Dienstag, 26. Februar 2013

Ende Februar


Mittags in der Sonne spürt man schon ein kleines bisschen den Frühling. Die Leute sitzen am Fluss, immer noch in dicken Jacken zwar, aber sie sitzen in der Sonne auf einer warmen Holzbank, mit geschlossenen Augen und einem kleinen Lächeln im Gesicht.

Jetzt müsste man eine schwarze Katze sein!






Mitt på dagen kan man känna solen, då viskar den om våren. Folk sitter ute på kajen, fortfarande i tjocka kläder, men det är något i deras ansikten som är lite annorlunda.

Jag träffar en svart katt och tänker: Hon har det bäst. Just nu.



Sonntag, 24. Februar 2013

Marmorkuchen


Kuchenbacken ist nicht so mein Ding. Manchmal, ganz selten, backe ich Muffins, denn sie ähneln dem am meisten, was ich am besten aus meiner Kindheit kenne: Marmorkuchen. Den haben wir damals oft gebacken und ich habe ihn immer sehr gern gegessen. Am liebsten das, was beim Backen aus der Napfkuchenform herausgeguckt hat und dann besonders knusprig wurde.

Gestern waren wir am Meer, wo direkt am Wasser ganz besondere Marmorkuchen wachsen. Mit sehr hübschen Mustern und weichen Formen. Allerdings viel zu knusprig, um sie zum Kaffee zu verspeisen.





Jag är inte alls någon hobby-bagare. Mycket sällan bakar jag muffins, eftersom de liknar mest det som jag känner till från min barndom, och det är tigerkakan. Den bakade vi nästan varje helg och den tyckte jag mycket om. 

Igår besökte vi tigerkakorna vid Bua Strand. De är verkligen vackra med sina fina mönster och mjuka former. 



Ja! Ein Napfkuchen, auf dem
man herumklettern kann!



Mittwoch, 20. Februar 2013

Eine Junge weint nicht


Gestern waren wir beim hiesigen Blinden- und Sehschwachenverband zu einem Vortrag. Ein Psychotherapeut hatte sich angesagt, um über Menschen in Krisensituationen zu sprechen. Es war ein gestandener Mann, schon über siebzig, mit einer langen Arbeitserfahrung als Diakon, Sterbebegleiter und Berater für von Krebs betroffenen Familien. Beeindruckend fand ich seine beinahe hemdsärmlige Vortragsweise - das Thema war ja schon recht ernst - und wie gut er es geschafft hat, dass man trotzdem oft lachen musste. Irgendwie hat er es prima verstanden, seine konkreten Erfahrungen aus der Beratungs- und Therapiepraxis mit Anekdoten über allgemein menschliche Stärken und Schwächen zu würzen, und das alles in einem lokalen Dialekt, denn er ist hier in unserem Kiez im alten Majorna aufgewachsen.

Eines seiner Steckenpferde ist, wie Männer mit Krisen und Problemsituationen umgehen. Und dabei ist mir allerhand durch den Kopf gegangen... Dass es hier im Norden vielleicht noch ein bisschen mehr verpönt ist, wenn Männer Gefühle oder Schwächen zeigen. Vor allem nicht, wenn sie mit Männern zusammen sitzen und über Gott und die Welt reden. Männer, die ein Problem haben, die gehen joggen oder Holz hacken. Und wenn sie weinen, dann heulen sie heimlich.

Außerdem hat der Therapeut gestern noch das Internet angesprochen, als modernes Medium, um Krisensituationen und Probleme zu bearbeiten. Und das kann ich nur bestätigen. Mein Psychotherapeut ist die Tastatur - preiswert, zuverlässig und stets ohne auf einen Termin warten zu müssen. Ja, in meinem Blogg landet eigentlich nur das Gute und Schöne. Aber auch wenn ich mich gerade nicht so toll fühle, dann wird es in etwas Positives umgewandelt, und damit geht es mir dann auch gleich ein bisschen besser. Als es mir vor gut einem Dutzend Jahren einmal richtig mies ging, da war ich regelmäßig zu Besuch in einem weit entfernten Chat, denn dort war immer jemand, mit dem ich reden konnte.

Und dann fiel gestern auch der Name eines Mannes, von dem ich noch nicht gehört hatte: Viktor Frankl. Ja, und den habe ich mir natürlich sofort auf meine to-do-Leseliste gesetzt. Ich frage mich nur, wann ich all diese lockenden und interessanten Bücher alle lesen soll... ;-)






Igår gick vi till en SRF-temakväll och lyssnade på en äldre psykoterapeut, som pratade om människor i kris. Vad är egentligen en kris? Hur reagerar den drabbade och hur reagerar omvärlden? Hur kan man hjälpa någon som hamnat i en kris? Jag tyckte föredraget var inte bara intressant utan även gjort på ett ganska speciellt sätt: kryddat med berättelser ur hans långåriga arbete, men också med anekdoter och lokala kåserier. Inte alls teoretiskt, tråkigt eller högtravande, utan snarare underhållande, men trots allt mycket givande. Och så snackade han ju Majorna-dialekt, sa herr Mås.

Hans käpphäst tycks vara hur män reagerar i kris, något som jag själv funderat om en del. Jag tror faktiskt, det är svårare för dem än för oss kvinnor, som har lättare att prata om sina problem och svårigheter. Att hjälpa någon i kris kan man göra på olika sätt. Så här gör till exempel Kâlle när hans kompis ramlat omkull i rännstenen efter en kväll med en hel del högprocentiga drycker: Oj, du, jag kan nog inte hjälpa opp dej, men jag kan lägga mej bredvid dej...




Kal och Ada utanför Liseberg (Bildkälla)



Dienstag, 19. Februar 2013

Überraschungen


Se Norges blomsterdal!
Farvel du kvalme fangekrok,
den ville graneskog,
er nå så deilig sval!
Tra-la-la-la!
Ja, lystelig det er i nord
blant fjell og li och fjord.


Es hat seine Vorteile, wenn man ein bisschen schusselig ist. Plötzlich klingelt der Postbote und überreicht einem ein dickes Päckchen. Wow!, denke ich. Das muss ein Buch sein. Und weil Herr Möwe keine Bücher bestellt, ist es sicher für mich. Ja! Es ist für mich. Habe ich ein Buch bestellt? Wahrscheinlich habe ich mal wieder in irgendeinem Antiquariat im Internet ein Buch bestellt. Und was für ein dickes! Mit ein bisschen Herzklopfen packe ich es aus...

Ja, natürlich! Jetzt fällt es mir wieder ein. Anfang letzter Woche hatte ich mich tief in den Weiten des Internet verloren, um Wanderkarten zu bestellen... Detaillierte Wanderkarten für neue Fjällwanderungen. Das ist nicht so einfach, vor allem, wenn die Berge, die bestiegen werden wollen, irgendwo im Ausland herumstehen. Aber es war mir dann letztendlich tatsächlich gelungen, und die Karte war schon Ende letzter Woche gekommen. Dass ich während dieser Recherchen auch auf eine ganz preiswerte Norwegen-Flora gestoßen war, hatte ich inzwischen schon wieder total vergessen. Schließlich musste ich neben der Arbeit und dem Studium ja unser Outdoorweekend vorbereiten und dann ist letzten Mittwoch auch noch der Rechner von Herrn Möwe kaputtgegangen und nun muss ich vieles für ihn mitmachen, bis eine neue Festplatte eingebaut ist...

Ja, aber solange es nicht krankhaft ist, schadet es nicht, wenn man ein bisschen schusselig ist, finde ich. Überrascht zu werden, das ist nämlich ganz prima! :-)




Auf der Buchrückseite dieser Norwegen-Flora steht, dass
Olav Gjærevoll nicht nur ein begeisterter Botanik-Professor
und Naturfotograf, sondern auch der weltweit allererste
Umweltminister war. Sehr sympathisch, finde ich.


Jag tycker de är sympatiska, de personer som är lite disträa. Om jag inte skulle tycka om dem, då skulle jag inte gilla mig själv. Och det ska man ju göra, annars går självförtroendet åt skogen. ;-) Idag ringde det på dörren. Det var brevbäraren som inte lyckades stoppa ner ett stort omslag genom postluckan i dörren. (Egentligen gillar jag inte den där luckan alls. Fortfarande rycker jag till, när det plötsligt hamnar något på golvet i hallen. Och en del fina böcker har fått små skador, för att de bara slängdes där på golvet...)

Nå ja, det stora omslaget idag gick i alla fall inte ner genom springan i dörren och jag fick den i handen personligen. Kul, en bok, tänkte jag. Har jag beställt en bok? Kanske det. Och vilken stor grej! Medan jag packer upp det, kommer jag så småningom ihåg. Javisst ja, den beställde jag i början på den gångna veckan i samband med att jag letade efter vandringskartor på nätet. Kartan hittade jag slutligen på en tysk webbsida, och på något sätt stötte jag också på den där boken, som jag sedan beställde för bara lite pengar på något antikvariat någonstans på nätet. Så kan det gå. Ja, det är faktiskt ganska roligt att vara lite disträ. Då blir man överraskad plötsligt - och att bli överraskad, det är ju härligt!




Was machen Botaniker im Winter? 
Ja, sie blättern gern in ihren dicken Büchern...
Aber bald ist es März und dann geht es wieder los!
Dann kommen die ersten Blümelein. :-)



Att jag er med i denna förening, det glömmer jag
också ibland - tills nästa tidning kommer. Jag kanske
borde kolla deras program lite oftare...


Sonntag, 17. Februar 2013

Der Wald plaudert


Der Sommerwald ist überaus gesprächig: Er erzählt dir von den Blumen, den Vögeln und all den mehr oder weniger netten kleinen Krabbelwesen. Du kannst sie sehen, anfassen, riechen, hören. Oder spüren. Also die weniger netten kleinen Krabbelwesen. Das sind eine Menge Erzählungen, manchmal fast zu viele...

Was der Sommerwald aber gerne verschweigt, das ist das Leben der Fellwesen. Nur sehr selten kriegst du eines von ihnen zu Gesicht und von ihren Spuren siehst du eigentlich nur die Toilettenbesuche und hin und wieder ein paar Fußabdrücke auf den feuchten Stiegen. Der Winterwald erzählt dafür eine ganze Menge vom Leben der Fellwesen. Du siehst, wo sie gehen, wo sie fressen - und wo sie schlafen. Die großen Elche zum Beispiel. Die sind so auf der Hut, dass man sie nur sehr selten zu Gesicht bekommt, egal ob im Sommer oder Winter. Aber im Winter siehst du ihre Spuren an vielen Stellen. Und ihre Schlafplätze. Sie legen sich ganz einfach in den Schnee - und du findest immer wieder die Abdrücke ihrer großen Körper. Was mich überrascht, ist, dass der Schnee kaum taut, dort wo sie schlafen. Eigentlich ist er nur plattgedrückt. Bedeutet das, dass sie so gut eingepackt sind in ihr Fell, dass von ihrer Körperwärme kaum was an die Umgebung verschwindet? Oder liegen sie einfach nur nicht lange genug?

Die Menschentiere haben ihr Fell irgendwann verbummelt im Laufe der Evolution. Und wenn sie im Schnee übernachten wollen, dann müssen sie sich vorher mehr oder weniger teures Equipment kaufen und das dann in den Wald schleppen. Es ist gerade etwas milde Luft vom Kontinent hier im Norden angekommen, so dass am Tage und in der Nacht das Quecksilber kurz über der Nullmarke steckengeblieben ist. Das machte dem Schnee im Wald und dem Eis auf den Seen noch nicht so viel aus, aber es macht, dass wir unser mehr oder weniger teures Equipment in den Wald geschleppt haben, um endlich mal wieder draußen zu übernachten. Und wenn jetzt ein Elch dort vorbeikommt, wo wir mit unseren Fell-losen Körpern und mit unserem mehr oder weniger teuren Equipment im Schnee gelegen haben, dann lacht er sich halbtot - wie schlecht isoliert wir sind, trotz des mehr oder weniger teuren Equiments. Aber vielleicht haben wir auch einfach nur zu lange geschlafen...






Inte några minusgrader på natten just nu, men fortfarande fint vinterlandskap ute, så då var det dags att börja campingsäsongen tyckte vi. Som utflyktsmål bestämde vi Kinna-trakten, där det finns en hel del skatter som sådana som vi är ute efter. Ö-skatter till exempel, som nu kan nås utan gummibåt, eller spök-skatter, som är svårare att ta under de ljusa nätterna på sommaren. Och så har vi blivit någon slags dreamteam när det gäller arbetsfördelningen: Skogsängeln brukar agera kusken och är dessutom särskilt bra på hjärngymnastik, medan jag sköter matsäcken och tar gärna hand om det lite grövre fältarbetet (genom att vada, klättra eller göra mig smutsig ordentligt). Det har aldrig uppstått något gräl om sådant mellan oss, och råkar vi ut för lite otur under skattjakten eller med vädret har vi hittills alltid lyckats uppmuntra varandra. :-) 

Ja, jag tycker fortfarande det där med geocaching är en jättekul blandning av varierande utevistelser med fina naturupplevelser samt lite spänning, äventyr och barnsligheter. Och så blir ju allting protokollerat också. Herregud, vilka udda statistik-grejer man kan få ut av det hela!



Immer noch dickes Eis auf den Seen macht, 
dass man prima Insel-Schätze heben kann.



Zur blauen Stunde auf dem weißen Wasser des Lilla Hålsjön.



Nach getaner Arbeit draußen Essen kochen:
Etwas, das ich sehr gerne mache!



 Snögubben



 Snögumman



Freitag, 15. Februar 2013

Begegnungen


Beim Herumstromern auf einer Seeräuberinsel - ich war auf der Suche nach vergessenen russischen Filmen - ist mir vor ein paar Tagen ganz zufällig und überraschend ein interessanter Mensch begegnet: Georges I. Gurdjieff. Nun ja, vielleicht war er wirklich nur ein esoterischer Scharlatan, wie es an verschiedenen Stellen zu lesen ist, aber irgendetwas hat mich doch sehr angesprochen. Seine Wanderungen, sein Wissenshunger, das Sammeln von Weisheiten aus ganz verschiedenen Religionen und uralten Volksbräuchen. Und dann die Musik, die er geschaffen hat. Und das, obwohl er keine Noten schreiben konnte. In dem Dokumentarfilm, über den ich auf der Insel gestolpert bin, wird es ausführlich beschrieben.

Nun habe ich mir sein Buch über die Begegnungen mit bemerkenswerten Menschen aus der Bibliothek ausgeliehen und ich werde mir dann auch den Film ansehen, der dieses Buch zur Grundlage hat. Denn auch in meinem Leben waren es vor allem einige bemerkenswerte Menschen, die mehr oder weniger meinen Weg bestimmt haben. Sonst würde mein Lebenslauf wohl noch viel mehr wie ein Flickenteppich aussehen, als er es sowieso schon ist. Ja, für uns umtriebige und wankelmütige Flatterdrachen sind sie ganz besonders wichtig: Meetings with remarkable men...




* * *





* * *



På en bortglömd sjörövarö mötte jag en intressant människa. Ja, det är de möten med de anmärkningsvärda människorna som ofta gör att ens liv går en viss väg och ingen annan. Det har jag upplevt själv ett antal gånger. Framför allt under de åren då min tidigare världsbild rasade. Sedan dess har jag letat efter en alternativ världsbild, som jag dock ännu inte hittat...





Samstag, 9. Februar 2013

Hinübergehen


... Die Pfähle stehen ganz still im Eis.

Feierliche, sehr scherzhafte Tage:
man kann hinübergehen wo immer man will.

Versteht ihr: Wo immer man will.

Und gehen dann ein paar in den Wald,
mit der Axt, und suchen sich einen dürren Baum,

und spalten ihn, mit kurzem, dürren Schlag,
so sagt das Holz HOLZ, ganz deutlich HOLZ, HOLZ.

Das Feuer donnert und schläft nicht in den Schornsteinen.
Die Pfähle stehen ganz still im Eis.

Und eines Morgens sieht man ein paar weiße Pferde verschwinden.

Das sind wunderbare Tiere.

Lars Gustafsson
aus: Wintergedicht







Einige Meeresbuchten sind komplett zugefroren. Ich bin trotzdem vorsichtig mit dem Hinübergehen. Aber ein anderes Leut haben wir heute gesehen, das einfach hinübergegangen ist. Mit leichtem, federndem Schritt. Das Leut hatte vier Beine, ein rotes Fell und einen langen buschigen Schwanz. Versteht ihr: Hinübergehen, wo immer man will.

In den Wäldern macht es mehr Spaß, das Hinübergehen. Kein schwankendes Balancieren über schmale Holzstege im Erlensumpf. Keine nassen Füße, keine Matschstiefel. Keine Mücken, keine Zecken. Und die Tage werden deutlich länger. Es ist Februar.







Inga mygg, inga fästingar, inga älgflugor. När jag skakar ut min jacka efter vandringen: Enbart enbarr. Inga våta fötter, inget vinglande över smala spänger genom alkärret. Visst kan man inte sitta länge i snålblåsten vid fikabordet utanför Fältbiologernas röda stuga. Men sitta kan man en stund. Och ljuset är tillbaka, dagarna är inte så väldigt korta längre. Det är februari.



Dienstag, 5. Februar 2013

Nachschlag


Nun ist das schöne Festival leider schon wieder vorbei. Gestern hatten wir nochmal Karten für einen bemerkenswerten Streifen aus Georgien. Keep Smiling handelt von der Farce eines Schönheitswettbewerbs für Mütter im georgischen Fernsehen. Unglaublich, was sich da so abspielt!





"Keep Smiling is a heartfelt story, a vast reservoir of pain but told with satiric humour, a tale of six Georgian women taking part in a beauty contest of mothers. The media and organizers exploit the participants' human tragedies: the lives of Georgian women, the Abkhazian war, patriotism. The film is about how easy it is to become a puppet in somebody´s hands and how hard it is to retain self-respect. Is it right that the end justifies the means? And does winning at the price of lost dignity make one happy?" (Rusudan Chkonia)



Sonntag, 3. Februar 2013

Na, und denn?


Es gibt Filme mit Happy End und solche ohne. Filme mit Happy End machen manchmal Mut, so wie dieser hier, oder sie unterhalten einen einfach, ohne dass man besonders berührt wird, was hin und wieder auch ganz nett ist. Manchmal hinterlassen sie aber auch dieses schale Gefühl - Na, und denn? - das schon Tucholsky so schön beschrieben hat. Und also ist es eigentlich besser mit Filmen ohne Happy End, finde ich. An denen hat man länger zu knabbern, die lassen einen nicht so schnell wieder los, weil sie nicht so einfach runtergehen wie Öl.

Seit einer Woche ist Filmfestival in Göteborg und ich habe nun bereits sechs der sieben Filme angeschaut, für die ich Eintrittskarten habe. Von diesen sechs Filmen hatten fünf kein Happy End - und ich bin sehr froh, dass ich sie gesehen habe, wahrscheinlich gerade deshalb, weil sie nicht gut ausgegangen sind, denn so werden sie mich noch eine Weile beschäftigen. Die Karten für diese Filme hatte ich herausgesucht, ohne sehr lange zu suchen - ich finde solche dicken Festivalkataloge nämlich eigentlich ziemlich schrecklich - sondern einfach nur beim Blättern durch die Länderliste.



* * *


Drei ganz unterschiedliche Persönlichkeiten verlieren den
Menschen, den sie am allermeisten lieben und brauchen:

 Living (Russland 2012)




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Ein ganz unglaublicher Film, der auf einer ganz 
unglaublichen, aber doch wahren Geschichte beruht:

The deep (Island 2012)





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Gefängnis, Erdbeben, Freiheit, Tsunami, 
Verlust, Ohnmacht. Und ein Tiger:

The year of the tiger (Chile, 2012)




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Ein ganz und gar anderer Film über ein Schicksal
während des Großen Vaterländischen Krieges:

In the fog (Russland 2012)




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Om eldsjälar, skogsmaskiner och jättegamla träd,
tyvärr med ganska jobbig musik i bakgrunden:

Skog och människor (Sverige 2012)



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En dokumentär om hur samer och rennäringen behandlas i dagens Ryssland. Talesman är en rysksamisk journalist, utbildad i Norge, vars samiska tv-station på Kola-halvön håller på att läggas ned. Renar dödas i smyg med militära vapen, eftersom de är ivägen för ett stort gaslednings-projekt, där bl a STATOIL och TOTAL är inblandade:

Att döda en ren (Sverige/Norge/Finland/Estland, 2012)



Samstag, 2. Februar 2013

Backadalen susar




Lustig långpromenad denna lyckolördag... :)




































Freitag, 1. Februar 2013

Panta rhei


Wir steigen in denselben Fluss 
und doch nicht in denselben, 
wir sind es und wir sind es nicht. 

Heraklit


Es gibt Kinder, die bringt der Klapperstorch. Andere hat der Esel im Galopp verloren oder sie wurden ganz einfach beim Bettenmachen gefunden. Wieder andere kamen mit der Erdölleitung. In der Wikipedia steht: "Die DDR-Führung beschloss 1958 den Ausbau ihrer Grundstoffindustrie und bestätigte Schwedt an der Oder als Standort für das Erdölwerk." Eine der Gottheiten meiner Kindheit hieß darum PIPELINE (Das muss man genauso aussprechen, wie es dasteht, also nicht englisch!) und wegen der PIPELINE - welche nicht irgendeine ist, sondern immer noch die längste der Welt - bin ich dort auf die Welt gekommen und nicht irgendwo anders. Nämlich genau dort, wo das ostsibirische Erdöl über die deutsch-polnische Grenze schwappt, ja, gleich dort haben sie damals ein großes Erdölwerk hingebaut - und aus dem kleinen verschlafenen Tabakstädtchen Schwedt an der Oder wurde eine moderne Chemiearbeiter-Stadt.

All die vielen Chemiearbeiter hatten natürlich auch Kinder und die mussten in die Schule, und also brauchte es nicht nur jede Menge Chemiearbeiter (und sehr viele Feuerwehrleute), sondern auch Lehrer. Fertig studierte junge Lehrer durften sich in der DDR nicht einfach aussuchen, wo sie anfangen zu arbeiten, sondern sie wurden dort hingeschickt, wo sie am nötigsten gebraucht wurden. Und also sind meine fertig studierten jungen Lehrer-Eltern nach Schwedt an der Oder geschickt worden - wegen der PIPELINE - und meine Schwester und ich sind dort auf die Welt gekommen. Das heißt zuerst ich und dann meine Schwester, aber so rum darf man es ja eigentlich nicht sagen, weil es unhöflich ist.



Meine Schulklasse nach einem Besuch bei unserer Patenbrigade:
einer Gruppe Feuerwehrleute (spannend!) im Chemiekombinat


Letzten Freitag habe ich meine Geburtsstadt mal wieder besucht, nach vielen, vielen Jahren. Unglaublich, wie sehr alles eingelaufen ist! Mein Schulweg, den ich damals unendlich lang fand, der ist überhaupt nicht lang, die Häuser sind heute kleiner, die Straßen viel schmaler und der Wassersporthafen, wo wir so oft waren, entpuppte sich als etwas größere Badewanne. Nur eines ist gleich geblieben: Der Fluss. Er fließt immer noch breit und majestätisch dort in seinem Odertal - und im Winter und Frühjahr darf er sich sogar richtig breit machen. Das dürfen die anderen deutschen Flüsse schon lange nicht mehr. Deshalb mag ich diesen Fluss und das breite Tal ganz besonders.







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Diese Urkunde von Zeichenwettbewerb habe ich noch. 
Die schöne Medaille dazu habe ich allerdings verbummelt.



Letzten Freitag sind wir u. a. auch an der Dreiklang-Schule 
vorbeigekommen, wo ich immer zur Mathe-Olympiade war...



Ni vet säkert hur det är när man besöker sina gamla hemtrakter efter många, många år. Allt som var så stort när man var liten är nu mycket, mycket mindre. Detta hände mig nu för en vecka sedan då jag vistades i staden där jag föddes - för nästan 50 år sedan. Herregud, vad tiden går...



Sehr seltsam: Selbst auf diesem alten Foto sieht der 
Wassersporthafen größer aus als heute in Wirklichkeit.