Mittwoch, 30. Mai 2012

Baguetteorgel


Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben... Auf unserer Fahrt am Freitag von Jönköping bis auf Ölands Südspitze - und das ist eine ganz schön lange Reise - haben wir allerhand erlebt. In Nybro wollten wir einen Baum besteigen, aber daraus wurde irgendwie nix. In Madesjö haben wir das Grab eines berühmten Bezirkstierarztes besucht und ein bisschen saubergemacht. Er lebte am Anfang des 20. Jahrhunderts und wurde leider nicht alt... Zu der Kirche von Madesjö gehören außerdem massenweise Pferdeställe, die alle noch gut erhalten sind. In denen haben die Bauern früher ihre Pferde untergestellt, während sie in die Kirche zum Gottesdienst gegangen sind. Siebenhundert Meter lang waren diese Ställe zu ihren besten Zeiten. Einfach unglaublich! Und dann haben wir an der Kirche den Aushang "Orgelbaguette" gefunden... Einfach köstlich!

Eine längere Rast haben wir später in Mörbylånga gemacht. Dort gibt es ein Thai-Restaurant, das von einem Deutschen und einer Thailänderin betrieben wird. Schon im August 2010 bei meiner ersten Ölandsreise hatte es mich zufälligerweise dorthin verschlagen. Der Wirt ist eine Plaudertasche und wir hatten damals eine lange und lustige Unterhaltung. Dann waren wir voriges Jahr zu dritt dort. Ja, und nun am Ende des Kurses also wieder. Mal sehen, zu welcher Gelegenheit ich dort nochmal einkehre. Denn regelmäßig nach Öland fahren muss ich weiterhin, auch ohne Seminargruppe. Das steht fest!







Det blir tydligen ingen cellovirtuos av mig i det här livet. Men kanske dags att lära sig Baguetteorgel? Tycks vara ett spännande instrument...






* * *







Dienstag, 29. Mai 2012

Butterstullen schmeißen


Nun ist es wieder passiert. Nach nur zwei Tagen auf der Insel wird man immer kindischer... Aber das liegt wahrscheinlich daran, dass es auf Öland so viele Strände mit Butterstullen gibt. Dort ist es nicht schwierig, Butterstullen zu finden, sondern es ist schwierig, Steine zu finden, die keine Butterstullen sind. Alle sind platt und viele sind rund. Butterstullen habe ich schon als Kind gerne geworfen. Am besten war immer mein Opa.



 Jaaa!


Ölands lustiga tårt-geologi gör att det finns vissa stränder som bara består av smörgåsar. Och där går det ju förstås inte att undvika att man blir barnsligare och barnsligare med tiden. Efter bara två dagar i genomsnitt har man kommit ner i yngre skolbarnsåldern - och man mår jättebra av det! :-)



Inte ens respektingivande män - som till exempel
pensionerade tandläkare - kan behärska sig. Hihi!



 Nära Nybro finns en by som heter Flerohopp.

 

Übung macht den Meister...



 Plitsch, plitsch, plitsch, plitsch - platsch!



Montag, 28. Mai 2012

Öland från grunden


"Tänk er en avlång tårtbit bestående av flera lager, med grädde överst. Tänk er vidare att tårtbiten förstoras så att den blir omkring 140 km lång och ungefär 15 km bred på de bredaste ställena, samt att skikten i tårtbiten förvandlas till sten, underst sandsten och skifferbergarter, överst kalksten av olika slag. Vispgrädden (som på stora områden blivit helt bortslickad) förvandlas till lösa jordlager, såsom grus, sand och jord. - Tårtbiten ligger i Östersjön, med sin längdutsträckning ungefär i nord-sydlig riktning och med mellan en och två graders slagsida åt öster.

Detta är en, som jag hoppas, aptitlig översiktsbild av Öland geologi."

Jan Mikaelsson / Ove Persson - Öland från grunden






Es war einmal... vor vielen Millionen Jahren... eine lustig bunt zusammengewürfelte Studentengruppe. Ungefähr ein Dutzend ganz unterschiedlicher Menschen, die eines gemeinsam hatten: Sie waren unheimlich gerne draußen in der Natur. Einer kannte sich besonders gut mit Wolken aus, ein anderer mit Vögeln. Es gab eine Frau, die wusste viel über Quellen und über alte Kulturtechniken. Eine andere war Spezialist für Fastenwandern, Yoga am Strand und Winterbaden. Dann gab es den etymologisch Interessierten, eine Kräuterhexe und eine, die gern Natur und Poesie zusammenbrachte. Ja, ein kleines Universum, bestehend aus Individuen, ganz dafür geschaffen, sich gegenseitig zu inspirieren und zu bereichern...

Du lieber Himmel, ich werde sie vermissen!







"Jag ville allt veta, om någon kan förklara varför det bor en sådan längtan häroppe på Alvaret. Jag har känt den var dag i mitt liv, och jag tänker, att den tär sig in i bröstet på envar, som måste gå här. Jag ville veta om ingen annan har förstått, att all den trånaden kommer sig därav, att hela ön är en fjäril, som längtar efter sina vingar."


* * *

Ich möchte wissen, ob mir jemand erklären kann, warum hier oben auf der Alvaret eine so große Sehnsucht wohnt. An jedem Tag meines Lebens habe ich sie gefühlt, und ich meine auch, daß ein jeder, der sich hier oben aufhält, sie in seinem Herzen spüren muss. Aber ich möchte wissen, ob es keinem von den anderen klar geworden ist, daß diese Sehnsucht nur über uns kommt, weil die ganze Insel ein Schmetterling ist, der sich nach seinen Flügeln sehnt..."

Selma Lagerlöf
Nils Holgerssons underbara resa genom Sverige







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På en sten utanför stranden i Sandbyborg sitter två stora havstrutar. Det är vindstilla och solen har redan gått ner. Vattnet ligger nästan spegelblankt och har en märklig färg - som bly ungefär. Näktergalen hörs ganska nära och några vattenfåglar lite längre bort. Nära stranden och mitt emot havstrutarnas sten sitter två människobarn intill en stenmur. De tycker om att elda, fast den kvällen blir det bara ett litet värmeljus på en sten. Men då är det i alla fall en pytteliten eldslåga och den ger förvånansvärt mycket ljus. Man kan nästan glömma kvällskylan bara genom att titta på det lilla ljuset. 

Plötsligt säger havstrutshustrun till sin make - och det låter tämligen förebrående: Varför har du egentligen aldrig skaffat ett värmeljus åt oss?!?


Freitag, 25. Mai 2012

Emma-Jubiläum


Gestern war sie auf den Tag genau fünf Jahre her: Meine erste Radtour an der schwedischen Westküste. Am 23. Mai 2007 bin ich auf dem Flugplatz in Säve gelandet - neugierig und auch abenteuerlustig, und mit einem halben Jahr Schwedisch im Gepäck, Mailwechsel-Schwedisch, keine Ahnung, ob das auch mündlich klappen würde... Damals hatte Air Berlin die Strecke nach Göteborg gerade ganz frisch eröffnet, und das erste, was ich aus dem Flugzeugfenster sah... waren Pferde. Rote Häuser und braune Pferde...

In Göteborg angekommen, habe ich mir zuerst ein königliches Fahrrad gemietet und bin wenig später in einen königlichen Schlafsaal eingezogen, mit zehn Betten, ungefähr zehn Kilometer außerhalb der City. Alles war nett und easy, und die Schweden immer sehr hilfsbereit. Ich musste ihnen bloß erklären, dass ich auf gar keine Fall Englisch mit ihnen sprechen wollte. Das erste Wort, das ich damals gelernt habe, war krånglig. Der Radweg hinaus in meine Herberge nach Torrekulla, der war also ein bisschen krånglig. Aber dann hat mich einfach ein Mann ins Schlepptau genommen, der jeden Tag mit den Fahrrad von Lindome nach Mölndal zur Arbeit radelt. Alles wird gut.

Am nächsten Tag wollte ich natürlich erstmal ans Meer! Jaaa, das Kattegatt ankieken, von dem ich schon als Kind beim Seewetterbericht immer im Radio gehört hatte. Meine erste richtige Lektion war dann, dass es nicht unbedingt so einfach ist, mit dem Fahrrad ans Meer zu kommen. Andauernd waren ein großer Wald und lauter Berge dazwischen. Dort gab es Wanderpfade, aber keine Radwege. Ich musste also erstmal einen ziemlich großen Umweg fahren, bis hinein ins nächste "Bundesland", und dann war ich aber endlich da! Am Meer! Und dort gab es auch einen prima Radweg. Den habe ich dann eifrig genutzt.

Mittags habe ich Rast gemacht auf einer Insel. Amundö (!) stand auf einem Schild. In meinem Gepäck hatte ich Brot, Juice - und eine Dose Fischklopse, erstanden am Morgen des gleichen Tages in einem schwarzen NETTO in der Nähe meiner Herberge. Nach der feierliche Öffnung der Fischklopsdose bekam ich unmittelbar Besuch dort auf meiner Klippe am Meeresufer. Es war eine Möwe, sie war hungrig - genau wie ich, und ich habe sie Emma genannt. Schwesterlich teilend haben wir uns dann über die Fischklopse hergemacht, und ich glaube, es war nicht so unglaublich viel Fisch darin. Ich habe in diesen fünf Jahren jedenfalls nie wieder welche gekauft. Aber satt sind wir geworden. Dann habe ich meine Radtour fortgesetzt. Bis in die Innenstadt von Göteborg bin ich schließlich noch geradelt, denn ich hatte mir in zwei Antiquariaten einige Bücher zurücklegen lassen. So war mein erster Urlaubstag an der schwedischen Westküste ein voller Erfolg - und abends bin ich nach einer ordentlichen Portion Spaghetti mit Pesto glücklich und zufrieden in eines der zehn königlichen Betten gefallen...

...

Gestern hatte ich eigentlich von 15 bis 18 Uhr Isländisch. Aber dann war das Wetter so schön und ich musste immer wieder an diese erste Radtour vor fünf Jahren zur Stora Amundön denken. Ja, und schließlich konnte ich nicht anders: Ich musste die Vorlesung in krångliger Grammatik schwänzen - und auf die Insel radeln! Es ging einfach nicht anders. Den ganzen Nachmittag und den halben Abend bin ich dann dort herumspaziert. Ich habe viel fotografiert und ich habe viel nachgedacht. Fünf Jahre. Das kann wenig sein oder ganz viel. Einerseits fühlt es sich an, als wäre es gestern gewesen - und gleichzeitig, als wären seitdem mindestens zwanzig Jahre vergangen, so viel habe ich erlebt und gelernt in dieser Zeit. Auf der Insel bin ich jedenfalls gestern mit ganz anderen Augen herumgewandert. Damals habe ich ja noch überhaupt nix gesehen! Weiß man nix, so sieht man auch nix. Inzwischen habe ich für die Steine, die Vögel und die Pflanzen auf der Insel einen Namen. Das ist etwas ganz anderes! Nun bin ich ein Teil davon. Das war ich damals noch nicht.







Igår firades Stora Amundöns fem-års-jubileum. Det var alltså den 24 maj 2007 som jag besökte ön för första gången - och som jag träffade en mås som jag genast kallade Emma. Vi delade på en burk fiskbullar. Så blev vi vänner för livet. För att hedra denna synnerliga dag skolkade jag igår Isländska - och jag cyklade ut till ön, precis som för fem års sedan, fast med mycket större bagage. Inga fiskbullar igår, nej, men en massa erfarenheter och nya kunskaper. Det hade jag inte alls kunnat föreställa mig då, för fem år sedan. Ibland är det viktigt att medvetet reflektera över sådana saker. Tycker jag. Hur slingrande väger livet kan gå. Som en meander. Och nu är jag nyfiken hur vi slingrar oss vidare, livet och jag.






Donnerstag, 24. Mai 2012

Fullspäckat program!


Puh, det känns som om jag bara packar hela tiden. Ryggsäck, liggunderlag, sovsäck. Att stoppa in, att packa upp, att vädra, att lägga i garderoben, att stoppa in igen... Nu packar jag återigen - gästsängen i köket är redan upptagen helt och hållet - med bara en skillnad: nu blir det sommarsovsäcken! Men jag klagar inte alls, det är ju härligt att få vistas ute mycket nu så här års!

I morgon bitti (bittida = från tyska bei zeiten) bär det av mot Småland - och sedan vidare till Öland. Helgens program är fullspäckat som vanligt. Och vädret kommer att bli fint. Kurskamraterna är alltid trevliga och glada. Dessutom älskar jag Öland! Ytterligare önskemål? Nej, inga ytterligare önskemål! :-)






Herr Möwe braucht wegen seiner eingeschränkten Sicht verschiedene Apparate. Diese Apparate sind bei uns im Schlafzimmer und im Wohnzimmer installiert. Im Schlafzimmer wohnt der sprechende Computer und im Wohnzimmer der sprechende Scanner sowie die Stereoanlage mit Radio und CD-Spieler. Ich habe keine eingeschränkte Sicht und wohne mit meinem kleinen Netbook in der Küche. Hier wohnt auch der Herd, an dem ich mittags immer arbeite und hier wohnen unsere Vorräte. Wenn ich am Küchentisch bei meiner Arbeit sitze und aus dem Fenster gucke, dann sehe ich den Friedhof und den Wald. Das ist ein ziemlich großer Vorteil - verglichen mit einer eingeschränkten Sicht - und deshalb macht es mir auch überhaupt nix aus, in der Küche zu hausen.

Dann gibt es in der Küche noch ein Gästebett. Auf dem Gästebett würde ich manchmal gerne liegen, um zu lesen. Aber das geht nicht. Auf dem Gästebett liegen immer so viele Dinge - eben alles, was ich gerade brauche: Bücher, Unterrichtsmaterialien, Geocaching-Utensilien und Sachen, die ich schon mal für den nächsten Wochenend-Ausflug zurechtlege. All dieser Krempel kann nicht im Wohnzimmer oder Schlafzimmer herumliegen, weil Herr Möwe sonst seine eigenen Sachen nicht mehr wiederfindet. Jedes Ding dort hat seinen Platz, und der Platz ist eben begrenzt bei nur zwei Zimmern. Aber ich liebe meine Küche mit meinem klitzekleinen Büro auf dem großen Buchenholztisch, den alten Elektrogeräten - und den Stapeln auf dem Gästebett!


 

Ganz so ordentlich sieht es im Moment allerdings nicht aus.
(Das war im letzten Jahr mein Gepäck für eine Woche Sarek.)



Mittwoch, 23. Mai 2012

Rosenkind


"Sunnerst på Öland står en Hagendorn, som kallas Rosenkinn, på wilken framledne Konungar och andre Herrar och förnembligit folck, som dijt rest hafwer, hafwa skrifwit sine nampn, men nu mer ähre någre grenar af samme hagtorn nedfalne. Strax hos denne hagtorn ähr en Källa med friskt watn, som kallas Rosenkins källa, hwilken ligger på pass et musquete Skott ifrån Salta Siön... (Ransakningar om Antiqviteterna 1667-1684)"

Inför vår allra sista kurstillfälle, som äger rum på Öland hela nästa helg, läser jag en bok av Margit Friberg som jag till och med hittade i original från 1944 för bara en liten slant på Bokbörsen. Boken heter Rosenkind och utspelar sig på 1300-talet. En klok man, som heter Jan Fridegård, har skrivit så här om den:

"Rosenkind är inte en så vek och romantisk bok som titeln låter ana. Handlingen är förlagd till digerdödens dagar och Rosenkind är såvitt jag känner till den första bok som behandlar denna tid då en farsot ödelade nästan hela Norden. Författarinnans historiska kunskaper är aktningsvärda, hennes fantasi rik, natur och människoskildringen är fin och äkta. Författarinnans förmåga att skildra motsättningen mellan kvarlevande hedendom mot dåtida kristendom står på ett högt plan. Med stort intresse följer man den rike utländske köpmannen - sjörövarens strid mot de tunga, svenskärliga ölandsbönderna. Långt efter det man lagt boken ifrån sig ser man levande, färgstarka bilder och gestalter från den period vilken man låtit författarinnan föra sig tillbaka."

Jag läser mycket sällan böcker som utspelar sig på så gamla tider, men Rosenkind är verkligen en pärla. Den är en öm och levande beskrivning om människor, deras sätt att umgås med varandra, om naturen och om kristna och hedniska traditioner. Det förekommer kärlek och hat, ömhet och vrede, glädje och tungsinne - invävd i skildringar om Ottenby och Ölands södra udde. Språket är gammaldags med många ord som jag känner igen från tyska språket, mycket fler faktiskt än i nutida böcker, och med vissa lokala begrepp som jag ibland bara kan tyda ur sammanhanget. En intressant och spännande läsning med många aspekter som verkligen tilltalar mig.

Och så ser jag mycket fram emot att ytterligare en gång få återvända till dessa fagra trakter som är så annorlunda, jämfört med fastlandet på andra sidan sundet.







Nun gehen gerade alle meine Kurse zu Ende. Heute am Abend sind wir das letzte Mal mit dem Naturkurs hier in Göteborg zusammen draußen bei den singenden, trillernden und zwitschernden Vögelchen. Freitag bis Sonntag verbringe ich auf der Insel Öland, wo wir dann letztendlich zu diplomierten Naturguides geschlagen werden, haha! Und nächste Woche ist schließlich die Prüfung in Isländisch. Meine Studien im Zusammenhang mit diesen Kursen habe ich mittlerweile ganz ins Freie verlegt, denn seit Sonntag ist hier völlig unvermittelt der Hochsommer ausgebrochen und das Thermometer klettert jeden Tag über 25 Grad. Morgens arbeite ich also immer ein paar Stündchen für Berlin, dann radle ich raus ins Bad, wo ich als Vorbereitung auf das Öland-Wochenende einen richtig guten historischen Roman lese oder mit der vertrackten isländischen Grammatik kämpfe. Raucht mir der Kopf, dann stürze ich mich für eine kleine Weile in das immer noch schön kalte Kattegatt. Gestern hatte es immerhin schon 12 Grad.

Apropos kämpfe. Nun ist er also schon zwei Jahre her, mein Kampf mit der schwedischen Behörde, die über die Vergabe von Kursen und Studienplätzen entscheidet. Mannomann, was habe ich mich damals aufgeregt! Aber dann, nach einem längeren Briefwechsel und dem Einschalten einer übergeordneten Behörde, war plötzlich alles ganz einfach... (Hihi! Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt!) Ja, und inzwischen kann ich hier wahrscheinlich studieren, was ich will, denn genügend Punkte habe ich. Und nur diese zählen. So einfach ist das. Wie bei den Treue-Herzchen im Supermarkt...




Efter ganska mycket strul i början är det nu hur 
enkelt som helst att läsa vidare på universitet...


* * *


Hagtornarna på Schäferiängarna 
(Södra Öland - för ett år sedan)



* * *


Jag tycker om att vara studerande! ;-)


Montag, 21. Mai 2012

Himmel und Hölle


Rechtzeitig vor Christi Himmelfahrt hat er hier doch noch angefangen zu blühen, der Flieder. Und ich habe während des extra langen Wochenendes eine extra große Portion Heimatkunde verpasst bekommen. (Außerdem weiß ich nun, wie einer der Scout-Codes funktioniert, hihi!) 

Ja, wir waren also drei Tage lang in Dalsland unterwegs, eine Landschaft, die gerne als "Schweden in Miniatur" bezeichnet wird. Es gibt ein kleines Fjäll, das Kroppefjäll, und es gibt ein kleines Meer, den Vänern, mit einem richtigen Schärengarten. Außerdem gibt es ein kleines Aquädukt - jedenfalls verglichen mit der großen Kanalbrücke, die ich vom Schiffshebewerk bei Eberswalde her kenne. ;-) Andererseits habe ich aber auch neben dem vielleicht weltgrößten Ameisenhaufen gestanden und am ersten Abend sind wir auf einer Halbinsel herumgestromert, wo der Boden mit so vielen und so großflächigen Flechten bedeckt war, dass ich aus dem Staunen nicht mehr rausgekommen bin.

Ja, es war sowieso irgendwie unglaublich, was wir während der drei Tage alles zu sehen bekommen haben, und trotzdem sind wir nirgendwo einfach nur vorbeigehastet, sondern wir haben alles in unserem eigenen gemächlichen Takt beschaut. Das hat wahrscheinlich nur funktioniert, weil die Abstände zwischen den sehenswerten Plätzen dann doch nicht so riesengroß waren. Hier eine Liste der besuchten Orte, damit ich selbst nicht vergesse, wo wir überall waren:





Det blev inte bara en långhelg utan även en bredhelg på något sätt. Vi fick i alla fall se och uppleva jättemycket under en tredagarsresa till det vilda och vackra Dalsland. Och så vandrade vi på Kroppefjäll och vid Vänerhavet, vi tältade en gång på en vacker udde i Vänern och en gång vid en trolsk tjärn på det lilla fjället som ändå inte var så litet, för det tog sin tid att vandra där. Och så träffade vi inte en enda människa under två dagar i skogen...

Vi återkommer! :-)


Montag, 14. Mai 2012

Schnittlauch am FKK-Strand


Sonne am Sonntag - und alle Menschlein strömen ins Freie. Einer der Ströme geht an unserem Haus vorbei. Hier fährt die Tram raus nach Saltholmen und von dort gehen die Boote auf die Inseln. In den Reiseführern steht sicher, dass man mit dem Straßenbahnticket einfach weiter auf die Inseln fahren kann - und also sind bei schönen Wetter auch immer viele Touristen in unserer Straßenbahn. Wir fahren an diesem Sonntag nicht auf die Inseln, wir bleiben auf Saltholmen und gehen ins Bad. Am Eingang hängt eine schwarze Tafel. Auf der schwarzen Tafel steht mit weißer Kreide: Wasser 9 Grad.

Im gemischten Badebereich liegen die Nackedeis nahe am Bretterzaun in der Sonne. Hier ist es windstill und man kann es aushalten, obwohl die Luft wohl kaum mehr als 15 Grad hat. Ich war eine Weile nicht dort und es gibt viel Hallo und Wiegehtswiestehts. Seit Herr Möwe nicht mehr der Vorsitzende des Badevereins ist, macht es auch wieder viel mehr Spaß, mit ihm gemeinsam rauszufahren. Da gibt es nicht soviel Dienstliches zu besprechen, keine großen und kleinen Problem zu lösen - und wir haben unsere Ruhe. Man redet ein bisschen über Windkraft, einer klagt über seine Gürtelrose und ein anderer hat Tipps für verschiedene Ferienwohnungen auf Gran Canaria. Irgendwann kocht einer Kaffee und irgendjemand hat immer etwas Selbstgebackenes dabei... Ich lese ein paar Seiten in einem neuen Märchenbuch auf Isländisch, das ich in der Bibliothek entdeckt habe, aber dann liege ich doch nur in der Sonne und mache gar nix. Das tut gut.
 

Später kommt Amad. Er pellt sich aus und geht dann ohne zu Zögern weit hinein in das eiskalte Wasser. Von dort winkt er mir zu: Komm, es ist herrlich! Ich weiß, dass es herrlich ist, doch eigentlich ist es das immer erst hinterher. Aber weil ich ja Ende April schon im bitterkalten Süßwasser angebadet habe, denke ich: Na klar, warum nicht. Also rein in die Fluten! Brrrr! Wow! Hilfe! Luftschnapp! Bei 9 Grad Wassertemperatur, da kann man nicht mehr denken, da kann man nur noch SEIN. Man IST - und das zu 100 %. Aber genau das macht es aus, und ich glaube, man kann danach süchtig werden. Amad ist süchtig, er gibt es zu. "Bei mehr als 15 Grad ist es nicht mehr dasselbe. Weniger als 10 Grad sind am besten!" Er badet jeden Tag. Auch im Winter.

Dann sitzen wir an der Bretterwand in der Sonne und schlürfen Tee aus seinem Thermos. Gegenüber in der Bucht blinzelt uns die kleine Vogelinsel zu. Wenn das Wasser mehr als 15 Grad hat, dann schwimmen wir wieder rüber, sage ich. Und er grinst verschwörerisch.




 Nio grader i vattnet.



Sedan Herr Mås lämnade sin post som ordförande är det mycket roligare igen att åka ut till badet. Nu kommer det inte längre någon till det stället där vi brukar ligga och sola - för att snacka eller klaga om trasiga badtrappor, olämpliga bastutider eller en stängd kiosk. Nu är vi helt privata, bland de andra som också är helt privata. Vid planket ligger Ingrid och Erik. Hon är skånska och det hörs väldigt tydligt och han är solbränd och snygg att titta på trots att han har fyllt åttio i fjol. De har alltid med sig ett korsord som vi så småningom löser tillsammans. Vid lilla sandstranden ligger ett yngre par bredvid en stor hög med motorcykelkläder. En äldre naken man pratar först om vindkraft och sedan om bältros - och det förekommer en större mängd svärord, framför allt i det sistnämnda. Sedan kokar någon kaffe och någon har med sig nybakat hemifrån... Jag ligger i solen och gör ingenting. Det gör gott.

Efter en stund kommer Amad. Vi har inte setts på länge och han vinkar medan han raskt går in i det kalla vattnet. Kom, jag är din beskyddare! Och så dyker han ner så det plaskar. Jag är din beskyddare... dessa ord. Dem har han etsat in på mitt interna minne - och där sitter de som en suggestion. Jag tror, jag ska bada, säger jag till Herr Mås. Gör det, om du bara inte simmar över till skäret igen. Jamen, inte nu, säger jag. Det är ju iskallt. Men inte i sommar heller, säger han. Fast det kan jag inte lova...




 Nu kan man skörda gräslök i Hagen!



 Nya vänner - ja, som så småningom blir gamla vänner...



Meine gute Freundin, die kleine Salzmiere, ist auch wieder da!



Sonntag, 13. Mai 2012

Lummerland


"Det var mörk och sluten skog. Uroxens domäner. Bara långsamt skulle den öppnas. Ljusa fläckar, genombrott i lövtaket. Små uthuggningar som snabbt växte igen. Svedjerök och yxhugg. Nya öppningar mot solen. Det var det mänskliga i skogen. Så började det.

Att vara glad betydde från början att vara glänsande och ljus. Ordet går långt tillbaka på en indoeuropeisk stam: gladho. Glad, glans och glänsa - ljusorden hörde ihop i germansk tid. Gläntan släpper in ljus i den mörka skogen. Gläntan var själv ljus. Långt fram i vår tid kallades den ett glad..."

Kerstin Ekman, Herrarna i skogen

Att hitta en glänta i skogen - nej, inget kalhygge, utan ett riktigt glad - det är något speciellt, framför allt på ett ställe där man inte förväntar sig en sådan. Först sa jag: Lunch blir det efter att vi har jobbat färdigt med den här serien. Men sedan hittade vi Gläntan. Och bara där ville jag stanna för att rasta, ingen annanstans. Stämningen var så förunderlig, fåglarna sjöng, bäcken porlade, den öppna fläcken som släppte in ljus över oss, den stora granen vid dess fot vi satt som i knäet av en vis och godmodig gammelfarfar. Hur kan det förbli en sådan här glänta mitt i skogen utan att någon gör något? Gör man inget så tar ju skogen vid efter bara några år. Kanske en plats där älvorna brukar dansa runt granen i skymningen och som därför aldrig växer igen...

En annan mycket speciell plats fick vi däremot inte besöka igår - och det var skuran i Björnareåsens naturreservat. Det var redan andra gången som jag inte blev guidad i Björnareåsen under en guidning i Björnareåsen. I oktober 2010 då gick det inte därför att Bohusleden var helt översvämmad i det området. Och igår gick det inte heller därför att det hade regnat så kraftigt i torsdags. Utan höga stövlar kommer man då inte in i den verkligt trolska och intressanta delen av naturreservatet. Och så är det ganska ofta - och det är därför att Björnareåsen får förbli så vild och orörd. Själv har jag lyckats vistas där bara tre gånger hittills. Första gången minns jag särskilt, likaså andra och tredje gången.




 Gläntan - die Lichtung



"Es war ein dunkler und geschlossener Wald. Die Domäne des Auerochsen. Langsam nur sollte er sich öffnen. Lichte Flecken, Durchbrüche im Laubdach. Kleine Einschläge, die rasch wieder zuwuchsen. Schwenderauch und Axthiebe. Neue Öffnungen zur Sonne. Das war das Menschliche im Wald. So hat es begonnen..."

Kerstin Ekman, Lücken und Lichtungen, aus: Der Wald

"Mittagessen wird erst serviert, wenn wir mit dieser Serie hier fertig sind", hatte ich gesagt. Aber dann haben wir die Lichtung entdeckt. Und nur dort wollte ich Rast machen. Eine Lichtung mitten im Wald ist etwas besonderes, vor allem an einer Stelle, wo man sie nicht erwartet. Lichtungen im Wald gibt es eigentlich nur, wenn sich jemand darum kümmert. Ansonsten wachsen sie sehr schnell wieder zu. Wer kann sich um diese Lichtung kümmern, hatte ich mich gefragt, hier mitten im Wald. Aber manche Dinge bleiben wohl einfach unerklärt und das ist auch gut so. Und so genießt man es doppelt, das Licht, den Vogelgesang, das Bachmurmeln, die alte Fichte in der Mitte, bei der wir sitzen wie auf dem Schoße eines weisen und gütigen Großvaters...




Vormittags: Geführte Wanderung durch 
lichte Buchenwälder und über nasse Wege





Hinterher: Lange Wanderung und Schatzsuche
 an vielen verschiedenen spannenden Stellen. 
Hier ein ehemaliger Erdkeller, jetzt mitten im Wald.



Eftermiddagsfika vid Åkersjön






Freitag, 11. Mai 2012

Minni foss


Fredagsmys i Tuve och stormen är på väg. I skogen känns den ännu inte så mycket, senare när vi åker tillbaka över bron, då känns den mera. Efter gårdagens regn är det gott om vatten ute i naturen. Många bäckar små... Jag har stativet med mig för att öva lite vidare med vattenfall. Något större hittar jag dock inte. Men det gör ju inget. Ett litet fall är ju också ett fall.






Grimstorps Per hat sich wieder für den Halbmarathon angemeldet, der hier morgen durch die Stadt kriechen wird wie ein überdimensionaler, nicht enden wollender Lindwurm. Puh, wie gut, dass ich morgen was anderes vorhabe... Heute am Nachmittag holt er mich mit dem Auto ab und wir fahren über den Fluss, um auf der anderen Seite ein bisschen im Wald zu spazieren und ein paar Schätze zu heben. Das Stativ habe ich auch eingepackt, denn gestern hat es ordentlich geregnet - und da sind die Bäche im Wald voller Wasser. Einen besonders eindrucksvollen Wasserfall finde ich nicht, nur einen ganz kleinen. Aber das macht ja nix. Um ein bisschen zu üben, ist er groß genug.








 





 



Donnerstag, 10. Mai 2012

En valsmeldodi


Draußen regnet es junge Hunde - und ich lese Gedichte von Nils Ferlin. Damals, als ich das Buch mit den Gedichten gekauft habe, in einem richtig gemütlichen Büchercafé in Lysekil vor fast fünf Jahren, hat es auch geregnet. Es war an einem Vormittag mitten in der Woche und ich war der einzige Kunde. Etwas durchgefroren hatte ich mir eine heiße Milch bestellt. Dann saß ich dort mit meinem frisch erstandenen Gedichtbuch und mit meiner heißen Milch, und ich habe gelesen, viele Gedichte - bis meine Sachen wieder trocken waren. Inzwischen hatte es dann auch aufgehört zu regnen. Mit dem Mann hinter der Theke habe ich kaum ein Wort gewechselt - aber er hatte mir zweimal nachgeschenkt...




Dienstag, 8. Mai 2012

Drekapabbi mótmælir aldrei


Ich gehöre augenscheinlich zu diesen beiden wohl bekannten Spezies Strohfeuer-am-Anfang und Auf-den-letzten-Drücker. Mit der Kontinuität dazwischen habe ich so meine Schwierigkeiten. Am Anfang bin ich meiner Isländisch-Lehrerin ganz schön auf die Nerven gegangen. Später habe ich wochenlang gar nicht auf die Plattform geguckt... Nun sind es nur noch drei Wochen bis zur Prüfung - und ich bin zurück aus meinem Scheintot-Dasein, mehr als die anderen höchstwahrscheinlich. Aber die haben sicher die ganze Zeit regelmäßig was gemacht.

Hm, ich weiß ja auch nicht... Die isländische Grammatik hat es wirklich in sich, und manchmal denke ich: Wer lernt so etwas eigentlich freiwillig? Und gibt es überhaupt regelmäßige Verben? Ich stoße immer nur auf unregelmäßige. Aber ehrlich gesagt, meine eigene Sprache möchte ich auch nicht freiwillig lernen - wenn ich sie nicht schon könnte. Stehlen - stiehlt - stahl - gestohlen. Außer U kommen tatsächlich alle Vokale vor, großartig, oder? Aber nun muss ich weiterbüffeln. Wenn ich von den Uni-Texten genug habe, dann lese ich zur Abwechslung Kinderbücher. Die sind leichter und haben schöne Bilder. Außerdem gibt es immer ein Happy End. :-)




"Sérðu nú, Dimmalimm mín? Þú ert góða stúlkan, sem leystir mig úr álögunum. Og nú skulum við gifta okkur." Þá varð Dimmalimm himinlifandi. Hún kyssti kóngssoninn. Og svo giftust þau.


Nu är det bara drygt tre veckor kvar till tentan i Isländska. Och det är precis som det alltid ha varit: Först nu orkar jag plugga på allvar. Det där med kontinuiteten måste ha missat mig när det delades ut någon gång under Stora Skapelsen. Jag är eld och lågor sådär i början, sedan är det mer eller mindre stiltje under en längre period - och nästan i sista minuten vaknar jag igen. Fast hittills har det ju aldrig kraschat med den metoden. Och även nu har jag tur att det inte fanns några deadlines för att skicka iväg de obligatoriska inlämningsuppgifterna. Så jobbar jag med dem nu - och så slipper jag repetera en massa, eftersom allt förefaller mig så nytt och spännande, hihi.




Mit Hilfe von Karaoke kann man auch was lernen! ;-)



Sonntag, 6. Mai 2012

Fullspäckad söndag


Om jag fortfarande haft min barnkamera hade jag nog inte vågat delta i en sådan fotovandring. Trots att vi gick ute i naturen handlade det förstås mycket om teknik. Att stå två eller tre meter ifrån ett motiv och ta ändå närbilder, det funkar naturligtvis bara med ordentliga grejer... Men jag trivdes ändå! Halva styrelsen var ju med, två av fyra stycken Lars i alla fall, Skogsängeln var också med och Kerstin Martinsson hade faktiskt några tips som inte handlade om teknik - eller om fåglar eller fjärilar. Att fota fåglar eller fjärilar kommer jag nog aldrig att syssla med. Jag är ju så nöjd med mina gröna vänner som alltid står stilla. Och så har jag lärt mig att det är ingen mening med fusk-dagg från en sprayflaska mitt på dagen. Daggen passar inte till ljusets färg och till de skarpa skuggorna när solen står högt. Daggen hör ihop med morgonljuset. Så på en dagglös morgon, då kanske man kan fuska med en sprayflaska. Men det är nog bäst med äkta dagg eller äkta regndroppar i alla fall...

Hur det gick med jungfrufärden på eftermiddagen? Ja, utmärkt! Svettiga blev vi visserligen inte under själva paddelturen, för den var ännu inte så utökad. Det jobbigaste var ju att pumpa båten - och att få ut all luft efteråt. Men båten tycks vara en rejäl gummibåt, som säkert kommer till användning i olika roliga sammanhang, både på sjöarna och i kustbandet. Och så döptes den på namnet Litli græni drekinn.






Auch wenn heute nicht viel mehr als 10 Grad im Schatten waren, so habe ich jetzt am Abend doch ein Glühgesicht, denn die Sonne war sehr fleißig - und auch wir waren sehr fleißig, draußen den ganzen Tag. Zuerst mit den Kameras bei dieser Fotowanderung, für mich das erste Mal, dass ich mich auf so etwas eingelassen habe. Aber da ich einen Großteil der Mitwanderer kannte, war es kein Problem, sondern eine gemütliche Plauder- und Fachsimpel-Runde. Und gelernt habe ich auch wieder ein paar Kleinigkeiten.

Ja, und nachmittags war dann die Gummiboot-Jungfernfahrt. Hat prima geklappt! Und ich wäre am liebsten gleich ein bisschen weiter am Ufer entlang gepaddelt, aber wir hatten vorsichtshalber unsere Sachen am Strand gelassen. Nun liegt das Boot zum Trocknen ausgebreitet auf dem Gästebett in unserer Küche. Und Herr Möwe hat wie immer ein großzügiges Nachsehen.




Jungfernfahrt - Tatort: Humlebadet
(Nein, wir sind NICHT im Nichtschwimmerbereich gepaddelt!)



Das Boot.



Samstag, 5. Mai 2012

220 Ostmark


Eigentlich ist Samstag mein Rumtreibetag, aber weil diese Woche der Sonntag mein Rumtreibetag wird, ist dieser Samstag kein Rumtreibetag, sondern ein ganz normaler Samstag, wie er wohl in vielen Familien stattfindet. Tagsüber waren wir ein paar Stunden in der Stadt, um zu shoppen und um zu konditorn. Ein Geschenk zum Kindergeburtstag musste beschafft werden, unser Teevorrat bekam einen gehörigen Aufschwung, ebenso die Zutaten für Herr Möwes Morgemmüsli aus dem Bioladen. Und dann habe ich ein Paar Paddel für das Schlauchboot besorgt...

Nun sitze ich in der Küche, nachdem wir spät zu Mittag gegessen haben: Grüne Nudeln mit Fenchel in Sahnesauce. Herr Möwe hört ein Hörbuch - und ich lese ein bisschen in meinem Kamera-Handbuch, weil wir morgen vormittag an einer Naturfoto-Wanderung teilnehmen werden. Das Kamera-Handbuch hat viele Seiten, eigentlich viel zu viele, finde ich. Jedesmal, wenn ich darin lese, kann ich mir nur ein klitzekleines bisschen merken...

Dann krame ich in einer Schachtel mit alten Fotos, auf der Suche nach Bildern von meinem ersten Schlauchboot. Ich hatte mir schon immer eins gewünscht, jedenfalls, so lange ich mich erinnern kann. Aber erst als ich ungefähr zwölf war, durfte ich mir dann endlich eins kaufen. Lange hatte ich dafür gespart, viele Wochen Taschengeld müssen dafür draufgegangen sein, denn 220 Mark waren eine Menge Geld damals - und dass es 220 Mark waren, das weiß ich noch ganz genau. Das Boot war silbergrau und hatte Platz für zwei. Ich glaube, es hatte keinen Namen...

Mehrere Jahre habe ich es regelmäßig benutzt, war immer ganz verrückt danach, es im Frühling endlich das erste Mal aufzupumpen. Mein Spitz-Mischling Tobby war eine ausgesprochene Wasserratte und er war fast immer mit an Bord. Es war unser Expeditionsboot und dann war ich Thor Heyerdahl oder es war einfach nur unser Badeboot, manchmal auch ein Rettungsboot, wenn meine Schwester darin saß, um mich zu begleiten, wenn ich mir mal wieder vorgenommen hatte, über den ganzen See zu schwimmen. Keiner von uns hatte jedoch jemals eine Schwimmweste an. Das war damals irgendwie nicht üblich, außer vielleicht bei Kindern, die segeln lernen wollten...

Nun habe ich mir wieder ein Schlauchboot gekauft, nach mehr als 30 Jahren Abstinenz. Hm, ab einem gewissen Alter wird man wahrscheinlich wieder kindisch, hihi. Morgen wollen wir es ausprobieren. Und ich bin schon ganz aufgeregt! :-)







Oj, vad hade jag längtat efter att äntligen få köpa mig en gummibåt, så länge jag minns hade jag önskat det, men först när jag fyllde ungefär tolv fick jag lov att göra det. Många veckors veckopengar gick åt för den där gummibåten, för 220 DDR-Mark, det var mycket på den tiden. Och att det var så mycket minns jag på något sätt väldigt tydligt, nästan ett magiskt tal. Båten använde jag i flera år och varje vår blev jag lika otålig att äntligen få pumpa upp den och paddla iväg! Ute på sjön var det alltid härligt och spännande och äventyrligt.

Nu har jag köpt en gummibåt igen. Det hade jag tänkt på sedan jag flyttade till Göteborg, för här finns ju så så gott om vatten, och nu blev det äntligen av. Imorgon ska båten testas för första gången - och det gör att jag redan idag har fjärilar i magen.






Fotoübungen






Freitag, 4. Mai 2012

Erhöhter Eisenbedarf


Früher hatte ich allerhand lustige Kollegen: Meister und Ausbilder in solch netten Berufen wie Gas-Wasser-Installateur, Metallbauer, Elektriker, Zweiradmechaniker, Gebäudereiniger, Maler. Diese Kollegen waren ganz verrückt danach, ihren Kolleginnen, vor allem den alleinerziehenden, immer mal mit einem "Ausbildungsprojekt" unter die Arme zu greifen. Wenn also bei mir zu Hause etwas anzuschließen, zu reparieren, zu renovieren oder zu entsorgen war, dann brauchte ich es nur ganz leise anzudeuten - und schon rückte der entsprechende Meister mit einem Auto voller Werkzeug und einem oder mehreren Lehrlingen an. Bezahlen brauchte ich nur das Material, mit einem symbolischen Obolus für die Kaffeekasse. So bekamen die Lehrlinge echte Aufgaben und uns männerlosem Weibsvolk wurde umgehend geholfen.

Diese Kollegen konnte ich leider nicht mit nach Göteborg umziehen, wie so vieles andere, das nicht mit umziehen konnte oder wollte... Und natürlich fehlen sie mir, mal weniger und mal mehr. Gestern war es gerade mal wieder sehr akut. Ich war am Nachmittag in die Natur geradelt und hatte dann in der Natur meine Fahrradschlüssel verloren. Lange habe ich gesucht, aber an den Hängen voller Buschwindröschen können sich zwei kleine Fahrradschlüssel ganz wunderbar verstecken. Sie waren einfach weg. Und das Radel war wie immer mit zwei dicken Schlössern fixiert. Die Straßenlampe, an der ich es angebunden hatte, rückte es jedenfalls nicht wieder raus. Ich war ziemlich verzweifelt, denn das Radel über Nacht dort am Stradtrand zu lassen, fühlte sich nicht besonders gut an. Es ist für mich das, was für viele andere das Autochen ist. Ich brauche es täglich - und ich habe kein Geld für ein neues.

Wie gerne hätte ich also einfach Peter oder Ulli angerufen und gefragt, ob sie mir mal einen Lehrling mit einem großen Bolzenschneider vorbeischicken könnten. Und so wäre alles ganz schnell wieder gut gewesen. Aber nun musste ich mir selbst etwas ausdenken. Und so habe ich eine etwas unruhige Nacht verbracht, mit dem Gedanken, dass nun vielleicht gerade jemand mein schönes Fahrrad klaut. Heute früh bin ich dann gleich in die Stadt gefahren und habe den größten Bolzenschneider erstanden, den es zu kaufen gab. Als ich damit draußen am Stadtrand ankam, war das Radel noch da - Hurra! - und ich habe mich gleich an die Arbeit gemacht. Es war nicht ganz einfach, ich musste mich ziemlich anstrengen, aber eigentlich ging es doch viel schneller, als ich gedacht hatte. Sooo fix könnte man also mein Fahrrad klauen, mit dem entsprechenden Werkzeug, obwohl es immer mit zwei dicken Schlössern angeschlossen ist. Oh oh... Nun habe ich mir zwei neue Schlösser gekauft. Eines davon muss man montieren. Und das werde ich nun gleich mal machen. Ohne meine so beflissenen Schutzengel-Handwerker. Ach ja... Seufz.







Cykeltjuven

Häromveckan fick jag under en jätteintressant föreläsning lyssna på den karismatiske geologi-professorn Jimmy Stigh. Han berättade om jordens resurser, om mineraler och jordarter - och att egentligen allting, nej, inte allting, men jättemycket beror på om och hur folk kan komma åt olika resurser. Under föreläsningen visade han en bild som han hade plockat på nätet, och den visar hur många resurser en amerikan konsumerar under sin livstid. Det var delvis häpnadsväckande stora siffror och jag tror inte att det är så annorlunda i Europa.

Idag ökade min egen järnförbrukning i alla fall övergenomsnittligt. Och det var Clas Ohlsson som var den stora vinnaren. (Å andra sidan undrar jag hur en så tung grej som en så stor bultsax bara kan kosta 199 kronor...) Alla dessa järngrejer behövde jag nämligen idag för att stjäla min egen cykel. Nycklarna hade försvunnit igår under en vandring i Lärjedalen, någonstans mellan hav av vitsippor, laxtrappan och leriga branter. Hopplös terräng i alla fall för att hitta en liten nyckelknippa. Nu ska jag montera det nya låset och tänka ut något för att förhindra sådana olyckshändelser i framtiden. (Varför blir man egentligen behandlat som ett omyndigt barn eller till och med som en idiot, bara för att man tappar något i skogen? Folk som aldrig går i skogen kan förstås aldrig tappa något i skogen...)







Donnerstag, 3. Mai 2012

Hundert


Gestern wäre mein Großvater 100 Jahre alt geworden. Geboren wurde er am 2. Mai 1912, nur 17 Tage nach dem Untergang der Titanic.


aus meinem Poesialbum


Igår skulle min morfar ha fyllt 100 år. Han föddes den 2 maj 1912, bara 17 dagar efter Titanics förlisning.


Mittwoch, 2. Mai 2012

Seeräuberpistolen


Wahr oder gelogen?

  • Hindås liegt 133 m über dem Meeresspiegel und bis nach Göteborg sind es 36 km mit der Eisenbahn. Zu Fuß sind es auch ungefähr so viele Kilometer. 33 von diesen Kilometern sind wir an den letzten beiden Tagen gegangen - und wir hatten zusammen 30 kg Gepäck.

  • Der Frühling ist vorübergehend nach Südspanien ausgewandert und dafür ist hier der Sommer zwischengelandet. Gestern zeigte das Thermometer 21 Grad, puh, eigentlich viel zu warm, wenn man ein halbes Jahr lang nur Winterwanderungen gemacht hat und Temperaturen zwischen minus zehn und plus zehn Grad gewöhnt ist.

  • Es gibt Wälder, in denen wachsen moosbewachsene Felsen, nicht bis in den Himmel, aber fast. Und Oma Kerstin hat nichts besseres zu tun, als auf ihnen herumzuklettern. Das müsste der Enkel Jakob mal sehen! :-)

  • Der Waldengel ist zu den Seeräubern konvertiert und will schon am nächsten Wochenende mit mir eine Jungfernfahrt machen. Eine Jungfernfahrt! Hihi. Wir haben uns nämlich ein Seeräuber-Boot gekauft.

  • In der Walpurgisnacht bin ich zwar nicht auf einem Hexenbesen durch die Luft gesaust, aber ich habe immerhin schon angebadet. Das Badewasser hatte ungefähr 27 Grad weniger als die Badehexe. Aahh, schrecklich schööön!

  • Wenn man den Schüttelreim mit dem Birkenwald aufsagt, passieren manchmal merkwürdige Sachen. Wir finden plötzlich einen Riesenhaufen Birkenrinde, machen dann aber wir doch kein Feuer, weil es im Wald sooo trocken ist. Und das Zeltlein steht zwischen lauter schlanken Birken und es passt da gerade so hin.

  • Weil es in Schweden kein Radler zu kaufen gibt, kann ich mir das nur selber mixen. Und da wir zu Hause kein einziges großes Bierglas haben, musste gestern ein großer Joghurtbecher dafür herhalten. Aber geschmeckt hat's trotzdem! Mannomann, so durstig war ich lange nicht...

  • Gestern habe ich mir ein Rubbellos gekauft und eine Million Kronen gewonnen.



Bahnhof in Hindås (fotografiert Mai 2007)



Är det långt kvar?

Att vandra Vildmarksleden det har jag haft på min to-do-lista sedan jag flyttade till Göteborg. Men eftersom sträckan är längre än en dagsetapp, så blev det på något sätt inte av. Inte ensam i alla fall. Men nu efter att vi skaffat наш дом hade förutsättningarna blivit mycket bättre. Dessutom måste vi ju träna inför vandringen på Island - och så åkte vi ut till Hindås i förrgår, rätt så tidigt på morgonen, för att vandra Vildmarksleden. Den stora överraskningen var vädret, mycket sol och sommarlika temperaturer, som vi inte alls var inställda på, varken med klädseln eller med vattenförrådet. En gång lyckades vi sno 1,5 liter kranvatten vid ett par sommarstugor, annars gällde det att ta vatten ur någon sjö och koka te. Men det räckte ju inte för att släcka den stora törsten under en sådan vandring med tungt bagage och alla dessa många uppförsbackar. Så man lär sig alltid något... Själva leden är en fin sträcka med omväxlande natur och förbi ett antal riktigt vackra sjöar. Synd bara att stigen blivit så sönderkörd av alla dessa galna mountainbike-cyklister.



Der Kletterfelsen!



 Auf schwankenden Planken übers Moor.



Hornasjön - der Badesee



 Ist es noch weit?


 
 Lost places - verfallene Sägemühle mitten im Wald



PS: Es ist alles wahr, bis auf das mit der Million. ;-)
(Druckfrisches Beweismaterial: Der Seeräuber - und die Kletteroma!)