Donnerstag, 27. Mai 2010

Unterwegs mit einem Profi


Oder sagt man: ...mit einer Profi? Na, jedenfalls arbeitet sie bei einem großen Pharmakonzern als Projektleiterin und ist ansonsten in ihrer Freizeit Vogelgucker und Naturfotograf. Wenn ich Bilder brauche für unsere Naturschutzseite, dann maile ich ihr immer. Gestern waren wir endlich einmal zusammen draußen. Ich hatte nix weiter im Gepäck als meine Stauneaugen und meine Stauneohren. Sie hatte einen lustigen jungen Hund dabei - und ihre Kamera. Hier die Ergebnisse unserer knapp zweistündigen Wanderung im Abendlicht:


Schellenten-Nachwuchs


Igår fick jag vara med på en lärorik kvällspromenad i Sävedalen. Det var rent privat initiativ och handlade bara om fruntimmer som dessutom alla heter Kerstin.

Den svenska Kerstin är semiprofessionell naturfotograf och den tyska Kerstin är nyfiken hur man gör. Här kommer de bilder som den svenska Kerstin tog igår för att visa mig hur man gör:



Wiesenblume. Keine Ahnung, wie die heißt.


Kurz vor dem Abtauchen: noch 'ne kleine Schellente.


Aus der Nähe betrachtet: Kastanienblüte.


Guckt und wippt: Bachstelze


Die habe ich letztens auch fotografiert: Humleblomster


Stockenten heißen auf Schwedisch Grasenten.



Für gute Freunde kann man dann auch mal Reklame machen.





Montag, 24. Mai 2010

WWW - Wald, Wiese, Wasser


Pfingsten
sind die Geschenke am geringsten,
während Ostern, Geburtstag und Weihnachten
was einbrachten.

Bertolt Brecht, Ein Kinderbuch

Nun, ich kann mich nicht beklagen: Diese Pfingsten waren ein Geschenk an sich, jedenfalls vom Wetter her. Bisschen Wind, aber keine Wolken, dafür Wärme. Wirklich wunderbar! Am Sonnabend war ich den ganzen langen Tag - die Tage sind ja so verdammt lang jetzt - auf dem Sattel und auf den Beinen. Meine Naturschützer hatten an einen See eingeladen, 25 Kilometer und fast 150 Höhenmeter von unserem Kiez entfernt. Da war ich dann gut "vorgeglüht" als ich ankam, um beherzt ins frühlingsfrische Seewasser zu springen. Huh! Wie kalt und wie gut!

Schöner Platz für das erste Bad im neuen Jahr, oder?

Die Kinder hatten Kescher mit, und alles, was herausgefischt wurde, konnte man unter dem Mikroskop betrachten. Bestimmungsbücher und -tafeln lagen aus, und so nach und nach lerne ich hier eine Menge, für das ich nicht mal auf Deutsch einen Namen habe. Dann wurden am Ufer Würste auf einen Grill gelegt - aber was man hier als "Grillwürste" verkauft, sind für mich Bockwürste oder Wiener und diese legt man in Deutschland eher selten auf einen Grill. Bei solchen Gelegenheiten denke ich dann etwas sehnsuchtsvoll an unsere gut gewürzten Thüringer Rostbratwürste, ja, solche rohen im Schlabberdarm, die vorher ein bisschen komisch aussehen und hinterher so lecker schmecken... Kulinarisch gesehen also kein Highlight die Grillerei hier, zumal mich der Obernaturschützer jedes Mal überredet, mit ihm sein Brot zu tauschen. Er ist so verrückt nach meinem Sauerteigbrot von Cum Pane, und weil Cum Pane "der, mit dem man das Brot teilt" heißt, kann ich natürlich nicht Nein sagen und also kaue ich auf seinen gummiartigen Hotdogbrötchen herum, während er meine knusprigen Brotscheiben mampft...

Der hier wäre vielleicht gut für den Grill gewesen...

Trots att de synska från SMHI varje dag förutspått regn och oväder för västkusten rådde under hela pingsthelgen finaste sommarväder här i Göteborg. Dagarna är långa nu och det är högtid för att spendera massor med timmar i ute-världen. Min ute-värld under de senaste tre dagarna bestod av skog, ängar och vatten. I lördags cyklade jag upp till Kåsjöområdet där SNF Partille hade ett evenemang. Vi badade och barnen fiskade upp lite småkryp som sedan betraktades i mikroskop. Senare tog grillkorvarna över, korvar, som jag aldrig kommer att vänja mig vid, för som student levde jag ju i Thüringen dess invånare redan för längelängesen uppfunnit världens läckraste grillkorv... Efter att de andra hade åkt iväg stannade jag där uppe på höjderna. Jag vandrade längs med Maderna och sedan till Råhult. Först där mötte jag människor igen: Ett äldre par som satt i en bil. De slickade på varsin glasspinne och lyssnade på fotboll. Fönsterutorna var nedvevade. Kallar man detta också att vara ute i naturen?

Ein Naturreservat mit vielen Gesichtern: Maderna

Wer sich auskennt, der sieht mehr:
Hier hat sich ein Dachs geschubbert.

Nachdem der Wissensdurst und der Grillwursthunger gestillt waren, fuhren alle ihrer Wege. Nun, wo ich schon die ganze Strecke bergauf geradelt war, wollte ich nicht gleich wieder herunterrollen - und so verbrachte ich den Rest des Tages dort oben in den Wäldern. Es war warm und grün und alle haben viel zu tun jetzt: die Vögel und das Krabbelzeugs. Sobald man stehenbleibt, um einem Vögelchen zu lauschen, besuchen einen schon die großen Waldameisen in den Sandalen. Nur die Hochsaison der Mücken hat noch nicht begonnen. Am anderen Ende des Waldes liegt eine Stuga für Wintersportler, zu der man auch mit dem Auto hochfahren kann. Dort saß ein Pärchen in seinem Wagen, sie schleckten ein Eis und hörten im Autoradio Fußball. Die Fensterscheiben waren heruntergekurbelt, also galt das Ganze sicher als "Ausflug in die Natur". Sonst habe ich den ganzen Tag keine anderen Menschen im Wald getroffen.

Im keltischen Baumhoroskop bin ich ein Ahorngeborener ;-)

Kalhygge vid Råhult

Gestern war dann Sonntag - und sonntags machen die Möwe und ich immer nur zusammen Ausflüge, da radel ich niemals alleine in den Wald. Wir sind zu der Wiese gefahren, die ich vor ein paar Wochen mit den anderen geharkt hatte. Dort gibt es im Wald auch einen ausgezeichneten Lehrpfad, wo man unter anderem auf der alten Reichsgrenze zwischen Norwegen und Schweden stehen kann. Das Gelände dort ist sehr geschichtsträchtig und man findet heute noch viele Spuren. Hätte ich ein bisschen mehr Essen eingepackt, hätten wir vielleicht den ganzen Lehrpfad gehen können, aber in dieser Hinsicht ist die Möwe wie ein schnurloser Rasierapparat: Ist der Akku alle, geht er nicht mehr.

Auf der Wiese haben wir gelegen...

... und wir haben Gras gekaut.

Riesenbutterblume

En en bär bär.

Igår vandrade vi tillsammans, Måsen och jag, för söndags får jag inte vistas ensam i ute-världen, det hade vi redan bestämt för en längre tid sedan. Vi åkte till Skändla, tittade på den äng som jag varit med om att faga i våras - och vi gick en del av den historieträktiga stig som slingar sig fram genom skogen där på Skändlaberg. Stigen är markerad med orangeröda prickar och det finns 43 tavlor med läsvärda texter om alla möjliga företeelser från gångna perioder, någon längre eller kortare tid tillbaka. Bland annat passerade vi den gamla riksgränsen mellan Sverige och Norge/Danmark, som ända till Roskilde-freden gick över hela Hisingen. (Nå ja, som Berlinare är man ju tränad i att stå med var och en fot på olika sidor av en före detta järnridå, så jag kände inte så speciellt mycket där på Skändlaberg...) Hade vi haft lite mera mat med oss, hade vi nog kunnat gå hela den stigen, men Måsen är i det avseendet som en batteridriven rakapparat: är batteriet slut, går den inte mer.

Stigen på Skändlas berg.

Pfingstmontag ist in Schweden kein Feiertag, eine gute Gelegenheit also für mich, raus ins Bad zu fahren, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen wegen vielleicht verpasster Online-Hilferufe von meinen deutschen Auftraggebern. Der Badeverein hat einen neuen Computer gekauft, man hat allerdings die Software vergessen - und also habe ich dort heute OpenOffice installiert. Es gibt auch einen schicken Laserdrucker, in den man nur einen USB-Stick mit einer PDF-Datei reinzustecken braucht - und schon hat man alles schwarz auf weiß, oder bunt auf weiß, je nach Bedarf. (Ich gehe, was Windows, Notebooks und Drucker angeht, mindestens fünf Jahre nach, aber das beunruhigt mich keineswegs. Noch hole ich aus meiner betagten Ausrüstung inhaltlich mehr heraus als die meisten Performancejäger mit ihren schnellen und smarten Maschinchen...) Vom Arbeitsplatz her ist das Bad natürlich perfekt: Sich nach getaner Arbeit mit einem Buch in der Sonne zu lümmeln, hin und wieder vorbeischwimmende Entenmütter mit ihrem Nachwuchs zu bestaunen oder ein bisschen mit nackten Männern über Computer zu snacken, das ist freilich das reine Vergnügen. ;-)

Barnfamilj utanför Saltholmen.

Annandagpingst är ju fortfarande helgdag i Tyskland och det betydde att inkorgen för mina tjänstemail inte behövde tömmas idag, eftersom den förblev ju tom hela dagen av sig själv. Jag sysslade istället med Kallbadhusets nya dator ute på Saltholmen, där man hade glömt att köpa med mjukvara för att skriva och att räkna med. Jag hjälpte till med OpenOffice som jag tycker har blivit ett ganska bra alternativ om man inte vill eller inte kan köpa Microsofts dyrbara produkter. Saltholmens styrelserum som arbetsplats är för övrigt inte så dumt, för efter att jobbet är gjort kan man sola, bada eller snacka datagrejer med äldre nakna män. Väldigt lustigt! ;-)

* * *

Was sonst noch passierte:


Am Samstag: Knapp 60.000 beim weltgrößten Halbmarathon!

Am Sonntag: Ich koche Lachs mit Brennesseln. Lecker!


Sonntag, 23. Mai 2010

Die Orestie von Aischylos


Als das Theaterstück Orestien in meiner Möwes Vorlesezeitung angekündigt wurde, klang es dort wie Ohr-Stein. Wahrscheinlich hatte der Vorleser noch nie etwas von dem Stück des alten Griechen gehört und es deshalb englisch ausgesprochen. Das meiste, was heutzutage in ist, kommt ja irgendwie von der anderen Seite des Großen Teichs. Leider. Aber die alten Griechen sind doch recht schwer zu amerikanisieren. Schon gar nicht, wenn sie so ein gestandener Mann wie der legendäre Lars Norén unter seine Fittiche nimmt.

Und so hatte ich eine billige Theaterkarte im Saisonschlussverkauf erstanden, für die allerletzte Vorstellung der Saison - etwas, das ich unter allen Umständen wieder tun werde. In der allerletzten Vorstellung der Saison geben die Künstler nämlich noch einmal das allerletzte - und hinterher gibt es Sekt für alle, und man kann die Götter und die von den Toten Auferstandenen einfach so anfassen. Ich bekam mein Sektglas vom Sonnengott Apollo persönlich. Er hatte Sonnenstaub an den Fingern, wodurch mein Sektglas voller Sonnenstaub war. Nun kann ich mir eine Weile nicht mehr die Hände waschen. Es ist nämlich noch Sonnenstaub dran von Apollo.



Gudomlig - Orestien på Folkteatern i Göteborg


När Lars Noréns Orestien dök upp i Måsens taltidning uttalade uppläsaren det på ett konstigt sätt. Han antog kanske att allt som är inne kommer från andra sidan Atlanten och behöver uttalas på ett amerikanskt sätt. Men lyckligtvis kommer inte allt som är inne från andra sidan Atlanten, eftersom det fortfarande finns lite klassiskt material som är värt att tas upp om och om igen. Orestien till exempel, en oerhört intressant historia om hämnd och återhämnd och hur man kan sluta helt med att hämnas. (Det är förstås en kvinna som slutar med det: Pallas Athene)

Jag köpte en reabiljett för den allrasista föreställningen som gavs i fredags. Detta har en hel del förmåner: Biljetten kostade bara en hundralapp, artisterna gav sitt sista för sista gången - och publiken bjöds dessutom på champagner efter föreställningen. Jag fick mitt glas av självaste solguden Apollon, och eftersom han var full med solglitter så var glaset också fullt med solglitter och nu vågar jag inte tvätta händerna ett tag...



Lars Norén repeterar.


Min väninna Anne Marie var statist och här
skriver hon om hur det är att vara statist.





* * *

Wenn ich in Berlin ins Theater gehe, treffe ich nur ganz selten jemanden, den ich kenne. Als ich nun zum ersten Mal in Göteborg ins Theater gegangen bin, habe ich gleich zwei getroffen, die ich kenne: Den Chorleiter vom Göteborger Kammerchor - und unseren Hausmeister. Er heißt Apostolos und ist Grieche.


Donnerstag, 20. Mai 2010

Parallelwelten


Du gehst mit fünf verschieden Leuten die gleiche Straße entlang - und hinterher werden dir alle etwas anderes erzählen: Der Vogelkieker hat verschiedene Piepmätze gesehen, der Schienenfreak eine alte Straßenbahn, die Modedame weiß, welche Schuhe alle anhatten, ein Architekt hat Häuser verglichen - und ein Programmierer hat vielleicht gar nichts gesehen, sondern über einem kniffligen Problem gebrütet...

Gestern bin ich mit einem Geocacher durch unseren Kiez gewandert. Auch er sieht die Welt mit ein bisschen anderen Augen. Da gibt es Koordinaten, Wege und Umwege, mehr oder weniger hilfreiche Hinweise - und schließlich kleine und große Schätze. Drei Schätze haben wir gefunden! Zwei kleine und einen ganz kleinen. Das war lustig und spannend. Und nun werde ich an diesen Plätzen auch etwas anders vorbeigehen als zuvor. ;-)



Mein erster selbstentdeckter Schatz!


Igår hade jag för första gången besök från Tyskland. En tjej som jag tidigare delat kontor med och hennes man kom farande på en stor motorcykel för att hälsa på. Jag serverade ärtsoppa med pannkakor, eftersom det var just torsdag - och sen gav vi oss ut för att leta efter skatter. Han är nämligen geocacher. Och nu i efterhand tittar jag lite annorlunda på några ställen här i området. Den som vet ser ju mera. ;-)


Hier bin ich schon sehr oft vorbeigegangen. Seit ich weiß,
dass es hier einen Schatz gibt, gucke ich ein bisschen anders.


Vio


Max


Mein Account auf geocaching.com



Mittwoch, 19. Mai 2010

Und plötzlich ist Sommer...


Gestern habe ich das Land mit der Gipsfuß-Hysterie verlassen und bin in das Land mit der Hochzeits-Hysterie zurückgekehrt. (Beides Dinge, die total an mir vorbeigehen...) Schon als ich aus dem Flugzeug kletterte, habe ich es gemerkt: Irgendwie tropisch hier. Heute zeigt das Thermometer 25 Grad im Schatten - und weiter nördlich ist es noch wärmer. Kein Mensch, außer mir, im Augenblick, hält sich in geschlossenen Räumen auf. Alle sind draußen.
Sie tanken Wärme und Sonne nach dem langen, kalten Winter. Und mein Sonnenkönig ist natürlich auch den ganzen Tag in seiner lustigen Badeanstalt. Morgen kriege ich übrigens zum ersten Mal Besuch aus Deutschland. Da freue ich mich drauf! :-)





När jag lämnade Berlin igår var det bara 10 grader varmt och det blåste obehagligt. Solen fanns inte. När jag lämnade planet på Landvetter flygplats igår då kändes det väldigt konstigt. Hade jag inte åkt norrut? Idag är det ännu varmare. Jag cyklade kortärmad och svettades ändå. Måsen syns inte till på hela dagen. Han är ute på badet förstås.



Gleich kommen sie alle aus den Schulen, den Kitas und von
der Arbeit. Dann wird es hier auf dem Hof sehr lebendig.


Freitag, 14. Mai 2010

Gut 350 Hektar für knapp 3,5 Millionen Berliner!


Ich glaube, sowas gibt's nicht nochmal: Soviel Himmel über Berlin gibts im Moment nur in Berlin-Tempelhof! Keine andere Millionenstadt kann wohl mitten im Stadtgebiet soviel unbebaute Fläche vorweisen. Und noch sind keine neuen riesigen Einkaufscenter geplant, sondern vor allem Grünes. Gestern waren Toni und ich auf der ehemaligen Start- und Landebahn in Tempelhof Fahrrad fahren. Das war einfach genial! Recht viele Menschen waren dort, aber es war weit davon entfernt, dass man es hätte "voll" nennen können. Wenn alle Einwohner von Berlin gekommen wären, dann hätte immer noch jeder einen ganzen Quadratmeter für sich gehabt. Unglaublich!


Wow! Welche Dimensionen!
Zum Abheben!



Den 8 maj öppnades en ny park på Berlins största obebodda yta: den före detta flygplatsen Berlin-Tempelhof. Känslan att vara där - mitt i stan fast med så mycket himmel och utrymme - är otrolig. Toni och jag cyklade igår som galningar på den gamla startbanan. Om alla som bor i Berlin hade kommit hade det ändå funnits plats för var och en - med till och med en kvadratmeter per styck.


Der ehemalige Flughafen heißt jetzt Tempelhofer Park.
Eintritt frei.


Drachensteigen rund ums Jahr.
Ganz ohne Fluglärm.



Das Wiesenmeer. Hier brütet die Feldlerche.
Rasenmähen verboten!


Am Horizont das alte Flughafengebäude...


...und hier etwas mehr aus der Nähe.
Von dieser Seite habe ich es noch nie gesehen.



Der hier steht auch noch.


Die Farben des neuen Parkes sind: Grün und Rot.


Toni hat gesagt: Aber nicht ins Blog stellen das Foto!


Am Ziel!
(Zum Spazierengehen ist es fast ein bisschen zu weitläufig...)



Donnerstag, 13. Mai 2010

Zu Besuch bei der DorfKati


In der Kirche zu Falkenberg, anderthalb Meilen von Berlin, stehen die Särge des Majors George von Humboldt und der Frau Majorin v. Humboldt, verwitweten von Hollwede, geb. von Colomb,- der Eltern des Bruderpaares Wilhelm und Alexander von Humboldt.

Falkenberg ist ein im 13. Jahrhundert auf dem Barnim durch bäuerliche deutsche Siedler angelegtes Straßendorf.


Theodor Fontane, Wanderungen durch die Mark Brandenburg

Es gibt ungefähr drei Dutzend Falkenbergs in Deutschland. In einem davon kam mein Opa auf die Welt, in einem anderen wuchs mein Vater auf - und in dem oben von Fontane beschriebenen arbeitet meine Tochter nun noch einmal für zwei Monate als Praktikantin. Dieses Falkenberg liegt zwischen Wartenberg und Ahrensfelde am nordöstlichen Stadtrand von Berlin und gehört heute zum Stadtbezirk Lichtenberg. Obwohl Kati selbst in Lichtenberg wohnt, braucht sie fast eine Stunde bis zur Arbeit. Das liegt einerseits daran, dass der Stadtbezirk so groß geworden ist und außerdem daran, dass sie von der Endstation der Straßenbahn noch einen Fußweg von 20 Minuten zu absolvieren hat. Sie arbeitet nämlich ein einem der Ökogärten, die zur Dorfkate Falkenberg gehörn, der einzigen erhaltenen Lehmkate in Berlin.

Ich habe gestern auch eine knappe Stunde gebraucht - mit dem Fahrrad von unserem Kiez im Friedrichshain. Dieses Fahrrad habe ich von meinem Sohn geerbt, und mir damit ein kleines Stückchen Unabhängigkeit hier in Berlin zurückerobert. Es war wirklich ein wunderschöner Ausflug! Hier wie immer meine Bilderbuch-Impressionen:



Mein neues Radl: Wolke Dreieinhalb


Det finns ungefär tre dussin orter med namnet Falkenberg i Tyskland. I ett av de äldsta föddes min morfar, i ett annat växte min pappa upp och det som beskrevs av Theodor Fontane ligger i utkanten av Berlin och där jobbar min dotter just nu på en gammal bondgård: Dorfkate Falkenberg. Till gården hör olika åkrar samt trädgårder med frukt och örter. Stället där Kati håller till nu i maj och juni är ganska avlägset - fast väldigt vackert. Igår hälsade jag på henne med en nygammal cykel som jag handlade hem i tisdags eller rättare sagt som jag handlade hemma, eftersom den fanns i min sons cykelsamling. Och det känns faktiskt väldigt skönt att även i Berlin få vara oberoende av någon kollektivtrafik. Framför allt nu på våren och sommaren!


Der hier sieht aus, als würde Peter Lustig darin wohnen...
Drinnen steht ein alter gußeiserer Ofen. An dem hat sich
mein
Kind bereits im Januar/Februar seine frostklammen Hände gewärmt.



Katis Erdbeerbeet.


Solche Hecken nennt man Benjeshecken.


Auf den Wegen liegt alter Rasenschnitt.
So wächst dort weniger Unkraut.


Blick in den Kräutergarten: Salbei und Lavendel


Johannisbeeren.


Hier entsteht ein Teich.
Deutlich sieht man den lehmigen Boden.



Die kleinen Bäume sind Wildpflaumen.


Kati - fröhlich und ganz in ihrem Element.


Nach getaner Arbeit ist gut ruhn...