so gestrickt, dass man sie nur mit einem Klavier oder nur mit einem Streichquartett gar nicht spielen kann. Und so hat sich die Akademie für Alte Musik ganz originelle Instrumentierungen für die einzelnen Teile ausgedacht. Wer neugierig ist:
Das gesamte Werk wird heute Abend im Radio übertragen. Live aus Weimar.



Werk und Werkzeug - die Familienreihe im Radialsystem


Min favoritensemble angående tidig musik är Akademie für Alte Musik. Vi upplevde ett par musiker häromdagen under en familjekonsert som kretsade kring Bachs "Kunst der Fuge". Det var inte bara förståeligt utan även väldigt roligt. I kväll kommer de att spela i Weimar - och konserten sänds live i radio.


Die Akademie für Alte Musik - heute live im Radio!

Zentralabitur


Heute schreibt mein Sohn seine erste schriftliche Abiprüfung, 5 Stunden Deutsch als Leistungskurs. Er ist ziemlich relaxed, denn schon ab Juli ist er Lehrling bei Lehmanns in der Charité. Trotzdem werde ich ihm feste die Daumen drücken - und ihr dürft gerne mitmachen. :-)



Idag skriver min son en 5 timmers uppsats som hör till den tyska studentexamen Abitur. Han är inte särskilt nervös för han har redan en utbildningsplats hos Lehmanns på Charité och börjar som lärling där den
1 juli. Men ni får gärna hålla tummarna ändå. Jag ska i alla fall göra det.


Mittwoch, 22. April 2009

Feuchtgebiete


Im Grundstudium war es für alle Studenten in der DDR Pflicht, einmal in der Woche an einer Doppelstunde Sport teilzunehmen. Zum Glück gab es allerlei zur Auswahl - und ich entschied mich für den Orientierungslauf. Schließlich hatte unsere Universitätsstadt Jena eine wunderbare Umgebung. Und die hat sie wohl immer noch. Als Orientierungsläufer durch den Wald zu rennen, ist einerseits ziemlich schweißtreibend, andererseits aber auch etwas sehr Schönes, denn man ist gezwungen, die Wege und Stege zu verlassen, um querfeldein und querwaldein die kürzeste Strecke zu finden. Damit man sich nicht verläuft, hat man eine spezielle Karte dabei und einen Kompass.

Nach ein paar Monaten Training fand ich dieses durch den Wald rennen irgendwie richtig toll und ich durfte so nach und nach auch zu Wettkämpfen mitfahren. Auf diese Weise lernte ich Städte wie Dresden und Eisenach ganz neu kennen. Es gibt tatsächlich wunderbare Wälder und Fluren vor deren Haustür! Einmal wurde ich sogar Sieger, aber das war nachts und ich hatte den Vorteil, mich mit Ultraschall orientieren zu können, so wie es die Fledermäuse machen. Verlaufen habe ich mich nur ein einziges Mal, aber dafür richtig. Dummerweise war das bei einem Mannschaftswettkampf, und wir landeten dadurch auf dem allerletzten Platz. (Mannschaftssport habe ich schon immer verabscheut...)

Aber eigentlich wollte ich gar nicht von uralten Zeiten berichten, sondern etwas erzählen, was mir vor kurzem widerfuhr, als ich in Göteborg war. Eines schönen Tages hielt mir Herr Möwe eine Orientierungslaufkarte vor die Nase, ungefähr genauso alt wie meine Souvenirs, also von Mitte der 80er Jahre. Er piekte mit seinem Zeigefinger in das Gewirr der Farben und Linien und sagte: "Hier werden wir Leberblümchen finden!" Leberblümchen sind sehr selten in dieser Gegend und streng geschützt. Aber an einzelnen, versteckten Stellen gibt es sie. Packten wir also jeder ein paar Gummistiefel in unsere Rucksäcke, außerdem reichlich zu essen und zu trinken. Man weiß ja nie...

Das Wetter war prima, wie gesagt, die Luft ein wenig frisch - und es war dann gar nicht so schwer, den Weg zu finden. Herr Möwe hatte alles im Kopf und auch die Karte war nicht wirklich veraltet, weil die Gegend vor einiger Zeit Naturschutzgebiet geworden war und man nichts mehr verändern durfte. Die Leberblümchen allerdings, die hatten noch gar nicht ausgeschlafen. Als wir ihr heimliches Refugium erreichten, da schlummerten sie noch im Schatten eines Berges. Erst nach unserem ausführlichen Picknick kam die Sonne hinter den Felsen hervor und die kleinen Blümchen entfalteten ihre zarte Pracht. Ach, das erfreute uns gar sehr!

Als es um den Rückweg ging, entschieden wir uns für einen anderen Steig, denn ich mag es überhaupt nicht, beim Wandern den gleichen Weg wieder zurück zu gehen. Herr Möwe meinte, wenn wir einfach weitergingen, dann würden wir über kurz oder lang auf den Bohusleden, einen gut markierten Wanderweg stoßen. Zwischendurch könne es allerdings etwas feucht werden. Nun ja, dachte ich, kein Problem, dafür haben wir ja unsere Gummistiefel angezogen. Ich stellte mir also gewöhnliche Pfützen auf einem Waldweg oder vielleicht ein bisschen modderigen Boden vor. So denkt man, wenn man in einer Gegend aufgewachsen ist, in der es nur helle, trockene Kiefernwälder gibt.

Was ich dann allerdings erlebte, und das war das erste Mal in meinem Leben, das war ein richtiger Sumpfwald. Keiner, in dem man untergehen und eine Moorleiche werden würde, nein, aber trotzdem war es ein ziemlich unheimliches Gefühl. Ging ich doch mit einem beinahe blinden Mann und einer uralten Karte durch eine Gegend, von der ich überhaupt nichts wusste. Unsere Stiefel sanken tief in das schwarze Wasser und zudem hatten wir gerade ganz frische Elchspuren entdeckt. Ein paarmal fragte ich, ob das immer noch so in Ordnung sei mit dem Weg, der inzwischen ganz und gar verschwunden war. Ja freilich, sagte Herr Möwe, alles im grünen Bereich, so ist es nun mal im schwedischen Wald, und der Elch, der kommt vor heute Abend nicht wieder hierher...

Mit beinahe schlafwandlerischer Sicherheit landeten wir nach einer Weile tatsächlich genau an der gedachten Stelle - ich war sehr erleichtert und es war mir doch ein Rätsel, wie das alles zu- und gutgegangen war. Auf jeden Fall werde ich mir die Sache mit dem Orientierungslauf noch einmal sehr gut überlegen. Hatte ich doch erwägt, in Schweden vielleicht wieder damit anzufangen. Aber irgendwie kann ich es mir gerade gar nicht vorstellen, ein halbes Dutzend Kilometer mit Gummistiefeln an den Füßen quer durch den Wald zu rennen. Und plötzlich steht da ein Elch und man ist mitten im Moor...





Kärringen i kärret

Under DDR-tiden var det plikt för alla studenter att idrotta en gång i veckan, i alla fall under de första två läsåren om jag minns rätt. Lyckligtvis fanns det mycket att välja på - och jag bestämde mig för att springa orientering, eftersom staden Jena är väldigt vackert belägen i en lång dal med mycket skog runt omkring. Att springa orientiering är både krävande och givande, därför att man är tvungen att lämna vägar och stigar och springa rakt fram genom mark och skog för att hitta rätt inom kortaste tid. För att inte komma bort har man alltid med sig en speciell karta och en kompass.

Efter ett tag tyckte jag faktiskt ganska mycket om det sättet att vara ute i naturen och så småningom fick jag delta i olika tävlinger. På så vis lärde jag känna vildmarken nära Dresden eller Eisenach, dess skönhet jag annars aldrig hade kunnat upptäcka. En gång lyckades jag till och med vinna en sån där tävling, men det var på nattetid, då jag som fladdermus kunde leta mig fram med hjälp av ultraljud, så som fladdermöss brukar göra. Bara en enda gång sprang jag vilse helt och hållet och det var olyckligtvis under en lagtävling - så att vi hamnade på allra sista platsen. (Sedan barndomsbenen har jag avskytt lagidrott...)

Men egentligen ville jag ju inte berätta om urgamla tider, utan om något som jag upplevde för inte alls så länge sedan. En vacker dag under min senaste vistelse i Göteborg tog Herr Mås fram en orienteringskarta som var ungefär lika gammal som mina, från mitten av 80-talet alltså. Med hjälp av hans minne och den där kartan skulle vi leta oss fram till ett ställe där det i april brukar finnas blåsippor. Blåsippor är ganska sällsynta i Västra Götaland, det har med brist på kalk i jorden att göra, upplystes jag av Herr Mås, och därför är de strängt fridlysta. Men på ett par tre hemliga ställen finns de ändå - och ett ställe visste han om som sagt. Stoppade vi alltså ner var sitt par gummistövlar i var sin ryggsäck och dessutom en hel del att äta och att dricka. Man vet ju aldrig.

Vädret var fint som vanligt, luften lite kylig - och det var inte alls svårt att hitta rätt, eftersom kartan visade sig vara nästan toppaktuell. Inga nya vägar, inga kalhyggen, eftersom området hade fått status av naturreservat strax efter sekelskiftet. Bara blåsipporna verkade ha försovit sig lite. När vi kom fram till deras hemliga refugium slummrade de fortfarande i skuggan av ett brant stup mitt i skogen. Först när solen nådde dit efter vår lunchrast vaknade de till full prakt. Ack, vad vi blev glada då!

Eftersom jag hatar att gå samma väg tillbaka under en vandring, föreslog Herr Mås att vi skulle fortsätta på den lilla stigen ända tills vi stötte på Bohusleden. Sagt som gjort, men marken blev plötsligt våtare och våtare... Stigen syntes inte längre, däremot helt färska älgspår. Efter en stund sa Herr Mås: Nu är vi i kärret, det är helt rätt och snart måste Bohusleden dyka upp. Men för mig var det allra första gången som jag gick genom ett kärr - och mitt hjärta bultade ganska mycket. Där jag härstammar finns ju bara torra, ljusa tallskogar... och att vandra med en synskadad man genom våtmarker medan kanske någon skymd älg glor på en, det kändes äventyrligt och alldeles ovant.

Vad ska jag säga? Allt gick bra förstås! Efter drygt en kvart dök Bohusleden upp och snart kunde vi byta våra gummistövlar mot vanliga skor igen. Men den vandringen kommer jag nog aldrig att glömma. Och min tanke att kanske börja springa orientering på nytt efter min flyttning till Sverige, den har jag lagt åt sidan. För det första. Jag kan i alla fall inte föreställa mig att springa genom skog och kärr med gummistövlar på mig...















Världens vackraste gummistövlar!


Montag, 20. April 2009

Always look on the bright side of life


Nej, jag hade inte speciellt svårt för att göra det under min senaste vistelse i Göteborg, eftersom solen skämde bort oss ånyo. Vädret var förträffligt under hela påskhelgen samt veckan därpå - och jag blev till och med lite brungräddad. Om jag minns rätt har vädret faktiskt aldrig drivit med mig där uppe och Västkusten tycks hittills bara ha lockat med både kärlek och väderlek. Tjaaa... Vi ska se hur det fortsätter.                     Vrångö, lotsutkik


Medan ljuset i Norden har kört om det vi har i Medeleuropa - dagarna i Göteborg är en timme längre än i Berlin just nu - ligger växtligheten lite efter. Två veckor ungefär skulle jag tycka, och det var en särskild upplevelse att flyga söderut den här gången: inte ett enda moln som skymde marken och landskapet blev grönare och grönare - ända tills jag fick se Berlins otaliga ljusgröna vårträd uppifrån! Då slog mitt hjärta en kullerbytta och jag ertappade mig med att tänka: Fy fan, jag kommer nog att sakna den här staden!



Järntorget, Göteborg


Gripsholmvägen, utanför Jonsered


Vrångö, södra spetsen


Schon wieder nur schönes Wetter im Norden! Langsam werde ich beinahe ein wenig misstrauisch. Die Leute in Stockholm pflegen über das Klima an der Westküste nämlich gerne folgendes herabzulassen: "Da regnet es doch immer! Und oft regnet es waagerecht." Aber geregnet hat es wieder mal kein bisschen - zehn Tage lang - und nach einem langen, schattenlosen Inselausflug letzten Samstag hatte ich sogar einen fast sommerlichen Sonnenstich.

Während das Licht im Norden unseres hier in den mittleren Breiten nun merkbar überholt hat - die Tage sind jetzt in Göteborg eine Stunde länger als in Berlin - ist die Vegetation ungefähr zwei Wochen hintendran. Zwar haben die japanischen Kirschbäume auf dem Järntorget schon angefangen zu blühen, viele andere Bäume waren aber noch kahl. Das war dann gestern im Flugzeug ein ganz spezielles Erlebnis: Am Himmel keine Wolke, allerbeste Sicht, und nach und nach wurde die Landschaft immer grüner - bis wir schließlich dicht über die frühlingsgrünen Wipfel von Berlin hinwegflogen. Und ich ertappte mich bei dem Gedanken: Zum Teufel, ich mag diese Stadt!



Frankfurter Allee, heute früh

Donnerstag, 9. April 2009

Ranunkel-Newsletter


So. Wir machen jetzt Osterferien. Das haben wir seit mehr als zehn Jahren nicht mehr gemacht. Es ist nämlich um Ostern immer Hochsaison für etwas, das wir Ausschreibungen nennen. Da geht es um die Aufträge für den Herbst, um neue Kurse also. Und wer Osterferien macht, der kriegt seine Angebote nicht pünktlich fertig. Aber dieses Jahr ist Ostern recht spät und da haben wir gesagt: Bevor der Eierhase kommt, muss alles fertig sein! Und ich durfte sogar die Woche nach Ostern Urlaub nehmen. Das durfte ich noch nie. Aber dieses Jahr ist ja sowieso alles ein bisschen anders...

Wir haben jetzt also frei - und viel zu tun: Schwedisch üben, Cello spielen, Leberblümchen im Wald bei Kåhög besuchen (ich habe mir extra neue Gummistiefel gekauft!), Passionsmusik hören, mit der schwedischen Familie zusammen den Ostersamstag begehen (der Ostersamstag ist in Schweden nämlich der wichtigste der vier Osterfeiertage), Bücher lesen...

Die Ostereier für meine lieben Leser habe ich - keine Zeit, keine Zeit! - wieder mal nicht selbst gefärbt, aber bunt sind sie auf jeden Fall:

  • am Karfreitag zeigt der RBB den Film Wie im Himmel
  • die Akademie für Alte Musik spielt Bach im Radio
  • und der Sternenkieker arbeitet jetzt auch als Übersetzer

Besonders den Text von Maciej Zaremba kann ich denen empfehlen, die vielleicht noch an den Osterhasen und an Bullerbü glauben. Ich selbst lerne gerade unheimlich viel über dieses Land, weil ich dort auf Jobsuche bin. Und das hat mit Bullerbü absolut nix zu tun. Aber nun habe ich erstmal Urlaub, richtige Osterferien wie schon lange nicht mehr, und ich wünsche uns allen schöne Feiertage! Keri sucht jetzt also Eier und andere Überraschungen, trifft vor allem liebe Menschen - und Mondschnee macht erst am 20. April wieder auf.


Sowohl das Leberblümchen als das Buschwindröschen gehören
zu den Hahnenfußgewächsen. Man kann auch Ranunkel sagen.

Weiß vielleicht einer, wo dieses lustige Wort herkommt?



(Bilder: BuchJo)


Ägg ska letas upp, helst i skogen!

Nu har sommaren kommit - strax efter vintern, våren finns tyvärr inte i år - och påskharen svettas antagligen mycket i sin päls med den tunga konten på ryggen. Gäller det dock att gömma massor med ägg och godis som barnen ska leta upp på söndag. När mina barn var yngre åkte vi oftast ut i naturen och där fick påskharen jobba. De här bilderna är 15 år gamla och de togs under en rolig utflyckt till Chorin, där det är Oster-Kloster-Fest varje år.



Chorin 1994 - Toni lyssnar på tidig musik.


Kati fick vara utklädd som Burgfräulein.


Att leka med medeltiden...


Titta, påskharen har gömt LEGO i skogen!


Har vi nu hittat allt? (Jag tror ibland glömde vi något.
2300-tals arkeologer ska glädja sig åt detta! :-)


* * *

G L A D * P Å S K

Jag fortsätter förtälja här den 20 april ungefär.

Mittwoch, 8. April 2009

Frische Fahrt


Laue Luft kommt blau geflossen,
Frühling, Frühling soll es sein!
Waldwärts Hörnerklang geschossen,
Mut'ger Augen lichter Schein;
Und das Wirren bunt und bunter
Wird ein magisch wilder Fluß,
In die schöne Welt hinunter
Lockt dich dieses Stromes Gruß.

Und ich mag mich nicht bewahren!
Weit von euch treibt mich der Wind,
Auf dem Strome will ich fahren,
Von dem Glanze selig blind!
Tausend Stimmen lockend schlagen,
Hoch Aurora flammend weht,
Fahre zu! ich mag nicht fragen,
Wo die Fahrt zu Ende geht!

Joseph von Eichendorff



Früher reiste man mit der Postkutsche. Und letzten
Samstag habe ich meinem Sohn die alte Postsäule
gezeigt, die nun wieder in Dahme aufgestellt wurde.
Für die 100 km nach Berlin brauchte man 24 Stunden.


Frisk färd


Blåa moln i vinden fara,
våren, våren hälsa vi!
Muntra horn i skogen svara,
se hur blicken glänser fri!
Som ett brokigt rus går färden,
blir till en förtrollad flod,
ut i vida vackra världen
lockar den vårt yra blod.

Varför skulle jag mig spara!
Bort mig driva våg och vind,
bort med strömmen vill jag fara,
bort, av glansen saligt blind!
Morgonljuset står i låga,
tusen stämmor mot mig slå,
nu farväl! jag vill ej fråga
var min färd sitt slut skall få.

tolkad av Erik Blomberg

Montag, 6. April 2009

Guben i låddan


Sedan ett tag är mitt barnbarn inte längre spädbarn. Nu är han en riktig människa, fast pytteliten. Han går och han har upptäckt språket. (Alla djur är till exempel wau-wau, och det spelar ingen roll om de flyger omkring eller har fyra ben samt päls.) Han har redan några favoritmaträtter och det handlar inte alls bara om godis. Nu går det allt bättre att leka med honom, nästan varje dag hittar han på något nytt. Hans favoritställe nuförtiden är sandlådan, hemma hos sig i Victoriastadt eller hemma hos oss på Comeniusplatz. Bilderna på honom som jag klistrade ihop här nedan togs i söndags runt hörnet där vi bor.




Ich hab noch Sand in den Schuhen...

Seit einer Weile ist mein Enkelsohn kein Baby mehr. Jetzt ist er ein richtiger Mensch, eine Miniaturausgabe sozusagen, denn er hat den aufrechten Gang für sich entdeckt und die Sprache. Welche enormen Möglichkeiten das eröffnet! Noch heißen zwar alle Tiere Wau-Wau, egal ob sie in der Luft herumfliegen oder vier Beine haben und ein Fell, aber zu uns Zweibeinern sagt er das niemals. Unter den Kuscheltieren gibt es bereits einen absoluten Favoriten und auch beim Essen finden sich erste Vorlieben. Diese sind mitnichten immer süß, Grissini oder gekochter Rotbarsch zum Beispiel stehen ganz oben mit auf der Liste. Im Moment spielt er am liebsten draußen im Sandkasten, mal zu Hause bei sich in der Victoriastadt oder bei uns auf dem Comeniusplatz. Die Bilder hier habe ich am Sonntag geschossen. Während meine Kinder in aller Ruhe ein Schwätzchen hielten, hatten der Lütte und ich viel Spaß. Seitdem Kati und Toni dem Buddelkastenalter entwachsen sind, hatte ich nicht mehr so viel Sand in den Schuhen, den Jackentaschen, beinahe überall...