Sonntag, 30. August 2009

Lärjeleden


Ich habe beschlossen, stadtnahe Wanderwege zu sammeln. Es ist nämlich immer wieder erstaunlich, wie wenige hundert Meter man nur aus der Stadt rauszugehen braucht - und schon ist man mitten in der Natur. Und man ist allein. Ich hatte Bedenken, an einem Sonntagnachmittag in der Nähe von Angered wandern zu gehen. Die Möwe sagte: "Wir werden pro Stunde vielleicht eine Menschenseele treffen." Wir haben pro Stunde nicht mal eine Menschenseele getroffen. Es ist unglaublich!



Größere Kartenansicht

Jag har bestämt mig för att samla på naturstigar nära Göteborg. Idag blev det den vackra leden längs Lärjeån. Här äter Lärjeån lera - och skogarna och ängarna runt omkring verkar nästan förtrollade... Dessutom lärde jag mig ordet ravin.


Das Wasser im Lärjeån ist immer lehmig.




Im Zauberwald...


Ein bisschen wie in Irland?




Lite järnvägsnostalgi fick det förstås också vara. Här är det
som
är kvar av Västgötabanan, som bl a trafikerade Tumleberg.


Här syns det tydligt: ån äter lera!


Mäander, Mäander...


Dieses Pferd war ein müdes Pferd.


Guck mal, gleich wird es regnen!


Aber dann war wieder eitel Sonnenschein.


Alte Steinbrücken. Sehr hübsch.


Ich glaube, sowas wächst bei uns auch.
Hat jemand 'ne Ahnung, wie das heißt?


Wie ein Ölgemälde. Herrlich, oder?


Zurück in der Zivilisation - die eigentlich immer nur einen Katzen-
sprung entfernt war - wurden wir mit einem Regenbogen entschädigt.


Samstag, 29. August 2009

Nummerlappsamhället


Jag är inte van vid att skaffa alla konsertbiljetter för hela säsongen med en gång. Men så brukar man ju faktiskt göra i Göteborgs konserthus. Idag var det biljettsläpp för hela säsongens lösbiljetter och hur detta går till hade Måsen redan berättat för mig i förväg, men riktigt föreställa kunde jag mig hela proceduren ändå inte. Nu har jag upplevt den - och det var ju något mycket speciellt för någon som inte vuxit upp i ett nummerlappsamhälle.

Kassan skulle öppna precis klockan elva och vi var framme redan vid niotiden. Ändå var vi inte de första. En liten grupp satt redan i solen framför ingången, dels på medhavda campingstolar, dels på sådana aluminiumdynor som skyddar mot kylan nerifrån. Vi hänvisades till en kvinna som skötte de preliminära nummerlapparna - och vi fick nummer fyrtiofem. Vad kul! Sedan gick drygt en timme. Många kom, med eller utan campingstol eller aluminiumdyna, men ofta med en tidning, och alla fick en preliminär nummerlapp. En kö fanns inte än så länge, några gick till och med därifrån en liten stund - och efter ett tag kändes det som om man känt varanda sedan länge. Man pratade lungt med varandra i små grupper och alla hade roligt. Den som inte visste, fick snabbt lära sig hur det hela fungerade.

Knappt en halv timme före elva kom en kille ut från konserthuset och undrade hur det skulle gå om alla bara satt omkring så ostressade och osorterade. "Jamen, detta sköter vi ju själva. Har du inte varit med om sådant tidigare?" Han verkade vara nyinköpt, han visste i alla fall inte. Vi lungnade ner honom. Och för att bekräfta hur det skulle fungera, började folk sorteras enligt de preliminäre nummerlapparna. Bara en gubbe ville inte vara med i den ordentliga kön som bildades snabbt. Men han blev ju nästan lynchad, när han vägrade godkänna det självorganiserade systemet - och han fick backa rejält.

När konserthusets dörrar öppnades fick vi vår opreliminära nummerlapp. Numret var fyrtiosju.





Die Wartenummerngesellschaft


Dass man in Schweden nicht nur auf dem Arbeitsamt oder der Meldebehörde eine Nummer ziehen muss, sondern eigentlich überall, wo wir in Deutschland lieber Schlange stehen, das hatte ich ja schon vor einer ganzen Weile mitgekriegt. (Trotzdem vergesse ich es immer wieder in dem kleinen Fischgeschäft, wo ja meist nur ein oder zwei Personen vor mir sind...) Heute habe ich jedoch etwas erlebt, das wohl in Deutschland seines gleichen sucht. "Am Samstag werden die Konzertkarten für die gesamte Saison verkauft, da müssen wir hin!", hatte die Möwe verkündet und mir erklärt, wie so etwas in Schweden funktioniert, ohne Anstehen, zivilisiert und ohne Stress. Vorstellen konnte ich es mir trotzdem nicht.

Die Kasse des Konzerthauses sollte jedenfalls punkt 11:00 öffnen und wir waren ungefähr gegen neun dort. Die ersten waren wir dennoch nicht, es saßen bereits eine ganze Menge Leute auf Campingstühlen oder diesen Alukissen in der Sonne - und schickten uns sogleich zur "Nummernfrau". Dort bekamen wir unsere vorläufige(!) Wartenummer. Es war die fünfundvierzig. Die Nummernfrau war keineswegs vom Konzerthaus rausgeschickt, sondern die Nummernfrau war Bestandteil einer jahrelang erprobten Selbstinitiative. Mit einer vorläufigen Nummer kann man nämlich die Stelle vor dem Konzerthaus wieder verlassen, Kaffee trinken gehen oder eine Zeitung kaufen. Ich wollte lieber dableiben und zugucken, wie es weiterging.

Nach und nach kamen immer mehr Leute und alle bekamen eine vorläufige Wartenummer. Viele kannten sich - und nach einer Weile hatte auch ich das Gefühl, alle schon länger zu kennen. Eine Schlange gab es bis dahin nicht, sondern man saß oder stand locker herum, etliche gingen auch nochmal für eine Weile weg. Eine halbe Stunde vor der eigentlichen Öffnungszeit kam ein Mann vom Konzerthaus raus und er fragte sich und uns, ob es nachher ein Chaos geben würde, wenn alle auf einmal reinstürmten, um eine Wartemarke zu ziehen. Wir beruhigten ihn, er musste wohl neu sein, denn er kannte die langerprobte Prozedur noch nicht.

Um ihm zu verdeutlichen, wie es funktionieren würde, begannen wir daraufhin in aller Ruhe, laut der vorläufigen Wartemarken eine ordentliche Schlange zu bilden. Das ging reibungslos, und auch die Leute, die nun wieder aus dem Café zurückkamen, wurden ohne Diskussion an ihrem Platz in die Schlange reingelassen. Nur ein einziger älterer Herr wollte sich ganz ohne Nummernzettel einfach irgendwo dazwischenschieben. Er wurde nahezu gelyncht und durfte brav nach hinten gehen.

Als die Kassen öffneten, gab es überhaupt kein Gedrängel und jeder zog am Eingang seine echte Wartemarke. Wir hatten die Nummer siebenundvierzig.



Erst kurz bevor die Kassen öffneten, sah es dann
genau so aus, wie ich es von zu Hause kenne.


Freitag, 28. August 2009

Ausflug nach Zweibrücken


Det var Toni som invigde min cykel i lördags här i Göteborg. Han körde "Wolke Sieben" över båda de stora broarna för att visa cykeln att man inte behöver vara rädd där uppe mellan älven och molnen. Och så vågade jag själv häromdagen. Jag gjorde en runtresa: Majorna - Älvsborgsbron - Norra Älvstranden - Götaälvbron - Södra Älvstranden - Majorna. Det var kul och nu vet jag att man kan övervinda rädslan när man har en son som går före.


Blick von der hohen Hängebrücke in Richtung Stadt


Letzten Samstag hatte Toni meinem Fahrrad gezeigt, dass es gar nicht so schlimm ist, über die beiden großen Brücken von Göteborg zu fahren. Ich selbst hab ja irgendwie Höhenangst und bin beim letzten Mal zu Fuß nicht mal bis zur Hälfte der Älvsborgsbrücke gekommen. Doch nun, wo "Wolke Sieben" weiß, dass es gar nicht so schlimm ist, habe ich es auch versucht. Und tatsächlich, es ist gelungen! Vor ein paar Tagen bin ich über beide Brücken geradelt, habe also eine große Rundreise durch die Stadt gemacht. Das war toll - und nun traue ich mich immer wieder. Dank Toni. :-)


Blick von der Aufklappbrücke in Richtung Stadt


Freitag, 21. August 2009

Snäckors sorl


Jag bars över tröskeln igår och jag fick den här underbara boken som inflyttningspresent. Just nu har jag läst första novellen - och den rörde
mig djupt.





Muschelrauschen

Gestern wurde ich über die Schwelle getragen und bekam dieses wunderbare Buch hier als Einzugspräsent. Eben habe ich die erste Novelle gelesen - und bin tief berührt. Karin Boye ist nahezu unbekannt in Deutschland und auch in Schweden kennt man vor allem ihre Gedichte und ihren Zukunftsroman Kallocain. Diese Neuausgabe ihrer Novellen ist eine wahre Schatzkiste und ich werde sie nur ab und zu öffnen, um einen dieser kleinen großen Schätze zu heben.

Dienstag, 18. August 2009

Immer


Ich liebe immer.
Die Entzückungen der Seele,
Die in ein Auge sieht, das Antwort gibt,
Sie sind es, die ich schamlos stehle.
Und niemand weiß, wen ich geliebt,
Als nur der eine, den ich anseh
Für eine Stunde, einen Tag,
Und der mit eingeht in mein Fernweh,
Nach dem ich immer wieder frag.


Eva Strittmatter
Ich mach ein Lied aus Stille





No comments, please.

Sonntag, 16. August 2009

Ich bin dann mal weg


Was treibt einen 19-jährigen Jüngling sonntags halb sechs aus dem Bette?
Da gibt's nicht so viele Möglichkeiten. Eine dieser wenigen Möglichkeiten kam am Walpurgistage zu uns. Da erfüllte sich mein Sohn nämlich einen lange gehegten Traum: Er kaufte sich ein richtiges Rennrad. 8 kg, 800 Euro, 8 bar (so viel Druck muss auf die Reifen!). Ein tolles Teil! Seitdem hat sich unser Leben ein bisschen geändert. Wir müssen mehr Essen ranschaffen. Brot und Nudeln werden erheblich schneller alle. Und manchmal, wenn es geregnet hat, steht das Rennmaschinchen zum Abtropfen bei uns in der Badewanne. Schlafen tut es weder im Hof noch im Keller. Es wohnt natürlich in Tonis Zimmer.

Seitdem er rennradelt, hat er viele neue Erfahrungen gemacht. Er kennt nun den Barnim und die Märkische Schweiz wie seine Westentasche, er weiß jetzt, dass es nicht nur Berge in den Müggelbergen, sondern auch im Grunewald gibt - und er kriegt mit, wann die Sonnenblumenfelder blühen und wann sie wieder verblühen. Das ist schön. Aber als Muttertier eines Rennfahrers hat man natürlich auch jedes Mal eine kleine Sorge, dass er bloß heile wieder nach Hause kommt. Und das denke ich jetzt auch. Heute in aller Frühe ist er nämlich zu seiner ersten Harzreise aufgebrochen. Ganz allein und mit einem Fahrrad ohne Namen.



das Fahrrad ohne Namen


Die Harzreise

Sedan sista april har vi en tredje hyresgäst i vår lilla lägenhet. Hyresgästen har konstigt nog inget namn, men den brukar skämmas bort ganska mycket ändå. Sover gör den i Tonis rum och ibland står den i badkaret för att bli torr efter att den blivit våt. En märklig påverkning på vårt liv är bland andra att bröd och pasta snabbare tar slut sedan den nya hyresgästen bor hos oss. Toni hade drömt länge om att bo ihop med en sådan namnlös och tystlåten vän. Men när man säljer böcker då kan man tjäna pengar och om man är lite sparsam då blir drömmen verklighet någon gång.

I morse gjorde den där märkvärdiga hyresgästen att min son gick upp redan halv sex. Det är ju inte heller det som en yngling brukar göra på en söndag nuförtiden - och om han har semester dessutom. Men han tyckte att han under de senaste månaderna hade rest tillräckligt mycket med vännen runt omkring Berlin. Nu borde det bli en längre och mera krävande resa. Fast Pyrenäerna är nog lite för långt borta. Så bestämde han sig för eine Harzreise. Utan byte direkt till Harz går ett litet tåg tidigt på morgonen från Ostbahnhof. Sedan vi bor mycket nära Ostbahnhof tänker vi ofta: Vad kul att vi bor så nära Ostbahnhof. Annars hade min son blivit tvungen att gå upp ännu tidigare.



Seitdem wir am Ostbahnhof wohnen, denken wir oft, wie toll es ist, am
Ostbahnhof zu wohnen. Auch der Harzexpress fährt nämlich dort los.


Samstag, 15. August 2009

August


August - der Monat, in dem der Sommer reift, in dem das Laub feste Linien erhält und einen metallischen Klang, der ein für allemal den Frühlings- Assoziationen ein Ende setzt, allen Vorstellungen von gärendem Leben und bebender Jungfräulichkeit. In den dunkler werdenden Nächten wandert der Mond über ein Gewölbe, das wie eine dunkelblaue Glasglocke ist, hinter der man kühles, lichtes All ahnt. Und wenn die ersten Sterne blinken, starrt man auf sie mit Beklemmung: ihr spärlicher Schein scheint alles zu umfassen, was der kommende Winter an Kälte, Begrenzung und Stille an sich hat. Aber hat man das rechte nordische Gemüt, dann wird man unter der Kälte Wärme, in der Begrenzung Weite und in der Stille reiche Musik spüren. Und man freut sich über die Auguststerne, die das Ende des Sommers und das Nahen des Winters anzeigen. Sie fordern uns auf, aus dem großen Schmelztiegel der Natur, aus dem Gewimmel vegetierender Organismen heraufzusteigen und uns auf uns selbst zu besinnen, Menschen und Persönlichkeiten zu werden.

Ragnar Rudolf Eklund
aus "Das Land, das nicht ist"
Eine schwedische Anthologie aus Finnland
Hinstorff Verlag Rostock, 1985





ATT SKRIVA ...
DET ÄR
ATT HUGGA
I GRANIT
OCH GÖRA
OÅTERKALLELIGT
UNDER
TUNGT ANSVAR
OCH MED
TIDSÅLDRARNAS
ÖGON
RIKTADE
PÅ SIG

ur: Grått och gyllne (1926)


Den gamla gården

Ack, trampgräs och groblad på mormors gård,
svaja mjuka mattor, välkomnande vänner,
en balsam ljuvare än er bjuder ingen
såra fötter, höljda av vägens damm.
Här sticker intet gruskorn
och ingen torka plågar.

Som mjukt rundade armar sträcka sig stigar
från förstugans dörr till visthus och stall.
Frisk som ett bad är deras trampade mull
under brännande fotbad,
och dock ligger solen på!

Mormors gård har sin egen vänliga sol,
ett stort leende öga som vakar över allt,
vilar på nystärkta dukar bakom de små rutorna
och far granskande utmed den svartnat röda svalgången.
Vid gaveln står häggen som ett moln av skum,
och gulare än allt gult
sträcka maskrosorna fram sina saligt svällande huvuden.

ur: Det unga ögat



Det här hände för ungefär ett år sedan.
(Dådet är nog mycket hemskt, men nästan ännu mera
fruktansvärda är en del av läsarnas kommentarer...)


Freitag, 14. August 2009

Was mir in Wien auf dem Bahnhof begegnete...


Als wir neulich in Wien vom Flugzeug in die Eisenbahn umstiegen, da hatten wir am Südbahnhof noch etwas Zeit - und ich war plötzlich süßhungrig. Schnökerte ich also in einer kleinen Butik nach etwas Schokoladigem. War nicht schwer zu finden, aber was ich dabei entdeckte, ließ mich beinahe laut loslachen. Ein halbes Regal stand mit Süßkram voll, der "Keksi" heißt! Unglaublich. Dieses war nämlich mein intrafamiliärer Kosename in meiner Kindheit. Hihi!



Sådana här påsar hittade jag när vi nyligen bytte från flygplan till tåg i Wien. På Südbahnhof blev jag nämligen plötsligt sugen på något sött - och det var inte svårt att komma åt något. Varför det är så roligt med just den här påsen? "Keksi" var mitt smeknamn när jag var barn.

Donnerstag, 13. August 2009

Mit dem großen karierten Taschentuche winken


Überall Abschiede. An, auf, hinter, in, neben, über, unter, vor und zwischen. Letzten Samstag die Anderthalbmetergroßmutter. Gestern der Bucharzt. Heute ein (schwedischer, sic!) Kollege, morgen die Coachingmädels...
Muss am Wochenende erstmal einen Schwung großer karierter Taschentücher waschen.


Wenn die Bruni nicht dagewesen wäre, dann hätten wir sicher geheult.
Aber wenn die Bruni da ist, kann man nicht heulen. Sie redet ununterbrochen.


Avsked åt alla håll. Men mer än ett per dygn tål jag inte. I lördags kramade
jag min mormor. Hon är 92 och man vet ju aldrig... Igår åt jag frukost med bokhandlaren. Han lämnade de fina rosorna. De ser ut som brinnande eld. Nej, gammal kärlek rostar aldrig.


Alte Liebe rostet nicht.

Montag, 10. August 2009

Doku-Soap


Als ich mich im April Hals über Kopf dafür entschieden habe, selbst an der LernCoach-Ausbildung teilzunehmen, die der Bildungsträger anbietet, bei dem ich arbeite, da habe ich so bei mir gedacht: Vielleicht ist mein Leben ja eine Aneinanderreihung von Schnapsideen. Oder: Warum wird eigentlich so viel über alle möglichen Süchte geredet und geschrieben, aber meine Sucht ist nicht dabei. Ich glaube, ich bin lernsüchtig. Ohne ständig neues Input habe ich das Gefühl, total zu verblöden.

Nun ist die Ausbildung in ein paar Tagen rum. Am Donnerstag ist die Abschlussprüfung und letzte Woche mussten wir unsere Dokumentation abgeben. Die ging mir leicht von der Hand, weil ich ja gerne schreibe und weil mir mein erstes Coaching auch sehr viel Spaß gemacht hat. Fast zwanzig Seiten habe ich mit Erfahrungen, Berichten, Fotos und Gedanken gefüllt. Eben segelte per eMail das Feedback meiner Kursleiterin dazu ein. In dem kleinen Moment bevor ich die Mail öffnete, hatte ich ein etwas flaues Gefühl im Magen. Vielleicht habe ich ja alles viel zu locker geschrieben, nicht richtig wissenschaftlich genug... Und dann meine Wassermacke, und diese Idee mit dem Outdoor-Coaching.

Aber wie es aussieht, ist es ganz okay, dass bei mir nicht die Wissenschaft, sondern der Spaß und die Neugier im Vordergrund stehen. Lustvoll lernen, was gibt es schöneres? Dinge anpacken, die man ändern will. Und vielleicht tauge ich ja wirklich dazu, anderen auf den Weg zu helfen. Ich werde es in Göteborg ausprobieren. Allerdings nicht sofort auf Schwedisch. Beim Coaching passiert viel über die Sprache, da muss man mit Metaphern spielen und Zwischentöne wahrnehmen... Na, jedenfalls bin ich froh, dass ich mir diese neuerliche Schnapsidee gegönnt habe. Auch wenn es zwischenzeitlich alles ein bisschen viel war. Doch wenn's nicht ein bisschen viel ist, dann ist es mir zu wenig. :-)




I fredags lämnade jag in min dokumentation som hör till denna coaching- utbildning jag har deltagit i sedan april. Om min skrivstil skulle passa till en sådan avhandling, det var jag inte riktigt säker på. Det gick nämligen inte att skriva alltför allvarligt, så där vetenskapligt menar jag. Om en process som har vingar kan man inte berätta omständligt och med blytunga ord, tyckte jag. Men kanske tyckte kursledaren helt annorlunda. Och så hade jag några fjärilar i magen när jag alldeles nyss fick syn på bedömningen som hade trillat in via epost. Men detta med fjärilarna var ju helt i onödan. Jag lyckades få bästa betyget - och det är jag nu lite stolt över.

Hm. Kanske borde jag lämna den digitala datavärlden så småningom och återvända till min egentliga utbildning. (När muren föll övergav jag allt som hade med psykologi att göra och började istället med att lära ut hur datorer fungerar...) Nå, vi ska se hur det blir.



Klar, Klara, Klaräpfel!


Jetzt gibt es sie wieder. Ich liebe sie! Es waren schon immer die ersten Äpfel im Jahr, also bevor man welche aus Südafrika oder Neuseeland kaufen konnte. Wir haben sie gern geklaut - und wenn ihre Kerne schon ein bisschen braun waren, dann durften wir sie essen. Jetzt habe ich welche aus Dahme mitgebracht. Die sind nicht geklaut, haben aber braune Kerne. Und also darf ich sie essen.


Weißer Klarapfel, Kornapfel, Augustapfel, Jacobiapfel, Valkea kuulas


Den här äppelsorten har jag gillat sedan barnsben. De mognar alltid först under årets lopp, ibland redan i slutet av juli. Vi brukade plocka dem överallt, och om kärnorna hade blivit lite bruna, fick vi äta dem. Nu tog jag med mig en hel del från Dahme, där min mormor bor. Dem behövde jag inte stjäla. Kärnorna är givetvis bruna. Och så får jag äta dem.

Sonntag, 9. August 2009

Wolke Sieben


För inte så länge sedan inbjöd en väninna alla som vill berätta om fem ting de har ett speciellt förhållande till. Hittills har jag kommit på tre sådana i alla fall. Två är lite större och en är ganska liten. Det första är min cello förstås - som är det dyrbarste jag över huvud taget äger. Cellon heter Bernsteincello och lite har jag ju redan berättat om den.

Om den grej som är liten ska jag skriva en annan gång. Då behöver jag kanske ännu mer betänketid. Idag ska det därför bli det som finns på andra platsen, mellan min cello och den lilla grejen. Och även det är inte särskilt svårt att gissa, det är nämligen min cykel. "Wolke Sieben" är inte bara ett transportmedel, utan min cykel är den bästa reskamrat man kan tänka sig: tålig, pålitlig och den pratar inte. Bara en gång under sju år råkade vi ut för en punktering. Detta var i Tjeckien. Annars fungerade den alldeles utmärkt. Om jag hade varit en man, då hade jag cykeldator och kunde nu räkna upp en massa tal: alla mil jag någonsin cyklade, den genomsnittliga hastigheten, maxhastigheten med mera. Kanske den högsta temperaturen under en bromsning också. Vem vet. Men sånt kan inte jag.

Vad jag vet: Cykeln lämnade mig idag. Tillsammans med en hög lådor och en demonterad bokhylla. Det andra flyttlasset som egentligen skulle gå imorgon gick nämligen redan idag. Mannen som tog med sig allt hade ringt till mig i morse. Ojojoj, då gällde det att skynda på! Men nu är allt fixat. Och jag känner mig lite märklig. Hur ska jag klara mig utan min cykel under de sista tio dagarna här i Berlin?


Mein Fahrrad ist der wunderbarste Kamerad, um auf Reisen zu gehen:
Es ist zuverlässig, es hält was aus - und es quatscht einen nicht voll.

Bereits heute ging meine zweite Umzugsfuhre gen Norden. Der nette Mecklenburger, der von Erfurt nach Umeå unterwegs ist, rief mich heute früh an - und weil er eigentlich erst morgen Mittag kommen wollte, hatte ich heute ganz schön zu tun. Aber nun ist alles verladen und unterwegs. Mir selbst ist allerdings recht komisch zumute. "Wolke Sieben" ist nicht mehr hier. Und das Cello ja auch nicht. Aber gestern waren das Radel und icke ja nochmal bei meiner Oma im Fläming. Ach, war det scheene!


Blauer Himmel, lustige Strohrouladen, duftende Kiefernwälder.
Und zusätzlich zu den sandigen Wegen gibt es nun den Fläming Skate:

Hier bin ich mit "Wolke Sieben" viele Male entlanggeradelt.
(Dieses Bild ist allerdings kein Sommerbild, sondern ein Aprilscherz.)

Freitag, 7. August 2009

Globaliseringen - eller: Det tredje barnet


Egentligen har jag inte bara två barn, utan tre. Utöver min dotter och min son har jag uppfostrat en databas som har vuxit sig väldigt stor under de senaste fem åren. En databasens övermor heter administratör - och den delen av mitt jobb har jag visserligen tyckt ganska mycket om. (Andra delar inte alls...)
När jag häromdagen cyklade till jobbet kom jag på något. Det mesta infaller mig faktiskt när jag cyklar någonstans. Cykeln som heter "Wolke Sieben" kan vägen - och jag kan använda huvudet för att hitta på något. En miljövänlig idéfabrik så att säga.

Nå, i alla fall, under de närmaste månaderna kommer jag att förbli databasens övermor. Tack vare internet. Det är nämligen en så kallad online-db, som man kan sköta om även när man ligger någonstans på en öde ö och solar. Bara man har ganska bra internetuppkoppling. Detta med internetuppkopplingen fixade Måsen idag. Företaget som ska leverera heter Bahnhof. Kul, eller? Det känns tryggt och nästan hemtrevligt. Och så kan jag leta efter ett "riktigt" jobb i lugn och ro efter min flykt. (Jag säger alltid flykt för att retas lite med Måsen, hihi) En övermor med ett internetbaserat minijobb. Vad roligt!




Wenn Mütter einfach nicht loslassen können

Dass ich eigentlich nicht nur zwei, sondern drei Kinder habe, ist vielleicht nicht allgemein bekannt. Zusätzlich zu meinen beiden aus Fleisch und Blut habe ich nämlich eine Datenbank aufgezogen. Die ist jetzt fünf Jahre alt und schon verdammt groß. Als Übermutter für so ein Datenbankkind heißt man Administrator. Dieser Teil meiner Arbeit, also der Übermutterteil, hat mir immer richtig Spaß gemacht. Vieles andere nicht. Aber als Übermutter für eine Datenbank ist man so etwas wie ein kleiner König. Und wer will nicht gern ein kleiner König sein?

Als ich vor ein paar Tagen zur Arbeit radelte, ist mir etwas eingefallen. Ja, die besten Ideen kommen mir wirklich auf dem Radel. "Wolke Sieben" kennt den Weg - und ich habe den Kopf frei zum Ausdenken. Ein umweltfreundliche Ideenmaschine sozusagen. Heute ist aus dem Ausgedachten nun etwas Handfestes geworden. Ein Minijob nämlich für die nächsten Monate: als Fernwartungs-Übermutter. Mein Datenbankkind kann nämlich von überall betuttelt werden. Selbst auf einer einsamen Insel, also wenn sie Internetanschluss hat, die einsame Insel. Das mit dem Internetanschluss hat die Möwe heute klar gemacht. Unser Provider in Göteborg wird Bahnhof heißen. Ja, kein Witz! Da fühle ich mich doch gleich zu Hause. Und so kann ich dann während der nächsten Monate aus der Ferne mein Datenbankkind bemuttern - und mich nebenbei in aller Ruhe nach einem Job umgucken. Hm, so ist es, wenn Mütter einfach nicht loslassen können.