Mittwoch, 30. Oktober 2013

Stürmische Woche


Oh, schon wieder eine Weile her, seit ich das letzte Mal was ins Blog geschrieben habe... Die Tage scheinen Siebenmeilenstiefel anzuhaben. Oder es liegt am Wetter. Die ersten Herbststürme haben uns bereits heimgesucht. Zuerst haben unsere Wetterfrösche einen Riesenwind gemacht und alles mögliche wurde eingestellt und abgesperrt und man sollte brav zu Hause bleiben, aber dann war es doch nur halb so wild. Na ja, vielleicht besser als anders herum...

Mit den Studenten war ich am Wochenende auf einer Forschungsstation am Meer, ja, so richtig mit zweimal übernachten. Das war schön spannend und lehrreich, aber auch lustig. Sogar mit einem kleinen Forschungsschiff sind wir rausgefahren, um Plankton zu fischen. Und da war eine Menge Wetter im Spiel. Aber zum Glück ist keiner seekrank geworden und meine Kamera ist hinterher auch wieder schön getrocknet, ohne zu meckern. (Wer mag, kann hier und hier und hier die vielen Bilder ankieken.)

Im Konzerthaus waren wir vor einer Woche, und da hat zweimal ein Handy geklingelt. Einmal wurde sogar das Konzert unterbrochen. Ja, irgendwie wird es immer schlimmer mit solchen Zwischenfällen, habe ich den Eindruck. Jedenfalls im Großen Saal. Bei den Kammerkonzerten ist es erheblich besser. Da gehen wahrscheinlich nur die Feinschmecker hin, und zwar mit Absicht, und nicht weil sie vergessen haben, ihr Abonnement rechtzeitig zu kündigen. So wie diese Schussel dann vergessen, ihr Telefon auszuknipsen.





Stormiga tider

Hon heter Lene och hon bryter kraftigt på danska. Och så tar det lite tid innan vi fattar vad hon menar när hon påstår att hoppkräftor äter älger. Under dagen fiskar vi djurplankton upp ur den upprörda fjorden och sedan kikar vi hur det ser ut med 50 gångers förstoring. På kvällen ligger vi på bryggan på magen och rör om med armarna i det kalla vattnet - så att marelden syns. Vad magiskt! Två gånger övernattar vi på den marina forskningsstationen vid Gullmarn, något som jag redan drömt om som barn...

Han heter Christian och han talar engelska med tysk brytning. Att det blir avbrott under en konsert på grund av en mobiltelefon som ringer, det hade jag ännu inte upplevt tidigare. Men han gjorde det. Han tog en liten paus. Jag tycker det blir bara värre och värre under konserterna i Stora salen. Det hostas och nyses ohämmat, det ringer högljutt, folk sysslar envist med invecklade karameller, någon snarkar... Mycket bättre är det då fortfarande när det spelas kammarmusik. Ibland är det så knäpptyst att man inte ens vågar andas. Och så har jag nu försiktigt trevat mig fram ända till Beethovens stråkkvartetter. Igår hörde vi op 18:1 och op 132, bägge två framförda av Eliaskvartetten. Oj, vad de är duktiga! Även extranumret tyckte jag mycket om. Ja, till Shetlandsöarna borde man kanske resa någon gång...







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Auf die Bäume, ihr Affen, im Wald wird gezählt!
(Meine aktuellen Hausaufgaben haben mit den Simpsons zu tun,
aber leider ist noch keiner mit Donuts vorbeigekommen...)


Dienstag, 22. Oktober 2013

School for the ear


Die Tage werden deutlich kürzer. Wenn man nicht gerade im Dunkeln munkelt, dann kann man gut zu Hause mit einer Decke auf dem Schoß (in Ermangelung eines schnurrenden Katers) einfach so dasitzen und schöne Musik hören. Und wenn einem die eigenen Scheiben gerade ein bisschen über sind, dann geht man online hören. Oder man musikquizzelt im Internet, was auch ziemlich spannend und richtig bereichernd sein kann. Dabei habe ich vor ein paar Tagen das hier entdeckt, was mir großen Spaß gemacht hat:





Utanför fönstret plundrar fåglarna oxelträden och de färggranna löv som hör till det vilda vinet på huset mitt emot håller på att blåsa bort. Jag saknar min gamla katt och har en filt i knäet istället. Mina öron är (hör)lurade för att få höra min egen musik, den som Herr Mås inte tycker om. Men ibland tar jag lurarna bort och då lyssnar vi tillsammans. Och på nätet hittar jag av en slump denna roliga musikföreläsning som jag tänkte dela med er, helt och hållet utan Ansiktsboken. Den har jag nämligen lämnat för gott för inte så länge sedan. Det känns bra.


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Und hier die ernste Version, richtig mit Frack und so:






Freitag, 18. Oktober 2013

Feuchtfröhliche Bergfeste


In meiner wilden Jugend haben wir gerne Bergfest gefeiert. Irgendeine Halbzeit konnte man immer irgendwie ausrechnen und darauf einen trinken. Schließlich war jeder Grund zum Feiern ein guter Grund. Am besten waren doch das Bergfest während meiner Lehrlingszeit und dann das vom Studium. (Ja, damals wurden wirklich die allermeisten während der offiziellen fünf Jahre fertig. Und so haben wir natürlich optimistisch nach 2,5 Jahren schon mal die Korken knallen lassen.)

Oh ja, feuchtfröhlich waren diese Feste freilich, aber vor allem fröhlich. Mit Kulturprogramm, Lagerfeuer, Wanderungen und Disco. Und zusammen wegfahren musste man natürlich. Mit der Lehrlingsklasse waren wir übers Wochenende an einem See in der Nähe von Eberswalde und dann mit dem Studienjahr sogar für ein paar Tage an der Ostsee. Und immer war es im Vorfrühling, und es war nicht besonders warm. Aber das hat unserer Feierlaune doch überhaupt keinen Abbruch getan.

Nun habe ich nach vielen Jahren völlig ohne richtiges Bergfest doch mal wieder eines gefeiert. Letzten Montag nämlich. Mein ganz eigenes, ganz persönliches, und der Berg war 5000 m hoch, hihi. Und ein bisschen feucht war es auch, vor allem im Pool und in der Dampfsauna. Und meine erste Ganzkörpermassage habe ich mir auch gegönnt. Du lieber Himmel... Nee, so was... Zwei Tage in einem richtigen Spa-Hotel, das war doch genau angemessen für dieses Bergfest, fand ich. Denn wegfahren muss man schließlich auch. So wie damals. Und doch war es natürlich ganz, ganz anders...






Jag vet inte om man firar något motsvarande i Sverige: Bergfest. Det är när man har hunnit med hälften av något viktigt som dessutom varar lite längre: en utbildning eller så. Vi firade mycket när jag var lärling och sedan under studietiden, precis när hälften var avklarad. Ja, jag tror vi firade mer då än sedan när allting var avklarat. I min gamla bilderlåda hittade jag i alla fall mycket fler och mycket roligare bilder från dessa halvvägs-firanden.

I måndags firade jag ytterligare en stor Bergfest, berget var till och med 5000 m högt. Japp, och nu är hälften avklarad! Nu går det bara nerför... ;-)






Samstag, 12. Oktober 2013

... den Wald vor lauter Bäumen nicht


Heute war prächtiges Herbstwetter und wir waren bei einem Naturfotokurs im Wald am schönen Lygnern. Eine fitte Fotografin und Abenteurerin hat diesen Kurs geleitet und sie hat wirklich versucht, jede Menge wertvoller Tipps in diesen vier Stunden unterzubringen. Das hat schließlich dazu geführt, dass ich letztendlich alles mögliche an meiner Kamera verstellt und so gut wie gar keinen Durchblick mehr hatte. Aber ich habe ziemlich viel aufgeschrieben und werde mir das so nach und nach mal vorknöpfen und draußen ausprobieren.


Fragt sich, wer hier besoffen ist. Der Fotograf, die Bäume, die Kamera...
Oder der Betrachter, hihi! (Auf Fotografisch heißt es Doppelbelichtung.)

Und hier sind noch ein paar mehr Knipsereien.


Ja, så fick jag äntligen uppleva henne live idag, Skogsängeln hade ju redan berättat en hel del om denna naturfotograf och äventyrare. Och så håller jag på med hennes bok, som handlar om alla 18 naturreservat i Kungsbacka kommun. Den är verkligen givande. Fotokursen idag var också givande och nu ska jag så småningom läsa igenom alla mina anteckningar för att testa och experimentera med platser, motiv, tider, ljus och teknik. En riktig teknik-nörd blir jag dock aldrig, tror jag.





Donnerstag, 10. Oktober 2013

Herbstlied





































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Nachschlag: Löfv-expedition på MIN kyrkogård













Dienstag, 8. Oktober 2013

Limnologische Ausschweifungen


Schon als Kind fand ich Gummistiefel viel attraktiver als Lackschuhe. Die Farbe war mir eigentlich egal, nur hoch genug und dicht sollten sie natürlich sein. In denen brauchte man sich nicht so vorsehen, ganz im Gegenteil. Da war die nächste Pfütze meine, die übernächste natürlich auch, und während unserer Familien-Streifzüge an die unterschiedlichsten Gewässer waren sie freilich auch immer mit dabei. 

Was ich allerdings noch niemals angehabt habe, das sind solche Ganzkörper-Gummistiefel, wie sie viele Angler gern benutzen. Aber jetzt am Wochenende ist auch diese Gelegenheit ganz unerwartet über mich hereingebrochen. Wir waren mit der Kursgruppe nämlich an zwei verschiedenen Gewässern, um die Grundlagen der Limnologie am lebendigen Leibe zu erfahren. Das war nicht nur lehrreich, sondern auch ziemlich lustig. Ich habe gelernt, wie man Libellenlarven und Blutegel aufstöbert, wie man das Fließvolumen in einem Bach bestimmt, und wie man mit Elektrizität wunderhübsche Lachsforellen fangen kann (um sie nachher natürlich wieder freizulassen...) Und alles wurde wie gesagt weder bierernst vorgetragen noch verbissen von uns nachgeahmt. Wir hatten Spaß und wir haben wirklich was gelernt.

Die Bilder habe ich diesmal nicht beschriftet, weil ich (wie so oft) als einzige eine Kamera dabei hatte und die Fotos nun auch die anderen Studenten nutzen sollen, ja, vor allem um die unterschiedlichen Unterwasser-Raubtiere zu bestimmen. Huh, ich sage euch! Vielleicht gehe ich zukünftig nur noch mit diesen Watdingern ins Wasser. Denn was dort alles so lebt... Dagegen sieht Nessy ja richtig zutraulich aus.





Det är roligt att vara student även i de övre tonåren, eller kanske framför allt då? Senaste helgen lärde jag mig i alla fall några nya saker. Hur man fiskar havsöring med elström, hur man fiskar olika sländelarver utan elström och hur man mäter vattenflödet i en bäck. Och så hade jag ett par rejäla vadarbyxor på mig, ojojoj, långa grejer, för första gången i mitt liv. Kul att gå omkring i dem även i djupare vatten. Nu funderar jag på om jag borde skaffa ett par sådana för en del av våra blöta geocaching-äventyr. Ett sex meter långt metspö finns nämligen numera också bland våra bra-att-ha-saker. Ha, snart är vi världens smartaste skattjägare!





Samstag, 5. Oktober 2013

Klassikerwoche


„Du liebes Kind, komm geh' mit mir!
Gar schöne Spiele, spiel ich mit dir,
Manch bunte Blumen sind an dem Strand,
Meine Mutter hat manch gülden Gewand...“

Die alten Meister sind mir begegnet in diesen Tagen. Und also hat uns der Erlkönig vom Weg abgebracht, und nicht der böse Wolf. Aber es ist ja eigentlich der Weg, der uns wichtig ist. Außerdem hat es natürlich ein gutes Ende genommen, ganz anders als in Goethes Gedicht. Und also konnten wir ein paar Tage später in Budapest mit Schneewitchen einen äußerst leckeren Sahnekuchen essen. Ha, Glückskinder!

Puh, ich habe wieder viel gearbeitet diese Woche - und der Feiertag am Donnerstag hat wirklich gut getan. Da konnte ich dann endlich meine Uni-Hausaufgaben machen. Und zur Krönung dieser Turbellaria-Woche ist gestern Kent Nagano ans Pult des Konzerthauses getreten und hat mit Schillers Nilpferdkuss die ganze Welt umschlungen. Du lieber Himmel, es ist irgendwie verdammt lang her, dass ich Beethovens Neunte live erlebt habe. Ja, eigentlich müsste man sich das mindestens einmal jährlich antun, und nicht unbedingt im Zusammenhang mit dem Jahreswechsel, nein, einfach so. Am Ende einer turbulenten Arbeitswoche. Hinterher hatte ich Flügel.






Det är lite märkligt: Framför allt nu, så här års, tänker jag ofta på den tid då jag bodde i Weimar. Det måste vara dimmans herre som gör att jag tänker på dessa underbara år. Den stora parken längs med ån Ilm kommer jag aldrig att glömma. Där fanns det ofta älvor som dansade i dimman. Vår lilla dotter lärde sig att gå där och jag var inte ens 25 år gammal...


Dienstag, 1. Oktober 2013

Das etwas andere Antiquariat


Ich weiß schon, warum ich so gerne gebrauchte Bücher kaufe. Weil meistens irgendwie Geschichten an ihnen dranhängen. Ein Antiquariat im tiefen Wald im Värmland hatte es ja sogar geschafft, mein Leben auf den Kopf zu stellen... Ganz einfach, weil der gütige Antiquar es fertigbrachte, mir innerhalb nur eines halben Jahres per eMail Schwedisch beizubringen... Mannomann, das waren Zeiten! Intensive Mailwechselzeiten, kann ich euch sagen. Und ich hab sie noch alle! Also die Mails aus diesen Zeiten. Müsste ich mal ausdrucken irgendwann. Bestimmt total lustig zu lesen...

Ja, und heute ist mal wieder eine Geschichte passiert, die mit einem gebrauchten Buch zusammenhängt, einem Schulbuch nämlich. Ich habe doch vor kurzem beschlossen, mir so nach und nach meine alten Lesebücher wieder zu beschaffen. Die sind nämlich leider alle nicht mehr da. Dazu bin ich wohl zu oft umgezogen... Und also habe ich mir bei ZVAB mein Lesebuch der 6. Klasse bestellt, eine Ausgabe von 1975, müsste hinhauen, für nur 5 Euro. Damit es nicht für teure Versandkosten nach Schweden geschickt wird, habe ich als Lieferadresse die meines Sohnes in Berlin angegeben und als Rechnungsadresse meine in Göteborg, gleichzeitig aber einen kurzen Kommentar geschrieben, dass es auch reicht, mir die Zahlungsdaten per Mail zu übermitteln.

Heute kam nun folgende Mail:




Es war also irgendwie ALLES vertauscht! Ich bin der Sohn in Deutschland und meine Mutter wohnt in Göteborg, wo das Buch nun offensichtlich doch hingeschickt wird. Noch nie habe ich so herzlich über eine Rechnung gelacht! Wie herrlich! Und dann habe ich im Internet nachgeschaut, wo dieses etwas andere Antiquariat wohl angesiedelt ist. In Aschersleben! Aschersleben - das Zentrum des Majorananbaus. (Wo ich doch Majoran so liebe!) Und der Inhaber muss ja auch eine goldige Figur sein... Werde mich aber am besten hüten, mit ihm einen Mailwechsel anzufangen. Da kann einem ja wieder alles mögliche passieren...





Jag har träffat olika människor både i Sverige och i Tyskland som har sina gamla skolböcker kvar. Det har tyvärr inte jag. Kanske flyttade jag för ofta. Eller så är det enklare om ens barnkammare finns kvar någonstans, eftersom man växte upp i ett hus där det fortfarande bor ens föräldrar... Nå ja, hur som helst, jag vill också ha mina gamla skolböcker kvar! I alla fall mina läseböcker. Och så har jag letat på internet och börjat skaffa dem med hjälp av olika tyska antikvariat. Häromdagen hittade jag boken som vi hade i årskurs 6 och så beställde jag den, men för att slippa det dyra utomlands-portot angav jag min sons adress i Berlin och bad om fakturan via mail till min svenska mailadress. Idag kom mailet. I detta mail tilltalades jag som Herr Schmidt och jag skulle betala boken som han, alltså bokhandlaren, hade skickat till min mamma i Göteborg. Ojojoj, vad jag skrattade! Allting var ju upp och ner, ut och in och bak och fram. Nu ska jag akta mig för att börja mailväxla med honom. Risken finns att jag lär mig sächsisch inom ett halvår och flyttar till Sachsen om två år...