Montag, 31. Dezember 2012

Lichtblicke


Nur noch gut zwei Stunden, dann kommt das neue Jahrtausend in die Flegeljahre, wird zum Teenie, und mal sehen, was es sich dann so ausdenkt mit uns...
 


Licht und Schatten

Wenn sich der Äther erhebt in hoher heiliger Klarheit,
wenn sich ein fließendes Gold über die Erde ergießt,
und vor dem strahlenden Gott die Schatten leise zerrinnen,
freu't sich der blendende Glanz und das allmächtige Licht.
Aber bezaubernder, Freund, erscheint dir die liebliche Gegend -
denn dich freut der Contrast und der gemäßigte Glanz -
wenn die Wolke sich hebt und wechselnd auf Thäler und Dörfchen,
Tannenwälder und Seen dunkle Schattirungen streut,
oder der silberne Mond am Berge freundlich hervorsteigt,
und der Schatten des Berg's tief in die Thäler sich senkt.
O, wie die Höhen sich dann in heiligem Schimmer verklären;
wie das freundliche Licht heller den Schatten besäumt! -
Und doch klagtest du jüngst, dein trauriges Schicksal beweinend,
wie des Lebens Gefild' oft, ach! so dunkel dir sey;
wie auf der Stellen geliebtester dämmernd ein Schatten sich lagre,
oft, nach dem lieblichsten Tag, schwarz dich umgebe die Nacht.
Wechsel vergnügt dein Gemüth; es freuet der Wechsel uns alle:
freue dich, Glücklicher, doch, daß du nicht glücklicher bist.

Sophie Mereau Brentano



Ein glückliches neues Jahr!






Bjartar nætur

Visst är solen redan på väg tillbaka, fast än så länge är måsarna fortfarande upplysta underifrån större delen av dagen, om det nu överhuvudtaget visar sig någon sol alls. Just nu är göteborgsvintervädret som allra värst, brrrr, vått och grått och rått, och flickvännen till min son, som är här för första gången är lite besviken över denna vädrets ogästvänlighet.

Då gäller det att glädja sig åt ljuset som hör till gångna dagar. Under året som gick fanns det lyckligtvis många sådana. Allra ljusaste var dagarna på Island förstås, där solen knappt hann ner bakom horisonten när den genast fick stiga upp igen. Då får den visst vila ut sig nu för att sedan jobba övertid igen om bara några månader.
Nej, det är inte det ideligen ljusa, det är omväxlingen mellan skugga och ljus som förgyller tillvaron, tycker jag.



Gott Nytt År!
















Das Licht - besonders das während unserer Abendspaziergänge - 
kommt also auf Platz 6 meiner Island-Top-Ten.  :-)


Freitag, 28. Dezember 2012

Hare på skare


Man blir lite veckovill så här under mellandagarna. Och så säger Herr Mås vid frukostbordet: Idag är det en helgfri dag. Jag tycker inte att man kan säga helgfri, denna befrielse får bara användas för arbetsfria dagar. Riktigt arbetsfria vardagar får jag egentligen bara när jag vandrar i vildmarken i flera dagar och inte alls är nåbar. Plus de här mellandagarna. Ingen mailade eller ringde för jobbets skull denna vecka. Fem hela dagar! Det kändes skönt.

Imorgon kommer min son och hans flickvän för att stanna en vecka. Vi ska icke-fira nyår tillsammans, tycker de. Och eftersom det har gått på tok med veckodagarna i alla fall så gjordes lördagsvandringen redan idag. Vädret passade ju perfekt. Och det skulle det kanske inte ha gjort imorgon.






Draußen zu Hause

Als Kind habe ich mir immer einen Hund gewünscht, aber meine Eltern wollten keinen. Dann ist mir mal einer zugelaufen, und ich habe gefragt: Darf ich den behalten? Ich durfte ihn nicht behalten. Später haben sie mir dann aber doch einen gekauft. Da war ich sehr glücklich. Nun ist mir also vor einer Weile dieser Waldengel zugeflogen - und ich habe ihn einfach behalten, ohne jemanden zu fragen, weil inzwischen brauche ich niemanden mehr zu fragen. (Ja, es gibt auch Vorteile mit dem Älterwerden!) Der Waldengel macht mich sehr glücklich und das Glück besteht meistens darin, dass wir im Wald abwechselnd hintereinander herlaufen.

Im Radio habe ich gehört, dass mehr als 19.000 Schweden noch am Heiligen Abend ihre Weihnachtsgeschenke zum Verkaufen im Internet feilgeboten haben. Du lieber Himmel, ist die Welt nicht aus den Fugen?!? Da gehe ich tatsächlich lieber stundenlang im Wald spazieren...








 




Montag, 24. Dezember 2012

God Jul!





Sonntag, 23. Dezember 2012

Månsnö i Malmö


Fulla tåg och många människor som bär på invecklade saker. Vi har bara vanliga daypacks med oss och inga invecklade saker. Jo, en invecklad sak fick ja ju i fredags, så julaftonen är räddad för min del, hihi. Och strax efter oss anländer yrvädret till stan. Hui, vad härligt! Vi äter en sen lunch på Lilla Torget, som jag tycker om med sina fina gamla Backsteinhäuser. Mitt på torget där står det en jättestor sängbordslampa. Den avslöjer vem som är turist och vem inte. Turisterna stannar och fotar, trots snöstormen. Efter lunchen klär jag på mig ordentligt och sedan tar jag en långpromenad ända till yttersta spetsen av Västra Hamnen (Här finns en rolig bild på det stället.) Där blåser det rejält och det känns lite Titanic-like, trots att det inte gungar. Sedan pulsar jag hemåt genom större och mindre snödrivor, att ploga är ju helt meningslöst i det här läget, och i hotellobbyn gör jag slut på glöggtermosen utan att tveka. Ibland får man vara lite oförskämd, eller hur? ;-)






Der schwedische Wetterdienst hat eine mittelschwere Wetterwarnung für Schonen rausgehängt. Üppiger Schneefall und stürmischer Wind - und genau im Auge dieses weißen Wirbelsturmes sind wir jetzt, haha! Zum Glück kam unser Zug noch vor dem Unwetter hier an, sonst ständen wir nun wahrscheinlich irgendwo auf der Strecke. In Malmö war ich bisher nur ein einziges Mal zusammen mit meinem Sohn im Herbst 2006, aber da auch nur für ein paar Stündchen. Malmö im Schneesturm gefällt mir irgendwie besser als damals Malmö im Oktober, vor allem abends, wenn die vielen Lichter an sind.

Morgen ist Weihnachten, das hat man an den Leuten mit den dicken Taschen und Tüten im Zug gesehen. In Ängelholm hatten wir eine halbe Stunde extra Aufenthalt, weil die Polizei einen Geschenkedieb dingfest machen musste. "Liebe Leute, passt auf euer Gepäck auf, gerade jetzt sind viele Schurken unterwegs!" Natürlich, die Taschen, Koffer und Tüten sind ja in diesen Tagen auch vollgestopft mit lauter spannenden Paketen. Eigentlich ist es der komplette Wahnsinn...

Nach einem späten Mittagessen mache ich mich gemeinsam mit einem kleinen Elch auf den Weg durch die Stadt. Der Elch gehört einem kleinen Jungen und morgen werde ich ihn zu seinem ersten Wunsch-Reiseziel bringen: Der kleinen Meerjungfrau in Kopenhagen!






Samstag, 22. Dezember 2012

Solen vänder om


De som bor vid ekvatorn de bryr sig förstås inte om det som hände igår mitt på dagen, men vi här i Norden, vi gör det. Och så tänkte jag om nu jorden i alla fall ska gå under den dagen också, då är det kanske bäst att ha roligt. På min favoritbio skulle det spelas midvintermusik från hela världen och multikulti-musik gillar jag. Att lyssna på sånt är i varje fall roligare än att bara lyssna på tyska julsånger som ofta är så högtidliga. Och så mailade jag till min multikulti-väninna i Kullavik och hon svarade JAA! Ja, det var verkligen en fin konsert som rörde både hjärtat och skrattmusklerna. Synd bara att man fick sitta. Egentligen kan man ju inte sitta stilla under sådan musik.


 


Keiner am Äquator kümmert sich freilich um das, was gestern mitten am Tag passiert ist. Wir hier oben im Norden, uns geht das aber schon was an. Und wenn gleichzeitig auch noch die Welt an diesem Tage unterzugehen gedenkt, dann sollte man nicht einsam in seinem Kämmerchen am Küchentische sitzen und lateinische Pflanzennamen pauken. 

In meinem Lieblingskino war ein Multikulti-Mittwinterkonzert angekündigt, und weil ich Multikulti mehr mag als diese immer etwas feierlichen deutschen Weihnachtslieder, habe ich gedacht: Na, wenn die Welt schon untergeht, dann mit Multikulti-Musik! Und also habe ich meine Multikulti-Freundin in Kullavik gefragt, ob sie nicht mitkommen will. Das hat sie gemacht - und es wurde ein richtig schöner Abend! Mit Schwatz und neuen Anregungen und dann mit viel Musik natürlich.

Als ich noch in Berlin gewohnt habe, bin ich regelmäßig zu solchen Konzerten gegangen: Klezmer, Gipsy, Balkanbrass. Aber da war man dann meistens nicht an einen Sitzplatz gefesselt, sondern konnte im Stehen rumzappeln. Denn stillesitzen geht eigentlich nicht bei dieser Art Musik.



Freitag, 21. Dezember 2012

miniPhone


"Wie die Nase des Mannes, so sein Johannes", sagt ein altes deutsches Sprichwort. Ich weiß nicht, ob das heute noch stimmt. Wenn die modernen Mädchen nach etwas gucken, das ist es wohl eher nicht die Nase, sondern in den meisten Fällen: Was hat er für ein Smartphone? Das Telefon als Statussymbol, und gewisse Marken haben mehr Status als andere. Da ist die Korrelation zur Nase sicher zuverlässiger, aber vielleicht auch nicht mehr so wichtig... Na ja.

Heute hat Herr Möwe beim Mittagessen plötzlich gefragt: Was ist eigentlich ein Mini-Phone? Ein Mini-Phone?, habe ich zurückgefragt. Wo hast du denn das her? Ja, vielleicht habe ich ja wieder mal einen wichtigen Trend verpasst... Minitel, ja, das kenne ich, das habe ich Mitte der Neunziger mal unterrichtet, im Berufsfeld "Kauffrau/mann für Bürokommunikation", ja, früher hat man einfach "Sekretärin" gesagt. Aber Mini-Phone? Also ich kriege oft eMails, erklärte mir Herr Möwe, und ganz unten steht immer die gleiche Zeile "Gesendet von Mini-Phone". Da bin ich dann in schallendes Gelächter ausgebrochen. Und nun werde ich die Möwen-Jungs immer schön aufziehen, wenn sie wieder bei unserem Kaffeekränzchen mit ihren Mini-Phones rumspielen. Hihi!




Das liest er natürlich nicht selbst, sondern die Computerstimme, die ihm alles vorliest. Und die liest oft rasend schnell und merkt außerdem nicht, wenn etwas angelsächsisch ausgesprochen werden muss.



På tyska finns ett ordspråk som säger att man ska kolla karlarnas näsor för att dra slutsatsar om hur vissa andra kroppsdelar är beskaffade. Nu vet jag inte om detta fortfarande stämmer, för idag tittar ju inte tjejerna längre efter killarnas näsor utan de kollar: Vad har han för mobil? Idag när vi åt lunch frågade Herr Mås: Vad är egentligen en mini-phone? En mini-phone? svarade jag. Var har du hittat det? Jag känner till Minitel, något som jag snackade om när jag undervisade lite telekommunikation inför blivande sekreterare i mitten på 90-talet, fast mini-phone? Kanske har jag missat en viktig trend? Och så sa Herr Mås: Ja, i en hel del mail som jag får står detta alltid längst ner: Skickat från mini-Phone. Då skrattade jag högt, för nu fattade jag. Hihi! Talsyntensen i hans dator hade hittat på världens roligaste beskrivning för den där grejen, tycker jag, för vem bryr sig idag om näsor längre...


Donnerstag, 20. Dezember 2012

Sterntaler




Dienstag, 18. Dezember 2012

Draumalandið


De nordiska ambassaderna i Berlin har ett gemensamt hus - Felleshus - för utställningar, konserter och många andra publika aktiviteter. Dit gick min son och jag ibland, framför allt när det handlade om Island. En gång kom en isländsk deckarförfattare för att presentera sin nya bok. Som förstärkning hade hon tagit med sig den isländska ambassadören - som bar fluga - samt en hel del isländsk mat och några flaskor brännvin med det lustiga namnet Svarti Dauði.  
Yrsa Sigurðardóttir jobbade då egentligen som byggnadsingenjör, fast hon började skriva deckare om kvällarna medan hon var sysselsatt vid Kárahnjúkar-projektet, för det fanns tydligen inte så mycket nöjesliv där ute i vildmarken... Åhörarnas frågor denna författarekväll handlade därför inte en enda gång om hennes sätt att skriva eller om innehållet i boken, utan uteslutligen om detta mycket omdiskuterade jätteprojekt. Tja, så kan det gå.

I morse fick jag besök av en av de tretton isländska jultrollen. Jag hittade honom i inkorgen till mitt gmail-konto. Där förde han lite oväsen, för han är en sådan, och så viskade han i mitt öra: Idag och bara idag är det möjligt att titta gratis på en dokumentär om just Kárahnjúkar-projektet. Du kan se online på denna film alla andra dagar på året också förstås, men då kostar det lite pengar.

Som slumpen vill lyssnar herr Mås just nu på Mikael Niemis senaste bok Fallvatten. Och jag kommer aldrig att glömma hur det var att åka båt på Akkajaure - Herregud, vilka vågor! - och hur det kändes att komma tillbaka till civilisationen och gå just över Suorvadammen efter en hel vecka i Sarek. Och vad tråkigt det var där vid "Stora Sjöfallet" som bara är en liten rännil nuförtiden...






Dreizehn Weihnachtsgesellen haben die Isländer, allesamt lustige rauhe Kerle, die nun offensichtlich gerade überall ihr Unwesen treiben. Heute hat mir der polternde Hurðaskellir etwas in die virtuellen Schuhe gesteckt. Als ich vorhin meine eMails gecheckt habe, ist es mit lautem Getöse herausgefallen.





Montag, 17. Dezember 2012

Turbellaria


Man friert anders bei nassen +5 Grad als bei trockenen -5 Grad, das heißt, bei trockenen -5 Grad friere ich eigentlich nur selten. Ja, nun ist das gute Väterchen Frost leider wieder abgereist, nach zwei richtig schön kalten Wochen kamen am Wochenende der Regen und das Tauwetter. Der immergrüne Rhododenron hat seine Blätter wieder ausgerollt, die Skier sind zurück in die Abstellkammer gewandert und die Schneemänner brauchen nun nicht mehr zum Föhn greifen, wenn sie des Lebens überdrüssig sind. Das besorgen jetzt die Plusgrade, oh oh... Und da steht nun also das für diese Gegend mehr oder weniger normale schmutzige Matschwetter auf der Tagesordnung und ich habe endlich Gelegenheit, meine Matschstiefel und meine Matschhosen über die Waldwanderwege zu tragen, genau wie mein Enkelkind im Waldkindergarten.


So schön hat es am Samstag noch ausgesehen. 
Aber inzwischen ist fast alles weg.


Puh, die letzte Woche hatte es irgendwie ziemlich in sich - ein richig buntes Kaleidoskop an sehr unterschiedlichen Eindrücken und Erlebnissen. Ziemlich wutschnaubend bin ich ein paarmal gewesen, was schrecklich selten vorkommt, aber das hatte mit unserem Providerwechsel und der dritten Woche ohne Kabelinternet zu tun. Am Freitag hat mich dann endlich, endlich ein kundiger Techniker am Handy via Remote Control durch die Wohnung und den lokalen Netzwerkdschungel gejagt, bis wir schließlich gemeinsam den Fehler aufspüren konnten. Seitdem funktioniert's, hurra, hurra, hurra!

Aber auch kindlich ausgelassen und fröhlich bin ich gewesen, was mir insgesamt überhaupt nicht schwerfällt und was in der letzten Zeit vor allem mit dem Wetter und dem Winterwald Hand in Hand ging. Mitten in der Woche durfte ich dann sogar die Lucia sein, hihi. Nein, nicht in dem großen übervollen Einkaufszentrum, wo die Lucia inzwischen wie eine Miss Universum mit der Hilfe von solchen Telefonabstimmungen gewählt wird, sondern bei -10 Grad draußen im dunklen Glitzerwald bei den sieben Zwergen und anderen liebenswerten Fabelwesen...

Letzten Montag wurden in Stockholm die Nobelpreise ausgeteilt, worauf mich der Konditor oben auf dem Sannabacken dazu überredet hat, mir unbedingt etwas Sahniges zu gönnen, das mit N anfängt. Außerdem hat mich dieser Tag daran erinnert, dass ich nun auch meine eigenen Nobelpreise für 2012 austeilen muss - siehe hier links in der Blogspalte! Einen putzigen Film von Woody Allen habe ich auch gesehen, turbulent und voller sprudelnder Dialoge... Nee, in Rom bin ich noch nie gewesen, aber das steht auf meiner to-do-Liste im Moment auch nicht gerade so weit oben.

Hm, zwischendurch war mir auch mal ein kleines bisschen bange, denn der Januar naht schon wieder unerbittlich und das Datenbank-Muttertier wusste irgendwie immer noch nicht, ob es denn auch im nächsten Jahr hier vom Küchentische aus ein bisschen zur werktätigen Bevölkerung gehören darf. Inzwischen habe ich aber ein Zeichen bekommen. Und das ist ein gutes Zeichen. :-)

Dass Weihnachten vor der Tür steht, habe ich größtenteils ignoriert. Von allen familiären Zusammenkünften mit dem obligatorischen Austausch von mehr oder weniger sinnvollen Geschenken haben wir uns dieses Jahr einfach mal freistellen lassen. Herr Möwe hat noch einen Haufen Treuepunkte auf seinem Best-Western-Konto, die reichen prima für zwei Gratis-Nächte, und also machen wir uns einfach aus dem Staub und ich brauche weder Geschenke zu beschaffen noch einen Weihnachtsvogel zu rupfen, um ihn dann nackt in den Ofen zu schieben. (Oder um ihm schließlich doch nur einen Pullover zu stricken...)

Turbellaria? Das ist eine Klasse farbenfroher Plattwürmer, die keine Parasiten sind, sondern selbst auf Futtersuche gehen und gerne im Meer vorkommen. Ja, ich habe bei meinen biologischen Studien normalerweise ziemliche Schwierigkeiten mit den lateinischen Bezeichnungen... Aber manche merke mich mir sofort. :-)



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Här kommer några bilder som visar Keris vardag en vecka före jul. Dessutom är nu årets nobelpriser utdelade, se i spalten här till vänster!



 Så här vackert såg det ut i lördags. Nu är nästan allt borta.



Operasångaren Luitpold Löwenhaupt tänkte äta 
en gås till jul. Men sedan blev allt helt annorlunda...



Japp, unser neuer Internetprovider :-)


Nu har vi äntligen internet och fast telefon igen! Jaaa!
Varför vi valde Bahnhof? Järnvägsnörden tycker det är kul,
och jag tycker om deras lite speciella filosofi. ;-)



Normalt har jag ganska svårt att memorera alla dessa
latinska namn. Turbellaria däremot fastnade genast.



Sonntag, 9. Dezember 2012

Järnvägsjubel


Nej, det hade jag inte trott, att de verkligen skulle bli klara i år. Men idag gick i alla fall de första tågen. På tåget nummer tre som gick 11:15 från Göteborg central var vi med, ett självklart MÅSTE för en järnvägsmås och hans ledsagare (som dessutom alltid får åka gratis i hela Västtrafiks område...) Hur det gick med väg 45 vet jag däremot inte, för vi åkte ju inte bil utan tåg. Igår fick man springa på vägbanan, läste jag. Vad bra att jag inte sprang på Inlandsvägen igår utan tog det mycket lugnare inne i skogen. Att de blev klara med vägen kan jag dock inte alls förställa mig. När jag åkte där senast i slutet av september såg det inte alls ut så. Men det spelar ju ingen roll längre, för nu finns ju tågen och mer än ett halvt dussin nya stationer.


De nya pendeltågen, som går till Älvängen,
är tillverkade i Salzgitter i Tyskland.



Heute sind wir Eisenbahn gefahren, und zwar auf einer ganz neuen Strecke, die heute früh nach jahrelanger Bauzeit endlich eingeweiht wurde. Herr Möwe war zwar zuerst ein bisschen zögerlich, weil doch gerade so viel Wetter in der Stadt und auf dem Land ist, und wegen der Schneeflocken auf den Schienen. Aber auf einer jungfräulichen Eisenbahnstrecke mit einem funkelnagelneuen Zug zu fahren, dass darf man sich als Eisenbahnfreak doch nicht entgehen lassen! Außerdem kann man bei solchen Gelegenheiten immer mit einer gewissen Freigiebigkeit im Hinblick auf Speisen und Getränke rechnen. Ja, man gönnt sich ja sonst nüscht...

Gesagt, getan. Wir sind zwar nicht mit dem allerersten Zug gefahren, denn der ging schon um 7:15 Uhr, aber dann mit dem dritten, genau zur richtigen Zeit übrigens, um vor Ort die offiziellen Reden und Feierlichkeiten mitzuerleben. Ich habe mir das Offizielle allerdings nicht angetan, sondern bin aus dem Festzelt an der Strecke davongeschlichen, nachdem ich mich an Glögg und Pfefferkuchen gütlich getan hatte, um draußen im Schnee nach verschneiten Schiffen zu suchen. Die habe ich zwar nicht gefunden, dafür aber eine Menge Tierspuren, was ich auch sehr interessant fand.

Den halben Tag haben wir in verschiedenen Zügen und auf verschiedenen Bahnhöfen an der Strecke zugebracht. Das war sehr lustig, denn alles war so neu und natürlich funktionierte auch alles noch nicht hundertprozentig. Außerdem sind offensichtlich einige Leute zum allerersten Mal in ihrem Leben mit einem öffentlichen Transportmittel gefahren, denn sie hatten überhaupt keine Ahnung, wie man in den Zügen ein- und wieder auscheckt. Was allerdings vorzüglich funktionierte, war der Alarmknopf auf der Behindertentoilette. Denn den hat Herr Möwe natürlich als allererstes ausprobiert. ;-)




Helt ny pendeltågstation: Gamlestaden



Järnvägsjubel i Lödöse Södra.



Helikopterflyg kunde man också vinna...



 Älvängen. De nya pendeltågens slutstation.



 Unsere neuen Vorortzüge wurden in Salzgitter hergestellt.



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Kuriosa: Weil das gesamte Eisenbahn- und Straßenprojekt auf einer bis zum Teil 100 m tiefen Lehmschicht gebaut wurde, mussten während der mehrjährigen Bauzeit alle verfügbaren Maschinen, die Betonpfeiler in die Erde rammen konnten, aus ganz Schweden und sogar den Nachbarländern zusammengeborgt werden.


Samstag, 8. Dezember 2012

Wintherfroiden


Man bewegt sich irgendwie anders, wenn Schnee liegt. Die Erdanziehung ist ein kleines bisschen geringer, glaube ich. Nicht nur beim Skilaufen, da natürlich ganz besonders, nein, auch beim gewöhnlichen Wandern. Außerdem hatte ich gestern noch nicht gedacht, dass man sich tatsächlich einen ganzen Tag lang draußen aufhalten kann, jedenfalls bis zum Sonnenuntergang. Ich hatte gedacht, man hält es bei dieser Kälte nur ein paar Stunden draußen aus, also freiwillig. Mehr oder weniger unfreiwillig haben wir ja schon ganz andere Sachen gemacht, im November 2010 und im Februar 2011 zum Beispiel...

Aber dann waren es heute früh doch nur -7 Grad und die Sonne schien ganz prachtvoll - wenn auch nicht besonders hoch vom Himmel - ein Wetterchen zum Heldenzeugen sozusagen. Und wir sind tatsächlich fast sechs Stunden draußen herumgestapft, und ich habe kein einziges Mal gefroren. An den Füßen hatte ich dicke Wollsocken aus Irland (danke Toni! :-) und auf dem Kopf meine uralte Strickmütze aus fernen Studententagen, als wir im Wohnheim eine Zeitlang wie die Blöden um die Wette irgendwelche Anziehsachen gestrickt haben. Wie alt mein schöner dicker Wollpullover ist, weiß ich gar nicht, denn den habe ich mal für nur ganz wenige Kronen bei der Heilsarmee erstanden...

Ja, also der Schnee ist im Moment nur so tief, dass er gerade richtig schön aussieht, aber nicht zu anstrengend zum Wandern ist. Außerdem ist er ganz leicht, trocken und pulverig und an vielen Stellen hatte die bittere Nachtkälte noch richtig feine Rauhreifkristalle installiert. Ich konnte mich wirklich nicht sattsehen! Ist es doch nur sehr selten hier so ein perfektes Winterwetter. Aber noch ist kein Tauwetter in Sicht und ich werde jeden weiteren Tag sehr genießen.







Inte ens om jag hade vunnit i lotteriet hade jag tillbringat den här dagen i något köpcenter eller på någon julmarknad. Ute var det nämligen sagolikt vackert och trots kyla kunde man vandra i flera timmar. Snön var lätt och torr och inte för djup heller. Solen var framme hela dagen och det blåste inte. Redan under veckan hade jag ju njutit av vintervädret. En timme åkte jag skidor i Slottsskogen varje dag. Spåret där är knappt en kilometer långt och det är framför allt äldre damer och herrar som håller till där under dagen. Den långe måsungens sambo undrade om jag kanske hade lust att delta i vasaloppets öppet spår tillsammans med henne i slutet av februari. Om vintervädret fortsätter kommer jag säkert att uppnå nio mil någon gång, nio säsongmil alltså. Men inte skulle jag vilja göra det på en enda dag. Så snabbt brukar jag ju inte alls åka. Mysfaktorn är det som är det viktigaste för mig. Och det funkar utmärkt med en timme i Slottsskogen, utan att räkna eller mäta...



Donnerstag, 6. Dezember 2012

Islands Flora


Die Nummer 5 meiner Island-Top-Ten

Bevor ich hier mit Schnee und Kälte weitermache (draußen sind es im Moment knackige -14 Grad), vielleicht ein bisschen Chlorophyll zur Abwechslung? Dass ich in diesem Jahr auf drei Vulkaninseln war, ist mir erst vor einigen Tagen bewusst geworden. Im Frühjahr auf Sizilien, im Sommer auf Island und nun im Herbst wieder bei den Kanarienvögeln. Mannomann, was für ein Leben!
 

In Jón Kalman Stefánssons Roman "Himmel und Hölle" stirbt ein junger Fischerbursche, weil er - anstatt seinen wasserdichten Anorak einzupacken - sich vor dem aufs-Meer-fahren lieber mit einem Gedichtbuch beschäftigt. Ich hatte auf Island eine ganz ähnliche Wahl: Kaufe ich mir als Mitbringsel einen Islandpullover oder eine Islandflora? Zum Glück war der Ausgang dieser Wahl nicht ebenso lebensgefährlich wie in dem Buch, denn es war ja mitten im Sommer und noch dazu richtig warm. Schließlich habe ich mir keinen Pullover gekauft, sondern nur ein Paar wollene Handschuhe - die ich gerade sehr gut gebrauchen kann - und eine wunderbare Islandflora in deutscher Sprache.





Und natürlich habe ich viele, viele von diesen herrlichen arktischen Blümelein fotografiert. Und was machen Botaniker dann im Winter? Na, sie sitzen in ihrem Kämmerlein und bestimmen... nein, keine Eisblumen. Sie bestimmen die vielen Blümelein auf ihren Reise-Fotografien! Einhundert Bilder habe ich letztendlich herausgesucht und versucht, die Gewächse darauf zu bestimmen. Meine beiden Botanik-Lehrer, einer in Göteborg und einer in Karlstad, haben schon mal einen prüfenden Blick auf die Bilder geworfen und bisher noch keine Einwände gehabt.





Vad gör en botaniker på vintern? En botaniker på vintern bläddrar i sina floror och jobbar med alla dessa foton som han eller hon tagit på sommaren. De flesta av mina bilder på sommarväxter i år är från Island. Den växtligheten där tyckte jag faktiskt mycket om. Det är fjällflora som börjar växa på havsnivån! Otroligt vackra är de och underbart gröna.



Die einen fotografieren die großen Dinge.
Andere fotografieren die kleinen Dinge.



 Oft gab es gleich vor der Haustür viel zu entdecken...



Was macht man, wenn man sich auf Island im Wald verläuft?
Na, einfach aufstehen! ;-)


Montag, 3. Dezember 2012

Poesie der Jahreszeiten


Es ist kalt. Es ist Dezember. Es schneit. Und bei Lidl habe ich mir gefütterte Matschstiefel gekauft, solche wie die Kids haben. Aber erst einmal sieht es nach zuverlässigen Minusgraden aus und diese Woche wird das Wetter hoffentlich noch nicht herummatschen. Ich blättere in ein paar kleinen Gedichtbüchlein, die alle was mit Jahreszeiten zu tun haben. Am 1. Dezember ist wieder eins dazugekommen.





Erster Schnee

Der Fjord mit seinen Inseln liegt
wie eine Kreidezeichnung da;
die Wälder träumen schnee-umschmiegt,
und alles scheint so traulich nah.

So heimlich ward die ganze Welt ...
als dämpfte selbst das herbste Weh
aus stillem, tiefem Wolkenzelt
geliebter, weicher, leiser Schnee.

Christian Morgenstern







Årstidernas poesi. Fridfulla skisser i akvarell. Med en pålitlig distans till de stora världsproblemen och till de små vardagsbekymren. Snön som faller sakta. Träden som sträcker ut sina armar och tar emot, för att deras grenar ska synas även i mörkret. Det fina mönstret som snön gör på takpannorna. Som florsockret på pepparkakshuset.

...älskade, mjuka, tysta snön.







Samstag, 1. Dezember 2012

Augustpriset


Att spendera sin fritid kan man göra på en massa olika sätt. Några är vettigare, andra kanske mindre vettiga, fast roliga ändå. Just nu finns ett antal göteborgare - siffran är svår att uppskatta - som står ute i kylan i timmar för att leta upp olika spårvagnar. Dessa är dock inga vanliga trainspottare och de är inte heller med i Spårvägssällskapet Ringlinjen som driver Lisebergslinjen. Dessa är geocachare, som är ute efter tio spårvagnar med vissa namn. Vagnar behövs för att leta upp siffror som står på biljettautomaten längst bak i vagnen. Siffrorna behövs sedan för att räkna ut koordinater till en liten magnetisk gömma, innehållande en loggbok, någonstans i innerstaden.

Jag är med bland dessa galningar i ett pyttelitet jaktlag och igår på eftermiddagen fattades bara en vagn på vår lista. Vagnen heter August Kobb. Känslan när denna vagn plötsligt dök upp igår var oroväckande härlig. Imorse loggade vi cachen - och så blev jag den andra kvinnliga geocacharen som gjorde det. Kul, eller? ;-)




Jeden Tag ein klitzekleines Türchen...



Ich mag Türchen aufmachen. Und schon seit Wochen (Monaten!) konnte man allerhand von diesen Türchen-aufmachen-Dingern kaufen. Riesige Stapel lagen in den Geschäften. Und unglaublich, was da alles drin sein kann! Aber ich habe mir kein einziges davon gekauft. Im Buchladen hat mir nämlich der Buchjo wieder so ein ganz kleines und ganz ungefülltes zugesteckt. Weil es ungefüllt ist, kann man eine kleine Kerze reinstellen und dann leuchtet es. Jeden Tag ein kleines bisschen mehr. Schön! :-)

Pünktlich zum Beginn der Adventszeit ist hier auch das tapfere Väterchen Frost angekommen. Schwuppdiwupp, sogleich kriegen die Felsen gefrorene Rotznasen und nach nur zwei kalten Nächten haben die Kanäle in der Innenstadt eine dünne Haut, auf der die frechen Möwen schon herumspazieren. Herr Möwe dagegen seufzt tief und zieht sich lange Unterhosen an und sehr viele andere warme Sachen, um Brot beim Bäcker einzukaufen. Das ist ein Fußweg von drei Minuten. Ich ziehe mir auch allerlei warme Sachen an, um draußen in der Kälte herumzuspazieren. Das können dann schnell mal zwei Stunden werden oder mehr. Diese Woche musste ich außerdem verschiedene Straßenbahnen finden. Ja, manchmal nimmt man wirklich an sehr lustigen Sportspielen teil. Das liegt am Geocaching. Dabei werden ansonsten recht seriöse erwachsene Menschlein wieder zu fröhlich und unbekümmert spielenden Kindern. Nun sind wir jedenfalls Vierter geworden. Schön! :-)




Jetzt ist es wieder soweit...
Dieses Büchlein lese ich jedes Jahr.