Samstag, 27. November 2010

Snövit och herrarna i skogen


Herr Mås sa häromdagen: Jag ska äta ordentligt idag - och sedan ska jag sova i fyra månader. Du får väcka mig gärna första april. Han hatar vintern och när han var drygt tjugo då flyttade han från Västmanland där han vuxit upp till västkusten för att undkomma de bistra vintrarna där i mellansverige. Nu tycks vintern ha kommit ifatt honom ändå - även på västkusten - och därför vill han helst gå i ide.

Det är egentligen den enda saken vi har helt olika åsikter om. Jag älskar ju snö, har alltid gjort det, och kylan bekommer mig inte så mycket. När jag var tio ville jag bli backhoppare, när jag var tolv gick det ännu längre: då var det polarforskare som gällde - och min son skulle heta Fridtjof förstås. Att det inte blev av hade med en liten taxtik att göra som dog när jag var fjorton. Tiken hade små svarta lockar på öronen och blev bara ett halvår gammal. Då ändrade jag mig till veterinär och blev därför bondelärling efter mina 10 år i enhetsskolan...

Men nu ska jag inte prata om köttfabriker en bra bit utanför Berlin och varför jag i slutänden inte blev veterinär heller. Nu ska jag sortera dagens bilder och mina få anteckningar som jag gjorde ute i vinterskogen. Kameran hade jag nära min kroppsvärme i byxfickan, anteckningsblocken fick jag däremot plocka fram från ryggsäcken varje gång - och att ta av sig vantarna en längre stund för att skriva ner något lockade inte så mycket. Då gick det snabbare med byxfickkameran. Här kommer alltså dagens kunskaps- och upplevelse- skörd som jag måste ta vara på nu direkt för att bäst komma ihåg allt.



Per - unser Jüngster - ist wie ein Äffchen und klettert
immer überall drauf.
Deshalb hat sich Ragnhild,
unsere Älteste, ein bisschen
seiner angenommen.


Schneeweißchen und die sieben Waldwunder

Herr Möwe äußerte sich ungefähr so vor ein paar Tagen: Heute futtere ich mich nochmal richtig voll - und dann schlafe ich die nächsten vier Monate.
Du kannst mich gern am 1. April wieder wecken. Er hasst also den Winter ziemlich sehr, hat es schon immer getan. Als er gut zwanzig war, ist er deshalb von Mittelschweden mit seinen knackigen Wintern an die viel mildere Westküste gezogen. Nun scheinen Schnee und Kälte ihn aber trotzdem eingeholt zu haben. Auch an der Westküste ist man nicht mehr sicher. Das verstimmt ihn recht sehr und deshalb würde er am liebsten die nächsten Monate verschlafen. Wie ein Braunbär.

Hm, das ist eigentlich die einzige Sache, bei der wir total verschiedener Auffassung sind. Ich liebe ja den Schnee, habe es immer getan, und Kälte macht mir nicht soviel aus. Als ich zehn war, wollte ich Skispringer werden, mit zwölf sogar Polarforscher und meinen Sohn wollte ich selbstverständlich Fridtjof nennen. Dass aus dem ganzen nix wurde, hatte mit einer kleinen Dackeldame zu tun. Sie hieß Nelly, hatte süße schwarze Locken an den Ohren - und ging kläglich ein, gerade mal ein halbes Jahr alt. Da stand für mich fest: Nun werde ich Tierarzt, sowas passiert mir nicht nochmal! Das ging so weit, dass ich mein Abitur in einem Schweinekombinat abgelegt habe...

Aber heute wollte ich ja eigentlich gar nicht von uralten Berufswünschen erzählen und warum dann doch immer alles anders kommt, als man es eigentlich vorhatte. Heute will ich vom Winterwald erzählen und was man darin alles entdecken kann, trotz einer stellenweise knietiefen Schneedecke. Wir waren allesamt gut drauf, haben wieder viel gelacht - und wir werden so langsam eine richtige Gruppe. Eine Gruppe, in der ich mich angenommen und wohlfühle, wo ich keine Bange habe, mich vor alle hinzustellen, meine Beobachtungen und Gedanken zu äußern - und auch mal was Falsches zu sagen. Manchmal plautze ich einfach so raus und dann ist es sogar oft richtig. Aber die Dinge, die mich interessieren, sind mir ja schon immer nur so zugeflogen.



Das sind Jan und Geoffrey - unsere Ausbilder. Immer vorneweg ist Tuva, Jans brave Hündin.


Na, wer hat denn hier geruht? Ein Elch natürlich!


Jan sagt: Den Text auf dieser Tafel habe ich geschrieben!
Und es ist tatsächlich ein richtiger Jan-Text:

Er handelt von Fußbällen und Toteislöchern...


Hier besichtigen wir eine Köhlerhütte.


Die Fichte ist ein Baum der sogenannten Produktionswälder.
Bei den Naturschützern oft ziemlich umstritten,
schneebedeckt von unübertroffener Schönheit.


Das hier ist also nicht Jans Frühstücksbrettchen, sondern wir
müssen herauskriegen, wo bei diesem Baum die Wetterseite war.


Jörgen, unser tapferer Kutscher, darf heute Feuer machen.
(Zur Sicherheit hat er Holz von zu Hause mitgebracht. ;-)


Wurstmaxe und Wurstmaxi


Slåttermad på vintern.
(Eine zeitweise überschwemmte Wiese, auf der man im
Sommer grobes Winterfutter mit der Sense schlug.)


En mycket enkel fägata. (Weg, auf dem das Vieh
aus dem Dorf auf die Waldweide getrieben wird.)


Hier werden wir ausgeschickt, um in einem Umkreis von ca 40 m
mindestens drei Spuren früherer Bewirtschaftung zu finden.


Das hier haben wir schnell gefunden:
die Reste einer einfachen Waldhütte.


Hier haben wir länger gerätselt. Aber schließlich waren wir
uns einig: Das ist ein alter Hohlweg. Und zwar nicht
irgendeiner,
sondern der legendäre Auswandererweg!


Das war am schwersten, weil ziemlich zugewachsen
und voller Schnee: Eine ehemalige Teergrube.


Gegen drei wurde es schummerig und wir verließen alle Schauplätze.
(Die roten Stäbe am Weg stehen dort nur im Winter, und zwar um
den Schneepflügen zu zeigen, wo der Weg eigentlich langgeht,
wenn es über Nacht mal einen halben Meter geschneit hat...)


Freitag, 26. November 2010

Wild und bizarr


Das hatte ich noch nie: eine ganze Jugi für mich alleene - und noch dazu so eine schöne! Ich fühl mich wie eine Fürstin mit all den vielen Zimmern, dem gemütlichen Speisesaal und der großen Küche. Nur das Dienstvolk ist leider schon nach Hause gegangen. Aber morgen früh dreiviertel sieben kommt mein Kutscher mit dem Schlitten und vier schmucken Pferden. Dann schlittern wir nach Småland zu den historischen Schauplätzen. Und weil dreiviertel sieben ziemlich zeitig ist, mach ich jetzt das Licht aus. Knips!


Ronneby liegt am Ronnebyå, der gerade ziemlich wild ist


Detta har jag aldrig haft förut - ett helt vandrarhem bara för mig själv. Dessutom är det ett vackert hus! Det känns lite furstligt med så många rum, den fina matsalen och det stora köket. Bara tjänstefolket har tyvärr redan gått hem. Men i morgon bi tiden, kvart i sju, kommer min chaufför med fyra hästar och en släde för att skjutsa oss till det forntida småländska bondelivet. Och eftersom kvart i sju är ganska tidigt, så släcker jag nu lampan. Knips!












Donnerstag, 25. November 2010

Keep your feet warm!


Vädret tycks vara ute efter nya rekord. Så mycket snö och kyla redan i november! Igår var det klass-2-varning för Kalmar län på grund av mycket snöfall med drivbildning. Jag ska vara ute hela dagen i övermorgon - just i Kalmar län. Tillsammans med vår prepensionära kursledare och de andra blivande naturguider kommer jag att titta på gamla kulturminnen som finns lite överallt i de småländska skogarna. Spår efter det hårda bondelivet på 18-talet, om de nu syns med så mycket snö ovanpå. Då gäller det i alla fall att vara förberedd med en stor termos och varma kläder. Igår uppsökte jag därför den fyrvåningshöga myrstacken vid Järntorget, där Frälsningsarmén håller till med sina begagnade kläder och lite allt möjligt. En rejäl ylletröja var jag ute efter - och den hittade jag faktiskt, till och med rätt roligt mönstrad. Tjocka strumpor av angorakanin hade jag redan köpt på LIDL för ett tag sedan. Tillsammans med Måsens finska pälsmössa och mina andra tjocka kläder borde jag vara väl rustad nu inför lördagens utmaningar. Dessutom lovade kursledarna en riktigt stor korveld den här gången. Ska vi se hur det blir.


Ziemlich kalt in Orrefors am Wochenende!


Das Wetter ist mal wieder auf neue Rekorde aus. Heute sagte das Radio, dass dieses Jahr wohl der kälteste November seit neunzehnhundertirgendwas werden wird. In der Gegend um Kalmar wurde gestern eine mittlere Warnung wegen viel Neuschnee mit Verwehungen ausgerufen. Ich werde am Samstag einen ganzen Tag im Freien verbringen, just in der Gegend um Kalmar. Diesmal wollen wir nach den Zeugnissen vergangenen Bauernlebens in den småländischen Wäldern suchen. Da gilt es, gut vorbereitet zu sein - mit einer großen Thermosflasche und warmen Sachen. Deswegen war ich gestern bei der Heilsarmee am Eisenmarkt. Die haben dort einen riesigen Ameisenhaufen, der sich über vier Etagen erstreckt - voll mit Second Hand. Einen richtig warmen Wollpullover wollte ich mir zulegen. Und den habe ich tatsächlich auch gefunden! Ein Paar dicke Strümpfe aus Angorakaninchen hatte ich mir schon vor einer Weile bei LIDL gekauft. Dazu die feine finnische Pelzmütze, die mir Herr Möwe ausborgen will - und ich bin gut gerüstet. Auf zu neuen Taten!






Montag, 22. November 2010

Fast fünf...


Auf diesem Bild, das ganz beinahe fünf Jahre alt ist, sind wir noch nicht ganz fünf Generationen, aber ganz bald. Die wunderbare Zeit, in der mittendrin war in diesem herrlichen Quintett, dauerte ganz genau vom 24. Januar 2008 bis zum 22. November 2009. Heute vor einem Jahr ist meine liebe Oma gestorben.


Der Abstand zwischen all diesen Frauenzimmern
beträgt jeweils genau 23 Jahre.



Den här bilden togs den 24 november 2005 - hemma hos min mamma.
Då var vi ännu inte fem generationer, fast det var inte så väldigt mycket tid kvar. Idag för ett år sedan upphörde tyvärr denna underbara tid, då jag var i mitten av två äldre och två yngre generationer. Idag för ett år sedan dog min mormor.



Samstag, 20. November 2010

Es ist mal wieder so wei(t/ß)!


Als ich vor langer Zeit mal Saitenwind gemacht habe, da gab es in unserem Repertoire auch dieses schöne deutsche Volkslied:

Es ist ein Schnee gefallen
und es ist noch nit Zeit.
Ich wollt zu meinem Buhlen gahn,
der Weg ist mir verschneit.
Ich wollt zu meinem Buhlen gahn,
der Weg ist mir verschneit...

Daran musste ich heute denken, als ich gleich nach dem Frühstück eine Stunde draußen herumspaziert bin.





Kalliolle kukkulalle

Som student gjorde jag Saitenwind - det betyder ungefär "Strängarna som blåser". På den tiden spelade jag flitigt gitarr, luta, mandolin (instrumentet kallade jag Kartoffelkäfer, coloradoskalbagge, på grund av dess mönster) och en pytteliten blockflöjt. Bland mycket annat hade vi en gammal tysk folkvisa i repertoaren. Visan handlar om vintern som kommer för tidigt och om en stackars flicka som egentligen ville gå ut till sin pojkvän, men vägarna är ju så igensnöade...


Ich lieeebe Kiefern!!!


Ha, Erster! Hier ist noch keiner gegangen!
(Von wegen: Es gibt keinen Neuschnee...)


Durch diese hohle Gasse...









Nun ist der Schnee weißer als die hellen Birken.


Jakobs Lieblingsspielplatz - der mit dem kleinen Haus!


Genau hier haben wir im Sommer Blaubeeren gepflückt.




Die Friedhofskapelle.




Die Menschen ziehen ihre Schlitten und ihre Hunde.




Mittwoch, 17. November 2010

Wir haben einen Plan!


[1] ein durchdachtes Vorhaben, eine Idee...
[2] Geographie: Karte oder Landkarte
[3] Technik: verkleinerte Darstellung eines Gebäudes...
[4] normalerweise nur Singular: ebene, weiträumige (Rasen)fläche

Goethes Wohnhaus in Weimar steht am Frauenplan. Dort, wo wir in Göteborg wohnen, wo unsere Straßenbahn hält und wo fast alle rot oder grün gewählt haben, das heißt Sannaplan. Es gibt noch eine Menge anderer Pläne. Als wir am Samstag von Weimar nach Berlin zurückfuhren, habe ich mich im Zug mit einem Jungen und seiner kleinen Schwester angefreundet. Sie waren sehr aufgeweckt und er hatte ein T-Shirt an mit der Aufschrift Jenaplan-Schule Weimar. Erst dachte ich, das ist etwas geografisches, also eine Adresse, so wie der Frauenplan. Dann habe ich im Internet entdeckt, dass es eine besondere Schulform ist. Ja ja, man wird alt wie 'ne Kuh - und lernt immer noch dazu...

Es gibt ein Wort auf Schwedisch, für das ich noch keine 100%ige Übersetzung gefunden habe, jedenfalls nicht in nur einem einzigen deutschen Wort. Es heißt hemmaplan. Das ist dort, wo man zu Hause ist, wo man sich am besten auskennt. Wir sind seit Montag wieder zu Hause - und trotz der vielen schönen Erlebnisse in Berlin und Weimar, war es auch wieder nett, nach Hause zu kommen. Borta bra, men hemma bäst, sagen die Schweden. Als wir am Montag über die Ostsee flogen, haben wir eine sogenannte Luftmassengrenze überquert. In Berlin waren es am Wochenende 18 Grad, hier kam das Thermometer kaum über den Nullstrich hinaus - und im Schatten bleibt der Rauhreif jetzt den ganzen Tag liegen...

Nun aber noch ein bisschen Thüringen-Nachlese, wie gewohnt in Bilderform:





Från Frauenplan till hemmaplan på Sannaplan

Där Goethe bodde i Weimar där heter gatuadressen Am Frauenplan. Där vi bor, där heter spårvagnshållplatsen Sannaplan. När vi åkte tåg tillbaka från Weimar till Berlin i lördags blev jag bekant med en liten pojke som hade en t-shirt på sig där det stod Jenaplan-Schule Weimar på. Detta är alltså ingen gatuadress, utan en speciell skolform som jag lärde mig i efterhand på Internet. Intressant!

Nu är vi hemma på hemmaplan igen - och jag är faktiskt glad att vi är. Borta bra, men hemma bäst. Att plocka grejer hela tiden ur en resväska är inte bara roligt, även om jag hade väldigt många fina upplevelser tillsammans med mina barn, med gamla minnen och med den matlagning som bara finns i Thüringen. (Om vi hade stannat längre där, hade jag nog gått upp i vikt i alla fall!) Nu sitter jag vid köksbordet igen, Måsen är ute i ärenden. Jag tittar över Västra Kyrkogården då och då, där rimfrosten ligger kvar i skuggan, samtidigt som jag sorterar mina resebilder från Weimar och Jena... Och det här känns bara bra.



In Weimar ist alles Kultur. Sogar der Bahnhof.







Die Steinbrücke im Park an der Ilm. Dahinter das Stadtschloss.
Hier sind wir ungefähr täglich mit unserer Tochter spaziert.


Eine Karstquelle im Park an der Ilm.


Enten füttern im Park an der Ilm.


Sieh mal an!


Einmalig: Das Bienenmuseum in Oberweimar.


Der Marktplatz von Jena.


Altstadt von Jena. Im Hintergrund der Penis Jenensis.
Im 17. Stockwerk war damals die Sektion Psychologie.


Die Lobdeburg zu Jena. Hier waren wir als Studenten sehr oft.




Blick von der Lobdeburg ins Jenatal.


Werner-Eggerath-Straße, Studentenwohnheim am Stadtrand von Jena.
Hier habe ich 1983-86 gewohnt. Das Zimmer kostete 10 Mark im Monat!


Direkt hinter dem Studentenwohnheim liegt Drackendorf.
In diesem Park bin ich oft gejoggt oder wir waren spazieren.
Er ist - wie so vieles in dieser Gegend - nach Goethe benannt.


Jenaer Straße 33, Weimar. Unser Wohnhaus 1986-88.
Zu jeder Wohnung gehörte einer der alten Apfelbäume...



Unsere damalige Lieblingskneipe am Stadtrand von Weimar.
Weil Kati drei Wochen zu früh auf die Welt kam, habe ich hier
einmal eine Schlachteplatte verpasst. Die habe ich nun nachgeholt.







Mozart und den Musen.
(Schon winterfest, da aus Sandstein.)





Die Möwe war an diesen Tagen sehr tapfer und ist ohne
zu meutern mit mir überall hin gewandert. Es waren viele
Stellen zu besuchen - und sehr lange Wanderungen...