Montag, 27. Januar 2014

Jóvenes Cantadores


Gestern war der Marathon hier in der Stadt. Besonders war diesmal, dass er direkt unter unserem Fenster vorbeigekommen ist, der Marathon, und zwar genau bei Kilometer Acht.

Auch noch besonders war, dass ich auf diese Weise zum ersten Mal in Kontakt mit lebendiger kanarischer Volksmusik gekommen bin. Ach ja, wie sagte unser Singegruppenleiter in Eberswalde immer: Wo man singt, da lass dich ruhig nieder. Nur böse Menschen haben... Grammophone! (Oder wie heißen diese Dinger heutzutage mit den Ohrstöpseln...)

Hier - wie immer - die Multimedia-Schnipsel, diesmal auch zum Mitschunkeln.



Wo laufen sie denn?



Wo laufen sie denn hin?



 Ja, ja. Bei Kilometer Acht, da wird noch gelacht...



Gleich um die Ecke im Catalina Park:
eine Gruppe einheimischer Musikmenschen









Aj, aj, aj... Mi corazón...



Zurück an der Strecke:
Die Spitzengruppe auf der zweiten Runde!



Später fahren wir mit dem Bus nach Gáldar...
(Die Straßen werden hier jedenfalls nicht abgesperrt wegen 
der Läufer. Das würden die Autofahrer wohl nicht ertragen.)



Optimale Bedingungen: Sonne und kaum Wind
(Zum ersten Mal in diesen zwei Wochen!)



* * *


Extra-Nummer 1




Extra-Nummer 2




En marathon kom förbi igår utanför vårt fönster. Men ni får inte tro att de stänger av en enda gata under loppet. Det skulle ju bilisterna inte stå ut med... Och så fick jag för första gången uppleva kanarisk folkmusik, helt och hållet levande. Det var dagens höjdare! Verkligen! Stackars mitt hjärta...


Samstag, 25. Januar 2014

Eine Trillerpfeife und ein paar nasse Füße


Der Botanische Garten hier in der Nähe von Las Palmas ist ein richtiges Kleinod, das heißt, er ist ein ziemlich großes Kleinod, aber wirklich ein wunderschönes, und außerdem ist der Eintritt frei. Warum er ein bisschen abseits liegt, habe ich jetzt erst verstanden, als ich nämlich in den letzten Tagen etwas ausführlicher über den Gründer dieses Gartens im Internet nachgelesen habe. Er war ein Schwede, dieser Gründer, und er hat sich viele Jahre seines Lebens voller Hingabe mit der Flora der Kanaren beschäftigt - besonders mit der endemischen - und dann hat er tatsächlich die Möglichkeit bekommen, diesen Garten hier anzulegen bzw. anlegen zu lassen. Als Standort hat er einen gewählt, an dem sich so viele einheimische Pflanzen wie möglich wohlfühlen sollten, ja, einheimische, denn das ist der Schwerpunkt. In den meisten Botanischen Gärten sieht man ja eher Exoten aus aller Welt und weniger Einheimisches, etwas, das ich eigentlich ziemlich schade finde. Auch in Göteborg hat man erst vor zwei Jahren angefangen, eine (relativ kleine) Norden-Ecke im Botanischen Garten anzulegen, sonst sieht man vor allem Gewächse aus anderen Ländern...

Nun, auf jeden Fall, dieser Garten hier bei Las Palmas ist sehr schön und auch etwas spektakulär mit seiner Lage an einem steilen Hang und in einem besonders fruchtbaren Barranco. Am Donnerstag bin ich nachmittags dorthin gefahren, mit einem Bus, der direkt hier von unserem Busbahnhof in Santa Catalina bis zum oberen Eingang des Gartens fährt. Am Busbahnhof wird auch extra darauf hingewiesen, welche Linie man nehmen muss und was es kostet: 1,65 Euro, das ist ja lachhaft! Weniger lachhaft war dann aber das Schild, das am Tor des oberen Eingangs zum Botanischen Garten hing und das fette Vorhängeschloss gleich darunter: Dieser Eingang ist geschlossen, Erdrutschgefahr wegen Regen, benutzen Sie bitte den unteren Eingang. Da stand ich dann davor wie ein begossener Pudel, obwohl es gerade gar nicht geregnet hat, und ich habe mich gefragt, ob die Erdrutschgefahr wohl kleiner ist, wenn man den Hang von unten besteigt, denn ein paar Besucher habe ich ja gesehen auf der anderen Seite des Zaunes. Aber als Fußgänger kommt man ganz einfach nicht zum unteren Eingang, nur als Vogel oder als Autofahrer. Es gibt keinen Weg dorthin, nur einen seeehr langen Umweg die Straße entlang und dort gibt es auch keinen Bürgersteig, und auf der Straße wollte ich nicht gehen, denn dort wurde schon dieser Schwede, der den Garten mal gegründet hat, von einem Auto überfahren.

Da war guter Rat teuer... Aber als gestandener Geocacher ist man ja so manches gewohnt und macht auch manchmal Sachen, die vielleicht Eltern ihren Kindern nicht unbedingt vormachen sollten. Ich bin also einfach über das verschlossene Tor geklettert. Es war ja nicht so hoch. Und dann bin ich stundenlang durch diesen Garten gestreift und auch viele schmale Wege am Hang entlang gegangen und gerutscht ist es nirgendwo. Ach, war das schön! Und so viele interessante Gewächse habe ich bestaunt! Was ich nicht bedacht hatte, war dann allerdings, dass schon gegen halb sechs ein Wächter mit einer Trillerpfeife angefangen hat, die Leute so allmählich zum unteren Ausgang zu treiben. Was heißt Leute, außer mir habe ich während der ganzen Stunden noch zwei Menschen getroffen. Wir drei Menschen wurden also lautstark trillerpfeifend in eine für mich völlig falsche Richtung gescheucht. Denn zum unteren Ausgang wollte ich ja gar nicht. Dort fährt nämlich kein Bus. Jedenfalls keiner, von dem ich wusste, dass er regelmäßig fährt. Aber ich kam dann wegen der eindringlichen Trillerpfeife einfach nicht mehr zu meinem verschlossenen Tore und meiner bekannten und regelmäßig frequentierten Bushaltestelle zurück. Und außen herum kann man dort wie gesagt nicht gehen.

Da war nochmal guter Rat teuer... Aber irgendwo hatte ich gelesen, dass man durch das schöne, grüne Barranco bis nach Las Palmas wandern kann. Und das habe ich dann probiert. Erst war es ein löcheriger Fahrweg, wo mich ein paar Leute in dicken Jeeps überholt haben, die dort zu ihren Fincas nach Hause gefahren sind. Dann wurde es ein einspuriger Wanderweg, und schließlich war auch der zu Ende, und nur noch ein kleiner Bach war übrig, ansonsten nur beinahe dschungelartige Vegetation an steilen, lehmigen Hängen. Da bin ich dann im Bach gewandert, der war ja nicht tief und das Wasser war nicht kalt und auf dem Grund war schöner Sand. Aber irgendwie kam die Stadt nicht näher, der kleine Bach ringelte sich gemütlich durch das tiefe Tal, und es wurde langsam dunkel. Schließlich habe ich dann aber doch noch einen unscheinbaren Trampelpfad entdeckt, der vom Bach irgendwohin nach oben ging. Und weiter oben, da waren wieder ein paar Fincas und noch viel weiter oben, da war ein Dorf und eine Straße. Die konnte ich hören.

Ich war wahrscheinlich ein ziemlich merkwürdiger Anblick, als ich mit meinen nassen Schuhen und den lehmigen Hosen dann die erste Finca erreichte und auch gleich von einem Rudel Hunde lautstark begrüßt wurde. Ein paar Männer standen vor einer Garage und sie guckten mich mit großen Augen an. Ich habe sie einfach gefragt, ob man auf dem Weg hier ins Dorf komme und ob es dort vielleicht eine Bushaltestelle gibt. Nur ein jüngerer Mann konnte ein bisschen Englisch und er hat beides bejaht, aber stirnrunzelnd irgendwelche Zeichen gemacht, dass es die ganze Zeit zickzack und immer nur bergauf ginge. Keiner von ihnen würde diesen Weg wahrscheinlich zu Fuß gehen, denn auch an ihrer Finca standen ein paar kräftige Jeeps. Aber ich war froh, nach der grünen und nassen Wildnis nun doch wieder in Richtung Zivilisation zu kommen, und schon bald war ich im Dorf und dort habe ich als erstes ein großes Schild gesehen, das allen Autofahrern versprochen hat, dass es bis zum großen Einkaufsparadies "Siete Palmas" gar nicht mehr so weit war. Aha, habe ich gedacht, dann gehe ich jetzt dorthin, denn dort gibt es sicher auch irgendeinen Bus.

Und richtig, nach der grünen Wildnis brach nun die Zivilisation mit lautem Getöse und mit schrecklich vielen Autos über mich herein, aber zum Glück auch mit einem Fußweg und ein paar Zebrastreifen - und schließlich tatsächlich mit etlichen Buslinien, von denen ich mir nur die richtige auszusuchen brauchte. Das war dann auch noch ein Stadtbus, und die kosten nur 1,40 - absolut lachhaft, wenn man bedenkt, was für eine lange Strecke der mich nun transportieren würde.


Ende gut. Alles gut.




Han ägnade största delen av sitt liv Kanarieöarnas växtvärld - och han skapade den vackraste och på något sätt naturligaste botaniska trädgården som jag besökt hittills. Och sedan kördes han över av en bil inte alls långt ifrån just denna trädgård. För att undgå samma öde klättrade jag över en stängd grind i torsdags och jag vadade i en översvämmad barranco, för våta fötter går lätt att torka. Värre är det med vägar där det inte alls finns något utrymme för gående, bara många snabba bilar...


Montag, 20. Januar 2014

Meine Wochenend-Schnipsel


Am Sonnabend war es stürmisch, am Strand hatten sie die rote Flagge hochgezogen und alle sind von einer windgeschützten Ecke in die nächste gehuscht. Gestern war es erheblich ruhiger, und da waren dann auch gleich viel mehr Leute unterwegs. Und weil es so viele waren und die meisten einfach nur gute Laune hatten, habe ich mal ein bisschen Menschen fotografiert, etwas, womit ich mich sonst eher schwertue.

Zweimal wurde ich dabei von Einheimischen am Ärmel gezupft und auf etwas aufmerksam gemacht. Einmal habe ich einen großen Baum fotografiert, den ich für eine Art Zimmertanne gehalten habe. Ein Mann stand daneben, er hat sich amüsiert und mir dann wortreich erklärt, dass es sich bei diesem Baum um eine chilenische Araukarie handelt. Also schon etwas in Richtung Zimmertanne... ;-) Und später am Nachmittag kam eine ältere Frau auf mich zu, als sie mich mit der Kamera herummachen sah, und sie musste mir unbedingt den Teide zeigen. Den sieht man nicht so oft, nur wenn es sehr klar ist, und man muss auch genau hingucken. Und also haben wir beide genau hingeguckt, und das war schön.

Auch habe ich lange eine Frau angeschaut, die gezeichnet hat. Sie hat mir gefallen, weil sie so ruhig in dem Gewimmel mit ihrem Zeichenblock dagesessen hat, ganz versunken und in sich versammelt. Schließlich war sie ja irgendwie mit einer ähnlichen Sache beschäftigt wie ich mit meiner Kamera. Nur dass sie keine Technik zu Hilfe nimmt und alles sehr viel mehr Zeit braucht. Irgendwann hat sie mich plötzlich angeschaut, eine ziemliche Weile, und dann ein kleines bisschen gelächelt.

Das waren meine Erlebnisse vom Wochenende.




* * *




In der Tiefkühltruhe im Supermarkt habe ich einen Paella-Bausatz
"für die faule Hausfrau" entdeckt. Und erst zu Hause habe ich
gelesen, dass man den Reis dazu extra kaufen muss. Nun ja, 
dann wurde es eben eine Meeresfrüchtesuppe mit extra viel Gemüse.



Könnt ihr ihn sehen, den Teide?



Sådant finns minsann inte i Stockholm,
sådant finns bara i Las Palmas!


Freitag, 17. Januar 2014

Småtrollen och den stora översvämningen


"I gränstillstånd är besluten stora, för de tvingar krypet att rannsaka hela sitt liv och alla val man gjort. Vad var egentligen viktigt och vad var det som var oviktigt? När Muminmamman i Farlig midsommar ser sitt kök ovanifrån och hur det, efter att ha erövrats av havet, är förvandlat till ett dunkelt akvarium, betraktar hon inte enbart ett kök i kaos. Köket har varit hennes egen domän, nästan en del av hennes liv. Och vilken blir då hennes reaktion? Hon brister ut i ett rungande skratt...
...
- Jag diskar inte idag, sa Muminmamman upprymd. Vem vet, kanske jag aldrig mera diskar?"

Jukka Laajarinne: Mumin och tillvarons gåta

När Herr Mås lämnade badrummet efter att ha duschat i morse hördes bara ett par ögonblick senare att vattnet började strömma på nytt. Har du inte stängt av duschen ordentligt? undrade jag och gick dit för att se efter. Men vattnet kom inte ifrån duschen, utan direkt från taket. Mycket vatten dessutom! Ett riktigt skyfall! Herregud, nu har tvättmaskinen däruppe gått sönder eller något liknande. Och så slet jag av mig kläderna och kastade mig in i vattenmassorna för att rädda hans rakapparat. Den är ju alldeles ny. När jag kom ut då hade vattnet börjat erövra hallen och var forsande på väg mot vardagsrummet, för någon golvbrunn fanns tydligen inte. Då drabbades Herr Mås av panik och han - bara klädd i kalsinger - sprang ut i trapphuset för att ropa efter hjälp. Hjälpen kom fortare än jag själv hann klä på mig, blöt var jag ju också fortfarande. En rörmokare och döttrarna till tandläkaren som äger huset rusade nerför trappan och utbrast i många Ah! och Oh! och So sorry! Rörmokaren återvände direkt till övervåningen för att stänga av vattnet medan systrarna genast började ta hand om vattenmassorna på golvet. Och oj, vad de bad om ursäkt. Innan rörmokaren återvände hann jag i alla fall sätta på mig lite kläder och sedan ingick jag i katastrofhjälpen. När det värsta var upptorkat blev det roligare och roligare att umgås med varandra, det skojades på både engelska och spanska och det utbyttes erfarenheter och historier kring olika upplevda vattenkatastrofer.

I slutänden behöver jag i alla fall inte diska någon dag under denna vistelse, för då kan vi gå på en av stans mest omtyckta krogar. När vi kom hem från dagens promenad hittade vi nämligen ett brev på golvet med en inbjudan som skadestånd. Men ingenting skadades ju faktiskt. Och jag tyckte egentligen att det hela var ganska roligt. Att få kontakt med ursprungsbefolkningen på ett så intensivt sätt... Ja, äntligen händer det saker, skulle Muminpappan ha sagt. Hihi!



 Luckan i badrumstaket är fortfarande öppen. 
Ska vi se hur det blir när vattnet sätts på igen...


Als im fünften Muminbuch das Meer über die Ufer tritt und die erste Etages des Muminhauses komplett überschwemmt wird, da guckt die Muminmama vom Obergeschoss in ihre Küche runter, wo alles lustig herumschwimmt wie in einem Aquarium, und sie bricht in schallendes Lachen aus: "Ja, da wasche ich heute jedenfalls nicht ab. Und wer weiß, vielleicht werde ich nie wieder abwaschen..."

Manchmal verschaffen uns Dinge, die zuerst wie Katastrophen über uns hereinbrechen, ganz unerwartete Erlebnisse oder auch überraschende Resultate. Heute hatten wir eine ziemlich große Überschwemmung im Bad. Plötzlich kam das Wasser nur so heruntergerauscht aus den Ritzen der Deckenverkleidung. Zum Glück waren wir noch nicht rausgegangen. Herr Möwe war eben aus dem Bad gekommen und zuerst dachte ich, er hätte die Dusche nicht richtig ausgemacht. Aber dann sah ich die Bescherung und ich habe mir augenblicklich die Kleider vom Leib gerissen, um seinen Rasierapparat zu retten. Denn der ist noch ganz neu. Als ich damit aus dem Bad kam, schwappte das Wasser bereits in den Flur und war fröhlich plätschernd auf dem Weg ins Wohnzimmer. Da wurde Herr Möwe von Panik erfasst und er rannte - nur in Unterhosen - hinaus ins Treppenhaus, und schrie um Hilfe.

Sogleich ging in der Wohnung oben drüber die Tür auf - und ein Klempner sowie die beiden Töchter unseres Vermieters kamen aufgeregt zu uns herunter. Da war ich selbst noch gar nicht wieder angezogen, denn ich war ja immer noch nass. Als sie die Bescherung sahen, gab es eine Menge Ach und Weh und unglaublich viele So sorry! Der Klempner rannte - was mir sehr lieb war - augenblicklich die Treppe wieder rauf und stellte erstmal das Wasser ab, und die beiden Frauen begannen zu wischen und zu wringen und sie wischten und hantierten lange mit den Wischlappen und schließlich mit großen Badehandtüchern, denn es war schon eine ganze Menge Wasser heruntergekommen. Als ich mich endlich abgetrocknet und wieder angezogen hatte, habe ich ihnen geholfen und dann wurde es immer lustiger und alle haben Geschichten von Rohrbrüchen und Überschwemmungen erzählt, die sie schon erlebt haben, auf Spanisch und auf Englisch oder mit Händen und Füßen...

Ja, und nun brauche ich irgendwann die nächsten Tage wirklich nicht den Abwasch zu machen, denn als wir von unserem Spaziergang am Nachmittag wieder in die Wohnung kamen, haben wir eine Einladung zu einem Restaurantbesuch auf dem Fußboden gefunden, als Schadensersatz sozusagen. Aber eigentlich haben wir doch gar keinen Schaden erlitten, nur einen kleinen Schreck gekriegt und ansonsten war es insgesamt eher lustig. Außerdem haben jetzt alle was zu erzählen.





Donnerstag, 16. Januar 2014

April, April in LPGC


Nun, da habe ich den Winteranfang in Schweden jedenfalls noch miterleben dürfen letzten Sonntag - wir waren in Karlsborg (was mich immer wieder auch an unseren Ausflug nach Suomenlinna im Janaur 2008 erinnert hat) - bevor ich mich dann am Montagabend in ein norwegisches Flugzeug gesetzt habe, das mich ziemlich rüttelnd und schüttelnd schrecklich viele Kilometer weit weg transportiert hat. 

Und nun wartet ihr sicher drauf, dass ich von neuen Abenteuern berichtet... Ja ja... Aber eigentlich habe ich doch ziemlich viel geabenteuert in den letzten Wochen und wollte hier auf der Insel nur einen stressfreien Alltag haben, in aller Ruhe meine Datenbank betutteln und einige Sachen machen, die in den letzten Wochen liegengeblieben sind. Dafür braucht man allerdings einen Internetzugang, und das war dann wirklich ein mittelgroßes Abenteuer, denn dieses Mal gab es kein fertiges solches in unserer Ferienwohnung. Aber nach zwei ganzen Tagen, allerhand gelaufenen Kilometern und etlichen - zum Teil sehr amüsanten - Gesprächen mit Leuten, die sich auskennen, habe ich nun endlich ein kleines oranges Internet für unterwegs.



Unterwegs war ich ansonsten noch nicht so viel. Erst heute am Nachmittag habe ich mal wieder meine Hattifnatten und Halophilen auf dem Inselchen besucht. Das Wetter ist gerade wunderbar abwechslungsreich, mehrmals am Tag fallen grandiose Schauer von einem herrlich dramatischen Himmel, dann scheint wieder für ein paar Stündchen die Sonne auf die vorübergehend nasse Landschaft und alles sieht so schön blankgeputzt aus. Und insgesamt bin ich ganz einfach froh, dass wir hier in dieser Stadt wohnen, wo ich mich nun schon ganz gut auskenne. Hier weiß ich, wo und wie die Busse fahren, wo man deutsches Vollkornbrot und einheimisches Obst und Gemüse kaufen kann und in welchen Konditoreien es besonders leckere Leckereien gibt. Ja, natürlich ist es spannend und bereichernd, immer wieder Neues zu entdecken, aber manchmal ist es auch einfach schön, sich schon auszukennen und an bekannten Plätzen mehr oder weniger die Seele baumeln zu lassen.





Det finns de som stannar och de som ger sig av,

så har det alltid varit. Var och en får välja själv

men man måste välja medan det är tid

och aldrig någonsin ge efter.


Tove Jansson, Sent i november






Freitag, 10. Januar 2014

Ha! Zwei! Oh!


Seit Herr Möwe auf die Große Kanarieninsel gereist ist Mitte Dezember hat es dort zweimal geregnet. Hier bei uns an der schwedischen Westküste war es ungefähr umgedreht. Nun ist die ganze Landschaft ziemlich aufgeweicht und es rauscht und plätschert ordentlich in allen Wasserläufen.   

Um Neujahr herum waren wir in Stockholm, um dort zusammen mit meinem Sohn und seiner Freundin Nicht-Silvester zu feiern. Das heißt, so richtig Nicht-Silvester haben wir dann doch nicht gefeiert, sondern ein bisschen zusammen mit den Stockholmern auf der Brücke bei Slussen, wo das Feuerwerken verboten war, wo man aber eine gute Sicht auf das offizielle Feuerwerk hatte.

Und nach Neujahr haben wir dann wieder weitergemacht mit unserem Projekt Reise durch die Region in 30 Tagen, eine richtig spannende Sache, wo wir inzwischen viele interessante Orte besucht haben und eine Menge über unsere Region dazulernen durften. "Nebenbei" habe ich dann auch noch für meine nächste Prüfung gepaukt. Die ist morgen. Aber das wird schon gutgehen. Ist ja bisher immer gutgegangen.

Am Sonntag hält dann endlich der Winter hier Einzug, wenn die Wetterfrösche Recht behalten. Aber das ist ein ganz schlechtes Timing, wie ich finde, denn am Montagabend mache ich mich selbst auf den Weg in den Süden, um Herrn Möwe die Post vorbeizubringen und um nachzuschauen, ob der große Ozean und die steilen Berge noch da sind.



Im Systembolaget hatte die Kleine My aus Versehen eine Flasche
echten Champus gekauft. Und dann hat sie das neue Jahr mit einem
einfach nicht enden wollenden Schluckauf begrüßt, hihick! ;-)


Sedan Herr Mås reste till Kanarieholmarna i mitten på december har det regnat där bara två gånger. Här på Västkusten var det ungefär tvärtom. Landskapet är vattenmättat och det strömmar ordentligt i åar och bäckar. Bara under Stockholms-vistelsen, där vi firade nyår tillsammans med mina barn, var det ett par tre dagars uppehållsväder. Men nu tycks vinterkylan komma i helgen. Fast det blir ju dålig tajming faktiskt, för på måndag ska jag själv till Holmarna för att hälsa på.



 Am schönen Mälarsee am letzten Tag des Jahres.

 

Auf der Fähre nach Djurgården am ersten Tag des Jahres.



 Spaziergang von Jerusalem nach Zinkensdamm.



Utflykt till Strömstad på Skogsängelns födelsedag.



 Vid Höljerudsforsarna i vackra Dalsland.



 Dalslands kanal, sluss nummer 20.



Mycket vatten i åar och bäckar.



 Gårdagens kvällspromenad i Mölndals Kvarnby.



Und der Regen, der Regen, der rinnt...



Guten Morgen, Kiel-Fähre! :-)