Montag, 30. Juli 2012

Saltholmen ohne Sonnenstich


Vormittags gehen wir für ein Stündchen in den Wald, um Blaubeeren zu pflücken. Es regnet, aber das ist für das Waldkindergartenkind überhaupt kein Problem. Am späten Nachmittag fahren wir nach Saltholmen raus. Es regnet nicht mehr, die Sonne kommt sogar noch ein bisschen hervor, aber trotzdem ist keiner dort. Der Wind ist frisch - und so einsam mag ich das Bad am liebsten. Dann vergesse ich, dass wir keinen Balkon haben. Und auch der Enkel ist glücklich: mit einem kleinen Stückchen Sandstrand und den Meeresspaghetti, die er in seinem Eimer für uns kocht.





Någon kille från någon tidning ringde idag och undrade om jag hade några bilder i något större format som jag tagit på Saltholmen någon gång. Och eftersom jag inte hade några bilder i något större format så tog jag med mig kameran i eftermiddags, då solen kikade fram efter den regniga förmiddagen. Inte en enda människa träffade vi där och så är badet som bäst: med kvällssolen och en frisk vind från havet som gör att segelbåtarna låter när de seglar förbi. Och så glömmer jag direkt att vi inte har någon balkong hemma...


Sonntag, 29. Juli 2012

Tunnelbana - Gamla Stan - Dalahäst


Das Wort "Jugendherberge" geht ihm noch nicht so leicht über die Lippen. Aber dort zu wohnen, das findet er cool. Die Stockholmer U-Bahn findet er auch cool - und während wir dort durch die Unterwelt schaukeln, schnattert er "Tunnelbana, Gamla Stan, Dalahäst". Im letzten Sommer hat er das mit dem Ausland und dem Schwedisch noch nicht so recht kapiert - und sich manchmal kaputt gelacht, wenn Herr Möwe und ich uns unterhalten haben. So, als wären wir nicht ganz dicht. Inzwischen weiß er, dass es ein anderes Land ist und dass man dort eine andere Sprache spricht. Seine Mama hat mir erzählt, dass er sich im Wohnzimmer nun manchmal eine Decke auf dem Fußboden ausbreitet. "Mama, das hier ist Schweden. Kannst du mir mal was zu trinken nach Schweden bringen?"

Von der Reisemaus hat er sich dann erklären lassen, dass die Altstadt in Stockholm Gamla Stan heißt, dass man sich in einem Museum die Vasa angucken kann, dass in Lappland Samen wohnen - und noch vieles, vieles mehr. Nach Lappland werden wir irgendwann auch mal zusammen fahren, das habe ich mir schon ganz fest vorgenommen, aber dieses Jahr haben wir es immerhin schon bis Stockholm geschafft. Und so bin ich nun endlich auch mal ins Vasamuseum und nach Skansen gekommen. Ja, bestimmte Dinge macht man irgendwie nur, wenn man Besuch hat. Es war jedenfalls ganz prima in Stockholm mit der Reisemaus und dem Enkelkind!







Förra sommaren fattade mitt barnbarn ännu inte hur det var med Sverige och med svenska språket. Ibland skrattade han högt när herr Mås och jag pratade med varandra. I år är han "mycket större" - och så lyssnade han på en reseguide för barn på CD som handlar om Stockholm, om dalahästar, om samer i Lappland, om midsommar och mycket annat."Mormor, jag skulle gärna vilja se Vasa-skeppet", sa han medan vi snackade i telefon någon gång under våren. Och mormor fixade det förstås. Två gånger övernattade vi på ett vandrarhem på Söder, där inte bara Jakob trivdes utan även hans mormor. Det är ju faktiskt Slas' gamla hemtrakter... Och det var ju Slas som gjorde att jag hamnade i Sverige... På det viset såg jag Vasa-skeppet för första gången och jag vistades på Skansen för första gången. Ja, vissa saker gör man på något sätt bara när man har besök.






Montag, 23. Juli 2012

Island 2012 - Das Abenteuerliche


Die Nummer 4 meiner Island-Top-Ten

Jag tycker om när det blir lite äventyrligt. Riktigt farligt behöver det däremot inte vara. På Island känns äventyret på många ställen. Du kan vandra nedanför en rasbrant, nästan alla branter är ju rasbranter. Du kan vandra ovanför avgrunden. Går du längs havsstranden måste du ofta ha koll på tidvattnet. Alla ställen går inte att passera när det är högvatten. Och ibland kan det vara tvärstopp även när det är lågvatten. Då hittar du ett rep. Repet i vandringsguiden såg inte så äventyrligt ut, tyckte jag, det gör det däremot i verkligheten. Jag orkar och vågar klättra upp två tredjedelar ungefär. Sedan känns det inte bara äventyrligt längre utan farligt. Jag klättar ner igen – och vi går hela den besvärliga vägen tillbaka. Kyrkan i Staður, som finns med i filmen Naturens barn, når vi alltså inte. Inte nästa dag heller, för stigen över heden är för lång för en dagstur. I alla fall i vår hastighet. Att hasta över stigarna gillar vi inte.

Snön ligger kvar på många ställen, ibland ända ner till havsnivån. Då får du kolla var smältvattnet rinner ut och hur landskapet är beskaffat under snön innan du passerer snöfältet. Där kan det bildas bäckar som inte syns eller till och med sjöar. En gång går jag igenom snön. Lyckligtvis är det då bara lite äventyrligt och inte farligt. Sedan kollar vi mycket mera noggrant.

I Västfjordarna besöker vi byar där lavinfaran under vintern är mycket hög. Nu är det ju sommar och det känns inte farligt att vistas där. Folk som bor där vet om faran förstås. Ibland finns det skyddsvallar – som i Flateyri – på många andra ställen inte. I Patreksfjörður såg vi en skola nedanför den värsta sluttningen. Islänningarna har en annan inställning till naturkatastrofer. De finns helt enkelt – och så kan det hända saker. Dö kan man också göra. Folk har ju dött i alla slags olyckor under alla tider: fiskefolk druknade, fårherdar frös ihjäl på heden under ett plötsligt yrväder, byborna överraskades av vulkanutbrott, jordras eller laviner. Jag märkte redan i den isländska skönlitteraturen att dessa människor har ett annat förhållande till döden. Och så har de ju sin tro på alver...







In ihrem Verhältnis zur Natur und zu den Naturgewalten sind die Isländer irgendwie ein bisschen anders drauf - mehr fatalistisch. Bestimmte Dinge geschehen, da kann man mehr oder weniger nix dagegen tun. Bricht ein Vulkan aus, dann tut er das einfach. Rollt eine riesige Lawine ins Tal, dann tut sie das einfach. Steile Hänge gibt es an sehr vielen Stellen, Lawinenschutzanlagen nur an sehr wenigen. In einem Dorf gab es vor gar nicht so langer Zeit ein schweres Lawinenunglück. Nun steht in dem Ort ein Denkmal - und es wurden Erdwälle aufgeschüttet, die die Lawinen in eine andere Richtung lenken sollen. Ob die nächste Lawine darauf Rücksicht nimmt, kann man nur hoffen. Sicher ist es nicht. Trotzdem wollen die Leute in ihrem Dorf wohnen bleiben. Lawinen hat es schon immer gegeben und schon immer sind dabei Leute umgekommen. So ist es eben. Einige Fjorde weiter in einem anderen Ort haben sie eine Schule gebaut - direkt unter einem besonders steilen Hang.

"Mut besteht nicht darin, dass man die Gefahr blind übersieht, sondern darin, dass man sie sehend überwindet", meint Jean Paul. Irgendjemand hat das vor etlichen Millionen Jahren einmal in mein Poesiealbum geschrieben. Gewissen Mutproben kann man sich ohne weiteres aussetzen, wenn man sich auf Island in der Wildnis bewegt. Blöd ist man, wenn man überhaupt keine Ahnung und keine Erfahrungen hat - und dann denkt: Es wird schon irgendwie gut gehen. Es geht natürlich oft gut, es kann aber auch schief gehen. Und so fallen Leute von steilen Klippen runter oder ganze Steilkanten brechen plötzlich einfach ab.

Wir waren bei unseren Wanderungen im Großen und Ganzen eher vorsichtig. Gleich am ersten Tag auf Hornstrandir bin ich nämlich auf einer Schneebrücke eingebrochen. Zum Glück war der Hohlraum darunter nicht tief und ich kam ohne Hilfe wieder raus. Später haben wir da ganz andere Stellen gesehen, wo sich unter dem Schnee große Seen gebildet hatten oder sich das Schmelzwasser unter dem Schnee eine tiefe Schlucht gegraben hatte. Wer dort einbricht, hat ein echtes Problem...

Aber ich habe es ja doch gemocht - das Abenteuerliche. Es begegnet dir irgendwie auf Schritt und Tritt. Die Berge sind oft steil und die Gefahr von Steinschlag oder Erdrutschen besteht an vielen Stellen. Da freut man sich einfach nochmal extra, wenn man unbeschadet durchgekommen ist. An der Küste musst du beim Wandern an Ebbe und Flut denken. Einige Stellen sind nur bei Ebbe passierbar. Andere gar nicht - und plötzlich hängt da ein Seil. Von dem Seil hatte ich schon in meinem isländischen Wanderführer gelesen. "Diesen Weg sollte man nicht mit schwerem Gepäck wählen." Wir haben kein schweres Gepäck. Außerdem trennen uns nicht mehr viele Meter von unserem Tagesziel und dieses Seil ist die einzige Möglichkeit, es zu erreichen. Also versuche ich es. Aber nach zwei Dritteln gebe ich auf. Es fühlt sich nicht mehr richtig gut an dort oben. Und so gehen wir den langen und recht beschwerlichen Weg über die Felsen am Strand wieder zurück...

Dort, wo Amerika und Europa auseinander driften, gibt es warme Quellen. Einige dieser Quellen sind zu heiß, um darin zu baden, andere haben Badetemperatur. Das einzige Problem: Sie befinden sich in unterirdischen Hohlräumen. Und schon wieder hängt da so ein Seil. An einer anderen Stelle hat jemand sogar eine Leiter festgebunden. Und in dem warmen Wasser unten in der Tiefe liegt ein Geocache. Erst musst du also in die Höhle runterklettern - und dann dort auch noch tauchen. Ich habe schon allerhand Dummheiten im Zusammenhang mit dieser Schatzsuche gemacht, aber hier kneife ich doch. Dieses Mal. Schließlich muss man sich noch ein paar Abenteuer für die nächste Island-Reise aufheben! :-)







Samstag, 21. Juli 2012

Joachimsthal


Es ist eine Ewigkeit her, seit ich das letzte Mal am Werbellinsee war. Wahrscheinlich während meiner Lehrjahre in Eberswalde, die zwar keine Herrenjahre, aber durchaus sehr lustig waren. Am Werbellinsee war ich einmal schrecklich betrunken. Was ich trotzdem nicht vergessen habe: seine Farbe. Der See sieht ein bisschen aus wie ein Gletschersee in der Schweiz und passt mit seiner Farbe irgendwie gar nicht in die brandenburgische Streusandbüchse. Heute habe ich Herrn Möwe, meine Tochter und das Enkelkind dorthin gelockt. Schließlich braucht das Züglein von Eberswalde nur eine gute Viertelstunde. Und im alten Bahnhofsgebäude von Joachimsthal, Kaiserbahnhof, kann man sogar heiraten.



Was mein Enkel gar nicht mag: malen, puzzeln, singen. Was er gerade besonders mag: Leute ausfragen. Das hat heute soweit geführt, dass er im Triebwagen ganz vorn beim Fahrer mitfahren durfte.



Det finns trakter nordost om Berlin som hör ihop med urgamla minnen. En sjö till exempel. Vid dess strand fanns det ett pionjärläger som alla äkta kommunistbarn längtade efter att få besöka någon gång. Jag lyckades dock inte, för bara en duktig pojke eller flicka i hela skolan fick åka dit per år och tillbringa sex veckor där. Idag åkte jag till sjön tillsammans med herr Mås, min dotter och Lillen. Sjöns märkliga färg finns kvar, annars är det många fler motorbåtar nu - och framför allt många bullrande motorcyklar som tycker om de krokigar vägarna som går runt sjön. Något som jag inte alls har glömt: Hur man gör en barkbåt. Det lärde jag mig redan för mer än 40 år sedan...






Mein Jodeldiplom habe ich erst vieeel später gemacht, 
das im Rindenschiffchenbauen schon vor mehr als 40 Jahren.





Sonntag, 15. Juli 2012

Island 2012 - Die Begegnungen

Die Nummer 3 meiner Island-Top-Ten

Zweimal übernachten wir auf dem Zeltplatz in Patreksfjörður, eine kleine Stadt am Ende der Welt. Der Name sagt, dass sie an einem Fjord liegt - und es gibt viele isländische Städte mit diesem Nachnamen. Reist man mit dem Auto nach Patreksfjörður, dauert es sehr lange, egal von wo man kommt. Aber damit nicht genug: Von inneren Ende des Fjords kann man auf einer endlosen Schotterpiste bis zum westlichsten Punkt Europas fahren.

Und genau das machen wir, nicht nur weil es der westlichste Punkt Europas ist, sondern weil es dort ganz spektakuläre Vogelklippen gibt - die mit 14 km Länge wohl größte Vogelkolonie im ganzen Nordatlantik. Die Felsen haben eine merkwürdige Form, wie überdimensionale Loopingschanzen, und sie ragen bis zu 450 m senkrecht aus dem Meer. In den hohen Klippen nisten hunderttausende Seevögel - zum Teil Arten, die ich noch nie in meinem Leben gesehen habe - und gerade im Juni ist dort Hochsaison.

Wenn man in Schweden Vögel anguckt, dann sieht das oft so hier aus. Das Federvieh ist also meistens so weit weg, dass man eine starke Optik braucht, um irgendwie einen vagen Eindruck von Nähe zu bekommen. Auf Island braucht man in vielen Fällen überhaupt keine Optik. Die Vögel sind oft gar nicht scheu und man kann ihnen ziemlich nahe kommen. Diese nahen Begegnungen fand ich ganz besonders beeindruckend, denn viele dieser verrückten Vogelarten kannte ich bisher nur aus dem Fernsehen - und ich hätte es wohl damals nicht für möglich gehalten, dass ich selbst mal nur ein paar Meter entfernt von einem Papageitaucher auf einer solchen Klippe am Abgrund sitzen würde.

Nach dem ziemlich anstrengenden, aber doch ganz herrlichen Ausflug zu den Vogelklippen gönnen  wir uns dann abends in Patreksfjörður noch ein richtiges Abendessen im lokalen Wirtshaus. Schließlich ist es Sonntag. Aber damit nicht genug. Beim anschließenden Spaziergang entdecken wir ein süßes kleines Café
, auch dieses natürlich mit Fjordblick. Dort kehren wir nach einer Runde durch den Ort dann auch noch ein, die Torte ist total lecker und die Frau, die uns bedient, sehr nett. "Gestern haben wir wieder Wale gesehen", erzählt sie uns. "Sie kommen oft in den Fjord". Und so wird dieser Sonntag, an dem wir eigentlich mit Tierbegegnungen schon über alle Maßen verwöhnt wurden, tatsächlich noch von einem Wal gekrönt. Er schwimmt gemütlich durch den Fjord, immer wieder taucht seine große Rückenflosse auf und die enorme Wasserfontäne, wenn er ausatmet. Mannomann, das sind ganz unbeschreibliche Momente, und für eine Weile stehst du einfach nur andächtig da und traust kaum deinen Augen...








Möten

Naturen är en ärlig plats. Här blir alla möten alltid lika raka och tydliga - inget krångel, inga tvetydigheter, inga opålitliga svar... I naturen har jag många av mina bästa vänner; bland hararna, blåsipporn och stenarna.

...

Jag är aldrig ensam i naturen. Här kan jag ha mängder av nära möten, intressanta samtal som ger mig ny insikt. Jag kan stanna till vid ett träd inne i skogen och ha ett flera timmar långt samtal om livet. I blomsterängen kan jag ligga bland hundkäx och smörblommor och prata om livet i stort. Kanske möter jag en klok ejderhona ute vid havet som kan berätta om familj och uppfostran.

...

Fåglar kan inte tänka! Det måste vara så... Om en flock på flera tusen starar lyfter från fältet samtidigt - så finns det inga som krockar med varandra. Om alla skulle tänka till för någon hundradels sekund, kanske undrat lite över meningen med livet - då hade det blivit ett enda kaos av krockande fågelkroppar.



Terje Hellesø
Ur: Min plats i ljuset






Und hier mal all die besonderen Vogelarten, von denen ich entweder überhaupt noch keine Ahnung hatte - oder die ich noch nie vorher so nahe gesehen habe: Papageitaucher, Tordalk, Eistaucher, Eissturmvogel, Schneeammer, Odinshühnchen, Sterntaucher, Uferschnepfe, Kragenente, Dreizehenmöwe, Basstölpel


Samstag, 14. Juli 2012

Skärhamn


Manche Inseln sind irgendwie zu groß, um permanent ein Insel-Feeling zu haben. Öland ist zwar auch groß, aber es ist schmal und man sieht von vielen Stellen das Meer. Auf der Insel Tjörn muss man sich dann schon an der Küste befinden, damit sich dieses Feeling einstellt. Heute war ich zum ersten Mal auf der Insel Tjörn - merkwürdig eigentlich, denn es ist ja gar nicht weit von Göteborg. Irgendwie fährt man immer gern weit weg und vergisst manchmal, dass es vor der Haustür auch jede Menge Kleinode gibt.

Allerdings war ich nicht darauf eingestellt, heute dort so viele Leute anzutreffen - denn ausgerechnet dieses Wochenende ist dort irgendwas mit Holzbooten los. Ja, wahrscheinlich bin ich noch ziemlich entwöhnt, nach den einsamen Wochen auf Island. Aber zum Glück kann frau sich ja dem Gewimmel durch die eine oder andere Schatzsuche entziehen. Außerdem haben wir richtig gut gegessen in dem Restaurant, das zum Aquarellmuseum gehört. Im Museum selbst waren wir heute jedoch noch nicht. Das heben wir uns dann mal für einen ungemütlichen Herbst- oder Wintertag auf.




 I Skärhamn finns en kyrka som ler.



Ibland är det roligt med saker som händer som man inte var beredd på, ibland är det mindre roligt. Idag var jag inte beredd på att det skulle vara så jättemycket folk i Skärhamn. Vi hade tänkt på en fin och lugn lördagsutflykt, men sedan var det ju Träbåtsfestival! Visst tycker jag om träbåtar, fast det räcker ju med en egentligen. Så jag fick avlägsna mig lite för skattletning, annars hade jag inte stått ut med alla dessa människor och alla dessa bilar och allt oväsen överallt. (Visst tycker jag om dunk-dunk-ljudet från gamla fiskebåtar, fast det räcker ju med en egentligen...) Dagens meny på Akvarellmuseets krog var i alla fall jättegod, med utställningarna väntar vi dock till höst eller vinter. Vädret var ju trots allt ganska sommarlikt.



Der einzige Teilnehmer im Wettkampf Kategorie Geschirrtuchsegeln!

* * *




Freitag, 13. Juli 2012

Falls es mal wieder regnet...


... und euer Freilichtkino gerade überschwemmt ist:



Det är sommar och livet funkar lite annorlunda. Min fiskbutik vid Kusttorget har stängt, biblioteket har ändrade öppettider, spårvagnarna går i lugnare takt. På radio vikarierar olika mer eller mindre intressanta lekmän och -kvinnor för radiofolket som har semester. Och Aftonstjärnan har sommarpaus, vår favoritbio. Så finns det dock bio på nätet - och det kan man ju titta på. Bland allt möjligt dumt som man kan stöta på där ute i cyberrymdent lyckas man ibland hitta en riktig pärla!

 

Mittwoch, 11. Juli 2012

Island 2012 - Die Hexenküche


Att vistas på månen

"... Som del i min uppfostran tog mig far också till månen. Kanske ingick det i hans agapistiska storplan att jag skulle få se allt. Varför råkade det annars ligga ett exemplar av ett vetenskapligt magasin på bordet med så hissnande bilder av månen att jag måste säga: Undrar hur det känns att vara på månen?
Min far reste sig.
Som han väntat på just denna replik. Han gick runt i rummet, rätade till de tre tavlor, som vid varje litet jordskalv hamnade snett, drog med tåspetsarna rätt fransarna i vår halväkta matta, strök tillbaka håret.
- Månen är nog helvetet. Ingenting växer där. Stenar är det. Grus och svart lava. Mil är det, natt är det. Och sten, återigen...
Han ställde sig med ryggen mot mig och såg ut mot havet, en ganska vanlig ställning, när han ville säga något viktigt:
- Skulle vara en betydelsefull erfarenhet...
Alltså satt vi en vecka senare i en jeep, som sakta kröp genom lavan. När vi närmade oss Víti sa far:
- Nu måste vi sota ansikterna.
- Varför då?
- För att vi inte skall bli upptäckta.
- Av vem då?
- Det vet vi inte än.
Men far visste nog. Han blinkade:
- De vill vara i fred, de är här i hemlighet. De är amerikaner, mer säger jag inte...”


... läs mer

Ur: Göran Tunström - Skimmer



Ett människohjärta slår 90.000 gånger per år ungefär. Hur snabbt slår då hjärtat av en sten? En gång per år? Så föreföll det mig hittills när jag läste om hur bergen bildades och hur de nöts ner. På Island slår stenhjärtana mycket snabbare. Kanske inte så snabbt som våra men mycket snabbare än på många andra ställen i världen. JAA, äntligen händer det saker! Skulle Muminpappa säga. ;-)


* * *





Die Hexenküche (Nr. 2 meiner Island-Top-Ten)

Ein Bild sagt bekanntlich mehr als tausend Worte. Aber auf dem Schiff, mit dem wir nun insgesamt vier Tage lang über den Nordatlantik geschaukelt sind, da gab es ein Poster mit einer - natürlich ganz atemberaubenden - Landschaft. Und auf dem Poster stand: Die Wirklichkeit sagt mehr als tausend Bilder. Und da beißt die Maus keinen Faden ab: Es ist ganz einfach so. Und darum sind meine Bilder auch nur eine magere zweidimensionale Abbildung einer Welt, die nicht nur dreidimensional - manchmal schwindelerregend dreidimensional - ist, sondern wo es auch Gerüche und Geräusche gibt, wo der Boden unter deinen Füßen warm ist, manchmal sogar gefährlich kochend. Und wenn ich nun die Bilder sehe, dann rieche ich ihn wieder: diesen schwefligen Geruch und ich höre es zischen und fauchen aus den Löchern und Erdspalten. Es ist ganz einfach unbeschreiblich!

Als Teenager hatte ich ein schmales Büchlein mit vielen bunten Bildern, in dem ich immer mal wieder gerne gelesen habe. Es hieß: Aus dem Tagebuch der Erde. Da ging es oft um Millionen von Jahren oder sogar um Milliarden. Wandert man in Island über die Lavafelder, dann sieht alles aus wie von gestern oder vorgestern. Hier schreibt die Erde gerade ihr Tagebuch. Und was mich auch immer wieder schwer beeindruckt hat: Wie schnell es dann geht, dass sich kleine Pflänzchen dort in der Lavawüste behaupten.









Dienstag, 10. Juli 2012

BME im AKW


Zu manchen Dingen kommt man wie die Jungfrau zum Kinde. Dass ich mal im Besucherzentrum eines Kernkraftwerkes sitzen würde, um an einer mysteriösen Fortbildung teilzunehmen, das kam in den ansonsten recht krausen Windungen meiner Phantasie nun wirklich nicht vor. Aber gewisse Dinge passieren einfach. Mann liest gewissenhaft einen gewissen Newsletter, dann fragt er Wollen wir uns nicht anmelden? Und wir melden uns kurzerhand an. Einer anderer Mann steht aus freien Stücken morgens um halb fünf auf, um jede Menge Zimtwecken zu backen. Am Abend starren ihn dann gut zwei Dutzend wissbegierige Schatzjäger an, denn sie wollen gerne noch mehr und noch schwierigere Schätze finden.

Es ist putzig zu beobachten, wie verspielt erwachsene Menschen sein können. Und wie man selbst vom Eifer und vom Ehrgeiz gepackt wird. Nein, man will nicht bloß Fünfter sein, wie in Ernst Jandls herrlichem Gedicht (und dem ganz wunderbaren Kinderbuch dazu!), natürlich will man Erster sein. Wenn gut zwei Dutzend Leute gleichzeitig Erster sind, dann ist es zwar nicht ganz so reizvoll, aber es ist mit Sicherheit sehr lustig. Vor allem, wenn es gerade wie aus Eimern regnet.







High voltage!

Ringhals har jag hittills bara sett från något längre håll och jag längtade inte direkt att komma närmare heller. Igår fick jag göra det ändå, precis som det brukar vara med geocaching: att vistas på platser som man aldrig hade uppsökt annars. Det som hade lockat var ett fortbildnings-event som handlade om mystery-caches. En mycket erfaren cachare berättade hur han går till väga för att knäcka en sådan genom uteslutningsmetoden. Några saker hade jag redan testat själv, andra hade jag aldrig hört talas om. Men så ska det ju vara under en fortbildning. Att det släpptes en mystery under eventets lopp kryddade det hela ytterligare - och så FTF:ade hela gänget medan regnet öste ner. Jätteroligt! När blir nästa?









 (Bilder: www.geocaching.com)


Donnerstag, 5. Juli 2012

Island 2012 - Hornstrandir


Wenn ich meine Kamera schon aus Versehen in eine Erdspalte reinschubse, dann nicht in irgendeine beliebige Erdspalte. Gestern habe ich meine Kamera für einen kurzen Augenblick in dem Riss verschwinden sehen, der die europäische von der amerikanischen Kontinentalplatte trennt. Dieser Riss geht wie bekannt geradewegs durch Island - und genau dort ist es natürlich am spannendsten, denn dort passiert Geologie direkt vor deinen Augen. Dass meine Kamera trotzdem heil geblieben ist, grenzt wirklich an ein Wunder. Aber Wunder gehören genauso zu Island wie Vulkanausbrüche, Lawinen, Erdbeben, Steinschläge, Schneestürme, Aschewolken und Erdrutsche.



Genau hier driften die Kontinente auseinander!


Da waren wir nun also zwei Wochen im Wunderland. Mir kommt es vor, als wären wir mindestens vier Wochen dort gewesen und irgendwie weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll zu erzählen. Aber weil sich in meinem Gepäck so ein kleiner Reiseführer befunden hat, der "Island - Top 10" heißt, habe ich gedacht, dass ich hier in meinem Blog auch so etwas in dieser Art aufliste. "Island 2012 - Keris Top 10". Heute also die absolute Nummer 1:

Hornstrandir - oder: Die Entdeckung der Langsamkeit


Keine Ahnung, warum ich unbedingt auf diese Halbinsel wollte. Wahrscheinlich hatte mich das Wort "unbewohnt" sofort angefixt, als ich das erste Mal von Hornstrandir gelesen hatte. Dort gibt es ansonsten keine spektakulären geologischen Vorgänge, keine Vulkane, keine besonders hohen Berge und der Drangajökull, Islands fünfgrößter Gletscher, ist ein mehr oder weniger unnahbarer Bursche und der lässt sich am liebsten aus gebührendem Abstand bestaunen. Straßen oder Wege führen nicht auf dieses unbewohnte Halbeiland. Als Hornstrandir noch bewohnt war, da musste man mit dem Boot über den Fjord kommen. Und das muss man heute immer noch.

Fünf Tage lang wollten wir also in der Einöde wandern, aber es sollte keine von diesen gewöhnlichen Bergtouren werden, wo man mit schwerem Gepäck jeden Tag eine neue Etappe zurücklegt, wo sich alles um Kilometer und Höhenmeter dreht und wo man jeden Morgen sein Lager wieder abreißt, um es abends an einer anderen Stelle wieder aufzubauen. Wir hatten gedacht, uns auf der Seeseite der Halbinsel einen schönen Platz zu suchen, von dem aus wir Tagestouren mit kleinem Gepäck unternehmen konnten. Viel Zeit zum Innehalten sollte es sein, zum Gucken, Genießen und Fotografieren. Und abends würde man in sein kleines Lager zurückkehren, nach Hause kommen sozusagen, und dann bräuchte man nur noch ein bisschen Essen kochen und dann könnte man die Beine ausstrecken, denn die Betten wären ja schon gemacht.

So war unser Plan - aber die Wirklichkeit hat mal wieder alles übertroffen, denn Island ist eben ein Wunderland. Wir haben nicht nur irgendeinen Platz auf der Seeseite gefunden, sondern UNSER Tal, ein eigenes Paradies, so groß wie ungefähr zwanzig Fußballfelder, einen kleinen Kontinent mit allem, was sich ein Naturliebhaber nur wünschen kann: einem eigenen pompösen Wasserfall, der weiter unten im Tal zu einem freundlichen breiten Fluss wurde, flach und sandig, so dass man ihn leicht barfuß durchwaten konnte. Mit einem eigenen, riesenlangen Sandstrand am Meer, mit einem Schwanensee ungefähr in der Mitte des Tals, mit massenweise Orchideen und anderen interessanten Gewächsen, mit Schnee auf der Dachterrasse und einem zauberhaft murmelnden Bächlein vor der Haustür. Unsere Nachbarn waren zwei Polarfüchse, ein heller und ein dunkler, gar nicht besonders scheu, morgens gerne am Strand unterwegs und abends auf den Bergwiesen. Menschen hingegen haben wir in UNSEREM Tal während all der Tage dort nicht getroffen, denn die populären Wanderrouten führen dort nicht vorbei.

Nein, wir sind auf diese Weise natürlich nicht bis zur Hornbjarg gekommen, dieser spektakulären Klippe, wo alle, die nach Hornstrandir reisen, früher oder später hinwandern. Trotzdem haben mir diese fünf Tage unheimlich viel gegeben: neue Erfahrungen, überraschende Erlebnisse, intensive Begegnungen mit der Fauna und Flora, Ruhe und Besinnung. Und wenn ich mir jetzt die Bilder ansehe, dann kann ich diese besondere Atmosphäre ganz deutlich wieder spüren. Ja, ich glaube, wir haben es ganz und gar richtig gemacht! :-)







Att vandra i fjällen utan att fjällvandra

I Utemagasinet hade jag läst om en kille som fjällvandrat och inte fjällvandrat samtidigt. Han gick helt enkelt upp på något fjäll, slog upp sitt tält vid en vacker sjö och stannade där en vecka ungefär om jag minns rätt. Inga dagsetapper, inga tillryggalagda kilometer med tung packning, han bara promenerade runt sin lilla sjö, han spanade djur, han fotade lite och njöt annars av tillvaron. Den idén tilltalade mig direkt när jag läste inlägget, inte bara med tanke på fjolårets grymma skavsår. Att vara någonstans utan att utsätta sig för trycket att komma någonstans. Att ha ett basläger där man så småningom känner sig hemma... Och så undrade jag om Skogsängeln kanske skulle gilla den tanken han också. Ja, det gjorde han faktiskt. Kul! Så var dessa våra planer: att hitta ett ställe där vi skulle trivas och därifrån vi kunde göra enkla dagsturer med lätt packning under fem dagar på den obebodda halvön Hornstrandir.

Men verkligenheten överträffade ju mina föreställningar i många avseenden. Vi hittade inte bara en fin plats vid en vacker sjö på något fjäll, vi hittade ett bortglömt och övergivet paradis, tjugo gånger så stort som en fotbollsplan, en havsvik och en fjälldal samtidigt, med eget vattenfall och en flod som hade världens lättaste vad, grunt och med sandbotten så att man kunde komma över barfota. En svansjö fanns och en massa orkidéer, två fjällrävar bodde granne med oss, en mörk och en ljus, som gillade att spatsera på den breda sandstranden under förmiddagen och i dalen på kvällen. Inte en enda människa träffade vi däremot under våra dagar i det lilla paradiset.