Montag, 31. Dezember 2012

Lichtblicke


Nur noch gut zwei Stunden, dann kommt das neue Jahrtausend in die Flegeljahre, wird zum Teenie, und mal sehen, was es sich dann so ausdenkt mit uns...
 


Licht und Schatten

Wenn sich der Äther erhebt in hoher heiliger Klarheit,
wenn sich ein fließendes Gold über die Erde ergießt,
und vor dem strahlenden Gott die Schatten leise zerrinnen,
freu't sich der blendende Glanz und das allmächtige Licht.
Aber bezaubernder, Freund, erscheint dir die liebliche Gegend -
denn dich freut der Contrast und der gemäßigte Glanz -
wenn die Wolke sich hebt und wechselnd auf Thäler und Dörfchen,
Tannenwälder und Seen dunkle Schattirungen streut,
oder der silberne Mond am Berge freundlich hervorsteigt,
und der Schatten des Berg's tief in die Thäler sich senkt.
O, wie die Höhen sich dann in heiligem Schimmer verklären;
wie das freundliche Licht heller den Schatten besäumt! -
Und doch klagtest du jüngst, dein trauriges Schicksal beweinend,
wie des Lebens Gefild' oft, ach! so dunkel dir sey;
wie auf der Stellen geliebtester dämmernd ein Schatten sich lagre,
oft, nach dem lieblichsten Tag, schwarz dich umgebe die Nacht.
Wechsel vergnügt dein Gemüth; es freuet der Wechsel uns alle:
freue dich, Glücklicher, doch, daß du nicht glücklicher bist.

Sophie Mereau Brentano



Ein glückliches neues Jahr!






Bjartar nætur

Visst är solen redan på väg tillbaka, fast än så länge är måsarna fortfarande upplysta underifrån större delen av dagen, om det nu överhuvudtaget visar sig någon sol alls. Just nu är göteborgsvintervädret som allra värst, brrrr, vått och grått och rått, och flickvännen till min son, som är här för första gången är lite besviken över denna vädrets ogästvänlighet.

Då gäller det att glädja sig åt ljuset som hör till gångna dagar. Under året som gick fanns det lyckligtvis många sådana. Allra ljusaste var dagarna på Island förstås, där solen knappt hann ner bakom horisonten när den genast fick stiga upp igen. Då får den visst vila ut sig nu för att sedan jobba övertid igen om bara några månader.
Nej, det är inte det ideligen ljusa, det är omväxlingen mellan skugga och ljus som förgyller tillvaron, tycker jag.



Gott Nytt År!
















Das Licht - besonders das während unserer Abendspaziergänge - 
kommt also auf Platz 6 meiner Island-Top-Ten.  :-)


Freitag, 28. Dezember 2012

Hare på skare


Man blir lite veckovill så här under mellandagarna. Och så säger Herr Mås vid frukostbordet: Idag är det en helgfri dag. Jag tycker inte att man kan säga helgfri, denna befrielse får bara användas för arbetsfria dagar. Riktigt arbetsfria vardagar får jag egentligen bara när jag vandrar i vildmarken i flera dagar och inte alls är nåbar. Plus de här mellandagarna. Ingen mailade eller ringde för jobbets skull denna vecka. Fem hela dagar! Det kändes skönt.

Imorgon kommer min son och hans flickvän för att stanna en vecka. Vi ska icke-fira nyår tillsammans, tycker de. Och eftersom det har gått på tok med veckodagarna i alla fall så gjordes lördagsvandringen redan idag. Vädret passade ju perfekt. Och det skulle det kanske inte ha gjort imorgon.






Draußen zu Hause

Als Kind habe ich mir immer einen Hund gewünscht, aber meine Eltern wollten keinen. Dann ist mir mal einer zugelaufen, und ich habe gefragt: Darf ich den behalten? Ich durfte ihn nicht behalten. Später haben sie mir dann aber doch einen gekauft. Da war ich sehr glücklich. Nun ist mir also vor einer Weile dieser Waldengel zugeflogen - und ich habe ihn einfach behalten, ohne jemanden zu fragen, weil inzwischen brauche ich niemanden mehr zu fragen. (Ja, es gibt auch Vorteile mit dem Älterwerden!) Der Waldengel macht mich sehr glücklich und das Glück besteht meistens darin, dass wir im Wald abwechselnd hintereinander herlaufen.

Im Radio habe ich gehört, dass mehr als 19.000 Schweden noch am Heiligen Abend ihre Weihnachtsgeschenke zum Verkaufen im Internet feilgeboten haben. Du lieber Himmel, ist die Welt nicht aus den Fugen?!? Da gehe ich tatsächlich lieber stundenlang im Wald spazieren...








 




Montag, 24. Dezember 2012

God Jul!





Sonntag, 23. Dezember 2012

Månsnö i Malmö


Fulla tåg och många människor som bär på invecklade saker. Vi har bara vanliga daypacks med oss och inga invecklade saker. Jo, en invecklad sak fick ja ju i fredags, så julaftonen är räddad för min del, hihi. Och strax efter oss anländer yrvädret till stan. Hui, vad härligt! Vi äter en sen lunch på Lilla Torget, som jag tycker om med sina fina gamla Backsteinhäuser. Mitt på torget där står det en jättestor sängbordslampa. Den avslöjer vem som är turist och vem inte. Turisterna stannar och fotar, trots snöstormen. Efter lunchen klär jag på mig ordentligt och sedan tar jag en långpromenad ända till yttersta spetsen av Västra Hamnen (Här finns en rolig bild på det stället.) Där blåser det rejält och det känns lite Titanic-like, trots att det inte gungar. Sedan pulsar jag hemåt genom större och mindre snödrivor, att ploga är ju helt meningslöst i det här läget, och i hotellobbyn gör jag slut på glöggtermosen utan att tveka. Ibland får man vara lite oförskämd, eller hur? ;-)






Der schwedische Wetterdienst hat eine mittelschwere Wetterwarnung für Schonen rausgehängt. Üppiger Schneefall und stürmischer Wind - und genau im Auge dieses weißen Wirbelsturmes sind wir jetzt, haha! Zum Glück kam unser Zug noch vor dem Unwetter hier an, sonst ständen wir nun wahrscheinlich irgendwo auf der Strecke. In Malmö war ich bisher nur ein einziges Mal zusammen mit meinem Sohn im Herbst 2006, aber da auch nur für ein paar Stündchen. Malmö im Schneesturm gefällt mir irgendwie besser als damals Malmö im Oktober, vor allem abends, wenn die vielen Lichter an sind.

Morgen ist Weihnachten, das hat man an den Leuten mit den dicken Taschen und Tüten im Zug gesehen. In Ängelholm hatten wir eine halbe Stunde extra Aufenthalt, weil die Polizei einen Geschenkedieb dingfest machen musste. "Liebe Leute, passt auf euer Gepäck auf, gerade jetzt sind viele Schurken unterwegs!" Natürlich, die Taschen, Koffer und Tüten sind ja in diesen Tagen auch vollgestopft mit lauter spannenden Paketen. Eigentlich ist es der komplette Wahnsinn...

Nach einem späten Mittagessen mache ich mich gemeinsam mit einem kleinen Elch auf den Weg durch die Stadt. Der Elch gehört einem kleinen Jungen und morgen werde ich ihn zu seinem ersten Wunsch-Reiseziel bringen: Der kleinen Meerjungfrau in Kopenhagen!






Samstag, 22. Dezember 2012

Solen vänder om


De som bor vid ekvatorn de bryr sig förstås inte om det som hände igår mitt på dagen, men vi här i Norden, vi gör det. Och så tänkte jag om nu jorden i alla fall ska gå under den dagen också, då är det kanske bäst att ha roligt. På min favoritbio skulle det spelas midvintermusik från hela världen och multikulti-musik gillar jag. Att lyssna på sånt är i varje fall roligare än att bara lyssna på tyska julsånger som ofta är så högtidliga. Och så mailade jag till min multikulti-väninna i Kullavik och hon svarade JAA! Ja, det var verkligen en fin konsert som rörde både hjärtat och skrattmusklerna. Synd bara att man fick sitta. Egentligen kan man ju inte sitta stilla under sådan musik.


 


Keiner am Äquator kümmert sich freilich um das, was gestern mitten am Tag passiert ist. Wir hier oben im Norden, uns geht das aber schon was an. Und wenn gleichzeitig auch noch die Welt an diesem Tage unterzugehen gedenkt, dann sollte man nicht einsam in seinem Kämmerchen am Küchentische sitzen und lateinische Pflanzennamen pauken. 

In meinem Lieblingskino war ein Multikulti-Mittwinterkonzert angekündigt, und weil ich Multikulti mehr mag als diese immer etwas feierlichen deutschen Weihnachtslieder, habe ich gedacht: Na, wenn die Welt schon untergeht, dann mit Multikulti-Musik! Und also habe ich meine Multikulti-Freundin in Kullavik gefragt, ob sie nicht mitkommen will. Das hat sie gemacht - und es wurde ein richtig schöner Abend! Mit Schwatz und neuen Anregungen und dann mit viel Musik natürlich.

Als ich noch in Berlin gewohnt habe, bin ich regelmäßig zu solchen Konzerten gegangen: Klezmer, Gipsy, Balkanbrass. Aber da war man dann meistens nicht an einen Sitzplatz gefesselt, sondern konnte im Stehen rumzappeln. Denn stillesitzen geht eigentlich nicht bei dieser Art Musik.



Freitag, 21. Dezember 2012

miniPhone


"Wie die Nase des Mannes, so sein Johannes", sagt ein altes deutsches Sprichwort. Ich weiß nicht, ob das heute noch stimmt. Wenn die modernen Mädchen nach etwas gucken, das ist es wohl eher nicht die Nase, sondern in den meisten Fällen: Was hat er für ein Smartphone? Das Telefon als Statussymbol, und gewisse Marken haben mehr Status als andere. Da ist die Korrelation zur Nase sicher zuverlässiger, aber vielleicht auch nicht mehr so wichtig... Na ja.

Heute hat Herr Möwe beim Mittagessen plötzlich gefragt: Was ist eigentlich ein Mini-Phone? Ein Mini-Phone?, habe ich zurückgefragt. Wo hast du denn das her? Ja, vielleicht habe ich ja wieder mal einen wichtigen Trend verpasst... Minitel, ja, das kenne ich, das habe ich Mitte der Neunziger mal unterrichtet, im Berufsfeld "Kauffrau/mann für Bürokommunikation", ja, früher hat man einfach "Sekretärin" gesagt. Aber Mini-Phone? Also ich kriege oft eMails, erklärte mir Herr Möwe, und ganz unten steht immer die gleiche Zeile "Gesendet von Mini-Phone". Da bin ich dann in schallendes Gelächter ausgebrochen. Und nun werde ich die Möwen-Jungs immer schön aufziehen, wenn sie wieder bei unserem Kaffeekränzchen mit ihren Mini-Phones rumspielen. Hihi!




Das liest er natürlich nicht selbst, sondern die Computerstimme, die ihm alles vorliest. Und die liest oft rasend schnell und merkt außerdem nicht, wenn etwas angelsächsisch ausgesprochen werden muss.



På tyska finns ett ordspråk som säger att man ska kolla karlarnas näsor för att dra slutsatsar om hur vissa andra kroppsdelar är beskaffade. Nu vet jag inte om detta fortfarande stämmer, för idag tittar ju inte tjejerna längre efter killarnas näsor utan de kollar: Vad har han för mobil? Idag när vi åt lunch frågade Herr Mås: Vad är egentligen en mini-phone? En mini-phone? svarade jag. Var har du hittat det? Jag känner till Minitel, något som jag snackade om när jag undervisade lite telekommunikation inför blivande sekreterare i mitten på 90-talet, fast mini-phone? Kanske har jag missat en viktig trend? Och så sa Herr Mås: Ja, i en hel del mail som jag får står detta alltid längst ner: Skickat från mini-Phone. Då skrattade jag högt, för nu fattade jag. Hihi! Talsyntensen i hans dator hade hittat på världens roligaste beskrivning för den där grejen, tycker jag, för vem bryr sig idag om näsor längre...


Donnerstag, 20. Dezember 2012

Sterntaler




Dienstag, 18. Dezember 2012

Draumalandið


De nordiska ambassaderna i Berlin har ett gemensamt hus - Felleshus - för utställningar, konserter och många andra publika aktiviteter. Dit gick min son och jag ibland, framför allt när det handlade om Island. En gång kom en isländsk deckarförfattare för att presentera sin nya bok. Som förstärkning hade hon tagit med sig den isländska ambassadören - som bar fluga - samt en hel del isländsk mat och några flaskor brännvin med det lustiga namnet Svarti Dauði.  
Yrsa Sigurðardóttir jobbade då egentligen som byggnadsingenjör, fast hon började skriva deckare om kvällarna medan hon var sysselsatt vid Kárahnjúkar-projektet, för det fanns tydligen inte så mycket nöjesliv där ute i vildmarken... Åhörarnas frågor denna författarekväll handlade därför inte en enda gång om hennes sätt att skriva eller om innehållet i boken, utan uteslutligen om detta mycket omdiskuterade jätteprojekt. Tja, så kan det gå.

I morse fick jag besök av en av de tretton isländska jultrollen. Jag hittade honom i inkorgen till mitt gmail-konto. Där förde han lite oväsen, för han är en sådan, och så viskade han i mitt öra: Idag och bara idag är det möjligt att titta gratis på en dokumentär om just Kárahnjúkar-projektet. Du kan se online på denna film alla andra dagar på året också förstås, men då kostar det lite pengar.

Som slumpen vill lyssnar herr Mås just nu på Mikael Niemis senaste bok Fallvatten. Och jag kommer aldrig att glömma hur det var att åka båt på Akkajaure - Herregud, vilka vågor! - och hur det kändes att komma tillbaka till civilisationen och gå just över Suorvadammen efter en hel vecka i Sarek. Och vad tråkigt det var där vid "Stora Sjöfallet" som bara är en liten rännil nuförtiden...






Dreizehn Weihnachtsgesellen haben die Isländer, allesamt lustige rauhe Kerle, die nun offensichtlich gerade überall ihr Unwesen treiben. Heute hat mir der polternde Hurðaskellir etwas in die virtuellen Schuhe gesteckt. Als ich vorhin meine eMails gecheckt habe, ist es mit lautem Getöse herausgefallen.





Montag, 17. Dezember 2012

Turbellaria


Man friert anders bei nassen +5 Grad als bei trockenen -5 Grad, das heißt, bei trockenen -5 Grad friere ich eigentlich nur selten. Ja, nun ist das gute Väterchen Frost leider wieder abgereist, nach zwei richtig schön kalten Wochen kamen am Wochenende der Regen und das Tauwetter. Der immergrüne Rhododenron hat seine Blätter wieder ausgerollt, die Skier sind zurück in die Abstellkammer gewandert und die Schneemänner brauchen nun nicht mehr zum Föhn greifen, wenn sie des Lebens überdrüssig sind. Das besorgen jetzt die Plusgrade, oh oh... Und da steht nun also das für diese Gegend mehr oder weniger normale schmutzige Matschwetter auf der Tagesordnung und ich habe endlich Gelegenheit, meine Matschstiefel und meine Matschhosen über die Waldwanderwege zu tragen, genau wie mein Enkelkind im Waldkindergarten.


So schön hat es am Samstag noch ausgesehen. 
Aber inzwischen ist fast alles weg.


Puh, die letzte Woche hatte es irgendwie ziemlich in sich - ein richig buntes Kaleidoskop an sehr unterschiedlichen Eindrücken und Erlebnissen. Ziemlich wutschnaubend bin ich ein paarmal gewesen, was schrecklich selten vorkommt, aber das hatte mit unserem Providerwechsel und der dritten Woche ohne Kabelinternet zu tun. Am Freitag hat mich dann endlich, endlich ein kundiger Techniker am Handy via Remote Control durch die Wohnung und den lokalen Netzwerkdschungel gejagt, bis wir schließlich gemeinsam den Fehler aufspüren konnten. Seitdem funktioniert's, hurra, hurra, hurra!

Aber auch kindlich ausgelassen und fröhlich bin ich gewesen, was mir insgesamt überhaupt nicht schwerfällt und was in der letzten Zeit vor allem mit dem Wetter und dem Winterwald Hand in Hand ging. Mitten in der Woche durfte ich dann sogar die Lucia sein, hihi. Nein, nicht in dem großen übervollen Einkaufszentrum, wo die Lucia inzwischen wie eine Miss Universum mit der Hilfe von solchen Telefonabstimmungen gewählt wird, sondern bei -10 Grad draußen im dunklen Glitzerwald bei den sieben Zwergen und anderen liebenswerten Fabelwesen...

Letzten Montag wurden in Stockholm die Nobelpreise ausgeteilt, worauf mich der Konditor oben auf dem Sannabacken dazu überredet hat, mir unbedingt etwas Sahniges zu gönnen, das mit N anfängt. Außerdem hat mich dieser Tag daran erinnert, dass ich nun auch meine eigenen Nobelpreise für 2012 austeilen muss - siehe hier links in der Blogspalte! Einen putzigen Film von Woody Allen habe ich auch gesehen, turbulent und voller sprudelnder Dialoge... Nee, in Rom bin ich noch nie gewesen, aber das steht auf meiner to-do-Liste im Moment auch nicht gerade so weit oben.

Hm, zwischendurch war mir auch mal ein kleines bisschen bange, denn der Januar naht schon wieder unerbittlich und das Datenbank-Muttertier wusste irgendwie immer noch nicht, ob es denn auch im nächsten Jahr hier vom Küchentische aus ein bisschen zur werktätigen Bevölkerung gehören darf. Inzwischen habe ich aber ein Zeichen bekommen. Und das ist ein gutes Zeichen. :-)

Dass Weihnachten vor der Tür steht, habe ich größtenteils ignoriert. Von allen familiären Zusammenkünften mit dem obligatorischen Austausch von mehr oder weniger sinnvollen Geschenken haben wir uns dieses Jahr einfach mal freistellen lassen. Herr Möwe hat noch einen Haufen Treuepunkte auf seinem Best-Western-Konto, die reichen prima für zwei Gratis-Nächte, und also machen wir uns einfach aus dem Staub und ich brauche weder Geschenke zu beschaffen noch einen Weihnachtsvogel zu rupfen, um ihn dann nackt in den Ofen zu schieben. (Oder um ihm schließlich doch nur einen Pullover zu stricken...)

Turbellaria? Das ist eine Klasse farbenfroher Plattwürmer, die keine Parasiten sind, sondern selbst auf Futtersuche gehen und gerne im Meer vorkommen. Ja, ich habe bei meinen biologischen Studien normalerweise ziemliche Schwierigkeiten mit den lateinischen Bezeichnungen... Aber manche merke mich mir sofort. :-)



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Här kommer några bilder som visar Keris vardag en vecka före jul. Dessutom är nu årets nobelpriser utdelade, se i spalten här till vänster!



 Så här vackert såg det ut i lördags. Nu är nästan allt borta.



Operasångaren Luitpold Löwenhaupt tänkte äta 
en gås till jul. Men sedan blev allt helt annorlunda...



Japp, unser neuer Internetprovider :-)


Nu har vi äntligen internet och fast telefon igen! Jaaa!
Varför vi valde Bahnhof? Järnvägsnörden tycker det är kul,
och jag tycker om deras lite speciella filosofi. ;-)



Normalt har jag ganska svårt att memorera alla dessa
latinska namn. Turbellaria däremot fastnade genast.



Sonntag, 9. Dezember 2012

Järnvägsjubel


Nej, det hade jag inte trott, att de verkligen skulle bli klara i år. Men idag gick i alla fall de första tågen. På tåget nummer tre som gick 11:15 från Göteborg central var vi med, ett självklart MÅSTE för en järnvägsmås och hans ledsagare (som dessutom alltid får åka gratis i hela Västtrafiks område...) Hur det gick med väg 45 vet jag däremot inte, för vi åkte ju inte bil utan tåg. Igår fick man springa på vägbanan, läste jag. Vad bra att jag inte sprang på Inlandsvägen igår utan tog det mycket lugnare inne i skogen. Att de blev klara med vägen kan jag dock inte alls förställa mig. När jag åkte där senast i slutet av september såg det inte alls ut så. Men det spelar ju ingen roll längre, för nu finns ju tågen och mer än ett halvt dussin nya stationer.


De nya pendeltågen, som går till Älvängen,
är tillverkade i Salzgitter i Tyskland.



Heute sind wir Eisenbahn gefahren, und zwar auf einer ganz neuen Strecke, die heute früh nach jahrelanger Bauzeit endlich eingeweiht wurde. Herr Möwe war zwar zuerst ein bisschen zögerlich, weil doch gerade so viel Wetter in der Stadt und auf dem Land ist, und wegen der Schneeflocken auf den Schienen. Aber auf einer jungfräulichen Eisenbahnstrecke mit einem funkelnagelneuen Zug zu fahren, dass darf man sich als Eisenbahnfreak doch nicht entgehen lassen! Außerdem kann man bei solchen Gelegenheiten immer mit einer gewissen Freigiebigkeit im Hinblick auf Speisen und Getränke rechnen. Ja, man gönnt sich ja sonst nüscht...

Gesagt, getan. Wir sind zwar nicht mit dem allerersten Zug gefahren, denn der ging schon um 7:15 Uhr, aber dann mit dem dritten, genau zur richtigen Zeit übrigens, um vor Ort die offiziellen Reden und Feierlichkeiten mitzuerleben. Ich habe mir das Offizielle allerdings nicht angetan, sondern bin aus dem Festzelt an der Strecke davongeschlichen, nachdem ich mich an Glögg und Pfefferkuchen gütlich getan hatte, um draußen im Schnee nach verschneiten Schiffen zu suchen. Die habe ich zwar nicht gefunden, dafür aber eine Menge Tierspuren, was ich auch sehr interessant fand.

Den halben Tag haben wir in verschiedenen Zügen und auf verschiedenen Bahnhöfen an der Strecke zugebracht. Das war sehr lustig, denn alles war so neu und natürlich funktionierte auch alles noch nicht hundertprozentig. Außerdem sind offensichtlich einige Leute zum allerersten Mal in ihrem Leben mit einem öffentlichen Transportmittel gefahren, denn sie hatten überhaupt keine Ahnung, wie man in den Zügen ein- und wieder auscheckt. Was allerdings vorzüglich funktionierte, war der Alarmknopf auf der Behindertentoilette. Denn den hat Herr Möwe natürlich als allererstes ausprobiert. ;-)




Helt ny pendeltågstation: Gamlestaden



Järnvägsjubel i Lödöse Södra.



Helikopterflyg kunde man också vinna...



 Älvängen. De nya pendeltågens slutstation.



 Unsere neuen Vorortzüge wurden in Salzgitter hergestellt.



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Kuriosa: Weil das gesamte Eisenbahn- und Straßenprojekt auf einer bis zum Teil 100 m tiefen Lehmschicht gebaut wurde, mussten während der mehrjährigen Bauzeit alle verfügbaren Maschinen, die Betonpfeiler in die Erde rammen konnten, aus ganz Schweden und sogar den Nachbarländern zusammengeborgt werden.


Samstag, 8. Dezember 2012

Wintherfroiden


Man bewegt sich irgendwie anders, wenn Schnee liegt. Die Erdanziehung ist ein kleines bisschen geringer, glaube ich. Nicht nur beim Skilaufen, da natürlich ganz besonders, nein, auch beim gewöhnlichen Wandern. Außerdem hatte ich gestern noch nicht gedacht, dass man sich tatsächlich einen ganzen Tag lang draußen aufhalten kann, jedenfalls bis zum Sonnenuntergang. Ich hatte gedacht, man hält es bei dieser Kälte nur ein paar Stunden draußen aus, also freiwillig. Mehr oder weniger unfreiwillig haben wir ja schon ganz andere Sachen gemacht, im November 2010 und im Februar 2011 zum Beispiel...

Aber dann waren es heute früh doch nur -7 Grad und die Sonne schien ganz prachtvoll - wenn auch nicht besonders hoch vom Himmel - ein Wetterchen zum Heldenzeugen sozusagen. Und wir sind tatsächlich fast sechs Stunden draußen herumgestapft, und ich habe kein einziges Mal gefroren. An den Füßen hatte ich dicke Wollsocken aus Irland (danke Toni! :-) und auf dem Kopf meine uralte Strickmütze aus fernen Studententagen, als wir im Wohnheim eine Zeitlang wie die Blöden um die Wette irgendwelche Anziehsachen gestrickt haben. Wie alt mein schöner dicker Wollpullover ist, weiß ich gar nicht, denn den habe ich mal für nur ganz wenige Kronen bei der Heilsarmee erstanden...

Ja, also der Schnee ist im Moment nur so tief, dass er gerade richtig schön aussieht, aber nicht zu anstrengend zum Wandern ist. Außerdem ist er ganz leicht, trocken und pulverig und an vielen Stellen hatte die bittere Nachtkälte noch richtig feine Rauhreifkristalle installiert. Ich konnte mich wirklich nicht sattsehen! Ist es doch nur sehr selten hier so ein perfektes Winterwetter. Aber noch ist kein Tauwetter in Sicht und ich werde jeden weiteren Tag sehr genießen.







Inte ens om jag hade vunnit i lotteriet hade jag tillbringat den här dagen i något köpcenter eller på någon julmarknad. Ute var det nämligen sagolikt vackert och trots kyla kunde man vandra i flera timmar. Snön var lätt och torr och inte för djup heller. Solen var framme hela dagen och det blåste inte. Redan under veckan hade jag ju njutit av vintervädret. En timme åkte jag skidor i Slottsskogen varje dag. Spåret där är knappt en kilometer långt och det är framför allt äldre damer och herrar som håller till där under dagen. Den långe måsungens sambo undrade om jag kanske hade lust att delta i vasaloppets öppet spår tillsammans med henne i slutet av februari. Om vintervädret fortsätter kommer jag säkert att uppnå nio mil någon gång, nio säsongmil alltså. Men inte skulle jag vilja göra det på en enda dag. Så snabbt brukar jag ju inte alls åka. Mysfaktorn är det som är det viktigaste för mig. Och det funkar utmärkt med en timme i Slottsskogen, utan att räkna eller mäta...



Donnerstag, 6. Dezember 2012

Islands Flora


Die Nummer 5 meiner Island-Top-Ten

Bevor ich hier mit Schnee und Kälte weitermache (draußen sind es im Moment knackige -14 Grad), vielleicht ein bisschen Chlorophyll zur Abwechslung? Dass ich in diesem Jahr auf drei Vulkaninseln war, ist mir erst vor einigen Tagen bewusst geworden. Im Frühjahr auf Sizilien, im Sommer auf Island und nun im Herbst wieder bei den Kanarienvögeln. Mannomann, was für ein Leben!
 

In Jón Kalman Stefánssons Roman "Himmel und Hölle" stirbt ein junger Fischerbursche, weil er - anstatt seinen wasserdichten Anorak einzupacken - sich vor dem aufs-Meer-fahren lieber mit einem Gedichtbuch beschäftigt. Ich hatte auf Island eine ganz ähnliche Wahl: Kaufe ich mir als Mitbringsel einen Islandpullover oder eine Islandflora? Zum Glück war der Ausgang dieser Wahl nicht ebenso lebensgefährlich wie in dem Buch, denn es war ja mitten im Sommer und noch dazu richtig warm. Schließlich habe ich mir keinen Pullover gekauft, sondern nur ein Paar wollene Handschuhe - die ich gerade sehr gut gebrauchen kann - und eine wunderbare Islandflora in deutscher Sprache.





Und natürlich habe ich viele, viele von diesen herrlichen arktischen Blümelein fotografiert. Und was machen Botaniker dann im Winter? Na, sie sitzen in ihrem Kämmerlein und bestimmen... nein, keine Eisblumen. Sie bestimmen die vielen Blümelein auf ihren Reise-Fotografien! Einhundert Bilder habe ich letztendlich herausgesucht und versucht, die Gewächse darauf zu bestimmen. Meine beiden Botanik-Lehrer, einer in Göteborg und einer in Karlstad, haben schon mal einen prüfenden Blick auf die Bilder geworfen und bisher noch keine Einwände gehabt.





Vad gör en botaniker på vintern? En botaniker på vintern bläddrar i sina floror och jobbar med alla dessa foton som han eller hon tagit på sommaren. De flesta av mina bilder på sommarväxter i år är från Island. Den växtligheten där tyckte jag faktiskt mycket om. Det är fjällflora som börjar växa på havsnivån! Otroligt vackra är de och underbart gröna.



Die einen fotografieren die großen Dinge.
Andere fotografieren die kleinen Dinge.



 Oft gab es gleich vor der Haustür viel zu entdecken...



Was macht man, wenn man sich auf Island im Wald verläuft?
Na, einfach aufstehen! ;-)


Montag, 3. Dezember 2012

Poesie der Jahreszeiten


Es ist kalt. Es ist Dezember. Es schneit. Und bei Lidl habe ich mir gefütterte Matschstiefel gekauft, solche wie die Kids haben. Aber erst einmal sieht es nach zuverlässigen Minusgraden aus und diese Woche wird das Wetter hoffentlich noch nicht herummatschen. Ich blättere in ein paar kleinen Gedichtbüchlein, die alle was mit Jahreszeiten zu tun haben. Am 1. Dezember ist wieder eins dazugekommen.





Erster Schnee

Der Fjord mit seinen Inseln liegt
wie eine Kreidezeichnung da;
die Wälder träumen schnee-umschmiegt,
und alles scheint so traulich nah.

So heimlich ward die ganze Welt ...
als dämpfte selbst das herbste Weh
aus stillem, tiefem Wolkenzelt
geliebter, weicher, leiser Schnee.

Christian Morgenstern







Årstidernas poesi. Fridfulla skisser i akvarell. Med en pålitlig distans till de stora världsproblemen och till de små vardagsbekymren. Snön som faller sakta. Träden som sträcker ut sina armar och tar emot, för att deras grenar ska synas även i mörkret. Det fina mönstret som snön gör på takpannorna. Som florsockret på pepparkakshuset.

...älskade, mjuka, tysta snön.







Samstag, 1. Dezember 2012

Augustpriset


Att spendera sin fritid kan man göra på en massa olika sätt. Några är vettigare, andra kanske mindre vettiga, fast roliga ändå. Just nu finns ett antal göteborgare - siffran är svår att uppskatta - som står ute i kylan i timmar för att leta upp olika spårvagnar. Dessa är dock inga vanliga trainspottare och de är inte heller med i Spårvägssällskapet Ringlinjen som driver Lisebergslinjen. Dessa är geocachare, som är ute efter tio spårvagnar med vissa namn. Vagnar behövs för att leta upp siffror som står på biljettautomaten längst bak i vagnen. Siffrorna behövs sedan för att räkna ut koordinater till en liten magnetisk gömma, innehållande en loggbok, någonstans i innerstaden.

Jag är med bland dessa galningar i ett pyttelitet jaktlag och igår på eftermiddagen fattades bara en vagn på vår lista. Vagnen heter August Kobb. Känslan när denna vagn plötsligt dök upp igår var oroväckande härlig. Imorse loggade vi cachen - och så blev jag den andra kvinnliga geocacharen som gjorde det. Kul, eller? ;-)




Jeden Tag ein klitzekleines Türchen...



Ich mag Türchen aufmachen. Und schon seit Wochen (Monaten!) konnte man allerhand von diesen Türchen-aufmachen-Dingern kaufen. Riesige Stapel lagen in den Geschäften. Und unglaublich, was da alles drin sein kann! Aber ich habe mir kein einziges davon gekauft. Im Buchladen hat mir nämlich der Buchjo wieder so ein ganz kleines und ganz ungefülltes zugesteckt. Weil es ungefüllt ist, kann man eine kleine Kerze reinstellen und dann leuchtet es. Jeden Tag ein kleines bisschen mehr. Schön! :-)

Pünktlich zum Beginn der Adventszeit ist hier auch das tapfere Väterchen Frost angekommen. Schwuppdiwupp, sogleich kriegen die Felsen gefrorene Rotznasen und nach nur zwei kalten Nächten haben die Kanäle in der Innenstadt eine dünne Haut, auf der die frechen Möwen schon herumspazieren. Herr Möwe dagegen seufzt tief und zieht sich lange Unterhosen an und sehr viele andere warme Sachen, um Brot beim Bäcker einzukaufen. Das ist ein Fußweg von drei Minuten. Ich ziehe mir auch allerlei warme Sachen an, um draußen in der Kälte herumzuspazieren. Das können dann schnell mal zwei Stunden werden oder mehr. Diese Woche musste ich außerdem verschiedene Straßenbahnen finden. Ja, manchmal nimmt man wirklich an sehr lustigen Sportspielen teil. Das liegt am Geocaching. Dabei werden ansonsten recht seriöse erwachsene Menschlein wieder zu fröhlich und unbekümmert spielenden Kindern. Nun sind wir jedenfalls Vierter geworden. Schön! :-)




Jetzt ist es wieder soweit...
Dieses Büchlein lese ich jedes Jahr.



Dienstag, 27. November 2012

Vom Wasser


Wenn einem Taxifahrer das Auto kaputtgeht, sieht er ganz schön alt aus. Wenn einem Datenbank-Muttertier das Kabelmodem kaputtgeht, ist das normalerweise eine mittlere Katastrophe, vor allem, wenn es sich um eine Online-Datenbank handelt. Aber zum Glück gibt es ja noch das mobile Internet - und so liegt mein kleines grinsendes Telefon nun im Flur und versorgt uns beide mit durch die Luft fliegenden Bits und Bytes, nachdem ich meine Prepaid-Karte vorher ordentlich mit Gigabytes betankt habe. Das Kabelmoden hatte am Morgen unserer Abreise vor gefühlten sechs, aber eigentlich nur drei Wochen den Geist aufgegeben und ist seitdem nicht wieder zum Leben erwacht. So etwas kommt nicht oft vor, sagt der Mann vom Telefonsupport. Und ob wir nun ein neues kaufen wollen. Er hätte da ein günstiges Angebot... Aber wir wollen nicht, denn irgendwann Mitte Dezember wird nämlich aus dem "Breitband der Zukunft" nun endlich ein "Breitband der Gegenwart" - und wir bekommen sowieso ganz frische Geräte für die neue breite Datenautobahn. Und also hoffe ich, dass mein kleines grinsendes Telefon nun bis dahin nicht die Hufe hochreißt ob der vielen ungewohnten Arbeit...

Vieles gibt es zu erzählen seit meinem letzten Blogeintrag und alles hat irgendwie etwas mit Wasser zu tun. Während unserer Inselauszeit, die am Freitag zu Ende ging, habe ich noch zwei schöne Wanderungen gemacht. Ein Ausflug ging nach Agaete und zum "Schneehafen" Puerto de Las Nieves. Dort gibt es viele weiße Häuser im Vordergrund und sehr hohe Berge im Hintergrund. Außerdem gibt es natürlich das Meer und über das Meer geht eine norwegische Fähre nach Teneriffa. Während Herr Möwe im Hafen allerlei Essen verspeist und allerlei Hörbuchseiten gelesen hat, bin ich in der Zwischenzeit bis in die nächste Meeresbucht gewandert. Und wie das auf dieser schönen Insel immer so üblich ist, muss man dafür erst einmal 200 Höhenmeter hinaufkraxeln und dann wieder 200 Höhenmeter hinunterkraxeln. Aber wegen der wunderbaren Kulisse mit den hohen Bergen habe ich das gerne in Kauf genommen. Und in der Bucht war ich dann ganz alleine mit dem großen Meer und seinen Wellen. Das war schön.





Am vorletzten Tag bin ich dann ohne Herrn Möwe noch einmal in die Berge gefahren. Hatte ich doch von einem Lorbeerwald gelesen, dem letzten Rest der ursprünglichen Bewaldung dort auf der Insel. Mit dem Bus ging es auf schmalen, gewundenen Straßen hinauf in das kleine Bergdorf Moya, das irgendwie ganz trotzig auf einem schmalen Felsplateau klebt. Im Internet hatte ich mir ein paar GPX-Tracks geladen von alten Bergpfaden, die auf den normalen Wanderkarten nicht drauf sind. Auf diesen alten Pfaden trifft man selten Leute, und wenn, dann sind es ältere Herren aus der Gegend. Einer war unterwegs ins Nachbardorf (gut 200 Runtermeter und dann nochmal gut 200 Raufmeter, wie gesagt). Er hatte einen Regenschirm dabei und piekte damit warnend in den Himmel. "Agua! Agua!" Ich zeigte ihm sofort meine Regenjacke und da war er beruhigt. Ja, dort oben in den Bergen im Norden der Insel regnet es doch immer mal wieder und ich habe sogar das erste Mal überhaupt Wasser in einem Bach gesehen.

Nach dem Besuch des Lorbeerwaldes, der ganz fantastisch war, habe ich dann noch ein Stück eines anderen Wanderpfades ausprobiert (diesmal nur 100 Raufmeter und na, ihr wisst schon...) Auf diesem kam mir irgendwann ein Mann mit einer Sichel entgegen. Auf einem einsamen Bergpfad einem Mann mit einer Sichel zu begegnen, kann sich merkwürdig anfühlen. Ich hatte aber überhaupt keine Bedenken, denn der Mann hatte ganz viele Lachfalten um die Augen. Und die Sichel war für das Kaninchenfutter, wie sich dann schnell herausstellte. Ein bisschen wehmütig habe ich diese grüne Ecke von Gran Canaria am späten Nachmittag wieder verlassen, denn dort war es wirklich RICHTIG schön! (Und wie gut, dass ich nicht auf den jungschen Typen in der Touristinformation gehört habe. Der meinte nämlich, zum Lorbeerwald kommt man überhaupt nur mit dem Mietwagen. Skurril irgendwie. Diese Schnuckis laufen sicher ein paar Dutzend Kilometer in der Woche auf einem Laufband in irgendeinem Keller-Fitness-Studio. Aber dass man draußen von einem Dorf zum anderen gehen kann, das ist für sie ganz und gar unvorstellbar...)






Seit Samstag sind wir nun endlich wieder zu Hause und seit Sonntag regnet es hier ununterbrochen. Außerdem geht die Sonne schon um halb vier unter und an so einem Regentag wird es gar nicht richtig hell. Ja, man könnte trübsinnig werden, aber zum Trübsinnigwerden habe ich überhaupt keine Zeit. Am Sonntag haben wir zum Beispiel die Wassernymphen im Opernhaus besucht. Ach, das war so schön! Und nun weiß ich auch, warum ich bei "Rusalka" immer heulen muss, egal wie sie es auch in Szene setzen, ob nun mit Fischschwänzen oder ohne. Es liegt ganz einfach an der wunderbaren Musik!





Det känns som om jag varit bortrest i tio veckor, trots att det egentligen bara var fem när allt kommer omkring. Men nu är vi äntligen hemma igen och igår morse hade jag jobb för tre tvättmaskiner, trots att det bara finns två i tvättstugan. Vädret visar precis hur det kan vara så här års på Västkusten. Regn, duggregn, regn, blåst, regn och omkring fem plusgrader. Herr Mås distraherar sina vemodiga "solresan är över"-tankar nu med en massa politik, medan jag unnade mitt västtrafikkort en 90-dagars-laddning. Då kan jag åka omkring hur mycket och vart jag vill inom kommungränserna, medan det regnar och fryser hur mycket det än vill. Och det gör jag faktiskt. I söndags besökte jag till exempel Rusalka på operahuset. Det var helt underbart! Ska vi se vad jag hittar på de närmaste dagarna. Dystra eller vemodiga tankar blir det i varje fall inte. Det finns helt enkelt för mycket att göra.






Samstag, 17. November 2012

Sten, sax, påse


Det har äntligen blåst upp - och nu leker elementen, jaa! Vinden driver vattnet, klipporna bromsar vågorna, men vågorna gnager i sin tur på klipporna. Solen slicker sedan raskt upp vattenpölarna på de svarta lavastenarna. Tills vinden skickar molnen framför solen... Tja, vem kommer slutligen att vinna?





Gestern habe ich mal wieder Nielsens Fünfte gehört, wirklich eine tolle Sinfonie! Und das Konzerthaus von Las Palmas ist genau der richtige Platz für ein solches Stück. Durch ein riesiges Fenster hinter dem Orchester sieht man die gewaltigen Atlantikwellen unermüdlich auf die schwarzen Lavaklippen rollen. Heute war es dann auch noch schön windig und da haben die Elemente Stein, Schere, Papier gespielt. Den ganzen Tag. Herrlich!


















Donnerstag, 15. November 2012

Bäume besuchen


Um bestimmte Phobien und gewisse Lüste ein wenig in Schach zu halten, gibt es ein altbewährtes Mittel: Überdosis. Gestern habe ich es meiner Höhenangst mal wieder gegeben, ha! Meiner Abenteuerlust allerdings auch. Nun sticht mich der Hafer wohl erstmal nicht mehr, jedenfalls nicht mehr hier auf der Insel...

Dieser Berg hatte mich schon angelacht, als wir voriges Jahr im Frühjahr das erste Mal in diesem Tal gewohnt haben. Er ist mehr als 1200 m hoch und nur gut 10 km Luftlinie von unserem Urlaubsdorf hier am Meer entfernt. Sein Name ist Montaña de Tauro. Und auf dem breiten Kopf dieses schönen Stieres wachsen Riesenkiefern. Riesenkiefern mit bis zu 30 cm langen Riesennadeln. Mit den Bäumen ist es hier nämlich so eine Sache. Wenn man in Europa oberhalb der Baumgrenze wandert, dann ist es kahl. Hier auf den Inseln muss man erstmal ein gutes Stück in die Berge hinauf, um überhaupt Bäume zu treffen, also richtig wildwachsende, nicht diese bewässerten hier in den Ferienorten.


Die Riesenkiefern mit den Riesennadeln gibt es nur auf den Kanaren. Und sie wachsen deshalb nur so weit oben in den Bergen, weil sie mit ihren Riesennadeln die Wolken "auskämmen". Das ausgekämmte Wolkenwasser fällt danach auf die Erde und kann von ihren Wurzeln aufgesogen werden. Sonst würden sie es vor Trockenheit nämlich gar nicht aushalten. Ich finde es unheimlich beeindruckend, was sich die diversen Gewächse so alles haben einfallen lassen, um an bestimmten Standorten überleben zu können.

Gestern habe ich sie jedenfalls besucht, die Riesenkiefern. Bis ganz oben auf den Kopf des Stieres bin ich hinaufgegangen, von ganz unten am Meer. Und das mit der Überdosis für meine Höhenangst, das war eingeplant. Dass es auch eine Überdosis für meine Abenteuerlust wurde, hing mit einem Streik der Busfahrer zusammen. Dieser Streik hat nämlich meine Tagesration an gegangenen Kilometern nochmal ordentlich aufgeblasen, so dass es mir nun erstmal wieder reicht. Fragt sich nur, wie lange... ;-)





"Kanarietallen (Pinus canariensis) är ett träd inom tallsläktet som ursprungligen växer på Kanarieöarna. Arten är av subtropisk typ och tål således inte lägre temperaturer än -6 till -10 °C. I sitt naturliga habitat växer den under extremt varierande regnfall, från mindre än 300 mm till flera tusen, mest pga. skillnader i dimmfångst av trädkronorna. Under varma förhållanden är detta en av de mest torktåliga tallarna, som överlever med mindre än 200 mm per år.

Kanarietallen är ett stort, städsegrönt träd som vanligtvis blir 35-40 meter högt, i exceptionella fall 60 meter. Trädet har en rak stam som kröns av en konisk krona. Grenarna är uppåtriktade som på en kandelaber och de 15-30 cm långa barren är gröna eller gulgröna och ordnade i samlingar om tre. Trädets närmaste släktingar är grektall (Pinus brutia), terpintintall (Pinus pinaster) och Pinus roxburghii.

Kanarietallen har minskat en del pga. av överavverkning och det är endast Teneriffa och La Palma som fortfarande har kvar stora skogar. Det är det högsta trädet på Kanarieöarna." (Wikipedia)






Dienstag, 13. November 2012

Örongodis


In der Beschreibung zur Ferienwohnung stand: Vorteil - geräumig, gute Einrichtung, wLAN, große Terrasse, Nachteil - nicht sehr ruhige Lage. Ja, es gibt die eine oder andere Bar ganz in der Nähe. Aber irgendwie ist es überhaupt nicht schlimm mit dem Geräuschpegel. Die Musik ist nur selten richtig nervig, meistens spielen sie Oldies. Und unter den Oldies gibt es immer wieder richtige schöne Ohrenschmäuse:


 



Under studietiden var jag med i ett roligt studentband som spelade gamla melodier på mer eller mindre traditionella instrument försedda med moderna texter. Vi var faktiskt ganska duktiga så att vi till och med fick resa långt in i Sovietunionen för att spela upp för proletärerna som svetsade ihop gasledningen där i mitten på 80-talet. I mitt bagage hade jag då en luta, en blockflöjt och en mandolin. Mandolinen tyckte jag bäst om. Den hade ljusa och mörka ränder och därför kallade jag den Kartoffelkäfer. Ojojoj, det var tider det! ;-)



Montag, 12. November 2012

Barranco de Tiritaña


Die optimale Betriebstemperatur von Herrn Möwe liegt irgendwo zwischen 25 und 35 Grad Celsius im Schatten. (Apropos Celius: Letztens in Uppsala bin ich auf seinem Grab herumgetrampelt. Das wusste ich gar nicht, dass Herr Celsius ein Schwede war...) Na, jedenfalls würde Herr Möwe wohl niemals mit mir eine Stunde lang im Schneesturm herumspazieren und hinterher immer noch gute Laune haben. Heute am Nachmittag sind wir dagegen in der Wüste gewesen und eine Stunde lang im Sandsturm herumgelaufen - und das hat ihm gar nichts ausgemacht. Mir allerdings schon. Nicht mal fotografieren konnte man...

Aber dafür war ich gestern auf eigene Faust unterwegs in den Barrancos hier in der Nähe. Eines hinauf, und dann ein anderes wieder hinunter. In diesen Tälern kann man nur wandern, wenn dort nicht gerade jemand anders zugange ist. Das Wasser nämlich. Je mehr Wasser dort über die Jahrtausende schon heruntergeschossen ist, desto tiefer und wilder sind diese Täler. Und schön ist auch: Man braucht gar nicht lange zu laufen, und schon ist alles ganz weit weg: die laute Straße, die mehr oder weniger hässlichen Bettenburgen und die herumwuselnden Touristen. In den Barrancos zwitschern nur ein paar unscheinbare Vögelchen und manchmal schreit in der Höhe ein Falke. Es duftet kräftig nach merkwürdigen Gewächsen und das trockene Flussbett und die umliegenden Felsen sehen immer wieder anders aus. Oft ist es regelrecht mystisch...

Das einzige, was einem nicht begegnen sollte, vor allem, wenn man auf dem Weg nach unten ist, sind Wasserfälle. Nicht wegen des Wassers, denn das ist ja sowieso gerade woanders unterwegs, nein, wegen der Fallhöhe. Schon ein Wasserfall von nur drei oder vier Metern kann einen vor ein echtes Problem stellen in so einer engen Schlucht. Aber ich hatte gestern Glück. Meine beiden Barrancos waren freundlich und nur gerade so abenteuerlich, wie ich es gut fand.





Mina äventyr här på ön börjar ofta med att jag övertalar någon bussförare att slänga ut mig någonstans i ödemarken där det inte finns någon busshållplats. Och i slutänden står jag någon helt annanstans och liftar för att komma hem igen. Igår lyckades jag med första bussföraren klockan nio på morgonen och fem timmar senare blev det ett par svenskar som skjutsade hem mig igen. Emellanåt kände jag på landskapets morfologi med hela kroppen. Den är för det mesta rätt så krävande, eftersom Gran Canaria inte är någon platt ö precis. Att vandra betyder antingen att gå uppför eller att gå nerför. Ibland får man byta "gå" med "klättra" och jag vet inte riktigt vilket som är bättre. Att klättra uppför är visserligen mera svettdrivande, men jag tycker ändå att det känns på något sätt tryggare att ha gravitationen mot sig än att ha den med sig medan man trevar sig ner.


Sonntag, 11. November 2012

Refugien


Es gibt Plätze im Universum, an die man immer wieder zurückkehrt. Manchmal vergeht viel Zeit, manchmal weniger. Das besondere an solchen Plätzen ist, dass man sich immer sofort wie zu Hause fühlt, egal wieviel Zeit auch vergangen ist. Hätte Mitte der Neunziger dort ein Fleischer aufgemacht, wo meine Kinder viele Jahre lang zur Schule gegangen sind, dann wäre in unserem Leben wohl einiges anders verlaufen. Mein Sohn wäre jedenfalls nicht Fleischer geworden, soviel ist sicher.

Hinten im Buchladen gibt es eine kleine Kammer, auch diese ist vollgestopft mit Büchern. Von dort kann man hören, was vorn im Laden gesprochen wird. Denn viele Leute kommen nicht nur wegen der Bücher, sie kommen um zu reden. Mit einer Tasse Tee habe ich dort viele Stunden gesessen, gerne nach der Arbeit. Es war wie das Eintauchen in eine andere Welt, eine Welt, in der man noch an das Gute im Menschen glauben kann. Ein Mann muss ins Krankenhaus. Er will sich Tucholsky mitnehmen zum Lesen. Ein anderer Mann reist durch Europa, um sich alte Burgen anzuschauen. Auch darüber gibt es Bücher. Eine ältere Dame lässt sich etwas Gutes für ihren Enkel "verschreiben". Der Laden ist vollgestopft mit Gutem. Dass es für jeden kleinen Buchhändler ein zäher Kampf ums Überleben ist, das merkt man hier nicht. In anderen kleinen Läden habe ich größere Lücken in den Regalen gesehen. Jaaa, Mut zur Nicht-Lücke! :-)





Letzten Dienstag bin ich wieder dort gewesen. Sobald ich die Türe hinter mir zumache, verlasse ich die Welt, in der Hast, Oberflächlichkeit und die Jagd nach überflüssigem Schnickschnack regieren. Auf nur wenigen Quadratmetern sind sie hier alle versammelt: die Klugen, die Bissigen, die Warmherzigen, die Melancholiker, die Träumer, die Wortschnitzer. Ein paar von ihnen nehme ich mir mit. Das wichtigste, das ich mir mitnehme, das ist nicht zu sehen. Und doch wiegt es viel schwerer.






Det finns olika sorters tillflyktsorter. Ett av mina favoritställen är en liten bokhandel i utkanten av Berlin. Där har jag tillbringat många timmar, främst direkt efter jobbet, med en kopp varmt te i en liten kammare som var fullstoppad med böcker ända upp till taket, precis som de andra två rummen, där folk brukade plocka allt från världsliteratur till kokböcker. Här kunde man återvinna sin tro på det goda i människan som regelbundet hade gått förlorat under någon utflykt till ett av de stora köptemplen. I tisdags tillbringade jag en förmiddag i detta mitt refugium - och ack, det gör alltid lika gott. Hade det öppnat ett charkuteri här i mitten på 90talet, då hade vissa saker blivit annorlunda i våra liv. Min son hade i varje fall inte blivit slaktare, den saken är klar.

I lördags hamnade vi däremot på en tillflyktsort som rentav har med fysikaliska dimensioner att göra: värme och ljus, något som det är ganska ont om i vissa boreala områden just nu. Och det är därför det talas så mycket nordiska språk här på Öarna. Och så är inte tyskarna längre de mest högljudda, utan det är norrmännen.




Und seit Freitag sind wir nun wieder in Herrn Möwes Refugium.