Mittwoch, 28. August 2013

Monday morning


Dass eine heiße Kaffeetasse dampft, wenn man sie morgens auf den Frühstückstisch stellt, dieser Anblick ist nett, reißt aber keinen direkt vom Hocker. Und dass dies auch das Schwimmbecken tut, wenn man im Winter ins Freie schwimmt, das haben viele schon erlebt. Aber den Kaffee haben Menschen gekocht und auch das Schwimmbecken wurde von Menschen warm gemacht. Wenn so ein nebulöses Phänomen jedoch draußen in der Natur vorkommt, ganz und gar ohne unser emsiges Dazutun, dann sperren wir den Mund auf und machen Stauneaugen. An einem noch sommerwarmen See zum Beispiel, an einem ganz windstillen Morgen Ende August, wo die Nächte schon wieder kühler werden. Wesentlich kühler als das Wasser im See noch ist. Und früh aufstehen muss man natürlich. Denn sobald die Sonne aufgeht und die Luft wieder warm macht, ist das schöne Nebelschauspiel vorbei.

Wie kommt man an einem Montagmorgen um halb sechs an einen verlassenen Waldsee? Am besten man ist einfach schon da. Seit der Waldengel montags nicht mehr arbeitet, fahren wir sonntags gerne raus in die Wälder und schlagen abends an einem schönen Platz am Wasser unser Zelt auf. Es ist freilich auch an einem Sonntagmorgen recht menschenleer in den schwedischen Wäldern, aber einsamer als an einem Montagmorgen ist es wahrscheinlich niemals. Und dass es an einem Montag in der Natur so einsam ist, das wissen sicher auch die Tiere, denn die tummeln sich - und wir mit ihnen, ganz behutsam, aber mit offenem Mund und Stauneaugen...






Att få möta ett djur på mycket nära håll, ute i naturen där de är hemma, det är något alldeles speciellt. Tiden stannar liksom och man är så överraskad och överväldigad. Ofta har man just då inte någon kamera till hands, men det är inte det viktigaste, tycker jag. Det är mötet och det är närheten. Det är något genuint, något väldigt gammalt, ja, djupt inne in oss finns detta band som knyter ihop oss med alla dessa varelser. I måndags hade vi tur, till och med två gånger. Inte bara med vädret och den fina vattenångan över sjön tidigt på morgonen, utan även med dessa möten. Det var ett par vackra storlommar och ett nyfiket gäng bävrar som plötsligt fanns så nära oss. Och då hade vi till och med en kamera till hands. Kan det bli bättre?



Gavia arctica - der Prachttaucher
Kennets Fotos von diesen und anderen (Wasser)Wesen



Freitag, 23. August 2013

Fjärilen


En fjäril, stor som en flagga,
lade sig över mig,
svepte in mig i sina vingar.
Levande svept låg jag under den.

Solen lyste i himlens rede,
natten var redan på väg,
den teg, medan den lätta manteln
begravde mig.

Bo Setterlind
Jord och himmel







Von den Händen, die das Glück bedeuten

Manchmal muss es nichts bedeuten,
wenn zwei Hände sich berühren.
Allerdings bei manchen Leuten
kann es zu wer weiß was führen.

Frantz Wittkamp
Vom Glück und Glanz der Goldnasen







Mittwoch, 21. August 2013

Hallonflickorna


Hemma är det tyst och lugnt igen sedan i måndags, för då reste dottern och dottersonen tillbaka till Tyskland. Puh, vad jag saknar dem! Framför allt den lille mannen, som alltid är så nyfiken och intresserad, so munter och full av fantasi och lustiga idéer.

Ja, da sind sie also am Montag wieder abgereist, die Tochter mit dem Tochtersohn, und es waren zwei wirklich lustige und wunderbunte Wochen. Wir haben eine Menge angestellt und ich hatte doch ziemliche Schwierigkeiten, nun so einfach mit dem alltäglichen Leben weiterzumachen. Besonders das muntere Geplapper unseres Duracellhäschens fehlt mir, seine vielen Fragen und verrückten Ideen, und seine nie versiegende Unternehmungslust.

Hier noch ein paar Bilderschnipsel:


Jakob und die Moorleiche: das Himbeermädchen



 Schöne Aussichten vom schönen Aussichtsturm.



Die Seilbahn auf dem Mösseberg wird strapaziert...



 ...während die Großmutter heimlich auf Schatzsuche geht.



 Hoppla, noch ein Himbeermädchen!



"Oma, weißt du was? Ich liebe die Natur über alles!"



Die Kleine My am hellen Säveån



 Manchmal darf man im Wald nur flüstern, 
sonst weckt man die Baumgeister.



Baby Bloodhound - Nachwuchs für die Geocaching-Community?



Vorsicht! Waldläufer!



Im Gegensatz zu Jakob macht Papa Elch Mittagsschlaf.



 Bei den Gletschertöpfen im Schlosspark.



"Und das darfst du nicht aufräumen, Oma, 
bis ich nächstes Jahr wiederkomme!"



Stilleben mit Teddy und Käptn Blaubär


Dienstag, 13. August 2013

Alles du, alles Dur


Ach, es ist so schön, die beiden hier zu haben, zwei ganze Wochen lang! Wir haben viel Zeit für Unternehmungen und viel Zeit zu reden. Draußen ist es freilich immer am schönsten, denn allesamt sind wir richtige draußen-Menschen... Jakob wandert weit ohne zu quengeln und nur selten tun ihm dann auch mal "die Latschen weh".

Am Wochenende waren wir an meinem Lieblingssee, dem Lygnern. Es ist der, der mich am meisten an unseren Stechlin erinnert... Und auch den beiden hat es prima gefallen, obwohl es nachts ein kräftiges Gewitter gab und sie ein bisschen verzagt waren. Aber wir haben ja am Traumzauberbaum übernachtet, und der beschützt immer alle, die dort ihre Zelte aufschlagen. Außerdem gibt es an diesem See Überraschungseier, wo richtig große Wasserfälle drin sind. Und eine lebendige Kreuzotter haben wir auch gesehen! Cool, wa?



 Der Traumzauberbaum



Bei allen beliebt: Feuer machen und grillen!



 Guck mal, Teddy, wie schön der See ist!
 


Der Lygnern im Abendlicht.



 Wow, eine lebendige Kreuzotter!



Ramhultafallet: Ein Wasserfall mit vielen Etagen...



...wo man auch prima herumklettern kann.



Chillout!



Jag är ganska rädd för åska när jag ligger över i tält någonstans. Och för huggormar också. Men under den här sommaren blev det flera tillfällen att vänja sig, i alla fall angående åska i tält. Och inte ens mitt barnbarn skriker och flyr när han får se en huggorm. Så blir jag en bättre och bättre ute-människa för varje år. Kul!


* * *


Und mit einer so jungen Tochter kriegt man dann wenigstens auch mit, 
was gerade so in ist in gewissen Kreisen in Berlin-Friedrichshain. :-)



Montag, 12. August 2013

Flusskrebse auf der Flucht!


Morgenmuffel bin ich noch nie gewesen und früh aufstehen macht mir auch nix aus. Und also war es kein Problem, sich am Freitag schon um 7 Uhr in der Früh am Fischereihafen einzufinden. Im Seefahrtsmuseum hatte ich nämlich gelesen, dass gerade Westseewoche ist. (Als Kind habe ich mich immer gefragt, warum es eigentlich keine Westsee gibt, sondern nur die Nord-, Ost- und Südsee. Und nun wohne ich plötzlich an genau dieser Westsee. Das ist vielleicht lustig!)

In der Ankündigung stand: "Ein Morgen im Fischereihafen - Wir schauen uns den Fang des Tages an und snacken über Fische, die Fischerei und das Meer." Außerdem sollte man sich schön warme Sachen anziehen. In meiner Vorstellung stehen wir also am Kai (wo es vielleicht ein bisschen windig ist) und wir gucken zu, wie die Fischerboote entladen werden und was so alles in den Kisten angelandet wird. Wettergegerbte Männer in blauen Pullovern und gelben Gummistiefeln, bunte Fischerboote und so weiter...

Nun ja, aber ganz so romantisch lief das ganze dann doch nicht ab, eher überhaupt nicht romantisch. Und warum wir uns warme Sachen anziehen sollten, habe ich auch erst verstanden, als wir bereits über eine Stunde in der großen Kühlhalle standen, ich natürlich nur leicht bekleidet, zwischen vielen Fischkisten und vielen Leuten, die eifrig damit handelten. Ein Fischerboot bekam ich jedenfalls den ganzen Morgen nicht zu Gesicht.

Als ich Herrn Möwe dann hinterher davon erzählte, meinte er: "Oh, bei so einer Fischauktion darf man bloß nicht im falschen Moment zwinkern oder eine Augenbraue heben. Sonst hat man plötzlich eine große Kiste Makrelen ersteigert, ohne es zu merken." Ja, natürlich war es total interessant und lehrreich, sogar lustig hin und wieder. Aber romantisch, wie gesagt, romantisch war es kein bisschen. Wahrscheinlich gibt es kein einziges Fischerboot mehr in Göteborg. Aber das werde ich noch erforschen... Vielleicht muss man da ja noch früher aufstehen.



 Fischauktion im Fischereihafen bei gefühlten 5 Grad.


 Ein dicker Seeteufel. Hässlich, aber lecker!


 Makrelen kaufe und brate ich regelmäßig.


 Rotbarsche habe ich dagegen in Deutschland viel öfter zubereitet.


Auch die Auktion selbst hatte ich mir etwas lautstarker und spektakulärer vorgestellt. Aber das hier war eher wie Pokern...


 Flusskrebse auf der Flucht!


Unser tüchtiger Guide vom Seefahrtsmuseum.


 Fast alles verkauft?


Was mir bei einem Hund auf der Straße nie einfallen würde...


Att Göteborgs fiskhamn egentligen är en handelsplats och inte något ställe där det finns gott om fiskebåtar, det fick jag lära mig i fredags. Då gick jag upp i ottan för att delta i en guidad tur i fiskhamnen. Man skulle sätta på sig varma kläder, något som jag inte gjorde förstås, för det blåste ju inte och var ganska varmt. Men efter ungefär 90 minuter inne i auktionshallen med en upplevd temperatur på högst 5 grader förstod jag varför man skulle göra det.

Nu vet jag dessutom hur man handlar fisk i störra skala. Man blinkar lite med ett öga eller höjer diskret ett ögonbryn. Och så är det inte någon som direkt ropar ut priserna, utan allting hålls ganska tyst. Två desillusioneringar samma morgon, det var inte dåligt, eller hur?



Donnerstag, 8. August 2013

Sjöfartsmuseet


När man får besök är det ett utmärkt tillfälle att få lära känna sin egen stad lite bättre igen. Idag till exempel vistades jag för första gången på Sjöfartsmuseet i Göteborg. Där finns en trevlig blandning av natur, teknik och historia. Och även mitt barnbarn tyckte det var jättespännande. Vilket som var bäst? Den tjocka hummern och den stora krabban tyckte han.





Immer wenn ich Besuch habe, lerne ich wieder mal etwas Neues in meiner eigenen Stadt kennen. Heute zum Beispiel waren wir im Seefahrtsmuseum. Dort wurde ich sehr positiv überrascht, denn sie haben wirklich eine richtig gute Mischung: Natur, Technik und Geschichte. Und alles sehr eindrucksvoll präsentiert. Auch Jakob hat es prima gefallen. Was am besten war? Der dicke Hummer und die coole Krabbe!


 Faszinierende Unterwasserwelt.



Schmucke Farben im Korallenriff.



Finding Nemo?



 Wow! Ein Eisbrecher!



 Ein "Flugsimulator" für Schiffe.



 Als seekranker Steuermann auf dem Fischkutter.



 Der dicke Hummer!



Die coole Krabbe!



Omas Favorit: Der Rotfeuerfisch.


Sonntag, 4. August 2013

Människan som älskar


"... Om planeter kunde älska skulle de bryta sin bana och kaos inträda. Världens bestånd garanteras av att kärleken är omöjlig. Också människan som älskar anar att kärleken är dödens syster. Men det hindrar henne aldrig från att fången i sin bana bryta sig in i grannens cell, jublande: Jag är fri!"

Stig Dagerman
Dikter, noveller, prosafragment






Heute habe ich seit Jahrmillionen mal wieder Federball gespielt. Bei NETTO gab es jetzt ganz brauchbare Badminton-Sets, und da morgen meine Tochter und der Lütte für zwei Wochen in die Sommerfrische kommen, habe ich dann zugeschlagen. Ach, was haben wir früher viel Federball gespielt... Auf dem Sandweg vor unserer Datsche, stundenlang!

Apropos sandige Wege... Und dann habe ich heute noch etwas gesehen, das mich an meine Kindheit erinnert hat: Katzenpfötchen! (Botanisch heißen sie anders, wir haben aber immer Katzenpfötchen gesagt...) Die blühen gerade hier in Göteborg im Botanischen Garten, in der Abteilung Öland und Gotland, wenn ich mich recht erinnere. In unserer Brandenburger Streusandbüchse wuchsen die immer recht reichlich. Früher haben wir uns im Sommer davon ein duftendes Sträußchen gepflückt und es dann trocknen lassen. So hatte man im Winter stets ein bisschen Hochsommer in der Vase.