Mittwoch, 28. Mai 2014

Eine Runde Heimatkunde


Schon wieder steht ein langes Wochenende vor der Tür - und diesmal werde ich mir eine dicke Runde Heimatkunde verpassen. Um den Vättern soll es in den nächsten vier Tagen gehen, und mein GPS ist gut gefüllt mit allen möglichen Anlaufpunkten: besondere Landschaften, ganz unterschiedliche Naturschutzgebiete, wilde Orchideen-Schauplätze, ein Vogelsee, ein Marmortagebau, eine alte Eisenhütte, eine wundersame alte Holzkirche und und und... Schon seit Wochen lese ich in lauter verschiedenen Büchern alle möglichen Dinge über diesen See und seine Umgebung. Morgen in aller Frühe geht es los. Ach, wie bin ich aufgeregt!



Sicher viel zu viele Ziele. Aber besser als zu wenig. ;-)


Att cykla Vättern runt skulle aldrig falla mig in, i alla fall inte som en deltagare i denna tävling. Att åka Vättern runt ska jag däremot göra nu under Kristi flygare. Det blir förhoppningsvis en salig blandning av natur, landskap, kultur, historie - och lite äventyr. För vi kommer nog inte att övernatta på *ANALHOTELLET i Karlsborg, utan... ja, det vet vi faktiskt ännu inte. Men så brukar det vara. Ska vi se hur det blir denna gång. Ack, så spännande!


Montag, 26. Mai 2014

Megaloppis i Majorna


Det finns tydligen folk som har alltför många prylar hemma. Och så finns det uppenbarligen folk som fortfarande inte har tillräckligt med prylar hemma. När dessa möts så kallas det för loppis. Är det många så kan det till och med bli megaloppis. I söndags var det megaloppis hos oss i Majorna. Jättemegaloppis, skulle jag nog säga. Trottoarerna och gräsmattorna var överfulla med säljande och fyndande människor, och hade inte plaskdammen redan fyllts med vatten, hade säkert även denna yta använts.

När vi gick till vallokalen vid halv elva, då kunde man fortfarande spatsera ganska obehindrat genom våra kvarter. När vi på eftermiddagen tänkte ta en promenad till Slottsskogen då kom vi nästan inte igenom alla dessa människor. Men visst var det jätteroligt att se detta! Att man ville byta grejer, istället för att å ena sidan slänga och å andra sidan köpa nytt. När vi på kvällen gick till hållplatsen för att åka till mp:s valvaka då var det lugnt igen och till och med städat. Ja, länge leve the People's republic of Majorna
!





Zweite Hand - live!

Gestern, am Sonntag, war allerhand los. Erst habe ich Herrn Möwe zum Wahllokal begleitet, einer Schule hier in der Nähe. (Ich selbst hatte ja schon meinem Sohn meine Stimme nach Berlin mitgegeben...) Vor den Wahllokalen stehen normalerweise die Vertreter der Parteien mit ihren Wahlzetteln, denn hier gibt es nicht diese meterlangen Zettel, wo alle drauf sind, sondern jede Partei hat einen eigenen Zettel mit einer Liste ihrer möglichen Kandidaten. Na, jedenfalls vor unserer Schule hier standen nur drei Vertreter: eine junge Frau von den Linken, ein grüner Herr in meinem Alter und dann noch eine Frau von der Feministischen Initiative. Dass die anderen Parteien sich nicht die Mühe gemacht haben, kann man verstehen, wenn man sich das Ergebnis unseres Wahldistrikts ansieht. Grün, feministisch und links! Herrlich! 
(Dort, wo ich selbst an mehreren Vormittagen in der letzten Woche grünes Wahlmaterial verteilt hatte, in einer Siedlung, in der es auch viele Einfamilienhäuser gibt, sah es übrigens auch recht gut aus, hihi!)

Als wir dann nachmittags in den Schlosspark gehen wollten, sind wir in unserem Kiez kaum durch die Straßen gekommen, denn da gab es einen riesengroßen Flohmarkt, einen Stadteil-Mega-Flohmarkt, wo einfach jedermann etwas anbieten oder erstehen konnte. Das war ein herrliches Gewimmel! Hätte sicher sogar Goethe gefallen... ;-)

Abends waren wir dann noch auf der Valvaka der Grünen - und da wurde es dann richtig laut, als die ersten vorläufigen Ergebnisse auf der Leinwand erschienen. Diesmal haben es die Grünen bis auf den zweiten Platz unter allen schwedischen Parteien geschafft, und in Göteborg und Stockholm sind sie sogar die allerstärkste Partei. Na, da wurde freilich lautstark gejubelt! Aber dass die Nationalisten auch ziemlich viel Land gewonnen haben, ist schon erschreckend. In einigen Gegenden in Südschweden hat sogar jeder fünfte rechts gewählt. :-(



Montag, 19. Mai 2014

Glasspoäng


Trots att jag reste med som vuxen, alltså någon slags ledare, kändes det inte alls på det viset. Jag kämpade hårt för att få de flesta glasspoängen, jag fick två av pojkarna med mig för att leta skatter och jag kröp omkring med den fotointresserade tjejen för att ta makrobilder. Ett två dagars "Ungdomsläger på Ramsvikslandet" hade SNF i Partille ordnat och jag åkte med för första gången. Vi bodde in en tidigare militärbarack i mitten av reservatet, där det märkligt nog fanns el och kyl, men inget vatten, utan bara en bäck för att tvätta sig och ett utedass. Mig bekommer ju inte alls sådana omständigheter, fast jag har hört talas om att under ett tidigare läger - en hel vecka utan både el och vatten - då reste ett par ungdomar hem tidigare, eftersom de inte kunde stå ut med smartphoneabstinensen flera dagar i rad.

Hur man kunde vinna glasspoäng? Ja, genom att hitta någon ovanlig art, en växt, en fågel eller något småkryp. På fåglar är jag inte så bra, men jag hittade både den lilla låsbräken och den ganska sällsynta arten rosenrot, som normalt bara växer i fjällen. Oj, vad glad jag blev! Och sedan på söndag frossade vi alla med en stor glass, för alla hade ju förstås hittat något intressant.







Am letzten Wochenende hatte ich hin und wieder Probleme mit meiner Rolle, denn eigentlich war ich als Betreuer mitgefahren und diese sind in der Regel erwachsen und sollen sich auch so benehmen. Aber dann habe ich doch lieber mit den jungen Leuten um Eispunkte gekämpft, zwei der Jungs habe ich zum Geocachen verleitet und mit dem fotobegeisterten Mädel bin ich auf der Erde herumgekrochen, um Makrobilder zu knipsen. Übernachtet haben wir in einer ehemaligen Militärbaracke ohne Wasser, aber komischerweise mit Strom und Kühlschrank. Ich habe freilich keine Probleme, mich morgens in einem Bach zu waschen, aber von früheren Lagern habe ich mir erzählen lassen, dass da schon mal ein paar Jugendlichen eher nach Hause gefahren sind, weil sie es nicht ausgehalten haben, eine ganze Woche lang sowohl ohne Wasser als auch ohne Strom zu sein. Das mit dem Strom war ausschlaggebend, denn nach zwei Tagen waren alle Smartphones tot, und so eine Abstinenz ist offensichtlich für einige Kids existenzbedrohend. ;-)

Eispunkte kann man übrigens sammeln, indem man irgendetwas entdeckt, was ungewöhnlich ist oder auf der roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten steht, ja also irgendwelche speziellen Tiere oder Pflanzen. Ich habe zwei Pflanzenarten entdeckt, für die es ziemlich viele Punkte gab, hihi, aber auch alle anderen hatten die Augen offen - und so haben wir gestern das schöne Wochenende jeder mit einer riesengroßen Portion Eis ausklingen lassen. Ach, schön wars!



Mittwoch, 14. Mai 2014

Unwidderstehlich!


Das Widderchen war für einige Tage bei mir, und das waren richtig schöne Tage! Das Widderchen ist nämlich - genau wie ich - ein Wald-Wolken-Wasser-Wander-Liebhaber. An einem See haben wir übernachtet und auf eine Insel sind wir gefahren, genau wie gewünscht, ein bisschen Schwedisch hat er gelernt und lecker gegessen haben wir, draußen und drinnen. Und außerdem habe ich endlich mal Gelegenheit gehabt, diese putzigen Leihfahrräder zu testen.

Nun ist der Alltag wieder da, und ich fühle mich ein bisschen flügellahm, so ganz ohne Widderchen...
















Äpplet faller inte långt från trädet - något som gör mig väldigt lycklig. :-)


* * *



Bereits als Junge ist er gern mit mir gewandert...




... und auch Klettern war schon immer angesagt! ;-)


Mittwoch, 7. Mai 2014

Das Leben eben


Manchmal sagt man: Das gibts ja gar nicht! Das ist ja wie in einem Buch oder einem Film! Aber eigentlich können sich die (Dreh)Buchschreiber gar nicht wirklich ausdenken, was im echten Leben alles so überraschendes, verrücktes und wunderbares passieren kann. Zweimal war ich im Kino in der letzten Zeit. Einmal war es ein ausgedachter Film, ein sehr guter, aber irgendwie auch sehr schwerer, einer, wo man hinterher noch eine Weile dran zu knabbern hatte.

Und dann gestern. Es sollte ein Überraschungsfilm sein, der letzte vor der Sommerpause in unserem schönen alten Kino, aber dann haben sie den Titel vorige Woche doch schon ausgeplaudert. Trotzdem hatte ich mir - wie immer eigentlich - vorher kaum was über den Film durchgelesen. Lieber will ich der Filmgeschichte ganz unvoreingenommen begegnen, ohne allzu viele Infos oder Bewertungen. Ich wusste nur, dass es sich irgendwie um ältere Damen handelt, die zusammen Sport machen und dann nochmal ein Match organisieren. Und ich dachte, es ist ein ausgedachter Film, so wie dieser lustige mit den Bobfahrern aus Jamaika.

Aber dann war es wirklich eine komplette Überraschung! Es war nämlich gar kein ausgedachter Film, sondern ein Dokumentarfilm, und geschildert wurde eine norwegische Volleyballgruppe - mit Frauen zwischen 66 und 98 Jahren. Ja! Achtundneunzig! Unglaublich! Diese Frau war der totale Hammer. Noch körperlich fit und so klug und gelassen, ein bisschen selbstironisch, aber mit einer Balance und einer ruhigen Stärke, Mannomann, das hat mich schwer beeindruckt. Der Film war herzerfrischend, ja, kaum dass man mal den Mund zugekriegt hat, entweder vor Staunen oder vor Lachen. Und seine Botschaft war ganz einfach: Es muss überhaupt nicht trist sein, alt zu werden. Die Regisseurin (37 Jahre) hat nach diesem Film natürlich sehr viel positives Feedback bekommen. "Aber am besten war, wenn mir die Leute erzählt haben, dass sie nach dem Film erstmal ihre Großeltern angerufen haben."





"Optimistene er en dokumentar om et uvanlig volleyball-lag på Hamar med damer fra 66 til 98 år. Til tross for at de har trent sammen hver mandag i 40 år, har de aldri spilt en ordentlig kamp. Nettopp det vil de gjøre noe med. Men mot hvem?

Goro (98) er selve dronningen på laget, med sin viljestyrke, livsglede og sine lilla Converse-sko. Filmen følger Goro, Lillemor (88), Birgit (69) og de andre lagvenninnene på og utenfor banen under forberedelsene til den store dagen. Og kampstrategien er klar: Latter, samhold, hekleblomster og kanskje noen kjekke svenske gentlemen? Det hele leder opp til en uforglemmelig reise til Sverige og en storslått landskamp.

Ungdommen er vår tids store ideal. Kanskje kan nettopp et lag med ballspillende damer i sin beste alder vise at det er de av oss som faktisk får oppleve å bli gamle som er de heldige?" (Filmweb)