Montag, 31. März 2014

Berlin ABC + BAR + LOS


"Wenn wir nach Reykjavík fahren, dann nutzen wir voll aus, was die Stadt zu bieten hat. Machen was los für drei, vier Tage. Gehen ins Kino, ins Theater, zum Essen aus, tanzen. Und fahren dann einfach wieder in Ruhe nach Hause. Bestimmt ziehen wir einen viel größeren Nutzen aus der Stadt als viele Reykjavíker, die immer sagen, dass sie sich nicht vorstellen könnten, draußen auf dem Land zu leben, die aber nie etwas unternehmen..." (O-Ton der Verkäuferin aus Súðavík im Kiosk mit der Kaffeekasse, beschrieben in Huldar Breiðfjörðs Buch Liebe Isländer)

Ich glaube, wenn ich nach Berlin fahre, dann nutze ich die Stadt auch ziemlich gut, und vielleicht sogar mehr als etliche Berliner, die normalerweise eher wenig bis gar nix unternehmen. Innerhalb von nur einer Woche in Berlin habe ich jedenfalls allerhand unternommen und wieder allerhand liebe Leute getroffen. Ich war einmal im Kino (Danke, Hausfrau Hanna, für den Tipp!) und einmal im Nicht-Kino (wunderbarer Film!), ich war wieder ausgiebig in meinen zwei - ganz und gar unterschiedlichen - Buchläden und außerdem in einem herrlichen Café-Antiquariat, wo jedes Buch grundsätzlich nur einen Euro kostet. Dort habe ich fünf richtig tolle Kinder-Sachbücher für meinen Enkel erstanden und ein Flora-Sachbuch für die Flora-Keri. Dann habe ich drei geologisch interessante Stellen besucht (Kugelgranit, Markgrafensteine, Lokalmoräne) und schließlich auch noch den Campus in Golm, wo mein Sohn seit einem halben Jahr studiert und wo er letztens sogar im Chemie-Tempel eifrig herumexperimentieren durfte.

Zusätzlich zu Berlin ABC hatte ich aber auch noch die Landkreise Barnim und Oder-Spree auf meiner Wochenkarte (ich liebe solche Rumtreiber-Tickets!), denn übernachtet habe ich meistens im Drachenkopf bei meiner Tochter im Luftkurort Eberswalde, und einen Ausflug in das kleine Haus am Wald, das mein Vater mal gebaut hat, habe ich natürlich auch wieder gemacht. Hier kommen ein paar Bilder aus meiner aktiv-intensiven Berlin-Woche:





Egentligen räcker ju aldrig en vecka i Berlin för allt som jag vill göra och uppleva. Men så knökar jag in så mycket som möjligt i dessa sju dagar och jag tror inte många Berlinare hinner med så pass mycket som jag under bara en enda vecka.


Freitag, 21. März 2014

Ein echter Goldschatz!


Seit gestern guckt die Sonne nun wieder mehr über unseren nördlichen als über euren südlichen Tellerrand, hihi. Und man kann auch nach der Arbeit noch länger ausschweifen, ohne sofort die Fahrrad- oder Stirnlampe anwerfen zu müssen. Wenn ich nach diesen täglichen Ausschweifungen wieder ins traute Heim zurückkehre, sagt Herr Möwe oft "Du riechst nach Wald". Seitdem ich auch regelmäßig auf der Erde rumkrieche, um Schätze zu finden oder den Mikrokosmos zu fotografieren, sagt er sogar immer öfter "Du riechst nach Mulch". Das sind Komplimente, wa?

Apropos Schätze. Manchmal frage ich mich ja schon, was ich da so treibe, wenn ich nach diesen schmuddeligen Tupperdosen an zum Teil ziemlich zugemüllten Plätzen herumsuche. Und deshalb mag ich eigentlich auch immer noch diese Geologischen am allerliebsten, wo es keine schmuddeligen Schachteln gibt, sondern wo man einfach nur zu interessanten Plätzen gelockt wird, wo man was messen oder zählen muss, wo es Fragen zu beantworten gibt und wo man lustige Fotos schießen kann.

Aber es gibt natürlich auch ganz liebevoll gemachte Schachteln, die man in verzauberten Wäldern finden kann, wo kein Müll rumliegt (oder nur ganz wenig). Gestern zum Beispiel, da habe ich einen richtigen Schatz gefunden, über den sogar mein Enkelsohn nicht mal die Nase gerümpft hätte. Er fragt nämlich gerne am Telefon "Na, Oma, haste wieder solche komischen Schätze gefunden, wo dann doch nur ein dummer Zettel drin ist..." Aber gestern, da habe ich eine Kiste gefunden, in der war sogar ein richtiger Goldschatz drin! Da hätte er vielleicht Augen gemacht, der neunmalkluge Waldwichtel!



Die Schatzkiste zu finden, das ist die eine Sache...



"Trollet Engegaard ock Odd Gathe lefde i desse Skoghar. Effter othalige Aahr begyndte Engegaard at insamla Guldh ock detta i stohr Mengd. Derpaa gack Guldhet Engegaard åt sinnet, habegär samt ondska blef deraf uti Skoghen. Ner then lilla Dwerghen Trinde af Engegaard blef dräpt uppbraghtes slutligt Odd Gathe. Effter storan Stridh jiagades Engegaard ner i Unnderjiordhen. Odd Gathe refv derpaa Sidorna borth utifran Skriffthen Trindes Efventyr ock doldhe Guldhet deri. Thenne försegladhe Skriffth kasthades med ett tvaahundrade Alnars Kasth mot Engegaards Berghsgrotta..."



... das dicke Kombinationsschloss aufzukriegen, die andere.


Dienstag, 18. März 2014

Änglar finns bara i snön...


dina brustna vingar
smälter samman
när vinterns andetag
blir vår

och av värmen
bildar du en droppe
som stillsamt
faller...

poeter.se




Danke, BuchJo :-)




Dir stehen alle Dinge offen
Und Dein Erklingen
Braucht kein Saitenspiel
Dein Glanz, der mich im Dunkeln überfiel
Enthüllte mich. Nackt stand ich und betroffen.
Und überwältigt von so vielem Hoffen
Griff ich nach meiner Träume irrem Ziel
Mit Dir zu ringen, bis ich niederfiel
Von meiner Menschheit bis ins Mark getroffen.
Da warst du wieder der, der zu mir kam
Zum Ausgestoßenen und Auserwählten
Der Trauer, dem von Gott Gequälten
Und mich in seine Liebe nahm.
In Deiner Liebe ward ich wieder Kind
Wie eine Blüte traumgewiegt im Wind.

Ernst Plenzoldt

* * *


Chor der Wolken

Wir sind voller Seufzer, voller Blicke
Wir sind voller Lachen
Und zuweilen tragen wir eure Gesichter.
Wir sind euch nicht fern.
Wer weiß, wieviel von eurem Blut aufstieg
Und uns färbte?
Wer weiß, wieviel Tränen ihr durch unser Weinen
Vergossen habt? Wieviel Sehnsucht uns formte?
Sterbespieler sind wir
Gewöhnen Euch sanft an den Tod.
Ihr Ungeübten, die in den Nächten nichts lernen.
Viele Engel sind euch gegeben
Aber ihr seht sie nicht.

Nelly Sachs

* * *


Ziemlich viel Glück
Gehört dazu,
Daß ein Körper auf der Luft
Zu schweben beginne
Mit Brust, Achsel und Knie,
Und auf dieser Luft
Einem anderen Körper begegne,
Wie er
Unterwegs.

Die Atmosphäre macht
Zwei innige Torsen aus ihnen.
Unbemerkt beschreibt ihr Entzücken
Zärtliche Linien in Baumkronen.
Eine ganze Zeit noch
Ist ihr Flüstern zu vernehmen,
Und wie sie einander
Das schenken,
Was leicht an ihnen ist.

Glücklichsein beginnt immer
Ein wenig über der Erde.

Aber niemand hat es beobachten können.

Karl Krolow



Donnerstag, 13. März 2014

Röhrenglocken


Schön, wenn man zufällig auf Dinge stößt, die man vor etlichen Jahren mal richtig prima fand. So ging es mir heute mit Mike Oldfields Tubular Bells. Hier kommt eine gut klingende Version - schon mal als Einstimmung zum schönen Wochenende.




Ibland får man plocka fram lite örongodis... Sådana som man nästan glömt att de finns. Känns som att träffa en urgammal bekant.

Trevlig helg!


Montag, 10. März 2014

Krokus im Fokus


Nun sind sie also schon wieder vorbei - huxflux! - meine strohwitwigen Wochen. Vorhin haben der lange Möwensohn und icke den Zugvogel vom Flughafen abgeholt. Sein Koffer kommt dagegen erst morgen. Das hat jedenfalls die Dame vom verschusselten Gepäck versprochen.

Ansonsten ist in Südschweden heute schon fast der Sommer ausgebrochen, achtzehn Grad wurden dort gemessen! Auch ich habe am Wochenende kurz mit hochgekrempelten Ärmeln in der Sonne gesessen, die Goldammer hat wieder zu zählen angefangen und die schwarzen und grünen Spechte fliegen laut lachend durch die Luft. Aber mehr als zehn Grad waren es hier trotzdem noch nicht und heute kam morgens ein fetter Nebel vom Meer gekrochen, der sich den ganzen Tag über eigensinnig gehalten hat.

Gestern sind wir um ein großes Moor mit einem ganz merkwürdigen Namen herumgewandert. Dabei wurde ich an die Zeit erinnert, als ich noch mit Karte und Kompass durch die Wälder in Thüringen und Sachsen gerannt bin. Richtig gut war ich nur einmal: Nachts im Dunkeln, hihi! Und richtig verlaufen habe ich mich auch nur einmal: bei dem einzigen Mannschaftswettkampf, an dem ich teilgenommen habe... :-\ Aber das passiert mir nun wohl nicht mehr, zusammen mit der heutigen Technik und als Mitglied im Dream-Team. :-D



Gestern im Wald


Gestern am Wasser


Heute im Nebel


Krokus im Fokus


I samband med en vandring runt Rambo mosse igår läser jag om en tuff orienterinstävling i just detta område, och jag undrar: Brukar man springa tvärs över mossar under sådana tävlingar? Inte för att jag tycker synd om löparna utan för att jag tycker synd om mossen...



 Oh oh, schon fast 30 Jahre her...


Hihi! Im Dunkeln munkeln...


Donnerstag, 6. März 2014

Fisch sucht Fahrrad


Vor ein paar Tagen hatte ich mein zwanzigjähriges Betriebs-Jubeleum. Na ja, angestellt bin ich ja dort eigentlich nicht mehr, aber ich arbeite doch täglich noch für diese Firmen in Berlin, und also "güldet" es wohl schon als Jubeleum. Als ich dort angefangen habe, wurde mein Sohn im gleichen Monat vier Jahre alt. Nun wird er vierundzwanzig in gut zwei Wochen... Mannomann, das ist schon ein kleiner Unterschied!

Andererseits schreitet meine Integration hier im Norden auch so langsam aber sicher voran. Vor kurzem hat mein Name hier sogar in der Zeitung gestanden, also in so einer lokalen aus der Nachbargemeinde, aber immerhin. Da habe ich nämlich einen Bilder-Vortrag im dortigen Kulturhaus gehalten über unsere Reise in die isländischen Westfjorde und darüber, wie man ein Paradies finden kann, wenn man nicht nur auf Kilometer und Höhenmeter aus ist. Ja, das ist wohl ziemlich gut angekommen bei den Zuhörern und Zuguckern, und vielleicht mache ich das nochmal hier in unserer Bibliothek.

Dann ist es mir gerade gelungen, die Bedienbarkeit unserer Lernplattform im Internet zu verbessern, haha! Als eingefleischter Software-Agronom bin ich in dieser Hinsicht wirklich gerne unterwegs, denn nichts ist schlimmer als unhandliche Technik, wenn es auch viel handlicher gehen kann. 

Und heute hat mich außerdem unser Limnologie-Professor angeschrieben, ob er wohl ein oder zwei meiner Bilder von unserer Exkursion im Herbst für einen Artikel in einer Fachzeitschrift verwenden darf. Das hat mich natürlich sehr gefreut! Noch habe ich keine Ahnung, wie man es anstellt, seine Fotografien zu vermarkten. Aber vielleicht sollte ich mich so langsam mal darum kümmern.


* * *

Ach ja, und dann hätte ich fast noch vergessen, diesen Link hier einzukleben. Da komme ich nämlich - zusammen mit dem Waldengel - im Blogg eines befreundeten Geocachers vor. Wir werden als "zwei mystische Figuren" bezeichnet, hihi. Am besten ist aber das Bild von Schwedens erfolgreichsten Geocacher in diesem Bloggartikel. Ja, ja, gut zu wissen: Auch Profis gucken manchmal in die Röhre.






Varför finns egentligen "inte" med i ordet "integration"?

För ett par dagar sedan slog det mig: Oj, nu har jag jobbat för samma företag i precis 20 år! Visst är jag inte anställd hos dem längre, men jag jobbar ju åt dem varje dag i alla fall. När jag började där fyllde min son 4 år samma månad, nu fyller han 24 om ett par veckor. Detta är nog minsann en större skillnad...

Å andra sidan fortskrider min integration här i Norden, sakta men säkert. För en vecka sedan visade jag våra Islandsbilder på Partilles Kulturum och berättade hur man vandrar i fjällen utan att fjällvandra, ett föredrag som faktiskt blev uppskattat. Och idag fick jag detta mail som jag klistrat in här ovan. Om jag bara vore lite bättre på att marknadsföra mig, då kanske jag skulle till och med tjäna pengar på det ena eller andra. Men jag tycker det är grymt jobbigt och ganska obehagligt att marknadsföra sig.




Dieses Bild wird bald in einer Zeitschrift für Fisch-Biologie
erscheinen, obwohl kein einziger Fisch darauf zu sehen ist.


Och sedan finns jag - tillsammans med Skogsängeln - i ett blogginlägg som en inbiten geocachare har skrivit, hihi. Det bästa i detta inlägg är dock bilden på Ingabo i Ingabolunden. Han är alltså Sveriges nummer ett vad som gäller geocachingfynd (kanske för att han har rötter i Tyskland ;-) och jag tycker bilden är väldigt gullig!