Sonntag, 24. Juni 2012

Wenn Engel reisen...


Gestern war Mittsommer. Doch die lieben Isländer scheinen das irgendwie nicht zu feiern. Wir haben jedenfalls nichts davon gemerkt. Aber wie mitten im Sommer hat es sich trotzdem angefühlt. Immerhin hatten wir am Nachmittag 20 Grad im Schatten - und so viel Schatten gibt es hier nicht, denn es wachsen kaum Bäume. Mit dem Wetter hatten wir bisher also riesengroßes Glück und auch sonst gibt es meinerseits immer nur viele Ahhs und Ohhs und den einen oder anderen Stoßseufzer. Die Landschaft ist ganz einfach fantastisch! Ja, total exotisch auf eine ganz besondere Weise... 

Morgen bringt uns ein Boot auf die andere Seite des großen Fjordes. Dort wohnt seit mehr als 50 Jahren keine Menschen mehr. Natur pur also. Mal sehen, wie wir uns zurechtfinden. Aber ich bin zuversichtlich. :-)



Geologie zum Anfassen, Angucken, Riechen, Hören...



Värmebölja vid polcirkeln

Igår visade termometern 20 grader i skuggan. Och eftersom det inte finns så mycket skugga i ett land nästan utan träd då kändes det ovanligt varmt. Nu har vi kommit fram till Västfjordarna - efter en drygt fem dagars resa - och det känns lite som om man rest till världens ände. Island är ett fantastiskt land med många märkvärdigheter. Imorgon ska äventyret fortsätta, på andra sidan fjorden, på en obebodd halvö. Det blir spännande! :-)







 Wenn Engel reisen... :-)



Donnerstag, 21. Juni 2012

Kurs Westnordwest


Der Waldengel hat heute nach dem Frühstück einen Wal entdeckt. Und so wurde dieser Mittwoch zum Tag des Wales ernannt. Ich habe noch nie vorher einen lebendigen Wal gesehen... Toll! Und dann waren wir heute bei den Färöern. Das war auch ganz großartig. Überhaupt ist diese Seereise viel abwechslungsreicher als ich es mir jemals vorgestellt hatte. Und ich fühle mich auch gar nicht eingesperrt oder klage über Bewegungsmangel. Denn wir benutzen niemals den Aufzug - und wohnen ganz unten auf der 2. Etage - und das Oberdeck ist in der 8. Etage. Jetzt geht hier gerade die Sonne unter. Und es ist nicht mal mehr eine halbe Viertelstunde bis Mitternacht. Warum ich den Norden so liebe? Wegen genau all diesen Dingen! Das Licht, der kühle Sommer, die Inseln, die Vögel, das kalte, blaue Meer...

Morgen früh legen wir auf Island an. Und dann weiß ich nicht, wann ich wieder Internet haben werde.







Jag sitter i båtens Cafeteria, klockan är kvart i tolv och solen håller på att sjunka ner i havet. Nej, inte i havet, i oceanen! Att åka iväg så här är mycket trevligare än jag kunde förställa mig. Jag trodde ju man skulle bara kunna se vatten hela tiden, men först seglade vi förbi Norges sydkust och idag träffade vi en massa Fär-öar. Dessutom hittade Skogsängeln en val ganska nära båten i morse efter frukosten. En underbar resa har bara börjat...

 

Sonntag, 17. Juni 2012

Gepackt!


(Post # 1000! :-)

Nun habe ich alles gepackt - im Schweiße meines Angesichts, puh! - und wahrscheinlich ist es wie immer viel zu viel. Der Waldengel fällt bestimmt morgen früh erst einmal in Ohnmacht, wenn er den Haufen sieht. Darum hier schon mal ein Vorgeschmack, hihi. Aber schließlich habe ich ja das ganze Trockenfutter, den Gasherd, das Gas, die Küchenmöbel, die Mikrowelle zum Aufpusten und so weiter... Apropos aufpusten. Früher musste man sich immer anstrengen, um die Luft in alles reinzukriegen. Heute ist es mühsamer, die Luft aus den diversen Teilchen wieder rauszukriegen, Iso-Matte und Schlauchboot zum Beispiel. Aber das Schlauchboot habe ich nicht eingepackt, keine Bange. ;-)






Nu har jag packat färdigt och är alldeles genomsvettig. Troligen packade jag alltför mycket, som vanligt. Men Island är ju Island och där kan det hända allt möjligt, så det är säkert bra att ha lite marginal med allt som krävs för att överleva. I morgon bitti går Danmarksbåten och i övermorgon bitti går Islandsbåten. Jag har inte alls något emot att hela resan tar tre dagar, för då får man verkligen en känsla av att man inte bara åker runt hörnet. Dessutom hade det ju inte funkat med flyg och alla dessa grejer som ska med för att vandra på den öde halvön Hornstrandir. Nu återstår det lite datorjobb och en del hushållsarbete. Jag köpte älgskav häromdagen som ska tillagas nu... Går allt bra hör jag av mig sedan från Islandsbåten!



Viele unbeschriebene Seiten warten...



* * *



Trampen entlang der Ostseeküste - Sommer 1982
Keri beim Aufpusten der Luftmatratze


Samstag, 16. Juni 2012

Reisefieber


(Post # 999)

"Dort sind wir groß geworden, sieben Geschwister, und immer war genug Platz." Möglicherweise sind es gar nicht die Hauswände, die den Platz begrenzen. Möglicherweise besteht Platz aus demselben Stoff wie Erinnerungen und zieht sich mit der Zeit zusammen, wenn er nicht genutzt wird, kann sich aber endlos ausdehnen, wenn man nur will.






Vor der Tür steht eine Sauerfleischtonne, daneben liegen ausgetretene, grüne Gummistiefel und ein Rentiergeweih.

Alles ist einfach.
Manchmal ist das genug.

Huldar Breiðfjörð



Donnerstag, 14. Juni 2012

Moderne Zeiten


Oder: Ich hab da mal 'ne Frage...

Im Moment weiß ich nicht so recht, wo mir der Kopf steht. Unter anderem packe ich Trockenfutter ein für eine fünftägige Wanderung auf einer unbewohnten Halbinsel, ganz und gar ohne Tankstellenkioske. Gleichzeitig hat Herr Möwe tausendundein Anliegen, wobei er noch alles Hilfe braucht, bevor ich mich dann am Montag in aller Frühe davonmache. Und nicht zuletzt bekomme ich morgen den Zugriff auf unsere schnieke, funkelnagelneue, aber alles andere als schlüsselfertige Datenbank...

Aber vielleicht gibt es ja Internet auf der Island-Fähre, denke ich mir. Weil ich keine Lust habe, ewig im Netz zu forschen, klicke ich kurzerhand auf einen Link in einer Mail von der Fährgesellschaft. Der bringt mich zu einem Chat - und binnen weniger Sekunden kann ich dort mein Anliegen vortragen. Ich kriege sofort Bescheid, ja es gibt Internet an Bord, und da fühle ich mich gleich etwas weniger gestresst. Dann kann ich also tatsächlich an der neuen Datenbank herumpusseln, während wir jeweils zwei Tage lang über den Nordatlantik schaukeln. Ja, wir leben schon in modernen Zeiten...




Sich schriftlich mit einem Dänen zu unterhalten, funktioniert. 
Mündlich sähe ich da wohl etwas älter aus... ;-)



Jag är mor till två barn och mormor till ett barnbarn. Dessutom är jag mor till en databas. Databasen genomgår en större metamorfos nu under sommaren och då behöver den en stor portion extra skötsel och ganska mycket tillsyn. Hade jag varit anställd hade jag nog inte fått lov att åka på en tre veckors semester under sommaren på grund av min roll som mor till databasen. Men lyckligtvis är jag inte anställd längre, utan frilans, och som frilans kan man jobba när som helst och var som helst. På en båt till exempel, en båt som gungar över Nordatlanten. Det fick jag veta idag, och det känns lite avstressande att jag kan ta hand om mitt databas-barn även under själva båtresan, som varar 2 x 48 timmar faktiskt. Två veckor utan större tillsyn blir det ju ändå, men dem unnar jag mig. Någon gång får man visst koppla av på riktigt, och så tankar man ju kraft och vädrar sitt huvud inför den hetaste projekt-fasen sedan i juli och augusti.


Dienstag, 12. Juni 2012

Ich spüre die Konturen des Landes


In einem meiner früheren Leben war ich mit einem glühenden Cineasten zusammen. Von ihm habe ich gelernt, dass man bestimmte Dinge - in seinem Fall Filme - völlig unvoreingenommen auf sich wirken lassen sollte. Er las also niemals etwas über einen Film, bevor er ihn nicht gesehen hatte. Er ging ins Kino wie ein völlig unbeschriebenes Blatt und erst danach begann er, über den Film nachzulesen und auch andere Beurteilungen mit seinem eigenen Eindruck zu überprüfen. Das fand ich gut und ich versuche, so gut das eben geht mit der heutigen Medienüberflutung, es ebenso zu machen.

Nächste Woche fahren wir nach Island. Und eigentlich wollte ich auch nicht soviel vorher lesen, sondern das Land erst einmal genau so auf mich wirken lassen, wie es mir eben begegnet. Aber ein unbeschriebenes Blatt bin ich natürlich trotzdem nicht mehr, weil ich ja schon so viel Belletristik von dort verschlungen habe. Und dass Island letztes Jahr auf der Frankfurter Buchmesse das Themenland war, das machte es in dieser Hinsicht freilich nicht einfacher.

Mein Buchhändler-Sohn, der dieses Land schon einmal besucht hat und der dessen Schreiberlinge ebenso mag wie ich, hat mir nun vor ein paar Tagen wieder mal ein Buch zugesteckt. Und eigentlich wollte ich es ja mitnehmen, um es dann erst auf der Reise zu lesen. Aber das hat nicht funktioniert. Ich habe die erste Seite aufgeschlagen - und eine ganz besondere Schreibe hat mich sofort reingesaugt. Widerstand zwecklos. Hm, vielleicht bin ich nun wieder ein klitzekleines bisschen weniger unvoreingenommen. Aber ich glaube, es ist trotzdem noch weißes Papier in Hülle und Fülle in mir vorhanden. Und das lasse ich wirklich erst beschreiben, wenn wir dort den Fuß an Land setzen.






Ich setzte mich in die Tankstelle von Hólmavík  und dachte über die Weiterfahrt nach. Und jetzt ist die Gelegenheit, all das Rumgehänge in den Tankstellenkiosken zu erläutern, denn es wird nicht weniger werden. Das Herz jeder einzelnen Siedlung draußen auf dem Lande ist der Tankstellenkiosk, der meistens an einem der beiden Enden des Ortes steht. Ihm kommt eine wesentlich größere Rolle zu, als einfach nur Tankstelle und Kiosk zu sein. Oft ist er zugleich Videothek, Ersatzteilhandel, Supermarkt und Spielhalle. Und natürlich Kaffeehaus und Nachrichtenzentrale des Ortes. Jeden Tag kommt eine große Zahl der Ortsansässigen hier vorbei, um eine Tasse Kaffee zu trinken und Nachrichten mit den Verkäuferinnen auszutauschen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sie charmant und professionell sind, diese Verkäuferinnen. Ihre Tätigkeit ist eine der bedeutendsten im Ort und nichts für sechzehnjähriges Gemüse, das sich nicht merken kann, was dieser oder jener gesagt hat, oder die Fakten verdreht. Der Tankstellenkiosk ist daher der beste Posten für Zugereiste, um ein Gefühl für den Ort zu bekommen. Der Tankstellenkiosk ist auch eine isländische Variante des amerikanischen Diner, und dort fahren die Einwohner sogar hin, wenn sie zum Essen ausgehen...



Jag känner landes konturer

Egentligen ville jag inte läsa så mycket i förväg - för att möta Island helt opåverkad och med öppna sinnen. Läser man andras beskrivningar och berättelser då kanske man omedvetet börjar leta efter vissa intryck eller man helt enkelt överser vissa saker. Fast helt opåverkad är jag ju inte heller längre, eftersom jag redan läst så mycket skönlitteratur därifrån. Och värre blev det ifjol, då Island var temaland på den stora bokmässan i Frankfurt. Massor med nya översättningar kom det ut då, delvis av de äldre texterna, men även helt avantgardistiska unga islänningar kunde man plötsligt läsa på tyska. Och det gjorde jag ju, både och.

Nu fick jag häromdagen ytterligare en bok av min son, som själv tycker mycket om Island och dess litteratur. Boken handlar om en yngre islänning som blir så trött på livet i huvudstaden att han köper sig en gammal Volvo Lapplander och åker runt på landet under två månader - mitt på den isländska vintern. Jag tänkte läsa boken under själva resan, fast det gick inte. När jag smakade lite på de första raderna då blev jag uppslukad direkt och jag kom inte loss igen. Så kan det gå ibland. Man får akta sig.




Gut 40 km Luftlinie = 170 km Fahrweg, teils ohne Asphalt


Den ersten Fjord zu fahren ist ein besonderes Erlebnis. Ich spüre die Konturen des Landes. Der Weg hängt außen an der kantigen Bergkette, und zur Rechten liegt der dunkelblaue Meereseinschnitt, das Ísafjarðardjúp. Hier und da ein Hof, aber niemand zu sehen, und alles ist so weit entfernt. Auch wenn die Berge erdrückend sind und rechts das Gefälle hinunter ins Meer manchmal extrem, die Aussichten sind wunderbar. Bis ich sehe, wie der nächste Fjord sein Maul aufreißt. Er ist noch tiefer und breiter. Und deren vier liegen noch vor mir...


Montag, 11. Juni 2012

Im Zoo


Ich habe angefangen, dem Lütten die Stimmen einiger Vögel beizubringen. Den Grünfink hat er nun drauf, glaube ich. Den haben wir oft gehört in den letzten Tagen. Und gestern hat er mich dafür dann in seinen Tierpark mitgenommen. Dort ist er regelmäßig mit seiner Mama, denn sie haben eine Jahreskarte - und er kennt sich überraschend gut aus. Ich glaube nicht, dass ich mit vier schon wusste, was ein Serval ist oder ein Lemur. Den Zoo in Eberswalde kenne ich noch aus meinen Kindertagen, später sind wir mit Kati und Toni manchmal hingefahren. Und nun ist mein Enkel dort mein ganz persönlicher Guide. Das gefällt mir. :-)






Mitt barnbarn är en riktig naturpojke - och detta glädjer förstås hans mormor mycket. På förmiddagarna under veckan är han i skogen, oavsett vädret och året om, tillsammans med den beryktade Skogstrollgruppen från högskolans dagis. På eftermiddagarna och under helgerna besöker han gärna djurgården tillsammans med sin mamma. Djurgården i Eberswalde är mycket fint belägen i ett ganska kuperat område mitt i skogen och just nu känner man sig där som om man vistades i djungeln. Igår fick jag följa med Lillen och hans mamma - och då var det han som guidade oss. Han känner till en massa arter redan och det är inte bara lekplatserna där som lockar. Fast man får ju inte förbigå dem heller... ;-)



 Trachemys scripta scripta



 Lutra lutra



 Suricata suricatta



Marmota marmota



Homo sapiens sapiens


Sonntag, 10. Juni 2012

Mark


Mich rühren die sandigen Wege
Im alten sandigen Land.
Die Heckenrosengehege.
Die Holderbüsche am Rand
Der alten Felderraine.
Die Gräser reden mir da

Von Zeiten, die warn noch nicht meine,
Als ich das Früheste sah:
Die Gräser. Und hörte die Lerche.
Und roch dieser Sande Geruch.
Seither schlepp ich diese Erde

Mit mir als Segen und Fluch.

Ich muß diesen Sand verwandeln,

Bis er schmilzt und Wort wird in mir.
Diese Erde läßt nicht mit sich handeln.
Ich komm nicht umsonst aus ihr.

Eva Strittmatter

aus: Ich mach ein Lied aus Stille, 1973






Dort bin ich geboren, im Land der sandigen Wege, und gestern war ich mal wieder da: in MEINER Uckermark! Schuld daran war mein Sohn, der sich in gewissen Zusammenhängen Triton nennt. Wenn er den Triathlon macht, zum Beispiel. Gestern war ein besonderer Triathlon: Es war ein Cross-Wettkampf - und er war in MEINER uralten Heimat, der Uckermark. Da war ich sehr gerührt. Der sandigen Wege wegen - und des Jungen wegen, der auf diesen sandigen Wegen Fahrrad fährt, als wäre es nix. Denn sandige Wege sind nicht besonders Fahrrad-freundlich. Das weiß ich noch sehr gut aus meiner Kindheit...






Igår fick jag tillfället att vistas i det området där jag föddes. Landskapet heter Uckermark och är mycket präglat av istiden. Där är glest befolkat och det finns mycket vacker natur kvar. Anledningen till vår utflykt till dessa trakter var att min son deltog i en speciell triathlon, en så kallad terräng-triathlon, där man inte cyklar på asfalt som man gör annars, utan i ganska krävande terräng. Likaså med loppet som ingår. Vädret var kanon och jag trivdes väldigt bra hela dagen. Medan sonen och hans pappa cyklade från stationen till sjön där tävlingen började, gick jag hela vägen - och jag kände faktiskt mycket tydligt: I dessa sandiga trakter har jag mina rötter och lyckligtvis har de ännu inte släppt taget. Dit måste jag nog återvända med jämna mellanrum.


Mittwoch, 6. Juni 2012

Berlin, Potsdamer Platz


Nach der Schulung gestern war Keri shoppen und Bilder knipsen...




Montag, 4. Juni 2012

Muttertiere...


Als wir am Samstag paddeln waren, da wollten wir also eigentlich auf einer Insel Rast machen. Aber das war dann gar nicht möglich, weil auf der Insel eine Möwenfamilie ihr Gelege hatte. Drei feine Möweneier, mitten in der Feuerstelle! Und man kann nicht in Ruhe eine Rast machen, wenn einem über dem Kopf ein Paar sehr aufgebrachte Möweneltern herumschwirren. Dass sie aufgebracht sind, kann ich gut verstehen. Schließlich habe ich ja selbst eine Brut - ja, und sogar schon eine Brutbrut. Und vor Muttertieren, die ihre Brut verteidigen, soll man sich besser in acht nehmen.

Nun bin ich in Berlin, um mich ein bisschen schlau machen zu lassen - und natürlich, um meine Nachkommen zu besuchen. Vorgestern habe ich Post von ihnen bekommen, ungefähr zur gleichen Zeit, als wir auf die Möweneier gestoßen waren. Über eines der Fotos habe ich mich besonders amüsiert. Denn mir ist auf Anhieb ein ähnliches Foto eingefallen, das allerdings schon einige Jahre älter ist... Hihi.

Als ich vorhin vom Flughafen gekommen bin, habe ich erstmal alle meine Geräte auf dem Bett ausgekippt, denn die meisten von denen waren akut stromdurstig. Mein Quartier habe ich in der Wohnung meiner Mutter bezogen, die allerdings gerade verreist ist. Apropos bezogen: Mein Bett ist natürlich frisch bezogen - und auf der Bettdecke lag sogar ein Umschlag mit einer Willkommenskarte und mit Begrüßungsgeld. Prima! Da brauche ich morgen vor dem Kurs nicht extra noch einen Geldautomaten zu suchen. 

Ja ja. Muttertiere... :-)



Här kunde man varken elda eller mysa. Mamma mås och 
pappa mås tyckte inte alls om att vi vistades på deras ö.



Man kan inte sluta med att vara mamma, även när barnen blivit vuxna. Man kan kanske sluta med att vara hustru, men inte med att vara mamma. Jag tycker mycket om att vara mamma och sedan jag är mormor tycker jag ännu mera om att vara mormor. Det är kul! Men samtidigt är jag fortfarande gärna dotter och låter mig ibland skämmas bort lite av min mamma. Nu är jag i Berlin och bor i hennes lägenhet, medan hon kryssar runt på Medelhavet. Här i mitt rum hittade jag förstås en nybäddad säng - samt ett kuvert med ett fint kort på en blomma, hemmagjort såklart, några välkomsthälsningar samt lite pengar. Ack ja, så är det med mödrar...



 Meine Brut und meine Brutbrut! :-)



 Kati 1997



Sonntag, 3. Juni 2012

Feuer(wasser)taufe


In meinem Poesiealbum aus der Schulzeit hat jemand diese Weisheit hier verewigt: "Lernen ist wie das Rudern gegen den Strom. Sobald man aufhört, treibt man zurück..." Daran musste ich gestern denken, als wir mit unserem grünen Drachenboot zur ersten richtigen Paddeltour unterwegs waren. Und: Kann man wirklich zweimal kräftigen Gegenwind haben, sowohl auf dem Hin- als auch auf dem Rückweg? Ja, wenn man mit dem Paddeln aufhört, treibt man sofort zurück... Kaum Zeit zum Verschnaufen unterwegs. Aber für diese etwas größere Herausforderung gestern habe ich heute nur vergleichsweise wenig Muskelkater. Und wir haben uns ja auch zwei superschöne lange Pausen gegönnt. Solche mit Ausguck, wie wir es lieben. :-)



Mit dem grünen Drachenboot auf der Möweninsel.



Eld(vatten)dopet

När jag gick och la mig igår kväll, då kändes det i sängen som om jag fortfarande satt på Lilla Gröna Drakens rygg för att rida över en massa vågor. Det var en härlig känsla - och jag somnade direkt för att sedan drömma om vår första riktiga båtäventyr. Här vid kusten brukar folk ju skaffa stora båtar för att kryssa mot vinden. Det är förstås en fördel om det blåser från fel håll. Men stora nackdelen är att man inte kan stoppa ner en stor segelbåt i bilens bagagelucka - och åka iväg till vilken finfin insjö som helst. Det kan man däremot med Lilla Gröna Draken som på det viset fick sitt riktiga elddop efter den lilla jungfrufärden för någon vecka sedan. Och så har jag idag bara jämförelsevis lite träningsvärk. Man är ju inte direkt van vid att paddla oavbrutet en längre sträcka, för gör man bara ett litet uppehåll för att hämta andan, då driver man ju tillbaka direkt. Och så hade vi faktiskt motvind båda gångerna... Men visst är det roligt med sådana utmaningar! Att bara ge sig ut när det är stiltje det kan man ju vänta med tills man har fyllt åttio eller så. ;-)



Fågelspanande galjonsfigur.



Gemütlicher Anlegeplatz im Windschatten einer unbewohnten 
Halbinsel. Auch alle anderen Inseln und Halbinseln waren 
unbewohnt, abgesehen von der mit dem Möwenkindergarten, 
auf der wir eigentlich rasten wollten.



 Vattnet i sjön var inte särskilt kallt.



 Lunchrast på dagens första höjdare.
Ingen civilisation i sikte någonstans!





Freitag, 1. Juni 2012

Inspärrad i skrivsalen


Det var första gången jag skrev en tenta i en sådan jättestor skrivsal där många olika studenter är sysselsatta med många olika tentor - och jag undrar hur det går för de som är färgblinda. Vi från den isländska fraktionen hade vit som färg på orienteringslapparna - och det var ju papprets färg innan man satte igång. Inga konstiga associationer alltså som med gult eller lila... Tabula rasa. Och så var det första gången som jag skrev en tenta i ett främmande språk på ett annat främmande språk. Ibland tvekade jag lite - stavas räv egentligen med e eller med ä, för på isländska är det ju refur. Och vad hette nu den där hålan där räven bor, nånting med gry... gryta? Nej. Det var nåt annat...

Nå, i alla fall fick jag nu äntligen möjlighet att berätta en hel del om min svaghet för den isländska litteraturen från 1900- och 2000-talet. Alla mina älsklingar fick jag äntligen nämna och det vita pappret bara blev blåare och blåare och blåare... Lite mindre entusiastisk var jag under grammatik-martyriet, och det som jag nästan inte lärde mig alls det var ju att tala isländska. Så då är det bra att ha GPS i bilen och i jackfickan. Att köpa lite torkad fisk och en burk Skyr funkar säkert också med teckenspråket.







Endlich durfte ich mich mal ausführlich über eines meiner Lieblingsthemen auslassen - die isländische Gegenwartsliteratur - und ich habe dafür sogar auch noch Punkte gekriegt. Hihi! Seit ich im Frühjahr 2009 den TISUS geschrieben habe, waren meine Prüfungen hier in Schweden ja immer nur umsonst und draußen, so wie bei der Fête de la Musique. Nun also wieder mal schriftlich, noch dazu in einem richtigen Schreibe-Saal, der nur für solche Examen da ist. Draußen vor der Eingangstür hängt ein großer Plan mit allen Prüfungen des Tages, und dort muss man nachgucken, welche Farbe man hat - damit man sich dann an den richtigen Tisch setzt und auch die richtige Prüfung ausgeteilt bekommt. Überall hängen strenge Regeln. Ohne Ausweis braucht man gar nicht erst anfangen, seine persönlichen Sachen muss man an die Wand hängen oder wegschließen, und die Klos sind in der ersten und in der letzten Prüfungsstunde abgeschlossen.

Aber alles das hat mich nicht gekümmert, denn ich durfte mich wie gesagt endlich mal lang und breit über isländische Gegenwartsliteratur auslassen. Sonst fragt mich ja keiner danach. Und auch mit den Übersetzungen und mit der Grammatik ging es halbwegs gut. Was allerdings nicht bedeutet, dass ich jetzt in Island nach dem Weg fragen kann. Das stand schließlich nicht in der Kursbeschreibung. Aber macht nix, wir haben ja GPS. ;-)